Thurisoda hat geschrieben: 08.07.2019, 20:24 Der verlinkte Artikel der Soziologin ist nicht so schlecht. Da erkenne ich viel Wahres und wenn die Abzweigungen in der Erziehung immer so gewählt werden, dass es „nur ums Kind“ geht, wird das Leben zur großen Belastung.
Mal ehrlich, das wissen wir alle.
Gerade da schreibt sie ja aber, dass diese Position den Kindern nicht zusteht und niemandem gut tut.
Wenn das mal nicht ein Bestandteil von AP ist....
Natürlich ist es nicht AP, oder Juul-like, wenn man das Kind ins Zentrum der Familie stellt und damit erreicht, dass das ganze Leben sich ums Kind steht. Vielleicht drücke ich mich komisch aus?
Ich habe zB Juul immer so verstanden, dass man mit Blick auf die gesamte Familie und die einzelnen Beziehungen handeln und nach Lösungen suchen muss. Mal gibt einer mehr, mal bekommt er mehr. Gleichwürdig, aber situativ kann es Unterschiede geben, weil einer mehr „kann“ oder „vertragen kann“. So ist das mit den Säuglingen, die mehr brauchen und den Eltern, die situativ manches ertragen müssen und manchmal aber auch sagen müssen, wo es Grenzen gibt, deren Übertretung ihnen dauerhaft nicht gut tut.
Ebenfalls gibt es lange Abhandlungen (und glaub sogarcron buch?) von Jesper Juul darüber, dass die Paarbeziehung der Eltern (bzw. bei getrennten Eltern die auf irgendeine Art geklärte Beziehung) die Grundlage einer Familie ist.
Die Erwachsenen sind die Stütze der Familie, nicht die Kinder. Die Kinder können nicht im Zentrum stehen, ohne dass ihnen zuviel Verantwortung zukommt. So habe ich das verstanden und so meine ich das.
Ich möchte wirklich vermeiden, dass ich hier falsch verstanden werde.