Gartenplanung 2022

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fruba
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Re: Gartenplanung 2022

Beitrag von fruba »

Achtung totaler SLP.

Ich liege gerade im Bett und frage mich wann es hier überhaupt mal wieder regnen wird. Jetzt haben wir unseren Garten seit 6 Jahren und ich habe das Gefühl das der Boden jedes Jahr durch die Hitze noch schlechter wird. Diesen Monat hat es quasi noch gar nicht geregnet und selbst so einfache Dinge wie die Buschbohnen gelingen kaum.

Ich habe die letzten Jahre einfach viel mediterrane Kräuter gepflanzt denen das Wetter nicht so viel ausmacht, Mir gesagt das alles :? besser wird wenn die Feigenbäume größer werden und mehr Schatten in den Garten kommt. Aber wenn es in den Sommern wochenlang doch gar nicht regnet, die Wiesen drum herum zu Sand und Staub verfallen, dann kann man doch nur noch versuchen den Tieren was gutes zu tun und das war es eigentlich. Ich hoffe das die Feigenbäume in den nächsten Jahren endlich richtig zulegen an Größe.

In den Kleingärten zieht die Materialschlacht ein. Bei denen die überhaupt Essbares anbauen sind fast immer Folientunnel, Unkrautfolien, Gewächshäuser, Hochbeete die jedes Jahr wieder mit externem Material gefüllt werden müssen weil sie absacken. Künstliche Bewässerung mit Tropfschläuchen die nach nem halben Jahr kaputt sind. Für jede erwirtschaftete Kalorie Essen geht wahrscheinlich das 30 fache an Energie drauf. Wo eh nichts angebaut wird wächst dafür Rasen der täglich automatisch bewässert wird, eingroßer Pool muss sein und ein Trampolin und ein Spielhaus. Man selber kauft auch irgend einen Schrott aus Plastik oder bekommt ihn geschenkt.

Optimistisch habe ich gedacht man könnte das alles lokal schaffen, ohne (mit wenig) externer Gartenerde, Kompost und co. Naiv wie ich war dachte ich sogar ein Gemüsegarten fast ganz ohne gießen wäre eine tolle Sache. Tomaten muss man in manchen Jahren ja wirklich nicht gießen, aber wenn es jetzt 4 Wochen nicht geregnet hat und der August genau gleich läuft, dann sind es ja irgendwann 60 Tage mit in Summe 10mm Niederschlag und die Hälfte davon mit 30+ Grad Hitze. :?

Ich habe versehentlich wieder eine Doku über Spanien gesehen die Plastikfolien für unsere günstigen Tomaten und Paprika, das immer weiter sinkende Grundwasser. Zum Glück kann man hier am Markt lokale Paprika und Tomaten kaufen aber wenn es so weiter geht ist selbst das in Gefahr und unsere Gärten wirken schon fast wie die Anbauflächen in Spanien.

Mein Plan für das restlich Jahr.
Meine Vision nicht aufgeben, Plastik aus den Garten werfen und mit einfachen Mitteln versuchen ein Beet zu bauen das Wasser aus der Regenzeit irgendwie bis in den Sommer speichert. Ausrechnen wie viel Wasser die einzelne Pflanzen im Beet pro Anbausaison benötigen. Viele Pflanzen schaffen es wirklich mit wenig gießen.

Keine verdammte Paprika, Avocado,… aus dem Süden mehr kaufen. Dazu gibt es den Markt und die Biokiste mit regionalen Erzeugnissesn und co. Ist doch in Ordnung wenn es manche Produkte eben nur kurze Zeit im Jahr gibt.

Sorry das war echt der totale SLP.
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Hoffnung und Zuversicht verstecken sich manchmal wie die Sonne hinter einem Berg - und obwohl man sie nicht sieht, trotzdem ist es hell.
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bella27
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Re: Gartenplanung 2022

Beitrag von bella27 »

Fruba ich kann dein Frust gut verstehen.
Ich empfinde es dieses Jahr auch wahnsinnig trocken.
Wir haben eine Zisterne mit 5000l die rein für den Garten verwendet wird (Toilette haben wir damals nicht gemacht, keine Ahnung mehr warum)

Ich brauche für nur ein paar Pflanzen 200l in der Woche ohne das der Rasen auch nur ein Tropfen Wasser sieht. Hätte nicht gedacht dass ich so viel Wasser für die paar Pflanzen brauche.

Mit Obst und Gemüse sehe ich es ähnlich.
Aber manchmal ist es echt schwierig gerade bio nicht aus Spanien zu bekommen.
Ich greif deshalb auch oft wieder nicht zur bio gurke.

Meine gurke scheint sich übrigens wirklich nicht zu befruchten. Ich hab pro Pflanze nur eine gurke.
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Re: Gartenplanung 2022

Beitrag von EliseG »

Hier regnet es dank Bergen doch öfters, aber immer häufiger ist das dann Starkregen und schickt dann Erde den Hang runter. Unser Nussbaum ist wohl im letzten Winter verstorben und trocknet nun fröhlich vor sich hin. Jetzt müssen wir eher schnell ran und das Ding umschneiden, denn bei jedem bisschen Wind zittere ich. Die Beschattung fehlt unserem kleinen Garten natürlich auch total. Trotzdem wächst noch alles. Und meine Paprika sind die einzigen, die ständig Wasser brauchen, da reicht aber die Regentonne zum Glück.
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Dickkopf-Mama
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Re: Gartenplanung 2022

Beitrag von Dickkopf-Mama »

Ich bin auch am gucken wie wir unseren Garten optimieren können. Die Kiwi hat es nach einem Tag nicht gießen und extrem Hitze gekillt (die war erst neu angepflanzt).
Aber ich freu mich zumindest, dass ich meine Eltern soweit habe, dass sie umdenken. Meine Mutter hat ein Buch besorgt mit Pflanzen die gut mit Trockenheit können (sie kauft sehr gerne nur nach Optik und gießt entsprechend viel). Sie hat sich jetzt also schon Listen gemacht was ihr gefällt und dabei auch auf Insektenfreundlichkeit geachtet!
Mein Vater will die Einzugsfläche der Regentonne vergrößern.
Momentan wirdnur das Wasser von den Balkonen umgeleitet. Es kann aber mit anders geleiteten Regenrinnen auch noch ein ganzer Teil der Dachseite genommen werden.
Dann würden wir statt 1000l 2000l "Regentonnen" haben.
Bisher ist es allerdings so, dass wenn die Tonne voll ist das Wasser danach überläuft und im Boden versickert. Da sehe ich bei der großen Dachfläche dann ein Problem, wenn das in der Menge nah am Haus passiert...
Mal schauen was es da für Lösungen gibt. Aber zumindest denken wir jetzt offiziell drüber nach!
Auch das Wasser vom Sonnensegel möchte ich gerne noch umleiten. Es landet momentan auf der gepflasterten Fläche und fließt in die Kanalisation. Ich hätte es gerne 50cm weiter an der Nashi.
Liebe Grüße von Meike mit drei Dickköpfen ( * 2007),( * 2010) und (*2013)
Labello86
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Re: Gartenplanung 2022

Beitrag von Labello86 »

Ich gieße auch kaum, nur Zucchini und Gurken, wenn es heiß und trocken ist, und die Tomaten, weil sie unterdacht stehen. Dazu reicht aber das Wasser aus dem Kinderplantschbecken, das muss ich bei Hitze eh alle paar Tage wechseln.
Im Frühling verteile ich den anfallenden Kompost auf den Beeten und dann kommt eine dicke Mulchschicht aus Strauchschnitt drauf. Damit bleibt der Boden wirklich lange feucht und auch viel kühler, als wenn er offen liegt.

Elise, ohje, den toten Nussbaum entfernen klingt nach einem großen Projekt.
Mit großem Schulbub (10/2017) und nicht mehr so kleinem Mädchen (10/2019)
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zierfisch
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Re: Gartenplanung 2022

Beitrag von zierfisch »

Dickkopf-Mama hat geschrieben: 26.07.2022, 08:41 Es kann aber mit anders geleiteten Regenrinnen auch noch ein ganzer Teil der Dachseite genommen werden.
Dann würden wir statt 1000l 2000l "Regentonnen" haben.
Bisher ist es allerdings so, dass wenn die Tonne voll ist das Wasser danach überläuft und im Boden versickert. Da sehe ich bei der großen Dachfläche dann ein Problem, wenn das in der Menge nah am Haus passiert...
Mal schauen was es da für Lösungen gibt. Aber zumindest denken wir jetzt offiziell drüber nach!
Es gibt doch für Regenfallrohre so "Sammler", mit denen in die Tonne geleitet wird. Da hatte ich hier welche im Baumarkt gesehen, die dann wie ein Ventil sind: wenn die Tonne voll ist, läuft das Wasser wieder ins Fallrohr, bzw. bleibt gleich da und in die Kanalisation. Oder ginge das dann bei euch nicht mehr?
Bärchen (09/08) & Mäuserich (04/11)
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Dickkopf-Mama
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Re: Gartenplanung 2022

Beitrag von Dickkopf-Mama »

Da wo die Tonne gut hinpasst (unter den Balkon) ist kein Anschluss in die Kanalisation. Bei der kleinen aktuellen Fläche kein Problem, aber bei einer größeren und dann evtl. Starkregen....
Liebe Grüße von Meike mit drei Dickköpfen ( * 2007),( * 2010) und (*2013)
königsmadl
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Re: Gartenplanung 2022

Beitrag von königsmadl »

Dickkopf-Mama hat geschrieben: 26.07.2022, 08:41 Bisher ist es allerdings so, dass wenn die Tonne voll ist das Wasser danach überläuft und im Boden versickert. Da sehe ich bei der großen Dachfläche dann ein Problem, wenn das in der Menge nah am Haus passiert...
Mal schauen was es da für Lösungen gibt. Aber zumindest denken wir jetzt offiziell drüber nach!
Es gibt für fallrohre da so Plastikdinger zum Reinsetzten.
Wenn im zu befüllenden Wasserfaß ein gewisser Pegel erreicht ist, dann geht alles durch Falllrohr ins Abwasser.
Wir hatten das in der vorherigen Wohnung. Hat gut geklappt.

Aktuell haben wir auf dem Grundstück noch 10.000l Wasser. Der Brunnen ist schon trocken.
Der "Rasen" ist gelb und eher Stroh/Heu.
Bin echt mal gespannt, wie der August wird.

Nach dem letzten Jahr mit dem Hochwasser hatten wir im Zuge der Hausbauplanungen aufgrund der Flussnähe vorallem nach Gefährdung durch Wasser geschaut.
Tja, wenn man auf der gleichen Karte mal auf Waldbrandgefahr schaut...wird einem ganz anders.
Es ist aktuell so trocken, dass wir (also eher ich) uns da echt ein wenig Sorgen machen.
Königsmadl mit L.M. 05/15 und T.B. 08/17
königsmadl
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Re: Gartenplanung 2022

Beitrag von königsmadl »

Dickkopf-Mama hat geschrieben: 26.07.2022, 09:06 Da wo die Tonne gut hinpasst (unter den Balkon) ist kein Anschluss in die Kanalisation. Bei der kleinen aktuellen Fläche kein Problem, aber bei einer größeren und dann evtl. Starkregen....
Diese Rohre/Schläuche kann man auch waagerecht am Haus entlangführen.
Vll wäre das eine Option?
Königsmadl mit L.M. 05/15 und T.B. 08/17
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zierfisch
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Re: Gartenplanung 2022

Beitrag von zierfisch »

Also... Spitzwegerich, Klee und Gundermann sind auch bei extremer Trockenheit noch grün...
Der "Rasen" dazwischen ist halt braun, aber das fällt nicht weiter auf. 🤪

Ob ich den Thymian einfach im "Vorgarten" das Zepter übernehmen lasse? Mähe ich im Frühjahr halt einmal Thymian und gut...
Bärchen (09/08) & Mäuserich (04/11)
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