So, jetzt vom Computer aus, schreiben am Handy macht mich wahnsinnig. Das Ding komm mit so vielen Sprachen nicht zurecht.
Das sind wirklich wunderbare und wichtige Ansichten! Danke!
Das hier:
Es geht ja nicht darum, dass das Kind jetzt für seine Zukunft Chinesisch oder was-auch-immer lernt. Es geht darum dass es- wenn demnächst Andorra die Wirtschaftsweltherrschaft übernimmt zum Beispiel- dass die Kinder sich ohne Selbstzweifel zutrauen dass sie es selbstverständlich packen Katalanisch zu lernen und es einfach anpacken. Und es dann auch durchziehen können, wenn es ihnen doch schwerfällt.
trifft sehr gut, worauf ich hinaus will. Grundkompetenzen sind das, was wir unseren Kinder geben wollen, um dann die anderen leichter erwerben zu können, wenn sie das müssen oder wollen. Aber auch die Grundkompetenzen entwickeln sich durch das Üben. Grundkompetenzen sind für mich ein gutes Körpergefühl, ein plastisches Gehirn bzw. flexible Denkeise bzw. Queerdenken können, Selbstzufriedenheit (unanhängig von was auch immer), Achtsamkeit (sich selber kennen und alles, inklusive sich selber, hinterfragen können), in Gesellschaft leben können. Und das bedeutet doch viel mehr und längere Arbeit, als das Kind in einem Chinesischkurs zu stecken (überspitzt gesagt).
Der Weltenbummler ist gerade drei geworden um am liebsten würde ich ihm schon alles "beibringen"

Aber genau ist es ja, ich kann ihm keine von dieser Kompetenzen im klassischen Sinn beibringen. Er muss sie vorgelebt haben, und dann muss er sie üben können. Was ihr schon gennant habt - Neues mit Freude zusammen erleben, Kinder ihren Platz in der Familie nicht zu verweigern, sie fallen zu lassen und aufs Aufstehen zu ermütigen, sie Entscheidungen treffen zu lassen, sie zu schützen vom Sachen, die sie brechen würden, aber nicht von den Sachen, die sie stärken, alles hinterfragen und offen diskutiern zu können, das ist so vieles Gutes dabei!, und muntert mich frisch auf, diesen Weg bewusster zu treten.
Mich würde interessieren, wie ihr konkrete Dinge gestaltet, die euch wichtig erscheinen. Ich werde ab jetzt den Weltenbummler bewusster in unseren Aufgaben einspannen, zum Beispiel beim aufräumen und saubermachen (er wird Aufgaben bekommen, wie seine Wäsche in der Tonne zu tun, Geschirr in der Geschirrspüler...), bei dem Essensplanentscheidungen, im Garten schon diesem Herbst ihm einen halben Quadratmeter oder so widmen, dass er gestalten kann; ihn mit der Familie aktiv telefonieren lassen; und immer wenn es geht unsere Nachmittage mit Sachen gestalten, die wir zusammen machen können (und nicht etwas noch erledigen
müssen, was schneller ohne die beiden geht, wenn wir alle zuhause sind). Gestern sind wir mit dem Rad für das erste Mal alle drei vom KiGa zum Kinderturnen und nach Hause wieder gefahren, und es war toll (auch wenn ich heute ordentliche Muskelkater habe). Ah! und Spielzeug aussortieren, es nervt mich, dass er soviel hat! Und eigentlich hat er sogar weniger als die meisten... Snugglepot, wir haben seit Jahren kein Fernseher

und ich habe es nicht vor, das zu ändern. Meine portugiesische Familie staunt immer Bauklotze
Ellen, wie gestaltest du die "langweilige Zeiten"? Das würde mich interessieren. Sandküste und muh, wie geht ihr mit dem Thema "Vergleichen" um, darf ich fragen? Flädi, woher hast du die Ideen für eure Unternehmungen? Ich bin als Stadtkind, Leseratte und... naja, Südländerin...aufgewachsen.
So, die Königin ist wach, ich schicke mal ab.