Milchstau außen-unten

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Agnodike
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Re: Milchstau außen-unten

Beitrag von Agnodike »

Lampenschirm hat geschrieben: 02.08.2018, 16:11 Generalstabsmäßig trifft es wohl, obwohl ich da vermutlich auch schon nicht perfekt bin ... Ich stille halt z. T., wenn das Kind aufwacht (wie wahrscheinlich wir alle), und da ich ja nie genau weiß, wann das sein wird, hab ich oft nicht mehr viel Zeit zum wärmen, bevor sie unruhig wird. Ist halt immer die Gratwanderung zwischen Besserung der Beschwerden und das Kind nicht warten lassen, nerv. Auch das Abpumpen bei wachem Kind (mit Kind allein daheim) :roll:

Aber weil du meintest, man könnte außen-unten beim Stillen so schlecht massieren... Geht es nicht, wenn das Kind auf einem (Still)Kissen liegt, so ähnlich wie hier? https://www.biona.de/pictures/StillkissenStillen-kl.jpg Dann müsste die Hand auf der "besetzten" Brustseite ja frei sein, wenn der Kopf vom Kind nur auf dem Kissen liegt. Oder?
Den kleinen Knubbel an der Seite habe ich jetzt gut wegbekommen, das ging mit Stillen in aufrechter Position, aber die Verhärtung unter der Brut ist verdammt hartnäckig. Im sitzen nach oben zu streichen bringt irgendwie nichts, da bleibt wieder nur die „Kuhhaltung“.

Ich muss mich übrigens korrigieren: Ich stille natürlich nicht Überkopf. Da die Verhärtung ja unten an der Brust ist knie ich über meinem Kind, Kuhhaltung heißt das, glaube ich. Ist ja auch wurscht... 😉
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MamaMonster
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Re: Milchstau außen-unten

Beitrag von MamaMonster »

Vielleicht hilft meine persönliche Erfahrung einer von euch beiden weiter. An der Stelle hatte ich beim Grossen öfters Milchstaus, bis ich gemerkt habe, woher es kam. Bei mir war es Tragen im Sling oder schlecht gebundenem TT, ich bin da recht empfindlich. Und Milchstaus durch so eine Druckstelle brauchten bei mir immer 2-3 Tage zum Abklingen, egal ob ich viel versucht habe, oder nur wärmen/kühlen. Ich schätze, die Stelle musste einfach heilen. Deshalb habe ich vor allem versucht, mich zu entspannen und der Stelle Ruhe zu gönnen. Und das ging natürlich nur, wenn ich sie nicht noch belastet habe, ich habe also mit TT mega aufpassen müssen.
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Agnodike
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Re: Milchstau außen-unten

Beitrag von Agnodike »

MamaMonster hat geschrieben: 03.08.2018, 09:51 Vielleicht hilft meine persönliche Erfahrung einer von euch beiden weiter. An der Stelle hatte ich beim Grossen öfters Milchstaus, bis ich gemerkt habe, woher es kam. Bei mir war es Tragen im Sling oder schlecht gebundenem TT, ich bin da recht empfindlich. Und Milchstaus durch so eine Druckstelle brauchten bei mir immer 2-3 Tage zum Abklingen, egal ob ich viel versucht habe, oder nur wärmen/kühlen. Ich schätze, die Stelle musste einfach heilen. Deshalb habe ich vor allem versucht, mich zu entspannen und der Stelle Ruhe zu gönnen. Und das ging natürlich nur, wenn ich sie nicht noch belastet habe, ich habe also mit TT mega aufpassen müssen.
Jap, wenn ich drüber nachdenke, dann kommt es auch vom Tragen: Unter Stress, beim Möbelschweden. Keine gute Kombination. Ich habe während des Tragens auch den Milchspendereflex bemerkt, dabei habe ich mir wohl was abgeklemmt.
Ich bin gerade relativ entspannt, es ist zumindest nicht schlimmer geworden. 🙏
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Yllana
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Re: Milchstau außen-unten

Beitrag von Yllana »

Also wenn ihr schon schreibt, dass euch das total stresst würde ich vielleicht wirklich noch mal überlegen welche Maßnahmen wirklich was bringen und alles andere reduzieren.

Ich hatte bei beiden Kindern massiv mit Milchstau zu kämpfen und habe am Anfang brav nach Anweisung der Hebamme alles mitgemacht. Wärmen, Kühlen, Quark, Retterspitz, sonstige Lebensmittel, Akrobatik etc. Bis ich irgendwann festgestellt habe dass mir persönlich ein Beutel mit Eis viel mehr bringt als die kunstvollsten Umschläge und ich mich dabei dann richtig entspannten kann anstatt schon wieder die nächste Aktion zu planen...
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Re: Milchstau außen-unten

Beitrag von JulieSonne »

Wenn die Stelle unten an der Brust ist, kannst du dann nicht vielleicht einfach im Liegen stillen? Dann hat man sogar noch eine Hand zum vorsichtigen Ausstreichen frei...und entspannter als über dem Kind knieen ist es auch :)
Auf jeden Fall wünsche ich dir gute Besserung!
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Lämpchen
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Re: Milchstau außen-unten

Beitrag von Lämpchen »

Ich hab ja schon wieder Milchstau... Da wollte ich mal noch ein paar konkrete Fragen dazu anbringen und dachte mir, am schnellsten krieg ich wahrscheinlich hier Antwort beim passenden Betreff (bzw. hilft es dann auch anderen am besten weiter).
Also:

1. Wie lang sollte man jeweils wärmen bzw. kühlen? Reichen da je 10 Minuten, oder muss es länger sein?

2. Kann man es auch irgendwie übertreiben mit der Kälte, sodass sie kontraproduktiv wirkt und den Milchstau evtl. verschlimmert bzw. verlängert?

3. Was können Gründe dafür sein, dass man das häufig bekommt? Hab ich einfach Pech und eine empfindliche Brust, oder muss ich davon ausgehen, dass ich irgendwas beim Stillen falsch mache? Oder zu viel Stress hab? Ich hab nämlich nicht so superviel Unterstützung beim Stillen bzw. insgesamt beim Baby.

4. Ist es zu riskant, keine gute Pumpe zu haben, wenn man zu Milchstau neigt (nach jedem Stillen noch pumpen schaffe ich leider eh nicht wegen Baby und Pumpe-erst-wieder-spülen)? Ich hatte jetzt nämlich schon 3 Rezepte und würde die Pumpe eigentlich gern loswerden und nicht nur wegen des vierten Rezepts schon wieder zum Arzt, sodass mein Mann freinehmen müsste etc. (mit Kind zum Arzt wäre hier eine Odyssee, die mich echt riesig stressen würde). Per Hand ausstreichen geht bei mir leider qusi gar nicht.

5. Wie legt man sich nachts zum Schlafen am besten hin? Am besten nur auf den Rücken (wie ich leider nicht gut schlafen kann, und Ausruhen ist ja auch wichtig)? Aktuell hab ich den Stau auf der Innenseite der rechten Brust, also sollte ich wenn dann lieber auf der rechten oder auf der linken Seite liegen? Weh tut es so oder so.

6. Ich verstehe immer nicht, wie man sich Milchstau eigentlich vorstellen muss. Nach dem Stillen ist es ja immer erst mal weicher an den Stellen und dann nach einer Weile wieder härter. Wie geht das? Wieso sind da Stellen, wo sich tagelang zu viel Milch ansammelt? Bzw. wieso wird an manchen Stellen zu viel Milch gebildet? Das ist wohl eine Frage an die Profis hier...

So, das ist das, was mir erst mal einfällt, evtl später ja noch mehr. Vielen Dank!!
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Lämpchen
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Re: Milchstau außen-unten

Beitrag von Lämpchen »

Ach ja:

7. Wie lange sollte man bei Stau ggf. nachpumpen, damit es nicht die gegenteilige (anregende) Wirkung hat??
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Lämpchen
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Re: Milchstau außen-unten

Beitrag von Lämpchen »

Sorry, und:

8. Bringt es was, die gestaute Brust schon zu kühlen, während das Kind die andere Seite trinkt, auch wenn man nach dem Stillen eh gleich noch abpumpen will? Oder ist das kontraproduktiv? Oder sinnlos?
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Yllana
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Re: Milchstau außen-unten

Beitrag von Yllana »

Ich bin nur Mama, kein Profi. Aber ich hatte hier auch mal einen Thread aufgemacht, weil ich immer wieder milchstau hatte und gedacht habe das hört nie auf. Im Endeffekt ist es nach 8 Wochen aber deutlich besser geworden und seitdem hatte ich nur noch einen oder zwei, also es gibt Hoffnung ;)

Gekühlt habe ich immer solange ich das Gefühl hatte es tut mir gut, das war deutlich länger als 10 Minuten. Wärmen habe ich meistens nicht geschafft, weil ja das Kind eher spontan entschieden hat zu trinken. Gepumpt habe ich auch nicht, sondern nur die betroffene Seite primär gestillt.
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Yllana
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Re: Milchstau außen-unten

Beitrag von Yllana »

Ach so und ich habe Tag und Nacht keine bhs mehr getragen und immer versucht auf der Seite zu schlafen, dass die "gefährdete" Brust oben war. Hatte auch das Gefühl, dass nachts falsch liegen was einquetschen kann.
Und ich habe mit dem Tragetuch das Känguru geübt, auch wenn ich nie so richtig damit warm geworden bin....

Im Moment brauche ich die ganzen vorsichtsmaßnahmen glücklicherweise nicht mehr, den einzigen Stau, den ich vor 2 Monaten noch hatte war klar stressbedingt (bzw. Emotional. Hatte mich nach einer stressigen Woche mit meinem Mann gestritten....)
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