Frust und Tränen beim Teilstillen mit Sonde

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

Moderatoren: Anjamaria01, klecksauge, SchneFiMa, Mondenkind

Märzmama
Herzlich Willkommen
Beiträge: 17
Registriert: 11.04.2021, 16:45

Frust und Tränen beim Teilstillen mit Sonde

Beitrag von Märzmama »

Hallo miteinander! :)

Ich bin ganz neu hier und bin auf der Suche nach Tipps, Ratschlägen... und einem Ort zum Ausheulen?! :? Es geht um mein erstgeborenes Baby (geboren am 23.3.) und das liebe Stillen.

Vorgeschichte
Nach einer eher ereignislosen Schwangerschaft entwickelte ich leider sehr schnell und plötzlich eine Präeklampsie in der 38. SSW. Ich wurde 4 Tage lang mit allem, was das KH eben so hergibt (Katheter, Gel, Cytotec...), eingeleitet. Die lange und erschöpfende Einleitung, der Umgang mit mir im KH (desaströse Informationspolitik bzgl. meiner Präeklampsie, Organisationsfehler wie vergessene Medikamente usw.) und die lange Trennung von meinem Mann wegen Corona in einer Zeit, in der ich jede Unterstützung gebraucht hätte, haben mich emotional extrem zermürbt. Ich habe ab Tag 2 im KH ständig geheult und nach der schlussendlichen Geburt (20 Stunden nach dem Blasensprung) wars dann auch nicht besser... Kein Milcheinschuss - das war durch den Stress vll. "vorprogrammiert". Mein Baby verlor trotz stündlichem oder zweistündlichem Anlegen, ganz viel Hautkontakt und trotz quasi 0 Schlaf auf meiner Seite 10% seines Gewichts und ich sollte deshalb noch länger im KH bleiben. Das war nach 7 Tagen und ca. 100 Nervenzusammenbrüchen für mich keine Option mehr und ich unterschrieb die Entlassung auf eigene Gefahr und mit dem Versprechen, so HA Pre zuzufüttern, wie es mir im KH dann schnell-schnell noch gezeigt wurde, nämlich per Ernährungssonde im Mundwinkel.

Ich muss vorweg sagen, dass es mir zu Hause besser geht als im KH und ich schon ein paar gute Tage hatte, aber ich nach wie vor alles oft extrem anstrengend und zermürbend finde. Der Blutdruck von der Präeklampsie hat sich noch nicht eingependelt und ich nehme 8 Blutdrucktabletten am Tag. Beim Stillen oder danach weine ich oft, weil es so schlecht läuft und dann irgendwann die Geburt wieder hochkommt und was alles im KH scheiße gelaufen ist. Ich habe also oft nicht die Energie, das zu machen, was ich wahrscheinlich machen müsste, um erfolgreicher zu stillen, z.B. mehr Pumpen, mehr Anlegen, Massieren oder was weiß ich.

* Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?
Junge

* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)? Schreibt bitte die Mengen auf (wie oft und wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Ich füttere per Ernährungssonde HA Pre zu und wenn ich mich aufraffen kann die ca. 30-40ml Muttermilch, die ich abpumpen kann. Menge beim Pre ganz unterschiedlich. Ich biete in der Sondenflasche zur Zeit immer 105ml an. Er trinkt zwischen 50ml und 100ml, keine Regelhaftigkeit erkennbar, wann er wie viel trinkt.

* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Grober Rhythmus:
5 Uhr Aufstehen, 1 x 10 Min links anlegen ohne Sonde, dann 1 x rechts anlegen mit Sonde, Premenge wie er mag (so zwischen 50 und 100ml, wie er will); Baby ist wach/aufmerksam
9 Uhr wie oben, Baby schläft
13 Uhr wie oben, Baby schläft
17 Uhr wie oben, Baby wird quengelig und schreit sich dann ein
zwischen 18 und 21 Uhr Beruhigungsnuckeln wie er braucht, weil er nur am Schreien und Drücken ist
22 Uhr wieder wie oben, Baby schläft
irgendwann zwischen 2 und 3 Uhr will er normalerweise nochmal ran, wie oben

* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang?

Pipi viel, alle 2 Stunden ist die Pampers gut (!) voll; weicher, braun-gelber Stuhlgang alle 2-3 Tage (dann aber beim Windelwechseln wirklich 30 Minuten am Stück non-stop :lol: )

* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Erstes Andocken im Kreißsaal nach der Geburt klappte nicht so, er hatte keinen richtigen Zug --> Kolostrum mit Spritze gesammelt und in den Mund getan
Danach auf dem Zimmer ging das Andocken eigtl. gut! Mund war immer schön offen und ich hatte keine wunden Brustwarzen! Ich habe viel angelegt und verschiedene Positionen gezeigt bekommen... es kam aber wohl viel zu wenig raus. Gefühlt nix. Die ersten 24h hatte er keinen Stuhlgang und nur eine Pipi-Windel, an Tag 2 und 3 kam ganz wenig Mekonium und vll. 2 Pipi-Windeln, er drückte den ganzen Tag extrem, es ging nix voran und er nahm rapide ab. Iwann hat das KH-Personal dann auch bemerkt, dass er wahrscheinlich kaum Milch bekommt und deshalb der Darm keine Fahrt aufnimmt. Meine Brüste waren nicht warm, nicht größer und im Mund meines Babies war allenfalls ein Hauch von Milch erkennbar nach dem Stillen trotz stündlichem Anlegen von mir... An Tag 3 hatte er 10% Abnahme erreicht und ich sollte dableiben, vgl. oben, ich wollte heim. Ab dem Nachmittag wurde dann von mir Pre per Sonde zugefüttert und ab Tag 6 hatte er dann endlich Mekonium-freien Stuhlgang und er nahm gut zu. Gelbsucht war auch vorhanden, Maximalwert beim Billi war an Tag 5 ca. 16, danach ging er runter!

* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Bisher nicht, nur die Sonde.

* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?

Hebamme, die aber schon früh geraten hat, zur Not halt die Flasche zu nehmen

* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Ich nehme Metropolol und Methyldopa für den Blutdruck von der Präeklampsie, Eisen für meine Anämie durch die Geburt, Magnesium auch als Nachsorgetaktik für die Präeklampsie; ich bin jetzt nach der SS theoretisch adipös, vorher war ich übergewichtig. Gelbsucht siehe oben.

Gewichtsverlauf
23.3. 3290 g (Geburt)
26.3. 2980 g (Entlassung)
27.3. 3090 g (ab hier Hebamme)
29.3. 3160 g
02.4. 3400 g
06.4. 3690 g

Ausheulerei/Probleme/Ratschläge gesucht
Ich bin jetzt in Woche 3 langsam zermürbt von der Stillsituation. Ich will stillen. Ich will am liebsten vollstillen. Aber mich verlässt immer mehr die Motivation, die Dinge zu machen, die notwendig sind, um da vll. hinzukommen, weil ich einfach oft so frustriert bin und mir noch die Energie fehlt nach der ganzen Geburtskatastrophe.
Am Anfang habe ich nach jedem Stillen elektrisch gepumpt. Am Anfang kamen 10ml aus beiden Brüsten zusammen, bis vor Kurzem kamen so ca. 40ml aus beiden Brüsten. Ich habe aber gerade absolut keine Kraft mehr, immer zu pumpen und habe es aufgegeben, weil ich nicht mehr kann. Ich pumpe vll. noch einmal am Tag. Heute waren es noch knapp 30ml aus beiden Brüsten.

Die Stillsituation ist mittlerweile so:
- Ich lege das Baby an die eine Brust ohne Sonde. Er trinkt ca. 10 Minuten, bis er sie ausspuckt und nicht mehr ranwill (ich vermute: "leer getrunken" bzw. die "leicht erreichbare" Milch ist erstmal weg). Das Anlegen klappt nicht mehr so gut wie nach der Geburt, Gründe folgen unten, also ist es oft eine Qual, das Baby richtig und schmerzfrei an die Brust zu bekommen. Er krallt auch gerne seine Hände in die Warze oder haut die Brust (nicht absichtlich, meine ich, er ist einfach ein Zappelphilipp und kann das wohl kaum koordinieren), saugt an der Faust anstatt anzudocken... es frustet mich aber endlos, weil meine Lunte eh kurz ist zur Zeit.
- Mein Mann macht derweil 105ml Pre fertig.
- Ich wechsel die Brust, es ist wieder ein Krampf ihn anzudocken, dann saugt er aber.
- Jetzt schiebt mein Mann den Schlauch der Sonde in den Mundwinkel. Es passiert jetzt entweder
1. Das Baby dockt ab, weil der Schlauch stört und der Kampf mit dem Andocken geht von vorne los.
2. Das Baby bleibt angedockt, ist aber ein ganz schlauer Kerl und hat mittlerweile nach 2 Wochen Sondenfütterung geschnallt, dass es viel einfacher ist, nun nach und nach mit dem Mund Richtung Warzenspitze runterzurutschen und nur noch gerade genug Vakuum zu formen, dass der Schlauch ihm seine Pre gibt. Ich muss entweder abdocken und den Kampf wieder von vorne beginnen oder aber, was immer häufiger passiert, weil ich keine Kraft mehr habe, ich lasse ihn vorne seine 100ml fertig nuckeln und schmier mir dann die wunde Brustwarze mit Lanolin ein und hol mir ein Kühlpack und heule. :cry:

Das Andocken wird täglich schwieriger. Er will nur noch die Nuckelstellung, die für den Schlauch optimal ist, machen. Es dauert 10, 15 Anläufe, bis er den Mund richtig aufmacht. Dazwischen tuts weh und der Frust steigt auch beim Baby, weil ich ihm die Brust immer wieder wegnehme, weils eben wehtut und falsch angedockt wurde.

Mein Mann liegt mit in den Ohren, ich soll doch Stillen + Zufüttern per Flasche (wir haben die vielbeworbene angeblich anti-saugverwirrung-garantierende C-Sauger-Flasche von M da, aber ich trau dem Braten nicht), weil er mich so nicht mehr sehen kann. Die Hebamme sieht das auch eher locker mit der Flasche. Ich habe Angst, dass das Baby dann gar nicht mehr an die Brust geht. Gleichzeitig heul ich ständig und bin kurz davor, doch die Flasche zu geben. Das Pumpen habe ich ja schon aufgegeben, weil ich dachte, ich habe dann mehr Kraft für den Kampf mit der Sonde, ist aber nicht so.

Ich weiß irgendwie nicht, was ich machen soll. Mein Traum ist: Nur Stillen. Ohne diese dumme Sonde, wegen der mein Baby verlernt, richtig zu trinken. Ohne Pumpe. Ohne irgendwelchen Schmarrn. Aber dann nimmt er wieder ab. :( Es kommt einfach so wenig Milch. :cry:

Vll. hat hier ja jemand noch einen Tipp oder Plan, wie ich doch noch mehr Milch produzieren kann.

Danke und LG :slürp*
1 Sohn, 23.3.21 :)
Alice89
gehört zum Inventar
Beiträge: 540
Registriert: 11.11.2020, 13:27

Re: Frust und Tränen beim Teilstillen mit Sonde

Beitrag von Alice89 »

Liebe Märzmama,
Herzlich Willkommen hier und Gratulation zu deinem kleinen Jungen! Schade, dass es euch im KH so schlecht ergangen ist, aber versuch dich bitte nicht fertig zu machen, weil du (deiner Meinung nach) zu selten pumpst oder das Stillen noch nicht perfekt klappt. Dein Baby ist noch ganz klein, da könnt ihr bestimmt noch an ein paar Stellschrauben drehen, und die Mods hier sind fantastisch, da bist du auf jeden Fall in guten Händen.

Was mir beim Lesen deines Beitrags aufgefallen ist, ist dass eure Stillabstände untertags recht hoch und die einzelnen Zufütterportionen mit bis zu 100 ml ziemlich groß sind. Hier wird, vor allem zur Milchsteigerung, geraten, mindestens 10 bis 12-mal in 24 Stunden anzulegen. (Das bedingt sich natürlich gegenseitig: Sehr große Zufütterportionen führen zum "Fresskoma" und einer langen Pause bis zur nächsten Mahlzeit, das signalisiert den Brüsten aber wiederum, dass der Bedarf überschaubar bleibt).

Ich darf und will nichts zur genauen Zufüttermenge sagen, aber vielleicht könntet ihr schon mal versuchen, die Portionen allgemein zu verkleinern und dafür öfter anzubieten, um auf mehr Stilleinheiten zu kommen?
Lösche Benutzer 25726

Re: Frust und Tränen beim Teilstillen mit Sonde

Beitrag von Lösche Benutzer 25726 »

Liebe Märzmama,
herzlich willkommen hier im Forum und herzlichen Glückwunsch zum kleinen Wunder. Mit Hilfe der Stillmods werdet ihr ganz bestimmt noch ganz viel verbessern können. Dein Baby ist ja noch ganz frisch, da geht sicher noch richtig viel.
Und für die emotionale Unterstützung und den ein oder anderen Tipp gibts hier jede Menge anderer Mütter. Bei uns darfst du dich ausheulen.
Schade, dass euer Start so ungünstig war. Gerade in solchen Ausnahmesituationen wie einer Geburt ist emotionale Unterstützung sooo wichtig.

Was mir spontan auffällt: notiere doch mal die täglichen Stilleinheiten (empfohlen werden mindestens 10-12 Stilleinheiten in 24 h) und die Gesamtmenge der Zufütterung (also z.B. 35ml Mumi, 450 ml Pre). Das wird in den meisten Beratungen benötigt. Außerdem braucht ihr vermutlich eine Babywaage, die kann man in vielen Apotheken leihen.
Und deine Skepsis dem Flaschensauger gegenüber ist völlig berechtigt. Jeder Sauger kann eine Saugverwirrung auslösen.
Und 100ml Pre auf einmal sind richtig richtig viel.
Soviel auf einmal wird hier eigentlich nicht empfohlen,vor allem nicht bei solchen Minis wie deinem Sohn.

So, und jetzt nur noch ganz kurz, ich habe schon einen halben Roman geschrieben: dass der Anfang mit Baby nicht so leicht ist, werden dir die meisten Mütter hier bestätigen können. Alles ist neu und ungewohnt, Hormone, Schlafmangel, Sorgen, Unsicherheiten tun ihr Übriges und man kann sich manchmal gar nicht vorstellen, dass das mal wieder anders wird. Aber es wird besser, leichter, schneller, routinierter. Ganz ganz sicher. Vergiss nicht, ganz viel mit deinem Baby zu kuscheln, lernt euch kennen, genießt den Zauber des Anfangs und gebt euch Zeit. Das wird. Versprochen!
Lösche Benutzer 27615

Re: Frust und Tränen beim Teilstillen mit Sonde

Beitrag von Lösche Benutzer 27615 »

Ihr habt ja schon eine turbulente Zeit hinter euch! Gratuliere erstmal zur Geburt!
Beim Anlegen versuche ganz ruhig zu bleiben. Mein Großer wurde von einer Stillberaterin im KH als "Rüpel" bezeichnet ... dabei war er einfach nur unkoordiniert gierig auf Milch. Ich kenne jetzt den Unterschied - mein Kleiner ist koordiniert gierig. Man ist versucht sich mit einer suboptimalen Stillposition zufrieden zu geben ... sollte man nicht. Ich hab's aber auch öfter gemacht, weil ich froh war, dass er endlich getrunken hat.
Ich habe beim Großen immer schon etwas Milch ausgestrichen, also die Brust "gestartet", damit er sofort Milch geschmeckt hat. Das hat ihn gefallen. Deine Pumpmenge ist dich gar nicht schlecht nach dem Stillen!
Ich würde ihn auch öfter stillen. Auch mal ohne zufüttern und danach beruhigen und schauen wie's läuft. Nochmal anlegen und zufüttern kannst du ja immer noch.
Das mit an der Brustwarze nuckeln hört sich fies an ... eine Portion Mitgefühl von mir.

Und Kopf hoch!
Benutzeravatar
ShinyCheetah
Prof. Dr. SuT
Beiträge: 7659
Registriert: 14.12.2018, 10:40

Re: Frust und Tränen beim Teilstillen mit Sonde

Beitrag von ShinyCheetah »

Hallo Märzmama,

herzlichen Glückwunsch zum Baby :) Da Mondenkind schreibt, dass es ein wenig dauern kann, bis ein Stillmod sich um euch kümmert: Vielleicht hast du Lust, mal einen Blick in diese Grundinfo zu werfen.

viewtopic.php?f=2&t=212532#p5325805

Die anderen haben ja schon viel geschrieben zur Portionsgröße (und ja, über 100 mL für ein Neugeborenes - wow, das ist wahnsinnig viel ;) ), Stillhäufigkeit etc.
Gewichtsverläufe zu beurteilen und Empfehlungen zum Zufüttern zu geben, darum kümmern sich hier die Stillmods. Aber wie du in der Grundinfo ja sehen kannst, sollte die wöchentliche Zunahme bei so kleinen Babys laut WHO 170 - 330 g betragen. Dein Baby hat vom 26. 3. - 2. 4. stolze 420 g zugenommen, vom 29. 3. - 6. 4. sogar 530 g. Das ist einfach ganz objektiv seeehr viel. Auf jeden Fall musst du dir aktuell keine Sorgen machen, dass es zu wenig kriegt, eher im Gegenteil ;)

Lass dich nicht entmutigen - ihr seid noch ganz am Anfang und schafft das bestimmt. Alles Gute!
mit Sohn F (Ende September 18)
und Tochter V (Ende Juni 21)


The trick to happiness wasn't in freezing every momentary pleasure and clinging to each one, but in ensuring one's life would produce many future moments to anticipate. Shallan Davar/Brandon Sanderson
klecksauge
ModTeam-Stillberatung
Beiträge: 9041
Registriert: 05.09.2012, 22:18
Wohnort: Itzehoe

Re: Frust und Tränen beim Teilstillen mit Sonde

Beitrag von klecksauge »

Liebe Märzmama,

ich werde mich morgen ganz ausführlich melden.
Schön, dass du dir hier Hilfe suchst!

Ich unterstütze dich gerne auf deinen Weg. Und Ausheulen darfst du dich jederzeit gerne. Das hilft!
Liebe Grüße aus den Norden von
S. mit Sommerbub (08.12) und Herbstmädchen (11.15)
(Still-Mod-Team)

Tablet und Smartphone-Nutzerin........

Rettet die Geburtshilfe!
https://mother-hood.de/
Märzmama
Herzlich Willkommen
Beiträge: 17
Registriert: 11.04.2021, 16:45

Re: Frust und Tränen beim Teilstillen mit Sonde

Beitrag von Märzmama »

Hallo an alle,

ich habe grade nur kurz Zeit, auf alles einzugehen unmöglich, trotzdem schon mal danke für alle Antworten! :)

Hier nur schnell die Zusammenfassung des Fütterns. Wir führen eine genaues Stillprotokoll für die Hebamme, also habe ich alle Daten da, vll. hilfts ja noch beim Beraten:

--> 26.3. ab Nachmittag zu Hause

26.3. 4 x Stillen mit Sonde, 120ml Pre, 30 ml MuMi
27.3. 11 x Stillen mit Sonde, 250ml Pre, 65 ml MuMi
[28.3. - 2.04. den Zettel hat die Hebamme mitgenommen]
03.4. 7 x Stillen mit Sonde, 350 ml Pre, 80 ml MuMi
04.4. 8 x Stillen mit Sonde, 300 ml Pre, 70 ml MuMi
05.4. 7 x Stillen mit Sonde, 300 ml Pre, 65 ml MuMi
06.4. 8 x Stillen mit Sonde, 340 ml Pre, 80 ml MuMi
07.4. 7 x Stillen mit Sonde, 350 ml Pre, 60 ml MuMi
[ab hier habe ich nicht mehr regelmäßig gepumpt]
08.4. 7 x Stillen mit Sonde, 360 ml Pre, 1 x Stillen zur Beruhigung ohne Sonde (ca. 20 Min)
09.4. 7 x Stillen mit Sonde, 340 ml Pre, 20 ml MuMi
10.4 7 x Stillen mit Sonde, 380 ml Pre, 1 x Stillen zur Beruhigung ohne Sonde (ca. 25 Min)
11.4. 7 x Stillen mit Sonde, 300ml Pre, 30 ml MuMi

Wie gesagt trinkt er manchmal die ganzen 105 ml, manchmal trinkt er nur 50, manchmal sogar nur 30 oder 40... Völlig unterschiedlich!

Vielleicht noch weitere Infos, die mir grade noch einfallen:
- Ich habe ein BES von M da, ich hatte nur noch keinen Nerv, mich da einzufuchsen. Beim Test mit Wasser ist es mir ausgelaufen, da hatte ich dann keine Lust mehr... Die Sonde braucht halt weniger "Vorarbeit".
- Eine genaue Baby-Waage habe ich gestern noch bestellt, sollte morgen kommen.
- Wenn er an der blanken Brust trinkt, höre ich ihn am Anfang oft sehr "nass" schlucken, also es kommt wohl recht schnell schon "viel" Milch. Aber das geht dann auch schnell vorbei und dann schluckt er kaum noch und auch nicht so laut/"nass". Bei der Sonde hört man ihn natürlich quasi jeden Sauger oder alle zwei Sauger laut und "nass" schlucken!
- Ich habe das Gefühl, er trinkt mit der Sonde oft ineffizient an der Brust (Mund/Sog optimiert für den Schlauch); wenn ich nach dem Anlegen an der Brustwarze manchmal nur sanft drücke, spritzt (!) die Milch sofort heraus wie eine kleine Fontäne... die hätte er ja schon lange wegtrinken müssen, wenn die so einfach rauszubekommen ist?!
1 Sohn, 23.3.21 :)
Lösche Benutzer 27615

Re: Frust und Tränen beim Teilstillen mit Sonde

Beitrag von Lösche Benutzer 27615 »

Wenn du das BES da hast - fuchs dich rein!
Dein Baby benutzt die Sonde ja gerade schon wie einen Strohhalm (und missbraucht deine Brustwarzen damit).
Mit dem BES kannst du den Durchfluss regulieren. Es muss also richtig gesaugt werden! Saugverwirrung kann nicht nur durch Schnuller oder Flasche ausgelöst werden.
Benutzeravatar
jessy80
Prof. Dr. SuT
Beiträge: 7555
Registriert: 25.01.2016, 08:04

Re: Frust und Tränen beim Teilstillen mit Sonde

Beitrag von jessy80 »

Was mir noch aufgefallen ist, ist die stillhäufigkeit, die sollte zwischen 10-12 in 24 Stunden betragen.
Räuberbande (04/02; 03/15; 07/16) *(02/14)
Alpaka
ist nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 1537
Registriert: 20.03.2020, 15:02

Re: Frust und Tränen beim Teilstillen mit Sonde

Beitrag von Alpaka »

Märzmama hat geschrieben: 12.04.2021, 09:30 Hallo an alle,

ich habe grade nur kurz Zeit, auf alles einzugehen unmöglich, trotzdem schon mal danke für alle Antworten! :)

Hier nur schnell die Zusammenfassung des Fütterns. Wir führen eine genaues Stillprotokoll für die Hebamme, also habe ich alle Daten da, vll. hilfts ja noch beim Beraten:

--> 26.3. ab Nachmittag zu Hause

26.3. 4 x Stillen mit Sonde, 120ml Pre, 30 ml MuMi
27.3. 11 x Stillen mit Sonde, 250ml Pre, 65 ml MuMi
[28.3. - 2.04. den Zettel hat die Hebamme mitgenommen]
03.4. 7 x Stillen mit Sonde, 350 ml Pre, 80 ml MuMi
04.4. 8 x Stillen mit Sonde, 300 ml Pre, 70 ml MuMi
05.4. 7 x Stillen mit Sonde, 300 ml Pre, 65 ml MuMi
06.4. 8 x Stillen mit Sonde, 340 ml Pre, 80 ml MuMi
07.4. 7 x Stillen mit Sonde, 350 ml Pre, 60 ml MuMi
[ab hier habe ich nicht mehr regelmäßig gepumpt]
08.4. 7 x Stillen mit Sonde, 360 ml Pre, 1 x Stillen zur Beruhigung ohne Sonde (ca. 20 Min)
09.4. 7 x Stillen mit Sonde, 340 ml Pre, 20 ml MuMi
10.4 7 x Stillen mit Sonde, 380 ml Pre, 1 x Stillen zur Beruhigung ohne Sonde (ca. 25 Min)
11.4. 7 x Stillen mit Sonde, 300ml Pre, 30 ml MuMi

Wie gesagt trinkt er manchmal die ganzen 105 ml, manchmal trinkt er nur 50, manchmal sogar nur 30 oder 40... Völlig unterschiedlich!

Vielleicht noch weitere Infos, die mir grade noch einfallen:
- Ich habe ein BES von M da, ich hatte nur noch keinen Nerv, mich da einzufuchsen. Beim Test mit Wasser ist es mir ausgelaufen, da hatte ich dann keine Lust mehr... Die Sonde braucht halt weniger "Vorarbeit".
- Eine genaue Baby-Waage habe ich gestern noch bestellt, sollte morgen kommen.
- Wenn er an der blanken Brust trinkt, höre ich ihn am Anfang oft sehr "nass" schlucken, also es kommt wohl recht schnell schon "viel" Milch. Aber das geht dann auch schnell vorbei und dann schluckt er kaum noch und auch nicht so laut/"nass". Bei der Sonde hört man ihn natürlich quasi jeden Sauger oder alle zwei Sauger laut und "nass" schlucken!
- Ich habe das Gefühl, er trinkt mit der Sonde oft ineffizient an der Brust (Mund/Sog optimiert für den Schlauch); wenn ich nach dem Anlegen an der Brustwarze manchmal nur sanft drücke, spritzt (!) die Milch sofort heraus wie eine kleine Fontäne... die hätte er ja schon lange wegtrinken müssen, wenn die so einfach rauszubekommen ist?!
Wegen Milch wegtrinken, was du geschrieben hast, die Brust ist ja nie wirklich "leer", auch wenn das Baby Grade getrunken hat . Es wird wohl immer Milch nachgebildet, ich glaube am meisten beim Milchspende Reflex, aber sonst auch....
:D Januar 2020
Antworten

Zurück zu „Stillforum“