Babys Zähnchen machen mir das Leben schwer und die Milch wird immer weniger...

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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cavaillona
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Re: Babys Zähnchen machen mir das Leben schwer und die Milch wird immer weniger...

Beitrag von cavaillona »

@theolino und @schnecke106 Danke euch fürs Raussuchen. :) Allerdings macht mir das fast noch mehr Sorgen, ich denke nicht ansatzweise (!), dass mein Baby um die 800ml Milch trinkt, egal, wie oft ich sie anlege. :| Natürlich kann man immer nicht wissen, wieviel so ein Baby trinkt, aber wenn ich überlege, dass ich sie pro Stillmahlzeit ungefähr 5-6 Mal wende (immer dann, wenn sie anfängt, zu hampeln), sie pro Brust ungefähr 10mal schluckt, wenn es gut läuft- das kann nie und nimmer richtig viel sein. Ich weiß ja auch noch, wie es anfangs war, da habe ich sie richtig schlucken gehört und gespürt, wie die warme Milch ins Kind fließt, das ist jetzt nicht mehr so.

Es ist eher so, dass sie anlegt, zweimal nuckelt, den MSR nicht auslöst, sich wegstemmt und motzt. Dann wiederholt sich das Spiel 3-4 Mal, dann trinkt sie 4-5 Züge, dann wende ich sie usw. Richtig konzentriertes, längeres Trinken findet nicht statt. Dazu schaut sie sich bei jedem Geräusch und jeder Bewegung um, alles ist spannender, als die Brust.

Heute Morgen hat sie 20 Minuten gebrüllt (sie weint sonst irre wenig!), während ich versucht habe, sie anzulegen. Immer wieder hat sie versucht, zu trinken, sich wieder weggestemmt, wütend geschaut. Das Beißen hat sich für den Moment erledigt, aber den MSR löst sie so jedenfalls nicht aus. Als hätte sie es verlernt oder keinen Bock mehr drauf. Irgendwann habe ich sie dann in ihren Hochstuhl gesetzt, da hat sie dann sofort gestrahlt und gelacht und friedlich auf ihren Brei gewartet. Den hat sie dann auch mit Appetit verschlungen.

Ich kann halt so schwer einschätzen, inwieweit die Entwicklung von "Das Baby will eben lieber was essen, natürlich wird dann weniger gestillt" normal ist und wieviel stillen ich zusätzlich "sollte", wenn ich es nicht aufgeben will.

Wir hatten ungefähr mit 3 Monaten schonmal einen Stillstreik, der ähnlich war - halt ohne Zähne, aber ähnlich. Wenn es nochmal sowas ist, ist es okay, das halte ich aus. Für den Moment nehme ich mir Zeit zu stillen, überliste sie, indem ich sie anlege, wenn sie schläfrig ist und verzichte beim Stillen auf Handy oder Fernseher.

@romerl Danke dir sehr, es tröstet, nicht alleine zu sein! Hast du denn dann immer noch Milch? Ich habe manchmal den Eindruck, wenn ich jetzt aufhören würde, anzulegen, wäre ich mit dem Stillen einfach fertig, ohne dass ich es großartig merken würde. Und das macht mir schon Sorge.
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Re: Babys Zähnchen machen mir das Leben schwer und die Milch wird immer weniger...

Beitrag von Schnecke106 »

Die erste Liste mit den ml-Angaben ist die Liste, die als Richtwert für Vollstillbabys gelten, glaube ich. Also ohne Beikost.

Hast Du mal versucht, wie es mit Schmerzmittel ist? Ich kann mir vorstellen, dass der Unterdruck beim stillen beim Zahnen ggfs unangenehm ist.
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Re: Babys Zähnchen machen mir das Leben schwer und die Milch wird immer weniger...

Beitrag von Romerl »

cavaillona hat geschrieben: 11.05.2021, 15:32
@romerl Danke dir sehr, es tröstet, nicht alleine zu sein! Hast du denn dann immer noch Milch? Ich habe manchmal den Eindruck, wenn ich jetzt aufhören würde, anzulegen, wäre ich mit dem Stillen einfach fertig, ohne dass ich es großartig merken würde. Und das macht mir schon Sorge.
Ich habe tatsächlich noch Milch weil ich regelmäßig abpumpe, wenn sie verweigert. Würde ich das nicht tun, hätten wir bestimmt dadurch schon ungewollt abgestillt. Da sie eine Milchunverträglichkeit hat, mache ich mir noch die Mühe.

In ganz schlimmen Momenten musste ich ihr die Milch mit dem Löffel geben, die sie dann gut angenommen hat. Das war natürlich irre zeitintensiv und hat mich auch wegen der anderen beiden Kids eine Menge Nerven gekostet. Wir wären ansonsten aber bestimmt wegen Dehydrierungsgefahr in der Klinik gelandet.

Lange Zeit konnte ich das Verhalten nicht nachvollziehen, da ich von vielen Seiten zu hören bekam, dass Stillkinder beim Zahnen häufiger stillen wollen. Bei uns definitiv das Gegenteil.

GdS steht bei uns nun das Essen im Fokus (was aber beim Zahnen ebenso mies läuft). Ich mach echt drei Kreuze, wenn das Thema Zahnen durch ist.

Zwischendurch haben wir immer wieder Tage, an denen sie ganz normal stillt. Deshalb weiß ich, dass die sie es noch kann und an den anderen Tagen irgendwas im Mundraum/beim Saugen stört.
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cavaillona
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Re: Babys Zähnchen machen mir das Leben schwer und die Milch wird immer weniger...

Beitrag von cavaillona »

Also bei uns lief es jetzt gestern Nachmittag und seit heute Morgen richtig gut und fast normal. Ich klopfe ganz vorsichtig auf Holz, vielleicht sind wir erstmal durch. Gebissen wurde ich nicht mehr stark, ab und an wird mal leicht gezogen und ein Zahn angesetzt, dann sage ich ihr Bescheid, wechsle die Seite und dann geht es wieder.

Sie hat aber nun teilweise recht ordentlich getrunken und dabei auch gestrahlt und gelacht, freut sich also offenbar auch, dass es nun wieder - nicht nur sprichwörtlich - besser läuft. :)

Preis ist, das ich wieder nach Bockshornklee stinke, aber der hilft mir tatsächlich beim Milchspendereflex.

@romerl Toll, dass es bei dir mit dem Abpumpen klappt! Ich kriege leider an der Pumpe in 20 Minuten eine Flasche mit bedecktem Boden hin - es ist einfach furchtbar. Deswegen muss das Kind das hier selbst hinkriegen, wenn sie es nicht packt, schaffe ich es durch Pumpen nicht auszugleichen. Das ist leider etwas doof.
cavaillona
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Re: Babys Zähnchen machen mir das Leben schwer und die Milch wird immer weniger...

Beitrag von cavaillona »

Ach und @romerl : Ich habe hier auch keinen echten Brustjunkie. Ganz am Anfang mal wollte sie in Wachstumsschüben mehr stillen und auch mal mehr clustern, aber jetzt gerade beim Zahnen sind andere Dinge für sie besser, als zu stillen. z.B. Spielzeug annagen, Beißringe bekauen, Socken lutschen oder gefundenes Papier zerfetzen und anlutschen. Aber fürs Stillen fehlt ihr beim Zahnen einfach die Geduld, das verlangt sie einfach nicht häufiger.
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