ich wende mich nochmal an Euch, da ihr mir schon beim letzten Mal so toll geholfen habt.
Ich habe mich an die Tipps hier gehalten und meine Tochter schön kalorienreich mit Beikost gefüttert, da sie ein absoluter Breijunkie ist, kann es ihr da nicht genug geben - morgens mittags abends je 200 Gramm sind kein Problem, gerne auch mal hier und da eine ganze Banane, sie futtert wirklich gerne.
Passend dazu musste das Kind nun vor gut zwei Wochen auch die ersten Zähne bekommen.
Letzte Woche hat es angefangen, dass sie mich beim Stillen gebissen hat. Seitdem ist der Wurm drin und ich habe das Gefühl, meine Milchmenge wird täglich weniger.
Momentan ist es aber so, als habe sie verlernt, wie man stillt - sie kaut auf dem Nippel rum, löst den Milchspendereflex oft gar nicht erst aus, stemmt sich dann weg und ist wahlweise sauer oder lacht. Wenn sie durstig ist, ist das so total frustrierend, sie wird dann immer zorniger, beißt irgendwann feste zu, ich zucke zusammen, sie erschreckt sich ebenfalls, dann weint sie. Letzte Woche war es so schlimm, dass ich fast mitgeheult hätte, es tut irre weh und es verlangt mir die komplette Selbstbeherrschung ab, sie nicht grob von der Brustwarze zu ziehen oder laut zu fluchen.
Unsere Tage sind seitdem wirklich durchwachsen - mal klappen die Stillmahlzeiten richtig gut, dann wieder gar nicht. Zwischendurch gibt es Tage, an denen ich nicht weiß, ob ich heute schonmal "richtig" gestillt habe.
Momentan sieht es so aus:
Wir stillen morgens direkt nach dem Wachwerden. Normalerweise hat das immer super geklappt, im Moment ist das oft nicht der Fall. 50/50, würde ich sagen.
Nach dem Anziehen gibt es für sie Getreidebrei mit Obst, eine große Schüssel voll (bestimmt 200 Gramm).
Danach schläft sie, gut und gerne 2 Stunden.
Gegen Mittag lege ich sie wieder an, das klappt häufig ganz gut, aber auch nicht immer. Am frühen Nachmittag isst sie herzhaften Brei, auch gerne an die 200 Gramm. Danach spielt sie, schläft nochmal.
Jetzt gleich wäre wieder Zeit zum Stillen, aber heute habe ich noch nicht einmal so wirklich richtig gestillt glaube ich. Ein paar Schlucke sind im Kind, aber entweder ist alles andere spannender, es wird gebissen oder sie liegt einfach nur in meinem Arm und strahlt mich an.
Abends läuft es dann oft besser, es gibt dann nochmal Abendbrei und später dann stillt sie immer mal wieder. Einmal definitiv noch vor dem Einschlafen und einmal in der Nacht.
Ich habe einfach Bedenken, dass zu wenig Flüssigkeit im Kind landet, dass ich irgendwann gar keine Milch mehr produziere. Es fühlt sich alles schon so leer an.
Ich habe teilweise das Gefühl, dass ihr der Milchspendereflex zu lange dauert und sie daher lieber auf den Brei wartet. Und dass sie es überhaupt eher langweilig an der Brust findet - ein echter Brustjunkie ist sie jedenfalls nicht. Sie möchte auch nicht einschlafgestillt werden, am Liebsten schläft sie bei ihrem Papa im Arm.
Wie kriege ich das Ganze wieder besser ans Laufen? Habe nun wieder angefangen, Bockshornklee zu nehmen, das erleichtert gefühlt den Milchspendereflex und reduziert die Ungeduld.
Vielleicht hat jemand Ideen.