Zuckerfrei(er) leben!
Moderator: britje
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Re: Zuckerfrei(er) leben!
Ich habe gerade gemerkt, dass mein Körper zwar eindeutig Eiweiss bevorzugt, mein Kopf aber nicht. Wenig Zucker ist ok, wenig KHs insgesamt erhöht die Anfälligkeit für einen Migräneanfall. Es ist auch unterschiedlich je nach Tageszeit. Morgens müssen KHs eindeutig dabei sein, abends kann ich sie problemlos weglassen. Also gibt es verstärkt Porridge oder VK-Brot mit Quark zum Frühstück und mittags ergänze ich mein geliebtes Chili con carne um etwas Mais etc. Schade, denn ich mochte die Eier zum Frühstück eigentlich sehr, gerade dort fällt es mir sehr leicht, auf KHs zu verzichten. Aber wenn ich mittags dann mit Migräne flachliege, ist das auch nicht Sinn der Sache.
Und es bestärkt mich auch darin, Zucker zwar deutlich zu reduzieren, aber nicht gänzlich zu streichen. Die eine Praline nach dem Abendessen gönne ich mir weiterhin (oder ein Äquivalent, hauptsache hochwertig und klein). Dafür hat der Heisshunger auf schnellen Zucker zwischendurch endlich nachgelassen, jetzt habe ich das Weihnachtstief überwunden.
Und es bestärkt mich auch darin, Zucker zwar deutlich zu reduzieren, aber nicht gänzlich zu streichen. Die eine Praline nach dem Abendessen gönne ich mir weiterhin (oder ein Äquivalent, hauptsache hochwertig und klein). Dafür hat der Heisshunger auf schnellen Zucker zwischendurch endlich nachgelassen, jetzt habe ich das Weihnachtstief überwunden.
Mit Maikäfer (2014) und Junikäferchen (2016)
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Lösche Benutzer 25796
Re: Zuckerfrei(er) leben!
Wichtig ist, für sich selbst das richtige zu finden! Dass der ganze Industrie Quatsch nicht gut für uns ist, ist eh klar. Ob das jetzt Süßigkeiten sind, fertigsoßen oder vorgekochte tortellini.
In mein Haferflocken Müsli mach ich mir trotzdem noch etwas raffinierten Zucker, weil mir das so (noch) viel besser schmeckt.
Und von dem low carb Ansatz halte ich für mich nichts. Auf Kohlenhydrate zu verzichten mag ja beim abnehmen helfen (wo es letztendlich aber eh nur darauf ankommt, weniger Kalorien zu essen als zu verbrauchen, so simpel das auch sein mag) aber ich bin zum Beispiel der absolute kh Mensch, ich brauche Kartoffeln und Reis zum glücklich sein.
Mein fazit: möglichst naturbelassen und pur, am liebsten Produkte kaufen und essen mit einer kurzen Zutatenliste..... Dann ist auch ein bisschen Zucker okay
In mein Haferflocken Müsli mach ich mir trotzdem noch etwas raffinierten Zucker, weil mir das so (noch) viel besser schmeckt.
Und von dem low carb Ansatz halte ich für mich nichts. Auf Kohlenhydrate zu verzichten mag ja beim abnehmen helfen (wo es letztendlich aber eh nur darauf ankommt, weniger Kalorien zu essen als zu verbrauchen, so simpel das auch sein mag) aber ich bin zum Beispiel der absolute kh Mensch, ich brauche Kartoffeln und Reis zum glücklich sein.
Mein fazit: möglichst naturbelassen und pur, am liebsten Produkte kaufen und essen mit einer kurzen Zutatenliste..... Dann ist auch ein bisschen Zucker okay
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Lösche Benutzer 15449
Re: Zuckerfrei(er) leben!
Selbst wenn man der Eiweißtyp ist, braucht jeder Körper KH, besonders bei Migräne. Wie bei allen Dingen im Leben: Balance.Jia hat geschrieben: 23.01.2019, 09:08 Ich habe gerade gemerkt, dass mein Körper zwar eindeutig Eiweiss bevorzugt, mein Kopf aber nicht. Wenig Zucker ist ok, wenig KHs insgesamt erhöht die Anfälligkeit für einen Migräneanfall. Es ist auch unterschiedlich je nach Tageszeit. Morgens müssen KHs eindeutig dabei sein, abends kann ich sie problemlos weglassen.
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Grünfrosch
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Re: Zuckerfrei(er) leben!
Ich unterschreibe! Jeder muss für sich rausfinden, wie es für ihn am besten funktioniert.Minimeni hat geschrieben: 24.01.2019, 09:09 Wichtig ist, für sich selbst das richtige zu finden! Dass der ganze Industrie Quatsch nicht gut für uns ist, ist eh klar. Ob das jetzt Süßigkeiten sind, fertigsoßen oder vorgekochte tortellini.
In mein Haferflocken Müsli mach ich mir trotzdem noch etwas raffinierten Zucker, weil mir das so (noch) viel besser schmeckt.
Und von dem low carb Ansatz halte ich für mich nichts. Auf Kohlenhydrate zu verzichten mag ja beim abnehmen helfen (wo es letztendlich aber eh nur darauf ankommt, weniger Kalorien zu essen als zu verbrauchen, so simpel das auch sein mag) aber ich bin zum Beispiel der absolute kh Mensch, ich brauche Kartoffeln und Reis zum glücklich sein.
Mein fazit: möglichst naturbelassen und pur, am liebsten Produkte kaufen und essen mit einer kurzen Zutatenliste..... Dann ist auch ein bisschen Zucker okay
Dass naturbelassene Lebensmittel am gesündesten sind, ist ja wohl unbestritten. Alles, was bereits stark verarbeitet wurde, probieren wir hier bei uns zu umgehen.
Von low carb halte ich auch gar nichts, das wäre für mich kein Lebensstil, den ich gerne auf Dauer beibehalten würde und für gesund halte ich es auch nicht.
Große Maus 08/10 und kleine Maus 08/13
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Lösche Benutzer 15449
Re: Zuckerfrei(er) leben!
Ich merk halt, dass Kohlenhydrate mich irgendwie hibbelig machen. Heute hatte ich Eierreste auf Wunsch der Kinder zu Pfannkuchen gemacht mit Apfelpürree (ohne Zuckerzusatz, aber natürlich Fruchtzucker, und Vollkornmehl), mein Mann hatte noch Brötchen mitgebracht. Es war sehr lecker. Aber ich bin den ganzen Abend schon nervös, hibbelig, unruhig und hab ein enormes Verlangen nach mehr. Vom Knabberkram auf dem Sofa, den mein Maann anschleppte und auf den ich nach einem low Carb Abendessen super verzichten kann, ohne dass es mich arg stört, wurde es auch eher schlimmer als besser.
Und das Gefühl nervt unfassbar - von der Zunahme durch die unnötigen kcal, wenn ich diesem unruhigem Verlangen nachgebe, ganz zu schweigen.
Morgens und auch mal z. B. wiederum liebe ich Porridge. Das ist ja nun wahrlich nicht low Carb (mit Getreideflocken und Obst), hat aber eben zusätzlich einen höheren Eiweißwert als z. B. Brot.
Wir haben ja seit der zuckerfrei Doku etwas herumprobiert. Gleichzeitig wollen wir aber auch gern Mitglieder in einem CSA Hof werden und der Spaß ist als Familienmitgliedschaft nicht ganz günstig - das geht nur, wenn man dann tatsächlich 70% der Lebensmittel von dort bezieht, was ja auch der Plan ist: saisonal, regional, CO2 arm, bio,... Dort gibt es aber neben Gemüse und Eiern (und zur Schlachtzeit Fleisch) z. B. auch Körner (zum eigenen Mehl mahlen), Flocken, Brot, Kartoffeln - aber leider keine Milchprodukte. Wir werden also zwar bei zuckerfrei bleiben und weiterhin versuchen, Gemüse statt Kohlenhydraten zum Hauptbestandteil einer Mahlzeit zu machen, aber durchaus auch mal wieder Brot mitnehmen oder Pfannkuchen mit selbst gemahlenem Vollkornmehl essen.
Ich denke, wie immer: die Balance macht's.
Und das Gefühl nervt unfassbar - von der Zunahme durch die unnötigen kcal, wenn ich diesem unruhigem Verlangen nachgebe, ganz zu schweigen.
Morgens und auch mal z. B. wiederum liebe ich Porridge. Das ist ja nun wahrlich nicht low Carb (mit Getreideflocken und Obst), hat aber eben zusätzlich einen höheren Eiweißwert als z. B. Brot.
Wir haben ja seit der zuckerfrei Doku etwas herumprobiert. Gleichzeitig wollen wir aber auch gern Mitglieder in einem CSA Hof werden und der Spaß ist als Familienmitgliedschaft nicht ganz günstig - das geht nur, wenn man dann tatsächlich 70% der Lebensmittel von dort bezieht, was ja auch der Plan ist: saisonal, regional, CO2 arm, bio,... Dort gibt es aber neben Gemüse und Eiern (und zur Schlachtzeit Fleisch) z. B. auch Körner (zum eigenen Mehl mahlen), Flocken, Brot, Kartoffeln - aber leider keine Milchprodukte. Wir werden also zwar bei zuckerfrei bleiben und weiterhin versuchen, Gemüse statt Kohlenhydraten zum Hauptbestandteil einer Mahlzeit zu machen, aber durchaus auch mal wieder Brot mitnehmen oder Pfannkuchen mit selbst gemahlenem Vollkornmehl essen.
Ich denke, wie immer: die Balance macht's.
- britje
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Re: Zuckerfrei(er) leben!
Habt ihr einige Buchtipps zum Thema?
Die Bücher von Hannah Frey fand ich jetzt nicht soooo toll.
Die Bücher von Hannah Frey fand ich jetzt nicht soooo toll.
Liebe Grüße von Christiane
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vivi
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Re: Zuckerfrei(er) leben!
Ich empfehle „Die bittere Wahrheit über Zucker“ von Lustig
oder ein Klassiker „Pur, Weiß, tödlich“ Yudkin.
Unterhaltsam , aber auf jeden Fall lesenswert ist auch „Voll verzuckert“
oder ein Klassiker „Pur, Weiß, tödlich“ Yudkin.
Unterhaltsam , aber auf jeden Fall lesenswert ist auch „Voll verzuckert“
vivi mit der großen Zuckermaus Jan '07 und der kleinen Strahlemaus März ' 14
- britje
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Re: Zuckerfrei(er) leben!
Danke für die ganzen Buchempfehlungen.
Ich habe im Netz für die nächste Woche mal nach Rezepten gesucht, aber ich habe den Eindruck, das ist alles so familienuntauglich und viele “exklusive Zutaten“ bekomme ich hier auf dem platten Land auch gar nicht.
Ich habe aber eh den Eindruck, das es bei uns nicht um das normale Mittagessen geht, sondern um Süßigkeiten, Kekse und süßes Frühstück.
Ich habe im Netz für die nächste Woche mal nach Rezepten gesucht, aber ich habe den Eindruck, das ist alles so familienuntauglich und viele “exklusive Zutaten“ bekomme ich hier auf dem platten Land auch gar nicht.
Ich habe aber eh den Eindruck, das es bei uns nicht um das normale Mittagessen geht, sondern um Süßigkeiten, Kekse und süßes Frühstück.
Liebe Grüße von Christiane
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Lösche Benutzer 15449
Re: Zuckerfrei(er) leben!
Was hattest du denn für Rezepte? Bzw. nach was suchst du?britje hat geschrieben: 01.02.2019, 12:31 Danke für die ganzen Buchempfehlungen.
Ich habe im Netz für die nächste Woche mal nach Rezepten gesucht, aber ich habe den Eindruck, das ist alles so familienuntauglich und viele “exklusive Zutaten“ bekomme ich hier auf dem platten Land auch gar nicht.
Ich habe aber eh den Eindruck, das es bei uns nicht um das normale Mittagessen geht, sondern um Süßigkeiten, Kekse und süßes Frühstück.
Ich nach jetzt wenig Exisites...
Also, z. B. koche ich Früchtetee und stelle ihn kalt statt Apfelschorle zum Trinken für die Kids. Oder ich kaufe Skyr (4% Zucker) statt Joghurt (14% Zucker). Oder ich lasse bei vielen Rezepten (wie Waffeln, Pfannkuchen o.ä.) den Zucker komplett aus dem Rezept raus. Mann und Kinder können sich dann Kokosblütenzucker drüber streuen, ich nehm nur (z. T. püriertes) Obst drauf.
Die meisten Hauptgerichte sind ja eh zuckerfrei, Käsebrot oder Porridge oder Omlette zum Frühstück auch...
Ich finde den Blog zuckerfreiheit.de sonst auch ganz gut, weil sie auch auf alternative Süße verzichtet, aber keine absurden Sonderlebensmittel verwendet.
- britje
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Re: Zuckerfrei(er) leben!
Es ist halt so ein Trend und ich habe viele 'hippe' Rezepte gefunden, die immer eher nur für einen oder max zwei Erwachsene waren. Mit Zutaten, die man in speziellen Läden besorgen muss (asialaden zB.)
Oder dieses gehypte Matschapulverzeugs.
Ich brauche einfach familietaugliche Alternativen.
Bei Waffeln/Kuchen zB dachte ich, im müsste den Zucker wegen der Konsistenz und Backeigenschaft durch etwas anderes ersetzen. Ich muss ohne Ei backen (Kind hat eine Hühnereiallergie) und da muss man die Eigenschaften anders nachahmen.
Oder dieses gehypte Matschapulverzeugs.
Ich brauche einfach familietaugliche Alternativen.
Bei Waffeln/Kuchen zB dachte ich, im müsste den Zucker wegen der Konsistenz und Backeigenschaft durch etwas anderes ersetzen. Ich muss ohne Ei backen (Kind hat eine Hühnereiallergie) und da muss man die Eigenschaften anders nachahmen.
Liebe Grüße von Christiane