ich muss mal ein Thema zu unserer Tochter eröffnen, weil ich langsam aber sicher an meine Grenzen komme.
Sie ist sehr wenig, probiert zwar fast immer, aber meist bleibt es bei 2 Löffeln pro Mahlzeit. Wurst geht natürlich gut, Kartoffelbrei mag sie recht zuverlässig aber insgesamt ist sie echt eine Wenigesserin, steht lieber auf, guckt Bücher an, will wieder auf den Schoß. Das allein nervt mich schon, weil ich wirklich wirklich brauche in Ruhe zu essen. Dazu kommt, dass sie dadurch (vermutlich) nicht besonders satt wird. Ich stille tagsüber recht oft, das stört mich überhaupt nicht. Wenn wir unterwegs sind, sind es auch mal 5h ohne Stillen. Alles kein Thema. Einschlafstillen funktioniert für mich auch super, tagsüber schläft sie meist in der Trage oder im Fahrradanhänger.
Aber die Nächte sind wirlich belastend. Meist schläft sie bis 22 oder 23 Uhr am Stück, danach irgendwann will sie ständig stillen, am liebsten dauerhaft, kommt nicht in tiefen Schlaf, sodass ich selbst nach Abdocken mich nur wahnsinnig vorsichtig umdrehen kann, um sie nicht zu wecken. Manchmal habe ich ihr schon gesagt, dass die Brust leer ist, eine Pause braucht und dann kann es auch passieren, dass sie nach kurzem Gemecker wieder schläft. Aber in der Regel verlangt sie wehement die Brust und da wir zu viert im Familienbett schlafen, will ich natürlich nicht, dass Mann und Sohn auch noch wach werden müssen. Das ganze geht jetzt schon, seit sie 11 Monate alt ist. Da habe ich schon viel gelesen, dass das häufig um den ersten Geburtstag herum so ist und einfach auf Besserung gehofft. Aber die kam bis auf wenige einzelne Nächte einfach nicht. Nun kann ich nicht mehr. Ich schlafe zu wenig, bin total verspannt vom ewigen seitlichen Liegen und bin tagsüber dementsprechend lädiert.
Mein Gedanke ist, dass ich Mann und Sohn vorübergehend ins Kinderzimmer verfrachte, das ist machbar und dann hoffe, dass sie nicht so weint, dass sie trotzdem mit wach sind. Ich will aber gar nicht nachts abstillen, ich will dass sie 2 oder von mir aus 3x stillt, abdockt, schläft. Ganz einfach eigentlich. Aber ich weiß nicht, ob es überhaupt möglich ist, das zu reduzieren. Abstillen nach Gordon kenne ich noch vom Großen, da geht es ja darum, dass das Kind abgedockt wird, schläft und erst nach dem Schlafen wieder stillen darf, wenn ich mich recht erinnere. Das könnte durchaus ein Ansatz sein. Aber ich habe irgendwie damals beim Großen die Regeln so unverständlich gefunden, dass ich es einfach durchgezogen habe und nachts abgestillt habe. Da war er aber ein halbes Jahr älter und wie gesagt, ich will gar nicht nachts abstillen.
Gibt es einen guten Zwischenweg? Sollen wir aktiv nach Sattmachern suchen? Sie isst einfach so kleine Mengen
Viele Grüße
Katja