Es ist eher so, dass sie anlegt, zweimal nuckelt, den MSR nicht auslöst, sich wegstemmt und motzt. Dann wiederholt sich das Spiel 3-4 Mal, dann trinkt sie 4-5 Züge, dann wende ich sie usw. Richtig konzentriertes, längeres Trinken findet nicht statt. Dazu schaut sie sich bei jedem Geräusch und jeder Bewegung um, alles ist spannender, als die Brust.
Heute Morgen hat sie 20 Minuten gebrüllt (sie weint sonst irre wenig!), während ich versucht habe, sie anzulegen. Immer wieder hat sie versucht, zu trinken, sich wieder weggestemmt, wütend geschaut. Das Beißen hat sich für den Moment erledigt, aber den MSR löst sie so jedenfalls nicht aus. Als hätte sie es verlernt oder keinen Bock mehr drauf. Irgendwann habe ich sie dann in ihren Hochstuhl gesetzt, da hat sie dann sofort gestrahlt und gelacht und friedlich auf ihren Brei gewartet. Den hat sie dann auch mit Appetit verschlungen.
Ich kann halt so schwer einschätzen, inwieweit die Entwicklung von "Das Baby will eben lieber was essen, natürlich wird dann weniger gestillt" normal ist und wieviel stillen ich zusätzlich "sollte", wenn ich es nicht aufgeben will.
Wir hatten ungefähr mit 3 Monaten schonmal einen Stillstreik, der ähnlich war - halt ohne Zähne, aber ähnlich. Wenn es nochmal sowas ist, ist es okay, das halte ich aus. Für den Moment nehme ich mir Zeit zu stillen, überliste sie, indem ich sie anlege, wenn sie schläfrig ist und verzichte beim Stillen auf Handy oder Fernseher.
@romerl Danke dir sehr, es tröstet, nicht alleine zu sein! Hast du denn dann immer noch Milch? Ich habe manchmal den Eindruck, wenn ich jetzt aufhören würde, anzulegen, wäre ich mit dem Stillen einfach fertig, ohne dass ich es großartig merken würde. Und das macht mir schon Sorge.