Linda89 hat geschrieben: 17.07.2019, 18:24Das ist bei uns auch so. Auch mit TV und anderen Sachen. Das ist mir sofort in den Kopf gekommen als ich den Threadtitel gelesen habe. Ich fühle mich da auch als die doofe Mama, die nichts erlauben kann, weil der Papa schon zu viel erlaubt08u11 hat geschrieben: 16.07.2019, 13:46 Andere Themen sind da viel schwieriger, zum Beispiel die Sache mit dem ungesunden Essen: mein Mann und ich möchten beide, dass die Kinder grundsätzlich gesunde ernährt werden. Ausnahmen mit Süßigkeiten und Fertigproduktion sind aber okay. Tja, führt bei uns leider oft dazu, dass mein Mann die Ausnahmen voll zu seinen Gunsten ausnutzt und mir dann nur nur das gesunde Soll übrigbleibtDa habe ich zum Beispiel auch keine wirkliche Lösung, denn mein Mann macht das ja nicht aus Bösartigkeit, sondern weil ihn schlichtweg Kochen unheimlich stresst.
und habe auch keine Lösung außer dann halt doch noch zusätzlich mehr zu erlauben...
So geht's mir auch oft und ich habe das auch schon meinem Mann gegenüber formuliert. Dass ich von ihm erwarte, dass er sich ebenfalls verantwortlich verhält und sich nicht nur die Rosinen rauspickt. Ansonsten gebe ich, wenn möglich, dann auch die Konsequenzen ab. Wobei das manchmal auch schwierig ist. Wenn das Kind von zu viel fernsehen nachts schlecht schläft und GöGa im Wohnzimmer nächtigt, na wer steht denn dann am Bett und tröstet? Und wer steht mit ständig Süßigkeiten futterndem Kind beim Zahnarzt und darf sich anhören, dass das schlechte Zähne hat. (Läge hier an den Arbeitszeiten.) Ich bin halt aber auch unabhängig vom Geschlecht eher ein Planer und er nicht. Ein Kind, das vollständig von einem abhängig ist, polarisiert das Ganze natürlich noch. Kommt dann noch "mehr Zeit mit dem Kind verbringen" dazu, entwickelt das halt schnell eine Eigendynamik.
Ich habe inzwischen einige Dinge abgegeben. (Schwer!) Ich fahre beispielsweise morgens schon zur Arbeit, bevor bei uns jemand anderes wach ist. Da muss mein Mann dann alleine machen. Ich bringe den Kindern bei, Taschen selbst zu packen, obwohl ich das schon noch oft erledige. (Dann ja ich schneller meine Ruhe.
Mein Mann saugt inzwischen einmal die Woche, da muss er zwangsläufig vorher aufräumen. Wobei wir da noch an der Umsetzung arbeiten.
Und mein Mann musste auch erkennen (oder sagen wir mal, ich hoffe, dass er das erkannt hat) dass der Spaßpapa sein auch einen Nachteil hat. Das Kind lernt nämlich nicht, dass Papa, wenn er da ist, auch noch was anderes macht, als zu spielen. Ergo: Wenn Papa da ist, muss er mit mir spielen. Sachen im Beisein der Kinder zu erledigen, ist quasi unmöglich. Das nervt halt schon sehr und führt hoffentlich dazu, dass bei beiden Seiten bald ein Lernprozess einsetzt. Ich falte nämlich ganz in Ruhe Wäsche, während die Kinder nebenan alleine spielen und manchmal helfen sie sogar, damit ich dann schneller Zeit für sie habe. Win-Win würde ich sagen.

