Freundebesuch und Medien

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Mäusebaby
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Re: Freundebesuch und Medien

Beitrag von Mäusebaby »

Ich bin neuen Medien, Tablets und Konsolen echt gegenüber aufgeschlossen, wir haben hier auch ziemlich viel (bis auf xBox).
Trotzdem fänd ich es nicht gut, wenn Spielverabredungen hier damit aufschlagen würden. Gerade Tablets nicht.
Ein Multiplayer-Spiel auf Switch zwischendurch, okay, aber alles andere gehört für mich in dem Alter nicht zu einem Spielbesuch.
Ich habe da meinen 8jährigen Neffen vor Augen, der am iPad klebt, von Spielzeit zu Spielzeit lebt und nach eigener Aussage „Jeden Tag 24 Stunden gamen würde, wenn [er] könnte”.
Der schaltet sich selber aus, wenn er zockt, ist nur noch ein Zombie. Wie unsere Tochter, wenn sie zu viel guckt.
Das kann nicht gut sein.
Liebe Grüße,
Mäusebaby mit ihrem Weihnachtswunderwunschkind (09/2015) und zwei **
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Bönthi
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Re: Freundebesuch und Medien

Beitrag von Bönthi »

Samsoli, ich wollte dich keinesfalls kritisieren, falls das so rübergekommen ist. Mein Beitrag war ganz allgemein gemeint und nicht auf euren Umgang mit elektronischen Medien bezogen. Und natürlich ist das ganze auch immer abhängig vom Kind. Ich habe wie gesagt nur von mir selbst gesprochen. Ich hatte früher eine Freundin mit diversen Konsolen und Fernseher zur freien Verfügung. Haben wir selten genutzt, meistens waren wir irgendwo unterwegs. Ich habe da selbst also nur positive Erfahrungen gemacht.
Und nur ein kleiner Gedanke zum rund um die Uhr vorm PC hängen und zocken: Dieses Verhalten kenne ich auch von mir selbst. Ich war kaum für die Mahlzeiten oder gar Schule aus dem Zimmer zu bekommen und habe über Tage oder sogar Wochen Freunde vernachlässigt und Hobbys geschwänzt. Ganz extrem in meiner eigenen Welt. Allerdings niemals wegen elektronischer Medien. Sondern wegen Büchern. Würde irgendjemand hier Bücher limitieren oder als potentiell suchtgefährdent einstufen? Nur mal so als überspitzter Gedankengang.
mit Zelli, dem kleinen Zellhaufen (02/20)
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Mäusebaby
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Re: Freundebesuch und Medien

Beitrag von Mäusebaby »

Ähm, ja, wenn mein Kind keine Freunde mehr trifft und nicht mehr rausgeht, ist mir egal, ob das an Medien oder Büchern liegt. Es muss ausgewogen sein, wie Ernährung, weil Einseitigkeit potentielle Risiken in sich trägt.
Liebe Grüße,
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Elena
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Re: Freundebesuch und Medien

Beitrag von Elena »

Bönthi hat geschrieben: 11.01.2022, 13:46 Mein Kind ist ja noch deutlich jünger, daher kann ich nur meine eigenen Erfahrungen teilen: Im Alter deines Kindes haben meine Geschwister und ich auch regelmäßig fern gesehen und an PC oder Konsolen gespielt. Auch mit FreundInnen. Das gehörte ganz selbstverständlich dazu. Mit meiner damals engsten Freundin habe ich sogar ganz regelmäßig ein PC-Spiel im Multiplayermodus gespielt. Und ich würde behaupten, dass es mir nicht geschadet hat. Ich konnte trotzdem stundenlang draußen spielen oder über Tage riesige Legowelten durch's ganze Haus bauen. Meiner Kreativität hat das damals definitiv keinen Abbruch getan. Ich verstehe ehrlich gesagt immer nicht, wieso alle so ein großes Problem mit Medien haben, insbesondere wenn es um interaktive, gemeinsame Spiele geht. Medien gehören für unsere Kinder nunmal zum Leben dazu, das wird man nicht ändern. Meiner Erfahrung nach wird Verbotenes nur noch mehr gewollt. Und einen gesunden Umgang mit etwas lernt man nur, wenn man etwas auch nutzen kann
Beim letzten Satz mag ich mal ganz laut widersprechen. Guten Umgang mit Alkohol lernt man nicht durchs Trinken, das Nichtrauchen nicht durchs Rauchen, einen guten Umgang mit Süßigkeiten nicht durch Gewöhnung des Körpers an Zucker. Sondern durch die Förderung einer allgemein stabilen Persönlichkeit und durch die Gewöhnung an Alternativen. Genau das ist es, was ich für meine Familie anstrebe: Dass nicht reflexartig aus Langeweile zum Tablet gegriffen wird. Aber hier gibt es durchaus Zugang zu Laptop und Filmen, sogar gar nicht irgendwie begrenzt oder explizit reguliert. Es wird nur eben nicht nachgefragt.

Medien haben meiner Ansicht nach genauso Suchtpotential wie manche Nahrungsmittel oder Drogen. Verteufeln ist nicht sinnvoll, da stimme ich dir voll und ganz zu. Ich halte es aber für einen fatalen Irrtum von häufig in der Materie selbst nicht sehr bewanderten Eltern zu glauben, dass sie ihrem Kind mit dem frühen Zugang zu Youtube und Computerspielen besonders nützliche Kompetenzen vermitteln. Man lernt durch derartigen Konsum nichts, was einen später zum super verdienenden Softwareentwickler macht oder so. :lol: Bestenfalls hat man Spaß und nimmt keinen Schaden, dann ist es ja gut. In der Realität höre/lese ich von Eltern mit 8 bis 18jährigen Jungs immer wieder sehr verzweifelte Statements über deren Medienkonsum, so dass ich das Gefühl habe, dass es heutzutage in vielen Familien nicht so unproblematisch zugeht, wie du das in deiner Kindheit erlebt hast.
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nido56
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Re: Freundebesuch und Medien

Beitrag von nido56 »

Der Pirat ist ja so ein kleiner Gamer. Mit Freunden Minecraft spielen, finde ich total OK. Die machen da echt kreative Sachen und spielen wirklich zusammen. Sich gegenseitig zeigen, was sie jeweils in ihrer eigenen Minecraft-Welt gebaut haben oder welche Pokemons sie gefangen und trainiert haben, finde ich auch OK. Er spielt auch einige Spiele auf dem Tablet online mit seinen Freunden und redet dabei mit ihnen ueber Skype. Finde ich auch nicht schlimm. Wichtig ist mir, dass sie wirklich Sachen zusammen machen und nicht nebeneinander daddeln, denn das koennen sie auch allein. Natuerlich schicke ich sie auch mal raus oder greife ein, wenn es zu viel wird. Aber ich verstehe schon, dass sie auch mal zusammen mit ihren Freunden ihrem Hobby nachgehen wollen.

Ich greife eher ein, wenn er allein stundenlang Youtube-Videos gucken will und sich damit total berieselt. Der Pirat braucht da naemlich durchaus Hilfe, um sich zu regulieren. Wenn er mit Freunden zusammen spielt, ghet es aber viel mehr wirklich um spielen und etwas machen und nicht ums Berieseltwerden. Das Berieseltwerden ist aber das, was mir am ehesten Sorgen macht.
nido mit dem Piraten (01/2012)
Bönthi
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Re: Freundebesuch und Medien

Beitrag von Bönthi »

Danke, so wie nido es schreibt, meinte ich es eigentlich auch. Ich habe einfach oft das Gefühl, dass Medien nicht als tatsächliche Spielmöglichkeiten gesehen und immer nur verteufelt werden. Und das kann ich eben einfach nicht nachvollziehen. Warum ist alleine passiv Hörspiel hören zum Beispiel besser, als mit Freunden bei Minecraft kreativ zu sein? Und warum ist es so unverständlich, dass der Freund dann auch ein Tablet mit zum Spielbesuch bringt?
Ich will hier keinesfalls dafür plädieren, dass alle Kinder uneingeschränkt Medien nutzen sollen, aber dass grade das gemeinsame Spielen von so vielen nicht als vollwertiges Hobby angesehen werden kann, finde ich dich immer wieder schade. Sicher gibt es da auch Kinder, die strikte Regeln brauchen. Aber oft habe ich das Gefühl, dass das nicht wirklich vom Kind abhängt gemacht wird, sondern weil im Kopf noch immer das negativ Bild von Spielekonsolen vorherrscht.
Und wie viele von euch gehen mit gutem Beispiel voran und schränken ihre eigene Medienzeit genau so ein, wie die ihrer Kinder? Wie viel Zeit habt ihr heute zum Beispiel schon hier im SuT verbracht?
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Re: Freundebesuch und Medien

Beitrag von Bönthi »

Mäusebaby hat geschrieben: 11.01.2022, 15:04 Ähm, ja, wenn mein Kind keine Freunde mehr trifft und nicht mehr rausgeht, ist mir egal, ob das an Medien oder Büchern liegt. Es muss ausgewogen sein, wie Ernährung, weil Einseitigkeit potentielle Risiken in sich trägt.
Richtig, es muss ausgewogen sein. Der Unterschied in beiden Beispielen ist nur, dass Medien schon präventiv stark eingeschränkt werden, weil sie hypothetisch ein Problem ergeben könnte. Die wenigsten geben ihren Kindern überhaupt die Möglichkeit zu zeigen, dass es auch anders geht.
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Samsoli
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Re: Freundebesuch und Medien

Beitrag von Samsoli »

Alles gut, ich habe mich nicht angegriffen gefühlt - und ich diskutiere ja durchaus gerne! Im realen Kontakt zwar wesentlich lieber als virtuell und schriftlich, aber wenn's das Thema gerade hergibt gerne auch so. Insofern sind Gegenargumente und Hinweise auf wackelige Argumente immer gerne gesehen - so muss man (also ich) sich immer mal wieder mit dem eigenen Standpunkt beschäftigen und sich hinterfragen - das ist doch gut :D

Deine letzten beiden Fragen habe ich mir heute selbst ja auch schon gestellt, die nach der eigenen Mediennutzung. Ich nutze bewusst keine sozialen Medien (außer Whatsapp) auf dem Smartphone, so muss ich zumindest jedesmal den Laptop aufklappen wenn ich zB hier lesen/schreiben will. Gerade habe ich ein paar Tage frei, daher mache ich das auch tagsüber. Und abends lasse ich mich mangels Energie für was anderes eigentlich immer vom Fernseher berieseln oder höre Musik via YouTube.
Und da schließt sich für mich ja doch wieder irgendwie der Kreis - im "Gute Vorsätze-Thread" liest man häufiger, dass jemand seine Medienzeit reduzieren will. Man liest aber nie "Ich will weniger lesen/Sport machen/an die frische Luft gehen" und auch nicht "Ich will mehr rauchen/Alkohol trinken/Süßigkeiten essen". Keine Ahnung, ob die Motivation, Medienzeit zu reduzieren, aus gesellschaftlichen Vorstellungen heraus kommt oder weil man selbst merkt, weniger würde einem gut tun. Aber es scheint ja irgendwie die vorherrschende Meinung zu sein, dass ein Übermaß nicht gut ist - woher kommt diese Ansicht? (Tatsächlich kann ich hier überhaupt nicht wissenschaftlich fundiert argumentieren, weil ich mich damit nie ausführlich befasst habe)

Online-Spiele/Konsole als Hobby hatte ich selbst nicht so wirklich (außer mal eine kurze Phase Need for Speed und ewiges Tetris/etc am PC), daher kann ich da aus eigener Erfahrung nichts beitragen. Aber mir ist schon klar, dass das nicht zwangsläufig schlecht ist oder sofort als "Sucht" zu bezeichnen ist.

Mein Sohn hängt viel zu viel in seinem Lego-Zimmer, da muss man ihn auch aktiv rausholen und ihm Alternativen aufdrängen. Er vergisst darüber auch, dass er sich außerhalb der Schule mal mit jemandem treffen könnte oder das Rad fahren auch Spaß macht, wenn man sich doch mal nach draußen wagt. Wenn er seine Bauwerke präsentiert, finden das alle immer ganz toll und beeindruckend. Würde er die Zeit am PC hängen und irgendwas virtuelles machen, wären sicher alle mega besorgt. Ich verstehe also schon, was du meinst. Es gibt bei allem ein richtiges Maß und ein zuviel, ob Medien, Bücher, Spielsachen oder Süßigkeiten... Manches ist gesellschaftlich akzeptiert und anderes nicht so.
Ich mit Großem (3/13) und Kleinem (2/16)
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Jamelek
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Re: Freundebesuch und Medien

Beitrag von Jamelek »

Bönthi hat geschrieben: 11.01.2022, 13:46 Mein Kind ist ja noch deutlich jünger, daher kann ich nur meine eigenen Erfahrungen teilen: Im Alter deines Kindes haben meine Geschwister und ich auch regelmäßig fern gesehen und an PC oder Konsolen gespielt. Auch mit FreundInnen. Das gehörte ganz selbstverständlich dazu. Mit meiner damals engsten Freundin habe ich sogar ganz regelmäßig ein PC-Spiel im Multiplayermodus gespielt. Und ich würde behaupten, dass es mir nicht geschadet hat. Ich konnte trotzdem stundenlang draußen spielen oder über Tage riesige Legowelten durch's ganze Haus bauen. Meiner Kreativität hat das damals definitiv keinen Abbruch getan. Ich verstehe ehrlich gesagt immer nicht, wieso alle so ein großes Problem mit Medien haben, insbesondere wenn es um interaktive, gemeinsame Spiele geht. Medien gehören für unsere Kinder nunmal zum Leben dazu, das wird man nicht ändern. Meiner Erfahrung nach wird Verbotenes nur noch mehr gewollt. Und einen gesunden Umgang mit etwas lernt man nur, wenn man etwas auch nutzen kann
Danke, ich finde deine Sichtweise schon interessant. Ich selber bin Baujahr 1973 und in meiner Kindheit gab es schlicht keine Konsolen und Computerspiele. Es gab zwei Fernsehprogramme und für Kinder war da vielleicht zweimal am Tag was im Angebot. :D

Ich merke aber bei meinem Sohn schon sehr deutlich einen Unterschied in seinem Verhalten, wenn wir im Sommer den ganzen Tag draußen waren, oder wenn er mal fast den ganzen Tag daddeln durfte. Er hatte erst vor kurzem ein Bein gebrochen, da hatte er doch schon relativ viel Medienzeit. Mein Sohn ist wunderbar kreativ und ideenreich in seinen Rollensspielen außerhalb vom Medienkonsum. Etwas, was ich bei vielen gleichaltrigen Kindern nicht sehe. Wenn es längere Treffen sind, vorallem bei Übernachtungsbesuch darf auch oft noch was geschaut werden. Wenn aber Kinder gleich von Anfang an hier die Köpfe über. tablet zusammenhängen, bekommen sie ganz oft hinterher nicht mehr die Kurve um in ein friedliches Miteinander außerhalb von tabelt und switch zu kommen.

Mein Sohn ist wohl auch altersmäßig noch recht verspielt. Es klappt auch nicht so recht oft mit dem gemeinsamen Spiel. Letztens habe ich mit einem Klasssenkameraden ( 9 Jahre) minecraft erlaubt. Mein Sohn hst irgendwann geheult, weil der Freund es toll fand in einer Tour die Tiere zu töten. Etwas worauf mein Sohn noch gar nicht kommen würde. Der füttert die Tiere und reitet sie.

Am Sonntag war eine Bekannte mit ihrer 8 jährigen Tochter zu Besuch. Wir hatten uns verabredet zusammen Aktivity und andere Brettspiele zu spielen. Wir sind beide alleinerziehend und wollten es mal auskosten, zu viert zu spielen, was zu zweit nicht geht oder nicht so lustig ist. Ihre Tochter beachte ihr tablet mit und spielte ständig unterm Tisch darauf herum, während oben ein Brettspiel gespielt wurde.🤔- eines was sie ausgesucht hatte.

Ich finde es aber interessant wie unterschiedlich der Medienbesitz so von Gegend zu Gegend wohl ist.
Ich kenne hier kein Kind [ Altersklasse 3. Klasse) ohne tablet, die meisten bereits mit Smartphon. Viele Kinder sogar mit Fernseher und Konsole im eigenen Zimmer.

Eigentlich bin ich sonst immer die lockere Mutter, die fast alles erlaubt. Vielleicht spitzt sich das hier auch gerade deshalb so zu, weil die anderen denken, ach die J. die erlaubt doch sonst auch alles.
Jamelek
Alleinerziehend mit 2 wundervollen Jungs 2000 & 2013
Elena
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Re: Freundebesuch und Medien

Beitrag von Elena »

Samsoli hat geschrieben: 11.01.2022, 17:32
Deine letzten beiden Fragen habe ich mir heute selbst ja auch schon gestellt, die nach der eigenen Mediennutzung. Ich nutze bewusst keine sozialen Medien (außer Whatsapp) auf dem Smartphone, so muss ich zumindest jedesmal den Laptop aufklappen wenn ich zB hier lesen/schreiben will. Gerade habe ich ein paar Tage frei, daher mache ich das auch tagsüber. Und abends lasse ich mich mangels Energie für was anderes eigentlich immer vom Fernseher berieseln oder höre Musik via YouTube.
Und da schließt sich für mich ja doch wieder irgendwie der Kreis - im "Gute Vorsätze-Thread" liest man häufiger, dass jemand seine Medienzeit reduzieren will. Man liest aber nie "Ich will weniger lesen/Sport machen/an die frische Luft gehen" und auch nicht "Ich will mehr rauchen/Alkohol trinken/Süßigkeiten essen". Keine Ahnung, ob die Motivation, Medienzeit zu reduzieren, aus gesellschaftlichen Vorstellungen heraus kommt oder weil man selbst merkt, weniger würde einem gut tun. Aber es scheint ja irgendwie die vorherrschende Meinung zu sein, dass ein Übermaß nicht gut ist - woher kommt diese Ansicht?
Ich persönlich bin schon ziemlich kritisch mit meinem Medienkonsum (was nicht heißt, dass ich mich immer so verhalte, wie ich es möchte! :wink: ) und beobachte sehr genau, was mir guttut und was nicht. Zeitweise hab ich auch einen Blocker aktiv, der zu bestimmten Zeiten bestimmte Seiten blockiert, damit ich nicht in Versuchung komme, ich kenne mich ja. :roll: Nach einer halben Stunde Mittagspause mit einem guten Buch fühle ich mich völlig anders und deutlich besser als nach einer halben Stunde wahllosen Surfens. Ich hätte auch gedacht, dass das den meisten Menschen so geht? Ich nehme das so wahr wie Samsoli - viele Menschen fühlen sich unwohl mit zuviel Medienkonsum.

Heute Nachmittag hatte ich zwar keine Lust dazu, bin aber bewusst eine halbe Stunde in der untergehenden Sonne joggen gegangen, weil ich wusste, dass es in dem Moment richtig wäre. Es war goldrichtig. Jetzt mache ich gleich den Computer wieder aus und gehe Klavier üben, auch wenn ich ehrlich gesagt gerade etwas platt im Sessel hänge (ich war ja joggen...). :lol:

Die Ausgangsfrage war ja nochmal anders, da ging es um Medienkonsum bei Freundebesuch und speziell auch die Frage, wie es gesehen wird, wenn Freunde eigene Tablets mitbringen und die Kinder dann jeder für sich daddeln oder die Kontrolle fehlt über das, was die Kinder an ihren Geräten machen. Da denke ich noch viel mehr, dass es extrem von Kind und Situation abhängt. Sowas wie das Tablet beim Spielenachmittag würde mich komplett sprachlos machen. :shock:
Hier gehts zu meinen Bewertungen:
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