Hi Pharetrata,
ich stimme Larala ganz doll zu! Dein Kind ist ein eigenständiges Wesen und entwickelt immer mehr einen eigenen Kopf. Gerade Mädchen
Und natürlich sind wir verletzt, wenn das Kind einen in dem Moment ablehnt, aber wie Larala sagt, das Kind sollte sich nicht schuldig fühlen für das was wir fühlen und die Liebe deines Kindes ist freiwillig und wir sollten es nicht erwarten.
Die Bindung zu deiner Tochter und dir ist von dem was du schreibst sicher sehr groß, von daher würde ich mir an deiner Stelle keine großen Gedanken machen und schon gar nicht mit dem Mann darüber streiten

ihr seid sicher beide tolle Eltern und habt eben aus Sicht eurer Tochter gerade unterschiedliche Qualitäten.
Ich glaube auch, dass es manchmal einfach Phasen gibt wo ein Elternteil für bestimmte Dinge lieber gewünscht ist - hier darf zB nur Papa zum Einschlafen mit ihr "Tanzen" das mag sie bei mir einfach nicht.
Unsere kleine ist zwar schon älter kommuniziert aber sehr klar wer ihr helfen soll und wer nicht (Windelwechseln: "Nein, Papa macht das!") - auch wenn sie sich weh getan hat und wir beide da sind entscheidet sie sich oft für Papa. Letztens hatten wir sogar die Situation, dass Papa gerade nicht da war sie aber ganz dringend mit Papa kuscheln wollte und 10 Minuten bitterlich geweint hat - mein Angebot, dass sie mit mir Kuscheln kann wurde mit noch schlimmerem weinen abgelehnt. Irgendwann hatte ich dann etwas gefunden mit dem ich sie beruhigen konnte. Aber genauso ist es auch anders herum, dass Mama dann doch gebraucht wird.
Das hat zwar jetzt nichts mit trösten zu tun, geht aber finde ich die gleiche Richtung der Entscheidungsfreiheit des Kindes: Meine Mutter sagt in manchen Situationen zu ihr "Da ist xxx aber traurig" weil sie etwas nicht möchte oder so. Da werde ich ganz fuchsig und sage immer "Nein H. es ist keiner traurig wenn du das nicht möchtest, das ist total okay."
Gibt deinem Kind die Freiheit zu entscheiden von wem es getröstet werden möchte oder bei wem sie auf dem Arm sein möchte - da müssen wir Erwachsenen auch manchmal akzeptieren, dass wir es gerade nicht sind.
Ich sehe gerade Solina in der Vorschau: Das mit der Machtposition finde ich richtig, es überfordert so ein kleines Kind auch einfach - es versteht die Trauer und Wut anderer Menschen noch gar nicht. Dafür empfehle ich übrigens "Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn".