tryxy hat geschrieben: 13.02.2022, 16:51
LariZZa hat geschrieben: 13.02.2022, 15:04
Wir sind auch bei einem lokalen Anbieter. Meine Eltern wohnen ganz woanders, da gibt es das auch. Ich würde fast behaupten, dass es was ähnliches fast überall gibt… gerade dadurch, dass es eben jede Woche neues Gemüse gibt, auch welches, das ich vielleicht nicht kaufen würde, mischt das den Speiseplan doch etwas durch. Ich mag jetzt sogar Fenchel, seit ich ein (einziges) Rezept gefunden habe, das ich mag.
Magst du das Rezept teilen?

ich probiere es auch immermal wieder mit Fenchel, aber so richtig überzeugt hat mich noch kein Rezept.
Klar: Fenchel dünn hobeln, Knoblauch dünn hobeln (wieviel hängt von der Menge Fenchel ab und was man mag, ich nehm zwei Zehen auf einen Fenchel), in der Pfanne weichbraten. Nudeln nebenher kochen. Wenn der Fenchel und der Knoblauch gar sind (ungefähr, wenn die Nudeln fertig sind), Creme fraiche dazu (geht auch veganes Creme fraiche), Zitronensalzpaste (also pürierte Zitrone mit Salz, vermutlich geht auch einfach Salz und Zitronensaft/Zesten) und etwas vom Nudelwasser. Dann die Nudeln dazu, umrühren, fertig. Laut Rezept gehört glaub noch Parmesan drauf, aber das lass ich als Veganerin weg. Schmeckt halt nicht wirklich nach Fenchel, sondern nach Zitrone.

Ich find das super lecker. Sonst kann man mich mit Fenchel eher jagen…
Thema Feminismus:
Hier mache auf jeden Fall ich mehr im Haushalt und Teile der Aussagen von FlyLady lassen mich auch echt nur genervt die Augen verdrehen… aber es ist hier so, dass ich weniger arbeite und mehr im Haushalt mache, dafür aber auch mehr Freizeit habe. Weil mich das immer wieder nervt, haben wir bald auch mal alles durch, wer für was zuständig ist und Haushalt ist so ziemlich das einzige, worüber wir je so richtig gestritten haben. Ich sehe es nämlich nicht ein, hier alles zu machen und an dauernd erinnern hab ich keine Lust. Bei uns funktionieren am besten feste Zuständigkeiten, z.B. ist das bei mir die Wäsche und bei meinem Mann die Mülleimer. Da kommt er zwar besser bei weg rein vom Aufwand, aber ich hasse Müll runterbringen, Mülleimer auswaschen und alles, was dazugehört, während es ihm bei der Wäsche so geht. Mich stört nebenher die Wäsche machen eigentlich gar nicht. Sonst macht er, ganz stereotyp, alles, was mit dem Auto zu tun hat, trägt Kram in den Keller und wieder hoch (das sind fünf Stockwerke im Altbau und mindestens einmal die Woche muss was hoch oder runter) und ist für das Bad zuständig, wenn er sich rasiert hat, also nach jedem Rasieren macht er das Waschbecken etc. sauber. Da ich das Bad meide, rettet das unser Badezimmer.

Die Abendsaufräum/Küchenroutine macht er mit mir zusammen, er macht auch die Kinderbetten abends bettfertig und räumt den Weg von der Tür zum Bett frei. Und er geht mit den Kindern Schuhe kaufen und auch allgemein einkaufen. Am Wochenende kocht er auch oft, weil ich keine Lust hab, nachdem ich es die ganze Woche gemacht hab. Ich hab auf jeden Fall den größeren Teil der Mental Load und mache auch mehr, aber das weiß er auch und tut, was er kann. Aber ich bin halt einfach viel mehr zuhause, da kommt das einfach, das ich mehr mache. Und wir haben die Regel, dass ich entscheide, was ich mache. Wenn ich keine Lust hab und deswegen irgendwas nicht mache, muss er die Klappe halten und wenn es ihn stört, es selber erledigen. Wenn ich keinen Bock auf bügeln hatte, muss er sein Hemd eben morgens selber bügeln. Wenn ich keine Lust auf Kochen hab, muss er damit leben, dass es Brot gibt oder selber kochen. Ich sag aber auch klipp und klar war, wenn mich was nervt, wie Geschirr auf die Spüle statt in die Spülmaschine stellen und weise ihn auf alles hin, was ich außer der Reihe mache.

wenn ich schon sonst nichts dafür kriege, soll er wenigstens wissen, was ich alles im Haushalt an doofen Aufgaben gemacht habe, es sieht hier ja nicht so aus, wie es aussieht, weil ich den ganzen Tag auf der Couch chille.
Das einzige, was tatsächlich auch bei uns stimmt, ist, dass er, wenn es eh schon relativ ordentlich ist, auch eher das bisschen was anfällt, aufräumt, als wenn alles im Chaos versinkt.