Wie Baby zum Sitzen bekommen?

Was kommt nach dem Vollstillen?

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schlangengurke
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Re: Wie Baby zum Sitzen bekommen?

Beitrag von schlangengurke »

😂🫣

Du verstehst bestimmt, warum wir alle lachen müssen und das goldig finde.
Aber wenn das der Alltag ist…. Puh, das ist heftig. Da könnte ich auch nicht lange ruhig bleiben. Geschweige denn lachen.
Ich verstehe, was du meinst. 🙈🙈🙈
Lösche Benutzer 28346

Re: Wie Baby zum Sitzen bekommen?

Beitrag von Lösche Benutzer 28346 »

Da bekommt den leer essen eine neue Bedeutung 😂😂😂
Schlumpfine32
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Re: Wie Baby zum Sitzen bekommen?

Beitrag von Schlumpfine32 »

So, nun habe ich mal einen Moment Ruhe.
Tatsächlich finde ich das auch süß. Und ich störe mich auch gar nicht an dem Gemansche.
Das Thema Essen ist aber so ein großer Stressfaktor und wächst sich zu immer größerem Drama aus. Ich bin wirklich ein bisschen verfielt. Wie so oft, hat das aber mehrere Ebenen und ich versuche das mal aufzudröseln.

Ein großes Thema ist unsere Beziehung. Die ist nämlich gerade echt auf der Kippe. Nun ists ja eigentlich total bescheuert die Beziehung und das Thema Abendessen in einen Topf zu werfen. Aber irgendwie gehört es auf mehreren Ebenen schon zusammen.

Ich hoffe ich kriege das halbwegs aufgedröselt

Punkt 1: Wir (also Freund und ich) können nicht zusammen Essen. Dadurch, dass die Mutzelmade nicht in Ruhe mit am Tisch sitzt und auch nicht ruhig nebenher spielt sondern an meinem Bein steht und brüllt, während ich Esse, kommen wir nicht dazu zusammen zu essen. Das gemeinsame Abendessen war immer die Zeit wo wir mal miteinander geredet und Bedürfnisse kommuniziert haben. Nun ist das theoretisch zwar nicht unbedingt aneinander gekoppelt aber wenn man in der wenigen gemeinsamen Zeit halt getrennt hintereinander isst und sich in unterschiedlichen Räumen aufhält, bleibt nicht viel.
Also ich komme grob zwischen 17 und 17:30 nach Hause. Ich übernehme das Baby damit der Freund kurz durchschnaufen kann. Ich versuche dann häufig was für sie zu kochen und sie irgendwie zu füttern und habe damit dann schon einen nicht schönen Start in den Abend. 18:30 fange ich spätestens an zu kochen und um 20 Uhr beginnt dass Abendritual mit Baden und ins Bett bringen. Im Anschluss gehen wir schlafen.

Punkt 2: Ich finde es einfach frustrierend immer alleine zu essen. Möglichst schnell und ... es ist nicht schön.

Punkt 3: Mein Freund ist extrem gestresst davon, dass der ganze Tag sich danach ausrichtet irgendwas in die Mutzelmade zu bekommen. Er wird wütend und verzweifelt und hält sich für einen Versager. Die Stimmung wird immer angespannter und es gab jetzt schon 2x die Situation, dass er die Mutzelmade angeschrien hat. Er hat aufm Spielplatz jemanden getroffen, der erzählt hat, dass es bei ihm genauso war und das Kind dann einen verkleinerten Magen bekommen hat und nun per Sonde ernährt wird und man da früh reagieren muss. Seither macht er sich noch viel mehr Druck.

Punkt 4: Die Nächte. Sie ist halt hungrig, wenn sie den ganzen Tag quasi nix isst. Entsprechend viel stillt sie dann. Ich finde es aber wirklich wirklich hart und bin entsprechend fertig und dünnhäutig. Das wiederum hat ziemliche Auswirkungen auf unsere Beziehung. Mein Freund will reden, wenn die Mutzelmade eingeschlafen ist. Ich bin zu müde. Mein Freund will am Wochenende was als Familie machen, ich will schlafen. Ich bin außerdem ständig angespannt und unzufrieden weil ich so am Limit bin.


Radikale Akzeptanz ist so ganz grundsätzlich durchaus eine meiner Stärken. Aber sie bringt mich immer in eine gewisse Stoischkeit (ob es das Wort gibt) und ich sehe nebenbei meine Beziehung zerbrechen, habe aber wenig Idee wo ich noch Zeit und Kraft her nehmen soll. Das liegt natürlich nicht nur an dem Thema Essen aber die Möglichkeiten etwas zu ändern sehe ich aktuell irgendwie nicht? Vielleicht ein blinder Fleck?
Mit Mutzelmade 10/22
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rueckenwind
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Re: Wie Baby zum Sitzen bekommen?

Beitrag von rueckenwind »

Ich war euch dringend empfehlen, den Druck rauszunehmen.
Meine Große hat erst mit knapp 12 Monaten überhaupt gegessen, das ist zwar ungewöhnlich, aber wenn keine gesundheitlichen Probleme vorliegen, dann kann man anbieten, Rumba tschen lassen und sich ansonsten in Geduld üben. Ist uns damals allerdings auch nicht leicht gefallen...

Vielleicht braucht ihr neue Paarrituale? Wir haben uns irgendwann als die Kinder klein waren, angewöhnt, das jüngste Kim gemeinsam ins Bett zu bringen, mein Mann hat sich entweder an mich oder ans Kind gekuschelt und wir haben uns während des Stillens ruhig unterhalten. Ansonsten war spazieren gehen auch oft eine gute Möglichkeit für ein entspanntes Gespräch.

Ich denke, um die Suche nach der regelmäßigen Gelegenheit für ein Gespräch wirst du nicht umhin kommen. V.a. sollte euch beiden bewusst sein, dass diese Phase vorüber geht und sich die Situation doch immer wieder schnell ändert, bald wieder mehr Zeit für Beziehungspflege sein wird. Uns hat dieses gemeinsame Wissen schon über manche Flaute hinweggeholfen.
T. mit Rumpeltochter (04.11), Purzelsohn (08.13) und Flitzeline (08.19)
pqr
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Re: Wie Baby zum Sitzen bekommen?

Beitrag von pqr »

Schlumpfine32 hat geschrieben: 23.09.2023, 15:05 So, nun habe ich mal einen Moment Ruhe.
Tatsächlich finde ich das auch süß. Und ich störe mich auch gar nicht an dem Gemansche.
Das Thema Essen ist aber so ein großer Stressfaktor und wächst sich zu immer größerem Drama aus. Ich bin wirklich ein bisschen verfielt. Wie so oft, hat das aber mehrere Ebenen und ich versuche das mal aufzudröseln.

Ein großes Thema ist unsere Beziehung. Die ist nämlich gerade echt auf der Kippe. Nun ists ja eigentlich total bescheuert die Beziehung und das Thema Abendessen in einen Topf zu werfen. Aber irgendwie gehört es auf mehreren Ebenen schon zusammen.

Ich hoffe ich kriege das halbwegs aufgedröselt

Punkt 1: Wir (also Freund und ich) können nicht zusammen Essen. Dadurch, dass die Mutzelmade nicht in Ruhe mit am Tisch sitzt und auch nicht ruhig nebenher spielt sondern an meinem Bein steht und brüllt, während ich Esse, kommen wir nicht dazu zusammen zu essen. Das gemeinsame Abendessen war immer die Zeit wo wir mal miteinander geredet und Bedürfnisse kommuniziert haben. Nun ist das theoretisch zwar nicht unbedingt aneinander gekoppelt aber wenn man in der wenigen gemeinsamen Zeit halt getrennt hintereinander isst und sich in unterschiedlichen Räumen aufhält, bleibt nicht viel.
Also ich komme grob zwischen 17 und 17:30 nach Hause. Ich übernehme das Baby damit der Freund kurz durchschnaufen kann. Ich versuche dann häufig was für sie zu kochen und sie irgendwie zu füttern und habe damit dann schon einen nicht schönen Start in den Abend. 18:30 fange ich spätestens an zu kochen und um 20 Uhr beginnt dass Abendritual mit Baden und ins Bett bringen. Im Anschluss gehen wir schlafen.

Punkt 2: Ich finde es einfach frustrierend immer alleine zu essen. Möglichst schnell und ... es ist nicht schön.

Punkt 3: Mein Freund ist extrem gestresst davon, dass der ganze Tag sich danach ausrichtet irgendwas in die Mutzelmade zu bekommen. Er wird wütend und verzweifelt und hält sich für einen Versager. Die Stimmung wird immer angespannter und es gab jetzt schon 2x die Situation, dass er die Mutzelmade angeschrien hat. Er hat aufm Spielplatz jemanden getroffen, der erzählt hat, dass es bei ihm genauso war und das Kind dann einen verkleinerten Magen bekommen hat und nun per Sonde ernährt wird und man da früh reagieren muss. Seither macht er sich noch viel mehr Druck.

Punkt 4: Die Nächte. Sie ist halt hungrig, wenn sie den ganzen Tag quasi nix isst. Entsprechend viel stillt sie dann. Ich finde es aber wirklich wirklich hart und bin entsprechend fertig und dünnhäutig. Das wiederum hat ziemliche Auswirkungen auf unsere Beziehung. Mein Freund will reden, wenn die Mutzelmade eingeschlafen ist. Ich bin zu müde. Mein Freund will am Wochenende was als Familie machen, ich will schlafen. Ich bin außerdem ständig angespannt und unzufrieden weil ich so am Limit bin.


Radikale Akzeptanz ist so ganz grundsätzlich durchaus eine meiner Stärken. Aber sie bringt mich immer in eine gewisse Stoischkeit (ob es das Wort gibt) und ich sehe nebenbei meine Beziehung zerbrechen, habe aber wenig Idee wo ich noch Zeit und Kraft her nehmen soll. Das liegt natürlich nicht nur an dem Thema Essen aber die Möglichkeiten etwas zu ändern sehe ich aktuell irgendwie nicht? Vielleicht ein blinder Fleck?
Schlumpfine32 hat geschrieben: 23.09.2023, 15:05 So, nun habe ich mal einen Moment Ruhe.
Tatsächlich finde ich das auch süß. Und ich störe mich auch gar nicht an dem Gemansche.
Das Thema Essen ist aber so ein großer Stressfaktor und wächst sich zu immer größerem Drama aus. Ich bin wirklich ein bisschen verfielt. Wie so oft, hat das aber mehrere Ebenen und ich versuche das mal aufzudröseln.

Ein großes Thema ist unsere Beziehung. Die ist nämlich gerade echt auf der Kippe. Nun ists ja eigentlich total bescheuert die Beziehung und das Thema Abendessen in einen Topf zu werfen. Aber irgendwie gehört es auf mehreren Ebenen schon zusammen.

Ich hoffe ich kriege das halbwegs aufgedröselt

Punkt 1: Wir (also Freund und ich) können nicht zusammen Essen. Dadurch, dass die Mutzelmade nicht in Ruhe mit am Tisch sitzt und auch nicht ruhig nebenher spielt sondern an meinem Bein steht und brüllt, während ich Esse, kommen wir nicht dazu zusammen zu essen. Das gemeinsame Abendessen war immer die Zeit wo wir mal miteinander geredet und Bedürfnisse kommuniziert haben. Nun ist das theoretisch zwar nicht unbedingt aneinander gekoppelt aber wenn man in der wenigen gemeinsamen Zeit halt getrennt hintereinander isst und sich in unterschiedlichen Räumen aufhält, bleibt nicht viel.
Also ich komme grob zwischen 17 und 17:30 nach Hause. Ich übernehme das Baby damit der Freund kurz durchschnaufen kann. Ich versuche dann häufig was für sie zu kochen und sie irgendwie zu füttern und habe damit dann schon einen nicht schönen Start in den Abend. 18:30 fange ich spätestens an zu kochen und um 20 Uhr beginnt dass Abendritual mit Baden und ins Bett bringen. Im Anschluss gehen wir schlafen.

Punkt 2: Ich finde es einfach frustrierend immer alleine zu essen. Möglichst schnell und ... es ist nicht schön.

Punkt 3: Mein Freund ist extrem gestresst davon, dass der ganze Tag sich danach ausrichtet irgendwas in die Mutzelmade zu bekommen. Er wird wütend und verzweifelt und hält sich für einen Versager. Die Stimmung wird immer angespannter und es gab jetzt schon 2x die Situation, dass er die Mutzelmade angeschrien hat. Er hat aufm Spielplatz jemanden getroffen, der erzählt hat, dass es bei ihm genauso war und das Kind dann einen verkleinerten Magen bekommen hat und nun per Sonde ernährt wird und man da früh reagieren muss. Seither macht er sich noch viel mehr Druck.

Punkt 4: Die Nächte. Sie ist halt hungrig, wenn sie den ganzen Tag quasi nix isst. Entsprechend viel stillt sie dann. Ich finde es aber wirklich wirklich hart und bin entsprechend fertig und dünnhäutig. Das wiederum hat ziemliche Auswirkungen auf unsere Beziehung. Mein Freund will reden, wenn die Mutzelmade eingeschlafen ist. Ich bin zu müde. Mein Freund will am Wochenende was als Familie machen, ich will schlafen. Ich bin außerdem ständig angespannt und unzufrieden weil ich so am Limit bin.


Radikale Akzeptanz ist so ganz grundsätzlich durchaus eine meiner Stärken. Aber sie bringt mich immer in eine gewisse Stoischkeit (ob es das Wort gibt) und ich sehe nebenbei meine Beziehung zerbrechen, habe aber wenig Idee wo ich noch Zeit und Kraft her nehmen soll. Das liegt natürlich nicht nur an dem Thema Essen aber die Möglichkeiten etwas zu ändern sehe ich aktuell irgendwie nicht? Vielleicht ein blinder Fleck?
Hier mag ich bei Punkt 3 einhaken.

Ich kann Euch Eltern "Mein Kind will nicht essen" vom Kinderarzt Gonzales empfehlen. Hat mir sehr geholfen.

Und ich denke, dass die Geschichte mit dem "verkleinerten Magen " so fachlich/wissenschaftlich nicht ganz stimmt.
Viele Grüße
pqr

pqr mit Mini 04/2015
und Mini2 12/2017
Kambly
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Re: Wie Baby zum Sitzen bekommen?

Beitrag von Kambly »

Wenn ich dich richtig verstanden habe, ist dein Kind aber normalgewichtig und du stillst ja noch?
Kambly mit kleinem 🦊 (5) und kleiner 🧚🏼‍♀️ (2.5)
Schlumpfine32
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Re: Wie Baby zum Sitzen bekommen?

Beitrag von Schlumpfine32 »

Nur kurz. ich stille noch aber fast nur nachts. Da dann gerne 10x. Und das finde ich nicht gut.
Sie ist insgesamt klein und schlank. Bei der Geburt war sie durchschnittlich groß / schwer und ist dann auf der Kurve sukzessive runter gegangen. Ich finde sie sieht total gut aus. Also nicht speckig aber auch nicht zu dünn. Und ich bin auch klein und schmal und mein Freund auch.

Ich bin also nicht besorgt. Mein Freund schon.
Mit Mutzelmade 10/22
fragolapopulare
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Re: Wie Baby zum Sitzen bekommen?

Beitrag von fragolapopulare »

Dieses "Mein-Kind-isst-so-wenig-und-das-stresst-total"-Ding kann ich gut nachvollziehen. Das war hier genauso. Essen mochte die Große nur in homöopathischen Mengen. In meiner Familie spielt Essen und Genuss eine total große Rolle. Dazu kommt, dass wir alle (ich, meine Mutter und Schwester) dazu tendieren, extrem schlecht gelaunt zu sein, wenn wir hungrig sind. Das hat mich immer unter Druck gesetzt. " Das Kind isst ja nichts!" "Die ist total dünn, die muss essen!" "Ach Gooooott, sie hat ja gar keine "Speckle"!"

Ich habe mir dann immer wieder, fast mantraartig, gesagt: Kinder haben einen guten Instinkt. Sie wissen, wie viel und wovon gut für sie ist. Ich habe das aber "zur Sicherheit" immer wieder bei der Kinderärztin angesprochen, und sie war entspannt. Das hat mich bestärkt und beruhigt. Ein Kind in dem Alter weiß nichts von Essstörungen. Ich habe mich damit dann gut gegen die Oma durchsetzen können, die ihr nämlich einfach Süßes vorgesetzt hätte (DAS hätte sie tatsächlich gefuttert).

Ich habe sie viel gestillt, und vergleichsweise lang (kein Langzeitstillen im SuT-Sinn, aber verglichen mit vielen Familien um uns drum rum) - weil ich trotzdem die irrationale Angst hatte, sie würde nicht satt (trotz Mantra...).

Spoiler: Sie ist nach dem (dank eines Noro-Virusses plötzlichen und radikalen) Abstillen nicht verhungert. Sie hat heute noch Phasen, in denen sie "gut" isst, und welche, in denen sie regelrecht fastet. Jetzt habe ich das Vertrauen, das zu akzeptieren. Das war aber ein langer Prozess. Sie hat wohl einfach andere körperliche Bedürfnisse als ich.

Vielleicht kannst Du das Deinem Freund mitgeben?

Ich hatte jetzt noch ein paar Anregungen für Änderungen notiert, aber wieder gelöscht. Beim Durchlesen fand ich es irgendwie anmaßend. Eure Situation ist schon echt speziell. Dieses Dich-nicht-ohne-Gebrüll-Essen-Lassen würde mich genauso wahnsinnig machen. Du hast ja auch berechtigte Bedürfnisse...

Wahrscheinlich ist die hohe Kunst (an der ich auch ständig scheitere), herauszufinden: Was sind meine dringendsten Bedürfnisse? Welche sind so drängend, dass man sie nicht zurückstellen kann, weil man sonst unglücklich ist? Und wie setzt man sie durch? Ach je...
Liebe Grüße, Fragola mit Mini Nr. 1 03/2018 und Mini Nr. 2 10/2022
Kaba
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Registriert: 07.11.2019, 04:36

Re: Wie Baby zum Sitzen bekommen?

Beitrag von Kaba »

Nochmal aufstehen und essen (und reden), wenn das Baby schläft geht nicht?
Kaba mit Milchmädchen (09/19) und kleiner Vorfreude (6/22)
Nala85
schreibt ganz schön oft
Beiträge: 129
Registriert: 31.01.2019, 19:35

Re: Wie Baby zum Sitzen bekommen?

Beitrag von Nala85 »

Hey!
Ich hab nicht alles gelesen - geb ich zu - den Anfang und die letzte Seite. Ich möchte dir nur auf den Weg geben:
Du hast mein vollstes Mitgefühl - ich kannte es auch und das leider 4 Jahre lang.
Mein Kind begann eigentlich zum Beikostbeginn schon zu krabbeln und war mit 8 Monaten schon nimmer zum stillsitzen zu bekommen. Und ja sie stand brüllend an meinem Bein beim Kochen, beim Essen, egal was ich zu tun hatte.
Und sie war eine Snackerin und ist es mit fast 5 noch. Richtige Mahlzeiten waren nie ihr Ding aber alle 1-2h braucht sie was.
Mit 11 Monaten ging sie und aß auch nur in Bewegung. Ja ganz schlecht blabla ... aber es war uns irgendwann wurscht. Hauptsache sie isst und wir können essen. Die ersten 2 Jahre mit fester Nahrung sah es so aus dass sie nur zum Essen vorbeilief, Happs, weiter, nächste Runde happs ... Nahrung wurde nurnoch geeignet gereicht - also sowas Breiiges wie auf dem Bild hätt ich mir nicht angetan. Nudeln, Brot, Wurst, Gemüsestücke - nix was schmiert.

Als der kleine Bruder dann am Tisch mit dabei war (da war sie kurz vor 3) wurde es etwas besser, aber dann fing sie an am Tisch rumzuhampeln, ihn abzulenken, unter den Tisch zu klettern etc. Phasen weise über Wochen gabs immer zum Abendessen Wutausbrüche, meist wurde ich angeschrien dass ich nicht essen darf, woanders sitzen muss , der Löffel falsch ist - egal was - Abendessen war ihr "Lass es raus" Zeitpunkt. Zum Glück ist K2 da geerdeter und hat bisschen Ruhe (oder Futterneid?) reingebracht.

Aber ich habs aufgegeben dass Abendessen als DEN Familienzeitpunkt zu sehen. Diese Gewohnheit aus kinderlosen Zeiten ist halt nichtmehr. Wir verbringen tolle Familienzeit am Nachmittag und die 1h vorm Schlafen wo wir noch spielen. Und reden tun wir dazwischen - auch mal versteckt in der Küche beim wegräumen - oder abends. Essen - ja ist einfach Essen. Es wird ihr nie wichtig sein - und mittlerweile sitzen die beiden sogar auf einem Kindertisch weil dieses "konzentrierte" "Wir setzen uns jetzt hin und Essen und Reden" scheinbar zuviel Druck ausübte. Jeder nimmt das Essen dort ein wo er möchte und danach kann gespielt werden.

Geh nochmsl in dich und hör hin was dir wichtig ist und ob das wirklich nur am Essen liegt. Wechselt euch ab wenn das Bedürfnis "in Ruhe essen" ist, soviel Betreuung wird sie nie wieder beim Essen brauchen. Und entspannt euch - sie isst - egal wie und wo - dann ist sie auch gesund. Mit viel Druck wird es nicht besser.
Mädchen *11/2018 + Bub *4/2021
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