Mondenkind hat geschrieben: 02.05.2021, 21:44
So, ich gehe jetzt mal durch, was Du und die Userinnen bisher geschrieben haben.
Es tut mir sehr leid, dass Du das Stillen bisher noch nicht richtig genießen konntest.
Zudem gab es weder beim Kind noch bei mir äusserliche Anzeichen.
Insgesamt scheint mir hier ein Soor extrem unwahrscheinlich.
aktuell ist der Schmerz so:
Beim andocken tut es weh udn rennt, dann wird es etwas besser. Sobald er abgedockt hat ist erstmal alles in Ordnung. Nach ca 45 Minuten geht es dann los mit heftig brennenden Stichen und Krämpfen in der Brust und in der Brustwarze. Diese verfärbt sich auch weiß und teilweise auch bläulich. Alles auf beiden Seiten gleichermaßen! (Zwischenzeitlich hatte ich tatsächlich mal 2 Wochen an einer Brust gar keine Schmerzen, dafür danach mit doppelter Ladung)
Die Brustwarze ist nun daurhaft berührungsempfindlich. Sie brennt zwishcen den Stillmahlzeiten fast dauerhaft.
Das klingt ganz klar nach einem Vasospasmus. WICHTIG: dieser kann durch Fluconazol schlechter werden! Wenn Du es jetzt schon nimmst und es dadurch nicht schlechter wird, dann nimm es ruhig zuende. Insgesamt ist man sich mittlerweile einig, dass Milchgangssoor grundsätzlich sehr sehr selten ist.
Der häufigste Grund für Schmerzen beim Stillen ist mit Abstand das fehlerhafte Anlegen. Eine Übersicht über Schmerzen beim Stillen findet sich hier:
ABM-Protokoll Schmerzen beim Stillen
Wenn du sagst, die Vasospasmen sind so nicht mehr sichtbar seit dem Nifedipin, wäre am ehesten eine bakterielle Infektion,
subaktue Mastitis genannt, zu vermuten:
Eine bakterielle Überwucherung zusammen mit einem durch Bakterien gebildeten Biofilm ... kann zu einer Verengung der Milchgänge und entzündetem Epithel führen. Für diese Entzündung sind relativ konstante, dumpfe, tief ausstrahlende Schmerzen in beiden Brüsten und eine Empfindlichkeit der Brust beim Abtasten charakteristisch.Milchfluss und Austreten der Milch verursachen eine Druckerhöhung und scharfe, einschießende Schmerzen während des Milchspendereflexes und dem Stillen. Wiederkehrende blockierte Milchgänge, Milchstau und Milchüberproduktion sowie Risse und Fissuren der Brustwarzen können ebenfalls in Verbindung mit diesem Befund auftreten.
Quelle: ABM-Protokoll No. 26 . Das würde man am besten antibiotisch behandeln.
Nachdem mir ein liebes Mitglied per privater Nachricht geschrieben hat, habe ich nochmal einiges probiert. (Leider ohne Erfolg).
Was hast Du denn noch versucht?
GAnz anderes Thema, aber ich muss es hier trotzdem erwähnen:
Ich habe einen fast 9 Monate alten Jungen zuhause, den ich seit Geburt an voll stille.
Ein 9 Monate altes Kind sollte nicht mehr voll gestillt werden, sondern sollte neben dem Stillen nach Bedarf altersgemäße Beikost angeboten bekommen!
Hallo Mondenkind,
vielen Dank für deine Antwort.
Mitr "keine äusserliche Anzeichen" meinte ich, dass es irgendwie nie deutlich auf Soor hingewiesen hat. Mein Sohn hat keine Belege im Mund, und meine Brust sieht auch nicht soo schlimm aus, wie ich oft auf Bildern sehe (Meine Frauenärztin meint, da wäre nichts).
Meine Brustwarzen sind ab und zu trocken, rissig, und auch ab und zu in der Mitte so ein Belag/Haut, welche ich abziehen kann. Manchmal ist sie auch plötzlich rissig oder etwas wund/blutig.
Es ist irgendwie schwer zu beschreiben.
Der Vasospasmus ist glaube ich nie ganz weggegangen, also ich glaube das ist so eine doppelte Geschichte.
Das heftige brennen tritt meistens so ca 45 Miniuten nach dem Stillen auf, und auch nicht nur in der Brustwarze sondern in der ganzen Brust innen.
Während dem stillen habe ich kaum noch schmerzen, nur das andocken tut kurz weh.
Ausser der Brustwarze tut auch die Brust nicht weh bei Berührungen (ausser wenn ich mal einen leichten Milchstau habe).
Ich nehme momentan:
800 mg Magnesium
1800 mg Calcium
100 mg Vitamin B6
Mambiotik
Femibaby für die Stillzeit
zusätzlich wärme ich meine Brust vor dem stillen immer (ausser nachts das 1 mal )
Ausprobiert habe ich zusätzlich ohne Erfolg:
Nystatin Tabletten
Spascupreel
Nifedipin
Muconazol Salbe
MultiMam Kompressen
Stillhütchen
Das Anlegen wurde nehrmals von einer IBCLC Stillberatin und einer DAIS Stillberaterin überprüft.
Zungen und Lippenbändchen wurden überprüft.
Ich bin regelmäßig bei einem Kinder Osteopath.
Seit Freitag nehme ich nun das Fluconazol und habe schon das Gefühl, dass es besser wurde. Samstag und Sonntag hatte ich fast gar keine Schmerzen. Gestern hat es abends nach dem stillen ein wenig gebrannt und gestochen, aber auch nur in der Brustwarze und etwas drum rum. Also nicht in der ganzen Brust und auch nicht so heftig. Heute Nacht musste ich nicht stillen und heute Morgen sticht es auch nur minimal.
Also im Großen und Ganzen habe ich schon das Gefühl, dass das Medikament hilft.
Zum Thema Vollstillen: Ich habe mich da falsch ausgedrückt. Mit Vollstillen meinte ich, dass ich kein Fläschchen gebe oder so.
Ben isst ganz normal am Tisch mit, oder bekommt Brei. Je nachdem was wir essen

Stillen will er tagsüber kaum noch.
Meistens stillen wir Abends, nachts, morgens und ndann nochmal nachmittags.
Liebe Grüße