Du verstehst bestimmt, warum wir alle lachen müssen und das goldig finde.
Aber wenn das der Alltag ist…. Puh, das ist heftig. Da könnte ich auch nicht lange ruhig bleiben. Geschweige denn lachen.
Ich verstehe, was du meinst.
Moderatoren: klecksauge, Mondenkind
Schlumpfine32 hat geschrieben: 23.09.2023, 15:05 So, nun habe ich mal einen Moment Ruhe.
Tatsächlich finde ich das auch süß. Und ich störe mich auch gar nicht an dem Gemansche.
Das Thema Essen ist aber so ein großer Stressfaktor und wächst sich zu immer größerem Drama aus. Ich bin wirklich ein bisschen verfielt. Wie so oft, hat das aber mehrere Ebenen und ich versuche das mal aufzudröseln.
Ein großes Thema ist unsere Beziehung. Die ist nämlich gerade echt auf der Kippe. Nun ists ja eigentlich total bescheuert die Beziehung und das Thema Abendessen in einen Topf zu werfen. Aber irgendwie gehört es auf mehreren Ebenen schon zusammen.
Ich hoffe ich kriege das halbwegs aufgedröselt
Punkt 1: Wir (also Freund und ich) können nicht zusammen Essen. Dadurch, dass die Mutzelmade nicht in Ruhe mit am Tisch sitzt und auch nicht ruhig nebenher spielt sondern an meinem Bein steht und brüllt, während ich Esse, kommen wir nicht dazu zusammen zu essen. Das gemeinsame Abendessen war immer die Zeit wo wir mal miteinander geredet und Bedürfnisse kommuniziert haben. Nun ist das theoretisch zwar nicht unbedingt aneinander gekoppelt aber wenn man in der wenigen gemeinsamen Zeit halt getrennt hintereinander isst und sich in unterschiedlichen Räumen aufhält, bleibt nicht viel.
Also ich komme grob zwischen 17 und 17:30 nach Hause. Ich übernehme das Baby damit der Freund kurz durchschnaufen kann. Ich versuche dann häufig was für sie zu kochen und sie irgendwie zu füttern und habe damit dann schon einen nicht schönen Start in den Abend. 18:30 fange ich spätestens an zu kochen und um 20 Uhr beginnt dass Abendritual mit Baden und ins Bett bringen. Im Anschluss gehen wir schlafen.
Punkt 2: Ich finde es einfach frustrierend immer alleine zu essen. Möglichst schnell und ... es ist nicht schön.
Punkt 3: Mein Freund ist extrem gestresst davon, dass der ganze Tag sich danach ausrichtet irgendwas in die Mutzelmade zu bekommen. Er wird wütend und verzweifelt und hält sich für einen Versager. Die Stimmung wird immer angespannter und es gab jetzt schon 2x die Situation, dass er die Mutzelmade angeschrien hat. Er hat aufm Spielplatz jemanden getroffen, der erzählt hat, dass es bei ihm genauso war und das Kind dann einen verkleinerten Magen bekommen hat und nun per Sonde ernährt wird und man da früh reagieren muss. Seither macht er sich noch viel mehr Druck.
Punkt 4: Die Nächte. Sie ist halt hungrig, wenn sie den ganzen Tag quasi nix isst. Entsprechend viel stillt sie dann. Ich finde es aber wirklich wirklich hart und bin entsprechend fertig und dünnhäutig. Das wiederum hat ziemliche Auswirkungen auf unsere Beziehung. Mein Freund will reden, wenn die Mutzelmade eingeschlafen ist. Ich bin zu müde. Mein Freund will am Wochenende was als Familie machen, ich will schlafen. Ich bin außerdem ständig angespannt und unzufrieden weil ich so am Limit bin.
Radikale Akzeptanz ist so ganz grundsätzlich durchaus eine meiner Stärken. Aber sie bringt mich immer in eine gewisse Stoischkeit (ob es das Wort gibt) und ich sehe nebenbei meine Beziehung zerbrechen, habe aber wenig Idee wo ich noch Zeit und Kraft her nehmen soll. Das liegt natürlich nicht nur an dem Thema Essen aber die Möglichkeiten etwas zu ändern sehe ich aktuell irgendwie nicht? Vielleicht ein blinder Fleck?
Hier mag ich bei Punkt 3 einhaken.Schlumpfine32 hat geschrieben: 23.09.2023, 15:05 So, nun habe ich mal einen Moment Ruhe.
Tatsächlich finde ich das auch süß. Und ich störe mich auch gar nicht an dem Gemansche.
Das Thema Essen ist aber so ein großer Stressfaktor und wächst sich zu immer größerem Drama aus. Ich bin wirklich ein bisschen verfielt. Wie so oft, hat das aber mehrere Ebenen und ich versuche das mal aufzudröseln.
Ein großes Thema ist unsere Beziehung. Die ist nämlich gerade echt auf der Kippe. Nun ists ja eigentlich total bescheuert die Beziehung und das Thema Abendessen in einen Topf zu werfen. Aber irgendwie gehört es auf mehreren Ebenen schon zusammen.
Ich hoffe ich kriege das halbwegs aufgedröselt
Punkt 1: Wir (also Freund und ich) können nicht zusammen Essen. Dadurch, dass die Mutzelmade nicht in Ruhe mit am Tisch sitzt und auch nicht ruhig nebenher spielt sondern an meinem Bein steht und brüllt, während ich Esse, kommen wir nicht dazu zusammen zu essen. Das gemeinsame Abendessen war immer die Zeit wo wir mal miteinander geredet und Bedürfnisse kommuniziert haben. Nun ist das theoretisch zwar nicht unbedingt aneinander gekoppelt aber wenn man in der wenigen gemeinsamen Zeit halt getrennt hintereinander isst und sich in unterschiedlichen Räumen aufhält, bleibt nicht viel.
Also ich komme grob zwischen 17 und 17:30 nach Hause. Ich übernehme das Baby damit der Freund kurz durchschnaufen kann. Ich versuche dann häufig was für sie zu kochen und sie irgendwie zu füttern und habe damit dann schon einen nicht schönen Start in den Abend. 18:30 fange ich spätestens an zu kochen und um 20 Uhr beginnt dass Abendritual mit Baden und ins Bett bringen. Im Anschluss gehen wir schlafen.
Punkt 2: Ich finde es einfach frustrierend immer alleine zu essen. Möglichst schnell und ... es ist nicht schön.
Punkt 3: Mein Freund ist extrem gestresst davon, dass der ganze Tag sich danach ausrichtet irgendwas in die Mutzelmade zu bekommen. Er wird wütend und verzweifelt und hält sich für einen Versager. Die Stimmung wird immer angespannter und es gab jetzt schon 2x die Situation, dass er die Mutzelmade angeschrien hat. Er hat aufm Spielplatz jemanden getroffen, der erzählt hat, dass es bei ihm genauso war und das Kind dann einen verkleinerten Magen bekommen hat und nun per Sonde ernährt wird und man da früh reagieren muss. Seither macht er sich noch viel mehr Druck.
Punkt 4: Die Nächte. Sie ist halt hungrig, wenn sie den ganzen Tag quasi nix isst. Entsprechend viel stillt sie dann. Ich finde es aber wirklich wirklich hart und bin entsprechend fertig und dünnhäutig. Das wiederum hat ziemliche Auswirkungen auf unsere Beziehung. Mein Freund will reden, wenn die Mutzelmade eingeschlafen ist. Ich bin zu müde. Mein Freund will am Wochenende was als Familie machen, ich will schlafen. Ich bin außerdem ständig angespannt und unzufrieden weil ich so am Limit bin.
Radikale Akzeptanz ist so ganz grundsätzlich durchaus eine meiner Stärken. Aber sie bringt mich immer in eine gewisse Stoischkeit (ob es das Wort gibt) und ich sehe nebenbei meine Beziehung zerbrechen, habe aber wenig Idee wo ich noch Zeit und Kraft her nehmen soll. Das liegt natürlich nicht nur an dem Thema Essen aber die Möglichkeiten etwas zu ändern sehe ich aktuell irgendwie nicht? Vielleicht ein blinder Fleck?