Das JAMA ist schon kein unbedeutendes Journal. Diese Frage wurde gestellt. Artikel, die in diesem Journal publiziert werden, werden von vielen Menschen gelesen und oft zitiert (was bitte nicht zwangsläufig als Prädikat guter Qualität zu verstehen ist).
Übergewicht ist eine definierte Begrifflichkeit. Es wurden zwei beobachtete Merkmale ("overweight" und "obesity") genannt, und cutoffs definiert.
Das ist ja auch primär möglich und nicht verkehrt.
Die Frage ist vielmehr, ob das eine Relevanz hat.
Meine erste Tochter wurde 'auf' der Gewichtsperzentile 21 geboren und schoß nach einer Durststrecke (ich sag nur Stillhütchen) nach ca. 6 Wochen steil nach oben. Auf Perzentile 97 und darüber. Das bedeutet, sie war übergewichtig. Da brauch ich mich jetzt nicht drüber aufregen, das ist ein Faktum.
Trotzdem hat es in ihrem Fall keinerlei krankhafte Relevanz. Und da ist der springende Punkt.
Auf sowas wird in einem abstract nicht eingegangen (abgesehen von dem Passus 'further research is needed'). Und ob einer, der Artikel für die ZEIT schreibt, sich mit der Interpretation von sowas auskennt, das wage ich auch zu bezweifeln. Dann könnte er ja auch Artikel für Fachzeitschriften verfassen, oder?

Wer weiß, ob dieser mehr als den abstract gelesen hat.
Hat eigentlich noch jemand gelesen, dass die Unterschiede zwischen den Gruppen als nicht-signifikant identifiziert wurden? Damit ist doch alles gesagt.
Ich werde das ganze einfach ignorieren. Heiße Luft. Sonst nix.