Der Pferde-Fred

Basteltipps, Handarbeiten, sonstige Freizeitaktivitäten mit und ohne Kind(er)

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Doro31
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Re: Der Pferde-Fred

Beitrag von Doro31 »

Oh, Kutsche fahren ist auch schön! Ich habe mal einen Fahrkurs in Frankreich gemacht, als ich so 17 war. Auf einem Hof mitten im Nirgendwo, der Besitzer hatte ein riesiges Kaltblut und zwei Fjordies. Das Kaltblut war mein Lehrmeister, aber einmal sind wir auch mit den beiden Fjordpferden gefahren, zwischendurch durfte ich da auch mal lenken. An einer Stelle hat mir der Besitzer aber die Leinen aus der Hand genommen und meinte, jetzt müsse er ran. Und dann hat er die beiden in gestrecktem Galopp rennen lassen, dass mir Hören und Sehen verging :lol: Aber SingToMe, Deine Tour sieht zumindest an der Stelle wesentlich gemütlicher aus.

@Elena: Ich glaube, es gibt nur wenige Reiter, die nach ihrem ersten Tölt nicht mit einem irren Grinsen im Gesicht vom Pferd steigen :mrgreen: Und Reiten als Schulfach klingt traumhaft, ich kann Deine Tochter voll verstehen!
Auf meinem Hof gibt es nur Isis, 8 waren von dort, 2 vom Hof nebenan.
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Elena
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Re: Der Pferde-Fred

Beitrag von Elena »

SingtoMe hat geschrieben: 30.04.2023, 19:49 Oh mist, hatte grad nen Text am Handy getippt und dann war ich ausgeloggt. Daher erstmal nur ein Foto. Wir waren heute mit der Besitzerin unseres pflegeponys Kutsche fahren :) es passt echt gut mit uns allen. Sind oft gemeinsam am stall, sie dann mit der anderen Stute.
Oh wie schön! Das heißt, eins der beiden Ponys vor der Kutsche ist euer Pflegepony?

Wir haben heute unser Buckelpferd "nach Hause" geholt, in den Stall in unserer direkten Nachbarschaft. Jetzt hat er zwar keine Paddockbox mehr, aber da er ja vermutlich ohnehin bald auf die Wiese geht und dort im Stall ab morgen auch die Weiden offen sind, ist das okay. Er hat sich lieb abholen lassen heute, ist gut in den Hänger rein uns wieder rausgegangen, war natürlich aufgeregt, aber ich glaube, er hat den Hof wiedererkannt. Morgen fange ich an, etwas mit ihm zu arbeiten. :-)
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fanta
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Re: Der Pferde-Fred

Beitrag von fanta »

Viel Erfolg, Elena!
Ich weiß gar nicht, wie ich damit umgehen würde. Deine Verletzungen waren ja nun wirklich ziemlich heftig und die der Bereiterin auch.
Ich glaube, da hätte ich doch Angst vor dem Pferd.

Singtome das sieht ja wirklich sehr schön aus! Kutsche fahren und dann in so einer grünen Umgebung, gefällt mir! Darauf hätte ich auch mal wieder Lust. Als Jugendliche bin ich Kutsche mit einem Shetlandpony gefahren. Der kleine Kerl hatte so viel Power!

Doro, ich bin auch riesen Isi Fan und würde so so gerne eine Reitbeteiligung auf einem Isländer haben.
Unser Reitbeteiligungspony hat Isiblut, das sieht man im Winter deutlich am Fell ;-)
Ich mag dem Charakter sehr gerne und das Reiten ist soweiso einmalig<3
LG fanta
(Sohn 2011 und Tochter 2013)
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Jonathan
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Re: Der Pferde-Fred

Beitrag von Jonathan »

Ich glaube dass ist ein guter Plan, Elena! Ich würde noch nicht aufgeben, dass er reitbar wird. Ganz klar wäre ich auch vorsichtig und ich kenne auch Pferde, die nachhaltig immer wieder solche Momente haben. Vielleicht könnt ihr den Auslöser nie finden, vielleicht könnt ihr aber finden, was ihm dann hilft.

Mein Isländer war ja auch eher ein wildes Kerlchen ♥️🥰. Aber nicht so aus dem nichts heraus, ich habe ihn eingeritten und kannte ihn sehr gut, ich habe gemerkt, wann er hochdreht und ich wusste auch, wie ich ihn im Griff behalten kann. Anstrengend war er insbesondere in der Pupertät wirklich sehr manchmal. Aber nicht doof gegen Menschen. Ich möchte dich eher motivieren die Beziehung zu ihm zu festigen und dann zu gucken, was moglich sein wird. Ich finde nämlich er hört sich definitiv kooperativ an.
mit Tigermädchen (12/10), Tigerjunge (12/12) und Tigermädchen 12/14!
Elena
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Re: Der Pferde-Fred

Beitrag von Elena »

fanta hat geschrieben: 30.04.2023, 22:50 Viel Erfolg, Elena!
Ich weiß gar nicht, wie ich damit umgehen würde. Deine Verletzungen waren ja nun wirklich ziemlich heftig und die der Bereiterin auch.
Ich glaube, da hätte ich doch Angst vor dem Pferd.
Ich habe auf jeden Fall Respekt. Ich habe seitdem schon wieder mehrmals auf einem Pferd gesessen, aber nicht auf diesem. Da war Angst kein Problem. Aber bei unserm... ich weiß es nicht. Es war eben tatsächlich sehr knapp an einer verlorenen Niere vorbei bei mir. Das war schon heftig. Bevor ich irgendwas anderes mit ihm mache oder versuche, möchte ich mich darum bemühen, eine echte Beziehung zu ihm aufzubauen und die Rangordnung klarzustellen. Er ist manchmal im Umgang so trampelig, als würde er die Menschen gar nicht richtig wahrnehmen. Gar nicht bösartig, aber er latscht einem viel eher mal auf den Fuß als andere Pferd, finde ich. Ich mache also erstmal allgemeine Erziehung und Bodenarbeit und Clickertraining. Außerdem geht er ab übermorgen auf die Weide, das tut ihm sicher gut.
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Doro31
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Re: Der Pferde-Fred

Beitrag von Doro31 »

Ich muss gestehen, dass ich den Sinn von Clickertraining nie so ganz verstanden habe. :oops: Also das Prinzip ist mir schon klar und verständlich, aber was bringt mir der Click, was ein gesprochenes "feiiiin" oder "priiima" nicht hat? Stattdessen habe ich noch einen Clicker in der Hand, wo ich eh schon mit Zügeln/Strick und Gerte zu kämpfen habe.
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Elena
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Re: Der Pferde-Fred

Beitrag von Elena »

Man kann das Geräusch auch mit der Stimme machen. Aber ein normales Wort, dass man z.B. auch beim Putzen, Longieren etc. benutzt, ist nicht so praktisch, glaube ich. Denn das Pferd erwartet dann ja auch eine Belohnung. Ich finde den Clicker praktisch, weil das Geräusch zuverlässig dasselbe ist. Aber es stimmt, man muss ihn irgendwie handhaben. Mit Pferd habe ich noch nicht so viel Clickererfahrung, aber kam bisher klar. Mit unserer alten Katze ich viel geklickert und hatte da meine Routinen. Mal sehen, wie das mit Pferd klappt.
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Alpaka
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Re: Der Pferde-Fred

Beitrag von Alpaka »

Elena, wie geht das Pferd denn so im Gelände?

Ich habe mit meinem Pferd auch schlechte Erfahrungen auf dem Reitplatz gemacht, auch mit gestreckten Galopp mehrere runden und so , zum Glück ist er zu faul zum ernsthaft Buckeln , aber das war auch der komplette kontroll Verlust. Das war tatsächlich sogar im Unterricht. Die Trainerin meinte, das war unglaublich, dass ich da nicht geflogen bin 🙈

Das ist jetzt Jahre her. Ich habe seither so viel tolles mit ihm so viel erlebt, ich konnte zb sogar schwanger entspannt sicher Schritt reiten, mehrtägiger Wanderritt....
Die Basis hat trotzdem wieder gestimmt. Auf dem Reitplatz blieb ein mulmiges Gefühl, sonst nicht. Und wenn's doch Mal aufkam, springt ich sofort ab;)

Ich finde zum Beziehungsaufbau spazieren gehen im Gelände besten. Man kann kleine challenges einbauen, klettern, gymnastizieren. Oder Freiarbeit in der Halle oder auf dem Platz. Wenn du da keine Erfahrung hast , würde ich aber eine gute Trainerin aus dem horsemanship Bereich empfehlen.

Und ich glaube ich würde das Pferd, wenn es meins wäre, in den Offenstall stellen. Das trägt ja ungemein zur Gelassenheit bei. Ebenso 24/7 Heu , damit möglichst wenig Stress existiert. Und dann raus in Wald :) also so würde ich vorgehen. Muss ja nicht unbedingt dein weg sein , hier hat's gepasst.
:D Januar 2020
Elena
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Re: Der Pferde-Fred

Beitrag von Elena »

Alpaka hat geschrieben: 01.05.2023, 12:40
Ich finde zum Beziehungsaufbau spazieren gehen im Gelände besten. Man kann kleine challenges einbauen, klettern, gymnastizieren. Oder Freiarbeit in der Halle oder auf dem Platz. Wenn du da keine Erfahrung hast , würde ich aber eine gute Trainerin aus dem horsemanship Bereich empfehlen.

Und ich glaube ich würde das Pferd, wenn es meins wäre, in den Offenstall stellen. Das trägt ja ungemein zur Gelassenheit bei. Ebenso 24/7 Heu , damit möglichst wenig Stress existiert. Und dann raus in Wald :) also so würde ich vorgehen. Muss ja nicht unbedingt dein weg sein , hier hat's gepasst.
Das ist exakt das, was ich plane :) Gut zu hören, dass du damit so gute Erfahrungen gemacht hast! Ich bin auf der Suche nach einem Offenstall mit viel Bewegungsmöglichkeit und idealerweise mit kleinem Reitplatz dabei. Nicht zu weit entfernt, so dass ich mindestens zweimal pro Woche hin kann. Er geht jetzt ab morgen hier auf die Weide, da sehe ich dann auch endlich mal, wie er wirklich mit anderen Pferden ist. Bis jetzt war immer ein Zaun dazwischen.

Ich war schon öfters mit ihm im Gelände spazieren. Es ist eine Herausforderung, weil er einen sehr raumgreifenden Schritt hat. :lol: Er ist 1,70m groß und tritt im Schritt mehr als zwei Hufbreiten über. Da muss man sich ranhalten. Aber vor allem habe ich das Gefühl, dass er den Menschen nicht so richtig als Lebenwesen und Chef wahrnimmt. Er ist lieb und arbeitet nicht gegen einen, aber er ist mit seiner Aufmerksamkeit mindestens so viel bei den Greifvögeln im Himmel oder bei dem Traktor 5 Felder weiter wie bei einem selbst. Genau daran möchte ich jetzt gezielt arbeiten. Eine entsprechende Trainerin habe ich auch schon überlegt... vielleicht google ich mal. Bevor ich mich weiter vorwage ins Gelände, möchte ich da etwas weiterkommen mit ihm.2

Kannst du Bücher oder Videos oder so empfehlen zum Thema?

Insgesamt ist er noch etwas angespannt. Er war jetzt 4 Monate weg und er hat den Hof definitiv wiedererkannt. Aber gestern sind ihm fast die Augen aus dem Kopf gefallen, als er ein freilaufendes Fohlen gesehen hat, und heute beim Longieren hat er ein anderes Pferd wiehern gehört und ist total abgegangen. Hat gewiehert, gebockt und ist 20 Runden um mich rumgezischt. Danach wars wieder gut.
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Francisam
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Re: Der Pferde-Fred

Beitrag von Francisam »

Vielleicht bin ich (zu) schissig, aber ich würde mich auf das Pferd nicht mehr draufsetzen.
Zwei so massive Ausbrüche, die sich vorher nicht angekündigt haben, wären mir Warnung genug.

Es ist was anderes, wenn ein Pferd phasenweise frech bis hin zu außer Kontrolle ist, und man an irgendeinem Punkt merken kann, dass sich da was anbahnt. So war meiner auch über Jahre. Aber da hab ich eigentlich schon beim Putzen und spätestens beim ersten Antraben gespürt, dass heute einer der Tage ist, an dem ich auf ner tickenden Zeitbombe sitze - und konnte entsprechend reagieren. (Entweder absteigen und ablongieren, oder jemand anderen draufsetzen, oder meinen ganzen Mut zusammennehmen und galoppieren, galoppieren, galoppieren).

Aber das ist bei Elenas Pferd ja gar nicht der Fall.
Insbesondere mit der unklaren/unerklärlichen/dubiosen Vorgeschichte müssen doch alle Alarmglocken klingeln. Es mag 99 mal völlig unauffällig laufen und beim 100. Mal rammt der wieder jemanden ungespitzt in den Boden, sei es im Wald, auf dem Platz oder mit Longe dran.


Es gibt super viele Möglichkeiten, ne gute Zeit mit Pferd zu verbringen. Freiarbeit (bei uns findet im Juni ein Workshop mit Franziska Selsam statt, die muss super sein), Spazieren gehen/wandern, geführte Trails, (Doppel-)Longe, Handarbeit…
Aber reiten würde ich das Tier nicht mehr.
... mit Groß (2015), Mittel (2016) und Klein (2022)
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