Zuckerfrei(er) leben!
Moderator: britje
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Carlotta
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Re: Zuckerfrei(er) leben!
Zucker kannst du beim backen Ersatzlos streichen, das hat keine Eigenschaft die man "braucht". Kuchen und Waffeln werden von der Konsistenz her primA ohne
Carlotta mit Räubertochter 2/12 und kleinem Schatz 12/14
Don't let perfect be the enemy of good!
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Lösche Benutzer 15449
Re: Zuckerfrei(er) leben!
Jein.
Bei Pfannkuchen, Milchreis und Waffeln lass ich es einfach weg und geb ggf. dafür etwas mehr Mehl (wegen der Masse) hinzu. Wenn ich eh nicht mitesse (wie bei Kuchen) nehm ich statt 100% Zucker 20-50% Kokosblütenzucker - je nach Geschmack. (Kokosblütenzucker verhält sich 1:1 wie Zucker, schmeckt nur etwas karamelliger und ist leider teurer - das günstigste was ich finden konnte sind 2kg für 18€ bei Amazon. Kokosblütenzucker hat den Vorteil, dass es den Blutzuckerspiegel nicht zum Schwanken bringt, daher keinen Jeeper, keine übermäßige Insulinausschüttung, keine unnötige Anregug der Bauchspeicheldrüße mit all den negativen Langzeit-Folgen. Ich nehm nur 50% weil die meisten Rezepte viel unnötigen Zucker als Konservierungsmittel benutzen und man eh 50% problemlos weglassen kann. Da wo also aus familientauglichen Gründen bei uns Zucker zum Einsatz kommt, ist es Kokosblütenzucker.)
So - einen Monat hat mein Mann seine guten Vorsätze durchgehalten. Vorgestern war er bei Ikea und hat sich und den Kindern ein paar Süßigkeiten in so eine Tüte gemischt. Und gestern meinte er, er kann kein Wasser und keinen selbst gemachten Eistee mehr sehen, er braucht was mit Geschmack - und hat sich 3l MezzoMix gekauft für die kommende Woche.
Einerseits ist das immer noch weniger als das, was er vorher an Zucker zu sich nahm (1.5l Mezzo +1.5l Apfelschorle pro Tag, + 1-2 Schokoriegel oder Hände voll Gummizeugs + 1 Nutellabrot). Andererseits bin ich schon etwas enttäuscht, dass er so große Reden schwillt und dann so schnell einknickt. Ich meine - soll er. Aber erstens: wir hatten uns drauf gesündigt, vor allen den Kindern nichts mit Zucker mehr zu kaufen, weil wir bei Ihnen ähnlich wie bei mir körperliche Auswirkungen erkennen. Das dann einfach zu tun, während ich immer nein sage, find ich doof. Zweitens: anderen gegenüber große Reden schwingen und dann nicht mal versuchen gegen den ersten Frust anzukämpfen, find ich ebenfalls irgendwie mau...
Bei Pfannkuchen, Milchreis und Waffeln lass ich es einfach weg und geb ggf. dafür etwas mehr Mehl (wegen der Masse) hinzu. Wenn ich eh nicht mitesse (wie bei Kuchen) nehm ich statt 100% Zucker 20-50% Kokosblütenzucker - je nach Geschmack. (Kokosblütenzucker verhält sich 1:1 wie Zucker, schmeckt nur etwas karamelliger und ist leider teurer - das günstigste was ich finden konnte sind 2kg für 18€ bei Amazon. Kokosblütenzucker hat den Vorteil, dass es den Blutzuckerspiegel nicht zum Schwanken bringt, daher keinen Jeeper, keine übermäßige Insulinausschüttung, keine unnötige Anregug der Bauchspeicheldrüße mit all den negativen Langzeit-Folgen. Ich nehm nur 50% weil die meisten Rezepte viel unnötigen Zucker als Konservierungsmittel benutzen und man eh 50% problemlos weglassen kann. Da wo also aus familientauglichen Gründen bei uns Zucker zum Einsatz kommt, ist es Kokosblütenzucker.)
So - einen Monat hat mein Mann seine guten Vorsätze durchgehalten. Vorgestern war er bei Ikea und hat sich und den Kindern ein paar Süßigkeiten in so eine Tüte gemischt. Und gestern meinte er, er kann kein Wasser und keinen selbst gemachten Eistee mehr sehen, er braucht was mit Geschmack - und hat sich 3l MezzoMix gekauft für die kommende Woche.
Einerseits ist das immer noch weniger als das, was er vorher an Zucker zu sich nahm (1.5l Mezzo +1.5l Apfelschorle pro Tag, + 1-2 Schokoriegel oder Hände voll Gummizeugs + 1 Nutellabrot). Andererseits bin ich schon etwas enttäuscht, dass er so große Reden schwillt und dann so schnell einknickt. Ich meine - soll er. Aber erstens: wir hatten uns drauf gesündigt, vor allen den Kindern nichts mit Zucker mehr zu kaufen, weil wir bei Ihnen ähnlich wie bei mir körperliche Auswirkungen erkennen. Das dann einfach zu tun, während ich immer nein sage, find ich doof. Zweitens: anderen gegenüber große Reden schwingen und dann nicht mal versuchen gegen den ersten Frust anzukämpfen, find ich ebenfalls irgendwie mau...
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Lösche Benutzer 15449
Re: Zuckerfrei(er) leben!
Waffelteig wird ohne Zucker halt flüssiger, deswegen hau ich einen EL mehr Mehl rein, manchmal auch 2-3 EL Quark für die Masse (damit ein 8 Waffel Rezept dann auch wirklich für 8 Waffeln reicht). Kuchen ganz ohne Zucker ist halt nicht süß und das ist für die meisten ja schon ein entscheidendes Kriterium. Da sollte man dann schon Alternativen überlegen, z. B. Bananen, Apfelmark, Vanille, Zimt,...
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Reh
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Re: Zuckerfrei(er) leben!
Gleich mit MezzoMix aufzuwarten, nur weil man kein Wasser mehr sehen kann, finde ich ebenfalls ziemlich heftig. Wenn ich kein Wasser mehr sehen kann, trinke ich eine Saftschorle...
Gerade, damit die Kinder länger mit ziehen, wäre Konsequenz schon wichtig, das denke ich auch.
Ich bin ja noch nicht richtig dabei, ich habe für dieses Wochenende zwei völlig gegensätzliche Kuchen gebacken:
Einen völlig ohne Zucker, nur mit Banane und Erdbeerfüllung, hab auch den Kokosblütenzucker erstmal weggelassen...
Und Peanut Butter Chocolate Pie. Im Hinblick darauf, bald wirklich möglichst ganz zu verzichten, wollte ich deb gern noch ein letztes mal bewusst genießen
Gerade, damit die Kinder länger mit ziehen, wäre Konsequenz schon wichtig, das denke ich auch.
Ich bin ja noch nicht richtig dabei, ich habe für dieses Wochenende zwei völlig gegensätzliche Kuchen gebacken:
Einen völlig ohne Zucker, nur mit Banane und Erdbeerfüllung, hab auch den Kokosblütenzucker erstmal weggelassen...
Und Peanut Butter Chocolate Pie. Im Hinblick darauf, bald wirklich möglichst ganz zu verzichten, wollte ich deb gern noch ein letztes mal bewusst genießen
5 * im Herzen, Rehlein 02/18, Rehkitz 07/20, Reh-Mini 03/23
Ich kann Groß- und Kleinschreibung, mein Handy nicht immer...
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Lösche Benutzer 15449
Re: Zuckerfrei(er) leben!
Cool finde ich ja immer noch die Kids. angebotene Süßigkeiten essen sie zwar, aber beim Einkaufen fragen sie nicht mal mehr nach Süßigkeiten. Der Große artikuliert das sogar schon ganz deutlich, dass er das lieber sein lässt, weil es ihm ohne besser geht.
Die Kleine bekommt allerdings nach jeder geschenkten Süßigkeit erstmal einen Heulkrampf. Totale Stimmungsschwankung. Das bestärkt mich darin, dass sie das meiden sollte - umso weniger Zucker, umso ausgeglichener ist sie. Andererseits kann ich es ihr auch schlecht verbieten, ich steh ja nicht überall neben ihr, sie muss wie der Große selbst drauf kommen, nur ist sie dafür halt noch zu klein...
Die Kleine bekommt allerdings nach jeder geschenkten Süßigkeit erstmal einen Heulkrampf. Totale Stimmungsschwankung. Das bestärkt mich darin, dass sie das meiden sollte - umso weniger Zucker, umso ausgeglichener ist sie. Andererseits kann ich es ihr auch schlecht verbieten, ich steh ja nicht überall neben ihr, sie muss wie der Große selbst drauf kommen, nur ist sie dafür halt noch zu klein...
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vivi
- alter SuT-Hase
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Re: Zuckerfrei(er) leben!
Hallo britje,britje hat geschrieben: 01.02.2019, 12:31 Danke für die ganzen Buchempfehlungen.
Ich habe im Netz für die nächste Woche mal nach Rezepten gesucht, aber ich habe den Eindruck, das ist alles so familienuntauglich und viele “exklusive Zutaten“ bekomme ich hier auf dem platten Land auch gar nicht.
Ich habe aber eh den Eindruck, das es bei uns nicht um das normale Mittagessen geht, sondern um Süßigkeiten, Kekse und süßes Frühstück.
also ich persönlich lasse gekaufte Süßigkeiten und Kuchen zum Großteil einfach weg. Wenn ich mir ab und zu eine Ausnahme gönne (z.b. 2 mal pro Woche bewusst ein Stück Kuchen oder eine Lieblingsnascherei ) , ist das für mich völlig okay. Die meisten Süßigkeiten oder Kuchen schmecken mir eh nicht mehr so, also mache ich Kuchen selbst mit 1/3 Zucker des Rezepts . Milchreis, Waffeln oder Crêpe gehen super ohne Zucker ( etwas Vanille und Zimt rein macht auch süßen Geschmack) . Ansonsten sehe ich das so- ich lasse lieber süße Gerichte ganz weg und esse leckeren herzhaften Ersatz.
Wozu muss man denn jeden Tag Süßes essen? Welche Mahlzeiten kommen denn im Moment bei euch täglich nicht ohne Zucker aus? Was könnte man stattdessen essen? Wann esst ihr Süßes? Zu den Hauptmahlzeiten oder zwischendurch? Zwischendurch kann man versuchen ganz wegzulassen oder mit gesunden Snacks ersetzen (Nüsse, Obst, Rohkost, Salzgebäck, Maiswaffeln,... )
vivi mit der großen Zuckermaus Jan '07 und der kleinen Strahlemaus März ' 14
- 7erendipity
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Re: Zuckerfrei(er) leben!
Hallo, ich würde hier auch gerne mal mitlesen und mitschreiben. Durch meinen Gestationsdiabetes bin ich gezwungenermaßen mal wieder dabei beim Zuckerverzicht und es tut mir sehr gut.
Wie süß ein Apfel auf einmal wieder schmecken kann.
Gegen den kleinen Zwischensüßhunger habe ich mir Low-Carb-Brownies gemacht als kleine Schummelei. Ganz ohne Schokolade möchte ich nämlich auch nicht sein
Mir erschließt sich nicht warum ich Haushaltszucker durch Kokosblütenzucker ersetzen sollte, die Inhaltsstoffe sind nahezu identisch (hoher Anteil Saccharose, etwas Glukose und Fruktose). Warumdas eine unterschiedliche Insulinausschüttung machen soll im Vergleich zu Haushaltszucker verstehe ich nicht?
Vom ökologischen Aspekt mal ganz abgesehen...
Wie süß ein Apfel auf einmal wieder schmecken kann.
Gegen den kleinen Zwischensüßhunger habe ich mir Low-Carb-Brownies gemacht als kleine Schummelei. Ganz ohne Schokolade möchte ich nämlich auch nicht sein
Mir erschließt sich nicht warum ich Haushaltszucker durch Kokosblütenzucker ersetzen sollte, die Inhaltsstoffe sind nahezu identisch (hoher Anteil Saccharose, etwas Glukose und Fruktose). Warumdas eine unterschiedliche Insulinausschüttung machen soll im Vergleich zu Haushaltszucker verstehe ich nicht?
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mit Groß 08/12 und Klein 04/16 und nicht mehr ganz so Winzig 06/19 und *04/15
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Lösche Benutzer 15449
Re: Zuckerfrei(er) leben!
Hier macht der nemiedrige Glyx Index den Unterschied.7erendipity hat geschrieben: 02.02.2019, 18:13 Hallo, ich würde hier auch gerne mal mitlesen und mitschreiben. Durch meinen Gestationsdiabetes bin ich gezwungenermaßen mal wieder dabei beim Zuckerverzicht und es tut mir sehr gut.
Wie süß ein Apfel auf einmal wieder schmecken kann.
Gegen den kleinen Zwischensüßhunger habe ich mir Low-Carb-Brownies gemacht als kleine Schummelei. Ganz ohne Schokolade möchte ich nämlich auch nicht sein
Mir erschließt sich nicht warum ich Haushaltszucker durch Kokosblütenzucker ersetzen sollte, die Inhaltsstoffe sind nahezu identisch (hoher Anteil Saccharose, etwas Glukose und Fruktose). Warumdas eine unterschiedliche Insulinausschüttung machen soll im Vergleich zu Haushaltszucker verstehe ich nicht?
Vom ökologischen Aspekt mal ganz abgesehen...
Es gibt ja Vieles, was am Zucker ungesund ist:
- z. B. hoher kcal Gehalt bei niedrigen Nährstoffgehalt. Kokosblütenzucker weißt hier etwas mehr Nährstoffe und Antioxidanzien auf.
- Zuckersäuren schädigen den Zahnschmelz - das ist tatsächlich gleich.
- Suchtpozential - durch den niedrigeren Glyx Index etwas geringer, aber trotzdem vorhanden durch die von dir erwähnten Inhaltsstoffe.
- Die permanente Reizung der Bauchspeicheldrüße durch Zucker bzw die damit verbundene Insulinausschüttung, die zu einer Insulinresistenz führen kann und als Hauptursache für Altersdiabetis gilt. Die wird durch den niedrigen Glyx Index deutlich reduziert.
https://www.diabetiker.info/den-glykaem ... hung-wert/
D.h. "gesund" ist Kokosblütenzucker deswegen noch lange nicht, aber deutlich weniger giftig und schädlich für den Körper!
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Lösche Benutzer 15449
Re: Zuckerfrei(er) leben!
Wobei von den Nährwerten her "gesünder" wahrscheinlich bei 50g oder keinen Unterschied macht, deswegen würde ich das Argument vernachlässigen.
Ökologisch gesehen hast du natürlich Recht: Kokosblütenzucker wird meist in Südostasien angebaut und selbst wenn man auf fair trade und Nachhaltigkeit achtet - der Transportweg ist nicht sonderlich gut für die Umwelt. Aber wir kommen z. B. mit der erwähnten 2kg Packung auch ziemlich lange hin. Kommt immer drauf an, ob mein Mann sich 3l Eistee mit insgesamt 4EL macht pro Tag oder nicht.
Ohne dem reicht es wohl über 6 Monate.
Bei den kleinen Mengen würde wohl auch Zucker für meine Familie keine großen Schäden bedeuten - nur für mich macht es halt selbst bei einen TL einen Unterschied.
Ökologisch gesehen hast du natürlich Recht: Kokosblütenzucker wird meist in Südostasien angebaut und selbst wenn man auf fair trade und Nachhaltigkeit achtet - der Transportweg ist nicht sonderlich gut für die Umwelt. Aber wir kommen z. B. mit der erwähnten 2kg Packung auch ziemlich lange hin. Kommt immer drauf an, ob mein Mann sich 3l Eistee mit insgesamt 4EL macht pro Tag oder nicht.
Ohne dem reicht es wohl über 6 Monate.
Bei den kleinen Mengen würde wohl auch Zucker für meine Familie keine großen Schäden bedeuten - nur für mich macht es halt selbst bei einen TL einen Unterschied.
- 7erendipity
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Re: Zuckerfrei(er) leben!
Das mit dem angeblich niedrigen glykämischen Index habe ich auch gelesen, die einzige Studie hierzu war mit 10 Teilnehmern aus Indonesien, das ist also nicht zu verwerten. Hast du da valide Daten zu? Der glykämische Index an sich ist ja wissenschaftlich wohl recht schwierig zu untersuchen.
Ich bleibe denke ich bei Xylit, das kann ich ganz gut dosieren mit dem Diabetes und wir benutzen auch nur geringe Mengen davon, hauptsächlich zur Prophylaxe.
Ich bleibe denke ich bei Xylit, das kann ich ganz gut dosieren mit dem Diabetes und wir benutzen auch nur geringe Mengen davon, hauptsächlich zur Prophylaxe.
LG 7erendipity
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