Ja, das ist wirklich sehr anstrengend... Aber ich kann nur bestätigen, was so viele hier schon geschrieben haben.
Unser Großer kam die ersten eineinhalb Jahre alle 90 Minuten. Dazu kam noch, dass er nie vor Mitternacht zum Einschlafen zu bewegen war und schon immer mit extrem wenig Schlaf auskam. Das war für mich vor allem dann unerträglich, wenn ich versucht habe etwas daran zu ändern. Oder wenn mir Mal wieder besonders liebenswerte Menschen einreden wollten, dass ich meinem Kind schade, wenn ich ihm nicht endlich einen vernünftigen Rhythmus angewöhne...
Irgendwann habe ich die Reißleine gezogen, mich konsequent von solchen Menschen ferngehalten, ein gutes bedürfnisorientiertes Buch gelesen um Rückenwind zu bekommen, nachts nicht mehr auf die Uhr geschaut, unser Bett so eingerichtet, dass wir alle zusammen bequem liegen konnten und ich mich bei jedem Stillen direkt wieder selbst mit in den Schlaf gestillt habe. Ab da war es erträglich.
Übrigens hat er irgendwann zuerst besser geschlafen und sich danach erst abgestillt. Damit hatte ich dann im Nachhinein sogar Argumente, um die "unbedingt abstillen"-Fraktion zu entkräften. (Nach dem Abstillen hat mir später dann sogar das "Wundermittel" gefehlt, das ihn im Bett hielt... Dann wollte er nämlich aufstehen und spielen statt trinken... Hoffentlich stillt sich Kind zwei niemals ab

)
Meine Tochter (erst 7 Monate) trinkt nachts zwar alle 45 Minuten, ist aber von ihrem sonstigen Schlafverhalten komplett anders, obwohl wir eigentlich nichts anderes tun, nur mein Umgang damit ist wesentlich entspannter. Das ist also wirklich je nach Kind ganz individuell, da ist niemand "Schuld".
Klar, anstrengend bleibt es, aber es macht einen riesen Unterschied, ob man zusätzlich auch noch Schuldgefühle und Druck mit sich herumschleppt.