Artikel von Nora Imlau in der Zeit über den Druck zu Stillen
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miss_undercover
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Re: Artikel von Nora Imlau in der Zeit über den Druck zu Stillen
Den Artikel von Karin kenne ich natürlich. Ist ja mittlerweile sozusagen ein Klassiker. [emoji39] Und natürlich dachte ich daran auch beim Schreiben: dass 'die Haarer' natürlich nicht an allem Schuld ist, sondern auch in einer Tradition steht etc. Das ist dann manchmal halt auch ein Problem bei solchen Texten, die in 5000 Zeichen eine prägnante Meinung zu einem komplexen Sachverhalt bieten sollen: ohne eine gewisse Vereinfachung und Überspitzung geht es nicht, und 'die Haarer' steht dann eben sinnbildlich für ein bestimmtes Menschenbild.
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miss_undercover
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Re: Artikel von Nora Imlau in der Zeit über den Druck zu Stillen
Ich habe übrigens neulich auf einer Konferenz eine Rede gehalten, da stellte ich mich vor mit den Worten: 'Mein Name ist Nora, und zuhause bin ich zwischen den Stühlen.' Das ist wirklich so: ich bin so leidenschaftlich überzeugt davon, dass Babys einen geborgenen, bedürfnisorientierten Start ins Leben brauchen mit Muttermilch und allem drum und dran. Und ich bin auch davon überzeugt, dass das Selbstbestimmungsrecht der Frau unantastbar sein muss. In der Folge muss ich auch mit Verve Entscheidungen verteidigen, die ich sonst nur ganz schwer aushalten kann. Dieses Dilemma zerreißt mich manchmal fast, ist aber auch Quell für viele Texte, die aus diesem Ringen entstehen.
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Re: Artikel von Nora Imlau in der Zeit über den Druck zu Stillen
Ich oute mich mal: ich hab's erst hier gechecktmiss_undercover hat geschrieben: "Das Erschreckende: Während die kaltherzigen Babytipps der Hitler-Verehrerin ("Schreien stärkt die Lungen!") unter jungen Eltern längst als No-Go gelten, wirkt die Haarer'sche Härte Müttern gegenüber in den Köpfen fort. Sie haben in Deutschland kaum eine Wahl. Mütter müssen.
Diese Bevormundung zieht sich durch die Geschichte des Mutterseins in Deutschland, selbst durch die Jahre, in denen das Stillen hierzulande stark rückläufig war."
Es geht um die Bevormundung. Nicht um das Stillen an sich.
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Und ich finde übrigens schon dass es "die Gesellschaft" ist die druck macht - und nicht "nur" die Mütter. Zum Beispiel mein Umfeld: meinem Bruder ist sicher wurst was stillen, Geburt und co. Angeht, meine Mutter hat natürlich so ihre Meinung dazu, die sie meinen Bruder z.B. Beim Abendessen kund tut ("schon komisch oder das xy nicht still/immer noch still? Ich finde ja...") dadurch ist mein Bruder natürlich beeinflusst. genauso geht's dem Nachbar, Onkel, etc.
allerdings stelle ich auch fest, dass sich die Meinung durch vorleben durchaus ändern kann. Sut'igkeit färbt quasi ab
Edit: ich hatte auch den Eindruck dass dem Artikel mehr Platz und Ausführlichkeit gut getan hätte, aber es gibt eben Vorgaben.
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Elena
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Re: Artikel von Nora Imlau in der Zeit über den Druck zu Stillen
Ich hatte drei ungewollte primäre KS, ich kann dich verstehen. Ich würde darüber dasselbe sagen wie du: Ich weiß nicht, ob ich sie jemals völlig annehmen kann, aber ich hadere nicht mehr wirklich damit, weil ich recht sicher bin, dass sie mir Schlimmes erspart haben. Ja, ich denke auch, das schlechte Gefühl kommt durch den Druck zustande - wir wissen, was "ideal" wäre, und richten uns gerne daran aus. Ich kann dem aber auch viel Gutes abgewinnen. Ohne einen gewissen Druck hätte ich mich beim ersten Kind vielleicht nicht durch Stillprobleme gekämpft und vielleicht auf insgesamt 7 Jahre Stillen verzichten müssen.Brianna hat geschrieben:Khaleesi, ich hatte zwei ungewollte primäre Kaiserschnitt und fühle mich immer etwas als schlechte Mutter, weil ich nie Wehen hatte. Ich denke, das liegt viel auch an dem Druck, den wir uns selbst machen.
Aber gibts diesen Druck nicht in vielen Bereichen? Beruflich wie privat. Man möchte das Optimum erreichen. Teils kommt der Druck von außen, teils von innen. Ich denke, das kann auch beflügeln, und ich sehe das nicht nur negativ. Was ich schlecht finde, ist, wenn man bzw. frau sich über das Erreichte definiert, wenn sie das Optimum erreichen MUSS, um zufrieden zu sein. Jeder hat Bereiche, in denen er mit Misserfolgen gut umgehen kann. Der eine bezeichnet sich zufrieden lachend als unsportlich, der andere brüstet sich mit schlechten Noten in Mathe oder seinem Versagen im Haushalt. Warum nur müssen sich ALLE, aber auch alle Frauen über ihren Körper definieren? Ich denke, es würde helfen, wenn wir mit uns zufrieden sein könnten, auch wenn wir das angestrebte Optimum nicht erreichen. Dann können wir auch Kritik eher an uns abprallen lassen.
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Re: Artikel von Nora Imlau in der Zeit über den Druck zu Stillen
Für mich wirkt der nazi-bezug nur minimal nach und keinesfalls unangebracht odet überzogen.
Den artikel find ich sehr gut und er hat mich doch sehr zum nachdenken angeregt.
Ich als langstillerin, aber als nur kurz (1jahr) elternzeitnehmerin musste mich oft für meinen schnellen Wiedereinstieg rechtfertigen. Wad ich meinen kindern damit antue!?! So ein guter teil des mich umgebenen mütterkreises. Wenn ich jetzt noch gelesen hätte - zuhause bleiben ist liebe - das wäre hart gewesen. Aber zu mir passt langes zu hause bleiben nicht und kein kind der welt wäre mit ein unglücklichen mama gern zu hause. Für andere passt eben das stillen nicht und die mutter-kind-beziehung ist harmonischer, wenn es ein fläschen gibt.
Wer bin ich denn, dass ich darüber urteilen kann, was für andere passt?
Nicht zu stillen, wenn es der mutter nicht gefällt sehe ich in diesem Sinne nicht nur als selbstbestimmungsrecht der Mutter, so sondern als ei einen verantwortungsvollen Umgang mit dem eigenen kind, der eigenen Familie.
Mich erschreckte etwas, dass die Meinung laut wurde, da muss man eben seine eigenen Bedürfnisse hinten an stellen. Ich glaube, dass mutterliebe vuelschichtiger ist als stillen. Und das man die Auswirkungen des negierens eigener bedürfnisse für die beziehung nicht unterschätzen darf.
Von daher ein toller Artikel, der mich ein bisschen sensibler für die nicht stillende Frau gemacht hat.
Den artikel find ich sehr gut und er hat mich doch sehr zum nachdenken angeregt.
Ich als langstillerin, aber als nur kurz (1jahr) elternzeitnehmerin musste mich oft für meinen schnellen Wiedereinstieg rechtfertigen. Wad ich meinen kindern damit antue!?! So ein guter teil des mich umgebenen mütterkreises. Wenn ich jetzt noch gelesen hätte - zuhause bleiben ist liebe - das wäre hart gewesen. Aber zu mir passt langes zu hause bleiben nicht und kein kind der welt wäre mit ein unglücklichen mama gern zu hause. Für andere passt eben das stillen nicht und die mutter-kind-beziehung ist harmonischer, wenn es ein fläschen gibt.
Wer bin ich denn, dass ich darüber urteilen kann, was für andere passt?
Nicht zu stillen, wenn es der mutter nicht gefällt sehe ich in diesem Sinne nicht nur als selbstbestimmungsrecht der Mutter, so sondern als ei einen verantwortungsvollen Umgang mit dem eigenen kind, der eigenen Familie.
Mich erschreckte etwas, dass die Meinung laut wurde, da muss man eben seine eigenen Bedürfnisse hinten an stellen. Ich glaube, dass mutterliebe vuelschichtiger ist als stillen. Und das man die Auswirkungen des negierens eigener bedürfnisse für die beziehung nicht unterschätzen darf.
Von daher ein toller Artikel, der mich ein bisschen sensibler für die nicht stillende Frau gemacht hat.
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Elena
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Re: Artikel von Nora Imlau in der Zeit über den Druck zu Stillen
Das kann ich absolut nachvollziehen. Was mich manchmal nachdenklich macht: Wo bleiben die Männer dabei, wenn Frauen lautstark über ihr Selbstbestimmungsrecht reden? Ganz krass beim Thema Abtreibung - mir wird schlecht bei dem Gedanken, 40 Wochen lang ein absolut ungewolltes Kind austragen zu müssen. Andererseits wird mir aber auch ganz, ganz schlecht bei dem Gedanken, dass sich mein Partner über meinen dringenden Wunsch, ein ungewolltes Kind doch zu bekommen, hinwegsetzen würde. Was geht in einem Mann vor, wenn seine Frau gegen seinen Willen abtreibt?miss_undercover hat geschrieben:Ich habe übrigens neulich auf einer Konferenz eine Rede gehalten, da stellte ich mich vor mit den Worten: 'Mein Name ist Nora, und zuhause bin ich zwischen den Stühlen.' Das ist wirklich so: ich bin so leidenschaftlich überzeugt davon, dass Babys einen geborgenen, bedürfnisorientierten Start ins Leben brauchen mit Muttermilch und allem drum und dran. Und ich bin auch davon überzeugt, dass das Selbstbestimmungsrecht der Frau unantastbar sein muss. In der Folge muss ich auch mit Verve Entscheidungen verteidigen, die ich sonst nur ganz schwer aushalten kann. Dieses Dilemma zerreißt mich manchmal fast, ist aber auch Quell für viele Texte, die aus diesem Ringen entstehen.
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Weniger krass beim Thema Geburt, Stillen etc. Aber auch hier geht es ums Kindeswohl - darf der Vater mitreden, wenn die Frau das gemeinsame Kind großen Gefahren aussetzt? Wie kann man das lösen? Vermutlich gar nicht.
Ich denke zwar, das letzte Wort müsste bei der Frau liegen. Ich sehe nicht, wie man das anders lösen könnte. Aber ich würde mir gleichzeitig wünschen, dass der Standpunkt des Vaters UND des Kindes in der Debatte auch eine Rolle spielen.
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Re: Artikel von Nora Imlau in der Zeit über den Druck zu Stillen
Dem kann ich nur zustimmen.Raya hat geschrieben:Den Druck zum Stillen gibt es sicherlich, nur glaube ich nicht, dass er in Deutschland signifikant häufiger anzutreffen ist als in anderen westlichen Nationen.
Härte gegen Mütter, ja, die gibt es. Aber nicht nur bei uns.
So richtig und wichtig ich es aus feministischer Perspektive finde, über den Druck zum Stillen zu reden: Die Haarer hätte man rauslassen können.
Außerdem hat Johanna Haarer das alles ja nicht erfunden, viele ihrer Thesen sind nur recycelt und stammen unter anderem aus der preußischen Zeit (wohlgemerkt gab es ähnliche Literatur in allen möglichen Ländern der westlichen Hemisphäre).
Ist doch wie mit den Autobahnen. Die gab es auch schon vor dem dritten Reich, verkauft sich aber besser, wenn man das Etikett "Hitler hat's erfunden" dran macht.
Ich würde mir gerade von einer AP-affinen und sehr gebildeten Autorin wünschen, dem dritten Reich da nicht so viel Raum zu geben.
In der UK ist die Stillquote regional extrem verschieden, im Durchschnitt aber weit WEIT unter dem in Deutschland (1% aller 6 Monate alten Babies erhalten Muttermilch) und der (empfundene) Druck noch größer. Das liegt zum Teil an den flächendeckenden 'Breast is best' Initiativen vom
National Health Service, zum
Teil an der Mütterolympiade aber auch zum Großteil an den (hier sogenannten) 'viktorianischen' Idealen welche explizit mit Härte gegen Kinder und Mütter (und auch Väter) vorgehen um die emotionslose 'stiff upper lip' zu fördern.
Das alles geht einher mit viiiieeel zu wenig Unterstützung der Mütter die stillen möchten, gekoppelt mit unwissendem/überlastetem medizinischem Fachpersonal und nichtexistenter Stillkultur.
Stillverfechter werden gerne auch mal
breastfeeding nazis oder breastapo genannt. Äh ja.
Mit meinen 09/12/16 Jungs
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Maja
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Re: Artikel von Nora Imlau in der Zeit über den Druck zu Stillen
Man muss das vielleicht auch mal gesamtgesellschaftlich sehen: an den Stellen, wo gesundheitsförderliches Verhalten - solches, das signifikant durch Studien bewiesen ist - die "Norm" darstellt, die einen gewissen "Druck" auf das Individuum auswirkt, ist das aus Blickwinkel von zB volkswirtschaftlichen Kosten und zivilen Errungenschaften (Lebenserwartung, Bildungsniveau, Volksgesundheit, etc.) durchaus sinnvoll.
Fernab jeglicher moralischer Zeigefinger gibt es nunmal seriöse Studien, die klar zeigen, dass es statistisch(!) Für Babys von Nachteil ist wenn die Schwangere raucht und trinkt, dass die Sterblichkeit von Müttern und Babys bei der Geburt durchaus von Geburtsort und -Modus abhängt, dass warmherzig und liebevoll sicher gebundene Kinder bessere Chancen auf psychische Gesundheit haben, dass gestillte Kinder stellenweise im Schnitt signifikant bessere Gesundheitswerte haben, dass exzessiver Gerätekonsum bei Kindern messbare Folgen bei der Schulleistung hinterlässt, dass korrekt gesicherte Kinder seltener bei Unfällen sterben und so weiter.
Wir leben hier in der äußerst komfortablen Situation, dass der gesetzliche Rahmen uns allen sehr weite Spielräume lässt, uns für fast jede Lebensweise zu entscheiden. Und für die unserer Kinder gleich mit.
Entstehende Kosten aus individuell "risikoerhöhenden" Entscheidungen werden überwiegend auf die Gesellschaft umgelegt (Krankheiten, Bildungsscheitern, frühzeitiger Verlust der Erwerbsfähigkeit, etc.).
Dass diese "Gesellschaft" dann an manchen Punkten normativ wirkt, ist sogar rational, denn das sichert letztlich ihren Fortbestand.
Deswegen kann ich mich individuell aber trotzdem frei entscheiden. Ich muss nur abkönnen, dass es nicht jeder gut findet. Dafür darf ich auch Dinge, die andere tun, doof finden. Wenn ich mich bevormundet fühle, wenn mein Arzt mir sagt, dass ich in der Schwangerschaft nicht mehr kiffen sollte, dann sagt das wesentlich mehr über mich aus als über den Arzt. Im Übrigen kann ich meine Drogen straffrei weiter konsumieren, die Konsequenzen dafür teilen sich Kind (erzwungen) und Staat (gemäß demokratischen Beschlüssen).
Weiter weg von der Nazizeit und näher dran an der vollständigen Selbstbestimmung kann man ja kaum noch sein.
Fernab jeglicher moralischer Zeigefinger gibt es nunmal seriöse Studien, die klar zeigen, dass es statistisch(!) Für Babys von Nachteil ist wenn die Schwangere raucht und trinkt, dass die Sterblichkeit von Müttern und Babys bei der Geburt durchaus von Geburtsort und -Modus abhängt, dass warmherzig und liebevoll sicher gebundene Kinder bessere Chancen auf psychische Gesundheit haben, dass gestillte Kinder stellenweise im Schnitt signifikant bessere Gesundheitswerte haben, dass exzessiver Gerätekonsum bei Kindern messbare Folgen bei der Schulleistung hinterlässt, dass korrekt gesicherte Kinder seltener bei Unfällen sterben und so weiter.
Wir leben hier in der äußerst komfortablen Situation, dass der gesetzliche Rahmen uns allen sehr weite Spielräume lässt, uns für fast jede Lebensweise zu entscheiden. Und für die unserer Kinder gleich mit.
Entstehende Kosten aus individuell "risikoerhöhenden" Entscheidungen werden überwiegend auf die Gesellschaft umgelegt (Krankheiten, Bildungsscheitern, frühzeitiger Verlust der Erwerbsfähigkeit, etc.).
Dass diese "Gesellschaft" dann an manchen Punkten normativ wirkt, ist sogar rational, denn das sichert letztlich ihren Fortbestand.
Deswegen kann ich mich individuell aber trotzdem frei entscheiden. Ich muss nur abkönnen, dass es nicht jeder gut findet. Dafür darf ich auch Dinge, die andere tun, doof finden. Wenn ich mich bevormundet fühle, wenn mein Arzt mir sagt, dass ich in der Schwangerschaft nicht mehr kiffen sollte, dann sagt das wesentlich mehr über mich aus als über den Arzt. Im Übrigen kann ich meine Drogen straffrei weiter konsumieren, die Konsequenzen dafür teilen sich Kind (erzwungen) und Staat (gemäß demokratischen Beschlüssen).
Weiter weg von der Nazizeit und näher dran an der vollständigen Selbstbestimmung kann man ja kaum noch sein.
2004/2006/2014
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Carlotta
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Re: Artikel von Nora Imlau in der Zeit über den Druck zu Stillen
Ich denke dass der zwang zum Optimum in D schon noch größer ist - ich glaube nirgends gibt es so unendlich viele erbitterte Diskussionen beim Tragen nach vorne. Und auch beim stillen. Da hier Skandinavien angeführt wurde. Dort ist es üblich dass Frauen recht zügig wieder arbeiten und da liegt der Fokus nicht so auf dem stillen.ich finde schon dass hier in D es sehr extrem ist: das Kind muss zur Mama, mindestens eigentlich die ersten drei Jahre, stillen etc. Mit einem jahr wird so langsam akzeptiert, aber alle drunter: Rabenmutter (kommt ja auch nicht von ungefähr dass die meisten sprachen keine Entsprechung dafür haben). Die Härte gegen Mütter ist enorm. Wie oft kommt denk die frage warum sich denn eine Mutter ein Kind "anschafft" wenn sie nach 6 Monaten arbeiten will und nicht bereit ist zu stillen? Ich finde es toll dass es so Artikel gibt.
Carlotta mit Räubertochter 2/12 und kleinem Schatz 12/14
Don't let perfect be the enemy of good!
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Re: Artikel von Nora Imlau in der Zeit über den Druck zu Stillen
Friher, über Deine Rückmeldung habe ich mich sehr gefreut!
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