Bei uns hat sich ein bisschen was getan und ich will mal kurz unser Vorgehen berichten.
Die Kleine ist mittlerweile 20 Monate alt und ich habe mich in den letzten Monaten immer wieder gequält und gehadert. Schließlich war ich vor 3 Wochen soweit, dass ich was tun musste. Gefühlt 8x Stillen in der Nacht ist einfach zuviel. Dazu hatte ich eine extreme Phase der Erschöpfung, kurz vor Depression und so habe ich mich entschlossen, das Stillen nachts konkret anzugehen. Angefangen habe ich damit, dass ich tagsüber bei jeder Stillanfrage zuerst Essen und Trinken angeboten habe. Empfehlung von Nicola Schmidt: Was wir nachts ändern wollen, müssen wir tagsüber trainieren. Dann habe ich ihr tagsüber eine Babyflasche mit Sauger zum Wassertrinken gegeben, hat sie sehr begeistert und am gleichen Tag angefangen, dass sie nachts beim Aufwachen zuerst was trinken musste und dann stillen durfte. Das ging 2 Nächte ganz problemlos und in der dritten Nacht ist sie aufgewacht, fing an zu schreien wie am Spieß, verweigerte wehement das Wasser und es blieb natürlich bei vielen Aufwachphasen und jedesmal wehemtes Schreien. 3 Nächte habe ich noch probiert, dann aufgegeben.
Seitdem habe ich ein Nachtlicht eingeführt. Das entspricht der Methode nach Gordon, aber ist fürs Kind eindeutig sichtbar. Ich verwende eine Zeitschaltuhr und begann mit 3h Stillpause. Das Licht ist also die Nacht über an, aber von 0 bis 3 Uhr aus und ich habe ihr den Tag über erklärt, dass wenn das Licht an ist, darf sie stillen und wenn das Licht aus ist, hat die Brust Pause. Und schon in der ersten Nacht ist sie in der Dunkelheitsphase 1x aufgewacht und hat das wirklich überaschend gut akzeptiert. Sie hat kurz gejammert, aber nie so fest geweint und ich habe ihr das einfach immer wieder ruhig gesagt und sie damit wieder in den Schlaf gequatscht. Nach 3 oder 4 Nächten habe ich um eine halbe Stunde und dann wieder nach 3 Nächten um eine halbe Stunde erhöht. Jetzt sind wir bei 0 bis 4 Uhr. Es klappt wirklich gut und ich denke es liegt daran, dass es einfach so klar ist und kein Zweifel für sie da ist, darf ich jetzt stillen oder nicht und daher auch kein Kampf notwendig ist.
Inzwischen schläft sie auch schon viel längere Phasen durch. Gestern Nacht von 11 bis 5:30 und heute von 20 Uhr bis 2 Uhr (da habe ich dann geschummelt und das Licht nochmal angemacht). Insgesamt eine echt tolle Entwicklung. Sie kommt nachts seltener und hat längere Schlafphasen. Mittags gehe ich dann auch noch an, wenn die Nacht ok ist. Da hat sie auch immer Stillpausen, sodass ich ihren Mittagschlaf mindestens zur Hälfte im Bett verbringe
Bin jetzt sehr zufrieden und optimistisch, dass es einfach so bleibt. Wasser hat sie bisher nie verlangt oder Essen, das war es also nicht.
Stolz auf die Zauberkinder: Januarjunge 2016 und Dezembermädchen 2018 per Hausgeburt