Eingewöhnung klappt nicht... Stillen dabei ein Thema
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Vincia
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Re: Eingewöhnung klappt nicht... Stillen dabei ein Thema
Ich hab gerade ein frisch eingewöhntes Krippenkind, 13,5 Monate alt und ich stimme den anderen zu, völliger Quark. Unsere erste Bezugserzieherin hat sogar noch gesagt, dass ich ruhig Stillen soll, wenn ihr das bei der Eingewöhnung hilft sich sicher zu fühlen. Haben wir auch ein paar Mal gemacht und jetzt war sie heute wieder da, von 8.30 - 14.30 Uhr. Sie hat das erste Mal richtig mitgegessen und das ist laut Kita auch völlig normal, dass sie Kinder ne Weile brauchen. Pupsmaus ist heute sogar zweimal eingeschlafen und beide Male auf dem Arm ihrer Bezugserzieherin. Weiterhin gab es mehrere Male, in denen sie in der Trage an ihre Erzieherin gekuschelt eingeschlafen ist. Also es geht sehr wohl wenn die Kita will. Du bist überhaupt nicht verrückt, die Kita scheint sich leider wenig Mühe zu geben das Kind gut abzuholen und eine Beziehung aufzubauen. Wird denn nach dem Berliner Modell eingewöhnt?
Mama von Tanzfrosch *12/2019 und Frechmaus *02/2022
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Grizelda
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Re: Eingewöhnung klappt nicht... Stillen dabei ein Thema
Ich unterschreibe einfach mal bei den vorherigen Beiträgen. Ihr und euer Kind seid vollkommen normal.
Was mir in Deinem Beitrag aufgefallen ist: "auf Anweisung der Kita lasst ihr sie mit am Tisch essen"
Ganz ehrlich: Die Kita hat euch überhaupt keine Anweisungen zu geben, was ihr wie zuhause tut. Egal ob es ums Stillen, Schlafen, Essen oder darum geht, ob ihr rote Socken mit der weißen Wäsche wascht. Das ist euer Zuhause, euer Einflussbereich, eure Familie, eure Entscheidung!
Natürlich ist es sinnvoll, sich bzgl mancher Dinge abzustimmen, im Sinne von was mag das Kind gerne oder so. Aber letztlich müssen die ihren eigenen Weg finden, eine Beziehung zu Deinem Kind aufzubauen und zwar auf ganz eigene Weise.
Was mir in Deinem Beitrag aufgefallen ist: "auf Anweisung der Kita lasst ihr sie mit am Tisch essen"
Ganz ehrlich: Die Kita hat euch überhaupt keine Anweisungen zu geben, was ihr wie zuhause tut. Egal ob es ums Stillen, Schlafen, Essen oder darum geht, ob ihr rote Socken mit der weißen Wäsche wascht. Das ist euer Zuhause, euer Einflussbereich, eure Familie, eure Entscheidung!
Natürlich ist es sinnvoll, sich bzgl mancher Dinge abzustimmen, im Sinne von was mag das Kind gerne oder so. Aber letztlich müssen die ihren eigenen Weg finden, eine Beziehung zu Deinem Kind aufzubauen und zwar auf ganz eigene Weise.
Liebe Grüße von Grizelda mit großer Maus (08/17) an der Hand und kleinem Mann (*3/20, +7/24) für immer im ♥️
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Batinka
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Re: Eingewöhnung klappt nicht... Stillen dabei ein Thema
Genau mein Weg. Da wird sich sonst nur dran aufgehängt, wenn etwas nicht läuft.MM85i hat geschrieben: 06.04.2023, 16:03 Ich muss gestehen: ich habe ab 1 in Einrichtungen und beim Arzt das Stillen tagsüber einfach nicht mehr erwähnt und auf Nachfrage verneint. Ich hatte immer das Gefühl, dass das gerne als Ausrede für alles genutzt wurde, sobald es irgendwo gehakt hat.
Wobei die Erzieherinnen in der Eingewöhnung immer wussten, dass noch gestillt wird, aber nicht über den Umfang informiert waren.
In der Eingewöhnung sollte auch in der Krippe 1:1 machbar sein, zumindest so lang, bis eine Bindung da ist. Einschlafen- da finden sich Wege, wo nicht getragen wird dann vielleicht im Buggy oder mit Rücken kraulen oder…
Und die Kinder merken, dass die Krippe nicht zu Haude ist. Lass die Zähne mal da sein, dann wird es vermutlich besser mit der Anhänglichkeit.
Meine T hat bestimmt bis 1,5 noch den 11Uhr Schlaf gemacht, sie ist dann in den Schlafraum und man hat sie gelassen- ein übermüdetes Kind ist doch eine Qual für alle Beteiligten. Das finde ich schwierig, ihr den Schlaf vorzuenthalten, genauso wie Vorgaben, was ihr zu Hause zu tun habt. In Absprache Dinge anpassen, ja- aber beide Seiten und nicht nur die Eltern auf Anweisung.
Die Arbeit läuft Dir nicht davon, wenn Du Deinem Kind den Regenbogen zeigst. Aber der Regenbogen wartet nicht, bis Du mit der Arbeit fertig bist.
12-10-7
12-10-7
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Goldhamster
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Re: Eingewöhnung klappt nicht... Stillen dabei ein Thema
Das sind ja ganz schön viele Anforderungen an eine Einjährige...! Ich hab auch unter den Tisch fallen lassen, dass ich noch stille. Jegliche Kommentare dazu hatte ich mir denken können und ersparen wollen 
Töchterlein ist auch sehr anhänglich (Eingewöhnung hier mit 20 Monaten), aber hat verstanden, dass in der Krippe Mittagsschlaf ohne Stillen stattfindet. Die Kinder sind ja nicht doof. Und als man mir gesagt hat, dass sich die Kinder selbst das Mittagessen auftun sollen, habe ich gestaunt...und Töchterlein hat das natürlich nicht getan. Wurde irgendwann akzeptiert und als sie so weit war, hat sie es gemacht.
Ich finde, du machst das super, indem du auf dein Bauchgefühl hörst. Lass dich nicht durcheinander bringen.
Töchterlein ist auch sehr anhänglich (Eingewöhnung hier mit 20 Monaten), aber hat verstanden, dass in der Krippe Mittagsschlaf ohne Stillen stattfindet. Die Kinder sind ja nicht doof. Und als man mir gesagt hat, dass sich die Kinder selbst das Mittagessen auftun sollen, habe ich gestaunt...und Töchterlein hat das natürlich nicht getan. Wurde irgendwann akzeptiert und als sie so weit war, hat sie es gemacht.
Ich finde, du machst das super, indem du auf dein Bauchgefühl hörst. Lass dich nicht durcheinander bringen.
Töchterlein 01/19 und Söhnchen 11/24
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Aydrian
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Re: Eingewöhnung klappt nicht... Stillen dabei ein Thema
Das längste war bisher von 830 bis ca 12. Aber meist wurde sie um 11 geholt, ein paar Mal wurden wir auch angerufen. Ich fand das ja ehrlich gesagt schon sehr gut nach 5 Wochen, wo sie fast 2 Wochen krank war....Valeska hat geschrieben: 06.04.2023, 15:57 Wie lange bleibt das Kind denn eigentlich schon dort? Bei uns wurde die Eingewöhnung auch ständig von Krankheiten unterbrochen und gefühlt ging es den ersten Monat kaum voran. Bis man mal über 30-60 min Trennung hinaus war und es mit Versuchen mit essen und dann schlafen losging ... ich glaub, das hat schon Wochen gedauert
Das Kind muss ja erst einmal eine Beziehung aufbauen. (Und eine Stillbeziehung zur Mutter verhindert dies NICHT.)
Tigerchen 4/2022
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Aydrian
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Re: Eingewöhnung klappt nicht... Stillen dabei ein Thema
Ja bezugserzieherin gibt es und sie mag sie wohl auch.Valeska hat geschrieben: 06.04.2023, 15:50
Hat dein Kind eine Bezugserzieherin (oder -erzieher)? Die sich mit ihr beschäftigt, kuschelt etc, wenn sie das einfordert? Das war bei uns normal. Dann saß halt das eine Kind auf dem Schoß, während die Erzieherin mit 1-2 weiteren spielte usw.
"Sie kann nicht stillsitzen", "sie soll selbstständig spielen" klingt für mich völlig abwegig, für eine Einjährige.
Tigerchen 4/2022
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Umgedacht
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Re: Eingewöhnung klappt nicht... Stillen dabei ein Thema
Ich schließe mich den anderen an. Dein Kind reagiert vollkommen altersgerecht und die Kita verlangt zu viel von ihr.
Es muss nach sechs Wochen noch Raum geben für die Entwicklung des Kindes. Da ist doch noch so viel neues. Es wird sich ja noch ganz viel verändern und sich an den neuen Rhythmus anpassen. Wenn du generell ein schlechtes Gefühl hast, vielleicht passt die Einrichtung nicht zu euch.
Bei uns wurde besonders wegen Schlafen auch nach vielen Wochen und Monaten einfach ein ganz anderes Ritual für meine Tochter gefunden. Was bei anderen Kindern funktioniert hat, passte für sie nicht. Da müssen die Erzieherinnen eben einen Weg finden. Zu einem gewissen Teil ist das eben ihr Job. Natürlich kann man auf Augenhöhe besprechen was man auch zu Hause anstoßen kann. Die Vorstellung, dass eine bedürfnissorientierte Beziehung Kinder unselbstständig macht hält sich fest, aber das ist einfach nicht wahr. Unserer Tochter ist einfach ein sehr autonomes Kind und wir machen den ganzen Bums: Stillen Ü1, Tragen, Familienbett, BLW...
Es muss nach sechs Wochen noch Raum geben für die Entwicklung des Kindes. Da ist doch noch so viel neues. Es wird sich ja noch ganz viel verändern und sich an den neuen Rhythmus anpassen. Wenn du generell ein schlechtes Gefühl hast, vielleicht passt die Einrichtung nicht zu euch.
Bei uns wurde besonders wegen Schlafen auch nach vielen Wochen und Monaten einfach ein ganz anderes Ritual für meine Tochter gefunden. Was bei anderen Kindern funktioniert hat, passte für sie nicht. Da müssen die Erzieherinnen eben einen Weg finden. Zu einem gewissen Teil ist das eben ihr Job. Natürlich kann man auf Augenhöhe besprechen was man auch zu Hause anstoßen kann. Die Vorstellung, dass eine bedürfnissorientierte Beziehung Kinder unselbstständig macht hält sich fest, aber das ist einfach nicht wahr. Unserer Tochter ist einfach ein sehr autonomes Kind und wir machen den ganzen Bums: Stillen Ü1, Tragen, Familienbett, BLW...
Valentina mit großer Tochter S. (11.2021) und Baby-Tochter L. (5.2025)
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muggel
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Re: Eingewöhnung klappt nicht... Stillen dabei ein Thema
Ich habe ein noch fast voll gestilltes Kind in die Kita gegeben mit 7 Monaten( lebe in der Schweiz), der noch nie im Bett alleine eingeschlafen ist und draussen nicht im Kinderwagen sass und schlafen da drin schon gar nicht. Und natürlich war er anhänglich und hat nicht alleine gespielt.
Stillen wurde nie kritisiert oder uns gesagt, dass er anders einschlafen sollte. Sie meinten klar, hier ist es anders, wir werden unseren weg finden. Und das haben sie auch. Er hat in der Kita dann Brei gegessen, was er zuhause nie getan hat, eingeschlafen ist er in der Trage oder auf einem Arm der Erzieherin.
Ich würde zuhause gar nichts ändern.
Stillen wurde nie kritisiert oder uns gesagt, dass er anders einschlafen sollte. Sie meinten klar, hier ist es anders, wir werden unseren weg finden. Und das haben sie auch. Er hat in der Kita dann Brei gegessen, was er zuhause nie getan hat, eingeschlafen ist er in der Trage oder auf einem Arm der Erzieherin.
Ich würde zuhause gar nichts ändern.
Mit Oktober 2011 muggelchen an der Hand und November 15 muggelbaby
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Lösche Benutzer 27615
Re: Eingewöhnung klappt nicht... Stillen dabei ein Thema
Bei meinem Großen ist mit 16 Monaten nicht mehr gegangen als 07h30-max11h30. Und der wurde nicht mehr gestillt. Der Kleine hat mit 13 Monaten problemlos in der Kita geschlafen und hat noch gestillt. Er durfte aber auch schlafen, wann er wollte. Darf er immer noch und tut er, wenn er möchte (was er Zuhause natürlich nicht tut..). Selbe Gruppe, idente Betreuerinnen (ich hatte ein Glück!).Aydrian hat geschrieben: 06.04.2023, 20:36Das längste war bisher von 830 bis ca 12. Aber meist wurde sie um 11 geholt, ein paar Mal wurden wir auch angerufen. Ich fand das ja ehrlich gesagt schon sehr gut nach 5 Wochen, wo sie fast 2 Wochen krank war....Valeska hat geschrieben: 06.04.2023, 15:57 Wie lange bleibt das Kind denn eigentlich schon dort? Bei uns wurde die Eingewöhnung auch ständig von Krankheiten unterbrochen und gefühlt ging es den ersten Monat kaum voran. Bis man mal über 30-60 min Trennung hinaus war und es mit Versuchen mit essen und dann schlafen losging ... ich glaub, das hat schon Wochen gedauert
Das Kind muss ja erst einmal eine Beziehung aufbauen. (Und eine Stillbeziehung zur Mutter verhindert dies NICHT.)
Wenn es deine Arbeit irgendwie zulässt würde ich mich täglich anrufen lassen und das Kind holen, wenn nötig. Mein Großer hat einfach länger gebraucht. Und jetzt will er sogar an Nachmittag am liebsten als allerletzter geholt werden, weil er das so gut findet. Man glaubt es kaum...
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Aydrian
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Re: Eingewöhnung klappt nicht... Stillen dabei ein Thema
Danke für eure Worte, ich lasse mir das durch den Kopf gehen und bereite mich in Ruhe auf das Gespräch vor.
Tigerchen 4/2022