Das Baby will einfach nicht schlafen !

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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LilyGreen
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Re: Das Baby will einfach nicht schlafen !

Beitrag von LilyGreen »

ShinyCheetah hat geschrieben: 09.09.2023, 21:48 Achja, hast du mal was über High Need Babys gelesen? Die Mutzelmade könnte eins sein.

Noch ein Gedanke: Du schreibst anderswo, die Mutzelmade will viel erleben und immer nach vorne gucken.
Sie ist andererseits noch ein Baby.
Sie verlangt da nach einer Menge von Eindrücken, die eigentlich viel zu viel für ihr Gehirn sind. Sie muss nach so einem Tag völlig reizüberflutet sein. Das alles muss ihr Gehirn dann nachts irgendwie verarbeiten und sortieren.

Ist doch klar, dass sie da miserabel schläft.

Dafür gibt es keine tolle Lösung. Du kannst sie ja nicht vor diesen Reizen abschirmen, wenn sie sie so massiv einfordert.

Aber vielleicht hilft dir dieser Gedanke ja ein bisschen, sie einfach so zu akzeptieren, wie sie ist. Das schlechte Schlafen und fordernde Verhalten inklusive.
Ich finde das ist ein ganz wesentlich Punkt!
Danke dass du das so formulieren konntest :)

Mein Kind will und fordert auch bis heute permanent Input. Und im laufe der Zeit habe ich gelernt: je vehementer sie das fordert, je unzufriedener sie ist, desto nötiger hat sie RUHE. Sie versucht sich über ihren „Toten Punkt“ hinweg zu stimulieren, das/ein mieses Gefühl durch Ablenkung zu verscheuchen. Dieses „miese Gefühl“ umfasst u.a. Hunger und Müdigkeit - denen sie als solche aber keinen Raum einräumt.
Ich muss sie also defakto zwingen, Pausen zu machen. Und ich muss ihr Reizlevel monitoren und managen. Das ist super anstrengend und super ätzend, ja. Und es ist nicht sonderlich intuitiv. Aber es hilft.
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Seifenblasenfrau
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Re: Das Baby will einfach nicht schlafen !

Beitrag von Seifenblasenfrau »

Oh ja, das kann ich bestätigen, dass es Kinder gibt, die Reize kein vertragen, aber regelrecht suchen und sich die reinballern, bis nichts mehr geht. So oder so, die Kleine liest sich nach einem temperamentvollen Kind und das ist definitiv anstrengend zu beeltern.
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sutnahpele
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Re: Das Baby will einfach nicht schlafen !

Beitrag von sutnahpele »

ShinyCheetah hat geschrieben: 09.09.2023, 21:41 Wir versprechen dir hoch und heilig, es *wird'* besser werden. In einem Jahr werden die Probleme von heute größtenteils unendlich weit weg sein.
Da mag ich unterschreiben. Dein Baby erinnert mich sehr an mein 2. Kind, das auch nur unter Auferbietung aller elterlichen Kräfte geschlafen hat und selbst dann nicht gut. Das ist unglaublich zehrend.

Das (Schlaf-)Verhalten des Babys könnt ihr nur bedingt beeinflussen. Ich würde eher schauen, dass ihr euch zusätzliche Entlastung organisiert, damit ihr Schlaf nachholen könnt. Z.B. Babysitter:in für deinen Mann tagsüber und er übernimmt immer einen festen Zeitraum in der Nacht.
Habt ihr schon mal eine Federwiege ausprobiert?
Dezemberkind 2011, Novemberkind 2014, Oktoberkind 2018, Maikind 2023, Januarbaby 2026.
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Mirimama
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Re: Das Baby will einfach nicht schlafen !

Beitrag von Mirimama »

Ich hab gerade erst deinen Thread entdeckt und Anfang und Ende gelesen.

Es tut mir sehr sehr sehr leid, was du da stemmen musst!

Du fragst nach Erfahrungswerte und Tipps:

Ja, ich hatte auch so ein Kind, mein erstes.
Es war ganz ganz schlimm und gleichzeitig habe ich oft gedacht, es ist, als sei er wie ein kleiner Engel zu uns gekommen, der uns hilft, die Eltern zu werden, die wir jetzt sind.
Wir mussten unseren Alltag total umstrukturieren, um damit umzugehen, und haben auch ganz stark an unseren Einstellungen gearbeitet und uns belesen (und dabei in unserer Not eben auch dieses fantastische Forum gefunden).
Toll, wenn das das erste Kind ist! Stellt euch vor, man hat erst so ein ganz gemütliches, denkt, man weiß wie der Hase läuft, und dann DAS!🙈

Unsere Erkenntnisse grob zusammengefasst:

Unser Sohn war (ist) sehr reizempfindlich .
Er hatte auch sehr stark z.B. den Moro-Reflex am Anfang, was den Schlaf ebenfalls stark beeinträchtigte.

Erste Erleichterung brachte ein Kamera-Babyfone, das mir half, erst Unruhe-Anzeichen sofort zu sehen und ganz schnell hinzugehen und zu stillen. So war Weiterschlafen leichter möglich und ich konnte dennoch mal kurz ohne Baby am Körper mal unten sein z.B.

Des Weiteren war das damals (2011) der Moment, ein Smartphone zu kaufen (bzw. E-Reader), weil z.B. Seiten umblättern beim Lesen zu laut war. Fernsehen o.ä. ging natürlich gar nicht in Gegenwart des Kindes (welches aber quasi im Dauerkörperkontakt war. Insofern also gab es Fernsehen die ersten Monate gar nicht und ab dem Kamerababyfone ein bisschen. Irgendwann war das tatsächlich manchmal so ein Trostmoment für mich, dass ich später dann manchmal Inga Lindström-Filme geguckt habe, wenn mein Sohn dabei war, einfach weil ich diesen Freiheitsmoment und die Berieselung brauchte und diese Filme so seicht und ruhig vor sich hin dümpelten).

Das Tragen haben wir natürlich dann total ausgebaut und perfektioniert, verschiedene Tücher und Tragen angeschafft (super Booster gegen Rückenschmerzen und Überlastung).

Wir haben den Wombybag zum Pucken entdeckt (gut bei Moro, ist aber wahrscheinlich bei euch jetzt nicht mehr so Thema, bzw. das Baby schon zu groß/zu alt für, nehme ich an).

Ich habe viel gelesen. Besonders gut für uns damals:
Pantleys „Schlafen statt Schreien“ und (fast noch besser, insbesondere zum Thema „Radikale Akzeptanz entwickeln“)
William Sears Buch „Schlafen und Wachen“. Der hat übrigens auch ein Buch zum 24-Stunden-Baby.
Und für mein persönliches Gefühl zum Thema Leben mit Kindern allgemein : Gonzales „In Liebe wachsen“.

Daraufhin habe ich mal ein Balken-Diagramm gezeichnet: X-Achse - alle Stunden des Tages, y-Achse - alle Tage einer Woche.
Ich hab dann einfach mal ganz stumpf, ohne irgendwas beeinflussen zu wollen, eine Woche lang protokolliert und immer so Waagerechte Schlafbalken mit Textmarker eingzeichnet. Also immer Beginn und Ende eines Schlafs notiert und dann einen entsprechenden Balken ins Diagramm gezeichnet.
Nach einigen Tagen konnte ich sehen, dass der Schlaf nicht völlig willkürlich und unterschiedlich ist, sondern sich grobe Muster wiederholen. Diese Struktur habe ich genutzt und auf Grundlage dieses Diagramms „einfach“ entschieden, wann Schlafzeiten passend sind. Also quasi senkrechte Striche eingefügt, immer da, wo im Schnitt täglich ein Schlaf beginnt und endet.
Daraus hab ich mit einen Tagesplan geschrieben und versucht, mich danach zu richten und mein Baby immer zu diesen Zeiten in möglichst reizarmer Umgebung (dunkel/leise) oder beim Spazierengehen und Tragen zum Schlafen zu bringen.

Das hat ebenfalls geholfen.

Darüber hinaus haben wir unser Leben ziemlich angepasst: Wenig Reize, wenig Trubel, wenig Autofahren (das war auch so ein Thema). Besuche rechtzeitig beenden. Und tatsächlich hatte ich meine Elternzeit verlängert als ich merkte, dass das alles so nicht funktioniert, wie ich vorher dachte. Ich wollte eigentlich nach einem Jahr wieder arbeiten und das versetzte mich irgendwann total in Stress, weil ich auch den Eindruck hatte, dass ich ihn nicht so früh in eine Betreuung geben kann/möchte, und selbst so krass gefordert bin durch die Situation. Ich hatte dann irgendwann beschlossen, die Elternzeit tatsächlich auf drei Jahre zu verlängern. Das war hart und auch finanziell sehr schwierig. Bereut habe ich es trotzdem nicht.

Ansonsten kann ich leider auch nur sagen: Viel Geduld und Kraft, es wird besser! (Allerdings sind die offenbar nicht integrierten frühkindlichen Reflexe auch später noch ein Problem bei uns geworden, so dass wir daran im Schulalter nochmal arbeiten mussten.)
Ich und my little lovers of life (07/11, 07/14, 07/17 und 02/22)
Hanfrila
ist gern hier dabei
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Re: Das Baby will einfach nicht schlafen !

Beitrag von Hanfrila »

Mirimama hat geschrieben: 11.09.2023, 04:43 Ich hab gerade erst deinen Thread entdeckt und Anfang und Ende gelesen.

Es tut mir sehr sehr sehr leid, was du da stemmen musst!

Du fragst nach Erfahrungswerte und Tipps:

Ja, ich hatte auch so ein Kind, mein erstes.
Es war ganz ganz schlimm und gleichzeitig habe ich oft gedacht, es ist, als sei er wie ein kleiner Engel zu uns gekommen, der uns hilft, die Eltern zu werden, die wir jetzt sind.
Wir mussten unseren Alltag total umstrukturieren, um damit umzugehen, und haben auch ganz stark an unseren Einstellungen gearbeitet und uns belesen (und dabei in unserer Not eben auch dieses fantastische Forum gefunden).
Toll, wenn das das erste Kind ist! Stellt euch vor, man hat erst so ein ganz gemütliches, denkt, man weiß wie der Hase läuft, und dann DAS!🙈

Unsere Erkenntnisse grob zusammengefasst:

Unser Sohn war (ist) sehr reizempfindlich .
Er hatte auch sehr stark z.B. den Moro-Reflex am Anfang, was den Schlaf ebenfalls stark beeinträchtigte.

Erste Erleichterung brachte ein Kamera-Babyfone, das mir half, erst Unruhe-Anzeichen sofort zu sehen und ganz schnell hinzugehen und zu stillen. So war Weiterschlafen leichter möglich und ich konnte dennoch mal kurz ohne Baby am Körper mal unten sein z.B.

Des Weiteren war das damals (2011) der Moment, ein Smartphone zu kaufen (bzw. E-Reader), weil z.B. Seiten umblättern beim Lesen zu laut war. Fernsehen o.ä. ging natürlich gar nicht in Gegenwart des Kindes (welches aber quasi im Dauerkörperkontakt war. Insofern also gab es Fernsehen die ersten Monate gar nicht und ab dem Kamerababyfone ein bisschen. Irgendwann war das tatsächlich manchmal so ein Trostmoment für mich, dass ich später dann manchmal Inga Lindström-Filme geguckt habe, wenn mein Sohn dabei war, einfach weil ich diesen Freiheitsmoment und die Berieselung brauchte und diese Filme so seicht und ruhig vor sich hin dümpelten).

Das Tragen haben wir natürlich dann total ausgebaut und perfektioniert, verschiedene Tücher und Tragen angeschafft (super Booster gegen Rückenschmerzen und Überlastung).

Wir haben den Wombybag zum Pucken entdeckt (gut bei Moro, ist aber wahrscheinlich bei euch jetzt nicht mehr so Thema, bzw. das Baby schon zu groß/zu alt für, nehme ich an).

Ich habe viel gelesen. Besonders gut für uns damals:
Pantleys „Schlafen statt Schreien“ und (fast noch besser, insbesondere zum Thema „Radikale Akzeptanz entwickeln“)
William Sears Buch „Schlafen und Wachen“. Der hat übrigens auch ein Buch zum 24-Stunden-Baby.
Und für mein persönliches Gefühl zum Thema Leben mit Kindern allgemein : Gonzales „In Liebe wachsen“.

Daraufhin habe ich mal ein Balken-Diagramm gezeichnet: X-Achse - alle Stunden des Tages, y-Achse - alle Tage einer Woche.
Ich hab dann einfach mal ganz stumpf, ohne irgendwas beeinflussen zu wollen, eine Woche lang protokolliert und immer so Waagerechte Schlafbalken mit Textmarker eingzeichnet. Also immer Beginn und Ende eines Schlafs notiert und dann einen entsprechenden Balken ins Diagramm gezeichnet.
Nach einigen Tagen konnte ich sehen, dass der Schlaf nicht völlig willkürlich und unterschiedlich ist, sondern sich grobe Muster wiederholen. Diese Struktur habe ich genutzt und auf Grundlage dieses Diagramms „einfach“ entschieden, wann Schlafzeiten passend sind. Also quasi senkrechte Striche eingefügt, immer da, wo im Schnitt täglich ein Schlaf beginnt und endet.
Daraus hab ich mit einen Tagesplan geschrieben und versucht, mich danach zu richten und mein Baby immer zu diesen Zeiten in möglichst reizarmer Umgebung (dunkel/leise) oder beim Spazierengehen und Tragen zum Schlafen zu bringen.

Das hat ebenfalls geholfen.

Darüber hinaus haben wir unser Leben ziemlich angepasst: Wenig Reize, wenig Trubel, wenig Autofahren (das war auch so ein Thema). Besuche rechtzeitig beenden. Und tatsächlich hatte ich meine Elternzeit verlängert als ich merkte, dass das alles so nicht funktioniert, wie ich vorher dachte. Ich wollte eigentlich nach einem Jahr wieder arbeiten und das versetzte mich irgendwann total in Stress, weil ich auch den Eindruck hatte, dass ich ihn nicht so früh in eine Betreuung geben kann/möchte, und selbst so krass gefordert bin durch die Situation. Ich hatte dann irgendwann beschlossen, die Elternzeit tatsächlich auf drei Jahre zu verlängern. Das war hart und auch finanziell sehr schwierig. Bereut habe ich es trotzdem nicht.

Ansonsten kann ich leider auch nur sagen: Viel Geduld und Kraft, es wird besser! (Allerdings sind die offenbar nicht integrierten frühkindlichen Reflexe auch später noch ein Problem bei uns geworden, so dass wir daran im Schulalter nochmal arbeiten mussten.)
Toller Beitrag, danke! Meine Tochter ist ähnlich, tut gut zu lesen!

Eine Frage: wie merkt man es, ob frühkindliche Reflexe integriert sind?
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LilyGreen
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Re: Das Baby will einfach nicht schlafen !

Beitrag von LilyGreen »

Ich möchte Mirimama nicht ihre Erfahrungen absprechen aber deutlich darauf hinweisen, dass die sog. Integration frühkindlicher Reflexe bei Persistenz dieser als Therapiefeld in den Bereich der Pseudowissenschaftlichen Methoden gehört.
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Kambly
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Re: Das Baby will einfach nicht schlafen !

Beitrag von Kambly »

LilyGreen hat geschrieben: 11.09.2023, 08:58 Ich möchte Mirimama nicht ihre Erfahrungen absprechen aber deutlich darauf hinweisen, dass die sog. Integration frühkindlicher Reflexe bei Persistenz dieser als Therapiefeld in den Bereich der Pseudowissenschaftlichen Methoden gehört.
Das stimmt. Meine Erfahrung ist aber, dass das (noch) ein relativ neues Feld ist und immer mehr auch erforscht und anerkannt wird. Aber bis es ganz belegt (oder auch widerlegt!!!) ist, wird es wohl noch einige Jahre dauern.
Ich glaube, einen Blick darauf zu haben, ist sicherlich gut, aber ich würde mir da im Kleinkindalter noch keine Sorgen machen.
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Re: Das Baby will einfach nicht schlafen !

Beitrag von Schlumpfine32 »

ShinyCheetah hat geschrieben: 09.09.2023, 21:41
Schlumpfine32 hat geschrieben: 09.09.2023, 17:41 Ich tue mich schwer mit radikaler Akzeptanz weil ich ständig Migräne bekomme vom Schlafmangel und höllische Rückenschmerzen habe.
Mein Job ist auch einfach anstrengend.
Du hast ja gerade mehrere Threads laufen. Es ist offenbar im Moment super anstrengend bei euch und du scheinst ganz dringend etwas ändern zu wollen.

Ja. Wir sind eigentlich echt gut darin Dinge anzunehmen und einen passenden Weg zu finden Ich Arbeite jetzt seit fast zwei Monaten wieder und komme mit dem Schlafmangel in Kombi mit den Nächten nicht klar.
Wir haben die letzten Wochen ein bisschen was versucht aber das hat alles irgendwie nicht funktoniert. Also wir haben versucht das "Drumherum" anzupassen nicht die Mutzelmade.

Mein Job ist einfach auch fordernd (ich liebe den aber) und ich bin ab ca. 6:30 telefonisch erreichbar. Ich kann also auch nicht morgens, wenn die Mutzelmaus ausgeschlafen hat einfach nochmal 2 Stunden schlafen. Wir haben versucht das zu ändern und mein Telefon bis 8:30 an unsere zentrale weitergeleitet. Das "darf" ich aber das funktioniert einfach nicht. Ich habe dann um 8:30 ein Riesendrama was um 6:30 mit einer kleinen entscheidung zu klären gewesen wäre. Ich mache Bauleitung und ich habe auch kommuniziert dass ich erst ab 8:30 erreichbar bin aber irgendwas ist halt doch immer.
Wir hatten jetzt zB den Fall dass ein LKW Fahrer mit Material bei mir angerufen hat. Theoretisch ist die Nummer der Mitarbeiter vor Ort hinterlegt. Praktisch passiert es halt immer wieder, dass die bei mir anrufen. Der hat nun, trotz Wegbeschreibung die Baustelle nicht gefunden. Der landet dann in der Zentrale. Die sind zwar gut informiert aber konnten mit den lückenhaften Angaben im schlechten deutsch nix anfangen. Schlussendlich hatte ich dann um 8:30 einen riesen Aufwand, hohe Kosten und einen Haufen verärgerter mitarbeiter weil die 25 Tonnen Sand auf der falschen Baustelle abgekippt wurden. Dann gehe ich lieber kurz ans Telefon bzw. kann ich dann eh nicht entspannt schlafen.

Das sind dann halt zu Punkte... Ich versuche das Drumherum zu verbessern aber das klappt nicht und ich werde immer kaputter.

Es ist entsprechend schwierig meine Arbeitszeit zu reduzieren. Ich arbeite 30 Stunden die Woche. Ic bin aber immer zwischen 6:30 und 16:30 erreichbar. Erreichbar heißt oft, dass es einfsch ein 10 Sekunden Gespräch ist. Das ist für mich ok und gehört auch zum Job. Ich habe extrem viele Freiheiten. Wenn ich zB mal weniger zu tun habe kann ich auch einfach mal Zuhause bleiben und außer drei Telefonaten nix tun. Und ich kann auch problemlos mal Suten zwischendrin.

Naja, also ich stehe so gegen 6:30 recht verstrahlt auf. Fahre gegen 8:00 dann zur Arbeit. Ich habe leider eine Stunde Fahrtweg der sich nicht vermeiden lässt. Ich arbeite grob bis 16:30/17 Uhr und bin dann 70:30 bis 18 Uhr Zuhause. Dann spiele ich ein bisschen mit der Mutzmaus und mein Freund macht schnell etwas Haushalt und genißt eine Pause vom Kind.
Gegen 19 Uhr koche ich dann. So um 19:30 gibts dann Essen. Dadurch, dass wir so versetzt Essen müssen und immer einer das Baby bespaßen muss, dauzert das Essen immer irgendwie ewig. Wir sind fast nie vor 20:15 fertig mit Essen. Dann startet auch schon das Abendprogramm. Einer badet das Kind, cremt es ein etc.pp. wegen ihrer Neurodermitis ist das auch immer etwas aufwendiger. Der andere räumt schnell die Küche auf. Meist übernimmt mein Freund das Abendprogramm vom Kind. Ich husche grob durch die Küche und mache mich dann selber bettfertig. Um 21 Uhr beginnt dann das Einschlafstillen.

Ich habe null Idee wie ich da für mehr Ausgleich für mich sorgen kann. Mein Freund hat ja die Maus von 6:30 bis 17 Uhr und während des Kochens und zwischen 20 und 21 Uhr. Der braucht ja auch mal ne Pause.
Mit Mutzelmade 10/22
Schlumpfine32
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Re: Das Baby will einfach nicht schlafen !

Beitrag von Schlumpfine32 »

Das Thema Einschlafen ist hier tatsächlich gar nicht mehr so wild.
Sie schläft ziemlich gut und regelmäßig ein. Tagsüber schläft sie 2-3x. Sie macht einen bestimmten Quengelton als Information dass sie müde ist und schläft dann tagsüber nach 10 Minuten Tragen auf dem Arm des Papas und abend nach 10 Minuten Stillen ein.
Ich bin auch mit der einschlafzeit um 21:30 richtig zufrieden und das klappt mittlerweile richtig gut.

Gut dass nochmal so runter zu schreiben. Das ist ja schon die mage Errungenschaft!

Das Problem ist eher das Weiterschlafen. Sie hat halt einen Zyklus von 40 Minuten. Tagsüber ist das ja ok, wenn sie 2x 40 Minuten schläft. Nachts ist das aber eine totale Zumutung finde ich. :wink:
Mit Mutzelmade 10/22
Schlumpfine32
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Re: Das Baby will einfach nicht schlafen !

Beitrag von Schlumpfine32 »

Seifenblasenfrau hat geschrieben: 09.09.2023, 22:13 Oh ja, das kann ich bestätigen, dass es Kinder gibt, die Reize kein vertragen, aber regelrecht suchen und sich die reinballern, bis nichts mehr geht. So oder so, die Kleine liest sich nach einem temperamentvollen Kind und das ist definitiv anstrengend zu beeltern.
Und ja, die ist temperamentvoll. Ich finde sie aber natürlich ein ganz tolles Kind. Sie ist total mutig und neugierig und "selbstsicher". Wenn ich in den Flur der Krabbelgruppe komme zischt sie schon ab und ist zwe Stunden gut gelaunt und nicht zu sehen. Sie ist total fröhlch und geht auf andere Kinder zu, zieht sich aber auch zurück wenn es ihr reicht oder andere Kinder sie hauen und schubsen. Sie ist total begeisterungsfähig und witzig. Soweit Babys halt witzig sein können.
Also ich finde die schon super und so. Aber anstrengend!
Mit Mutzelmade 10/22
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