Eingewöhnung Tagesmutti schwierig

Moderatoren: Toony, Momolina

Franzi175
gehört zum Inventar
Beiträge: 591
Registriert: 09.09.2015, 22:34

Re: Eingewöhnung Tagesmutti schwierig

Beitrag von Franzi175 »

Wir haben uns damals bei proVita (oder so ähnlich) beraten lassen. War sehr gut damals. Alles gute
Schäfchen22
gut eingelebt
Beiträge: 34
Registriert: 27.05.2015, 11:43

Re: Eingewöhnung Tagesmutti schwierig

Beitrag von Schäfchen22 »

Das mit der Kinderfrau ist eine Option. Hätten eventuell auch schon jemanden (die Tagesmutti kennt eine ehemalige Tagesmutti, die sowas jetzt macht). Wenn die Eingewöhnung jetzt wieder nicht klappt, werde ich das wohl in Anspruch nehmen.

ProVita, ok. Da informiere ich mich mal. Danke!

Auch Danke für eure Zusprüche und Anteilnahme!!!

Gestern und heute war ich ja nun wieder mit da, da klappt alles wie am Schnürchen. Wobei ich merke, dass er irgendwann müde wird (obwohl er nochmal ein Nickerchen macht bevor wir gehen). Und man muss dann wirklich viel auf ihn eingehen. Er ist halt auch etwas ungeduldig und spielt nicht gern stundenlang mit ein und dem selben. Er braucht immer wieder Abwechslung. Er kann zwar auch alleine spielen oder mit anderen Kindern, aber eben nicht lange. Und ich sehe, dass die Tagesmutti eben mehr Spielzeug für die Älteren hat, weniger für die ganz Kleinen. Somit ist immer einiges ungeeignet für ihn weil er es in den Mund nimmt oder gern mit Gegenständen auf den Boden haut usw... er liebt es auch Schränke und Schubläden auf und zu zumachen. Und Türen. Das machen die anderen nicht mehr. Und das gefällt der Tamu glaub ich nicht so... Ich kann ihm ja aber nicht alles verbieten dort. Er ist halt auch sehr temperamentvoll :mrgreen: Naja, mal sehen wie das nun jetzt weiter geht...
Benutzeravatar
KaHaLi
ist mit Leidenschaft dabei
Beiträge: 754
Registriert: 20.02.2015, 22:09

Re: Eingewöhnung Tagesmutti schwierig

Beitrag von KaHaLi »

Huhu, ich melde mich mal zu Wort, da ich selbst Tagesmutter bin :)

Erstmal hat mich erstaunt, dass deine Tagesmutter nicht prinzipiell nach dem Berliner Modell eingewöhnt.
Davon abgesehen, werden hier keine Eingewöhnungen gemacht, wenn in dem Monat Urlaub ansteht, da das die ganze Eingewöhnung eben zunicht machen kann und man wieder bei Null anfängt.

Für mich hört es sich an, als wäre die ganze Eingewöhnung ein wenig in die Hose gegangen und ich würde auch eine Pause von ca. 2 Wochen empfehlen und dann nochmal neu eingewöhnen (egal ob bei alter oder neuer Tagesmutter).
Dann aber eben darauf achten, dass nach Möglichkeit keine Ausfallzeiten vorkommen und wie Tigerlein schon sagte, versuch dich bei der Eingewöhnung möglichst passiv zu verhalten, so dass dein Kind sich auch anderweitig orientiert. Ich musste auch schon Eltern beim Essen rüber auf das Sofa setzen, weil sie trotz mehrfachem Hinweis ihr Kind am Tisch gefüttert haben und immer wieder auf es eingeredet haben, das hat dem Kind die Chance genommen, sich auf die neue Situation einzulassen.
Und bei den ersten Trennungen am besten echt erstmal ne halbe Stunde ins Nebenzimmer.
Falls das Kind nur weint, nicht auf Teufel komm raus die Zeit hinaus zögern, das strapaziert nur die Nerven aller Beteiligten. Wenn das Kind sich schon in Rage geschrien hat, lieber mit ihm heimgehen, zur Ruhe kommen und am nächsten Tag mit neuem Mut starten.
Das Einzige was das Kind dann nämlich wirklich braucht ist Zeit! :)

PS: Bzgl. Krankheit gibt es verschiedene Regelungen, manche Tagesmütter können Vertretung anbieten, andere nicht.
Geld bekomme ich aber natürlich trotzdem, wenn ich krank bin und die Eltern zahlen auch trotzdem (ist im Betreuungsvertrag geregelt).

Gesendet von meinem GT-I9515 mit Tapatalk
Liebe Grüße
KaHaLi

mit Septemberkind 2014 & Julibaby 2018
Lollie
hat viel zu erzählen
Beiträge: 154
Registriert: 25.05.2015, 11:14

Re: Eingewöhnung Tagesmutti schwierig

Beitrag von Lollie »

Hallo,

ich bin hier echt wenig aktiv, aber ich muss mich einfach zu Wort melden, es ist als würdest du meine Geschichte erzählen.
Meine Tochter musste ich mit knapp 12 Monaten ebenfalls in die Betreuung geben, gleich für 9 Stunden, denn ich bin hier in der Familie der Hauptverdiener.
Da sie ein Grobmotorikdefizit hat (erst mit ca. 16 Monaten gekrabbelt, mit 18 Monaten gelaufen) und auch sonst gefühlsmäßig eher zart besaitet ist endete die erste Eingewöhnung in einem völligen Desaster.
Geplant war eigentlich dass sie von April (da wurde sie ein Jahr) bis August von meinen Eltern betreut wird, und dann zu der von mir auserkorenen Tagesmutti wechselt.
Tja, Pustekuchen.
Meine Mama wurde plötzlich wieder berufstätig, und mein Papa fühlte sich der alleinigen Betreuung nicht gewachsen.
Also musste ein Notfallplan her.
Und mit der Übergangs-Tagesmutti war ich dann einfach nicht auf einer Wellenlänge. Sie war nett, bemüht, gut zu den Kindern, aber als Mensch war sie mir einfach unsympathisch.
Das konnte nur in einer Katastrophe enden.
Meine Tochter schrie und weinte bei jedem Abschied, wenn ich sie abholte war sie fix und fertig, zu Hause furchtbar anhänglich…und mir ging es damit einfach hundsmiserabel.
Abbrechen war keine Option, wir brauchten einfach das Geld, und trotz allem hing und hänge ich auch an meinem Job.
Ich bin normal angestellt; ich meine als junge Mutti mit kleinem Kind, da ruft der Arbeitsmarkt auch nicht gerade Hurra.

Wir hielten bis August durch, dann nahm ich mir zwei Wochen Urlaub, und wir wechselten zu der von mir favorisierten Tagesmutti.
Auch hier gab es Tränchen, klar, aber das Gefühl dabei war ein ganz anderes. Während meine Tochter sich früher an mir festgekrallt und die alte Tagesmutti fortgestoßen hatte weinte sie bei der neuen zwar auch, allerdings streckte sie die Arme nach ihr aus und schluchzte an ihrer Schulter, und ich konnte gehen.
Viel geholfen hat auch dass die neue Tagesmutti Hund und Katze im Haus hat, meine Tochter liebt Tiere, und so ein kuschlig schwarzer Pudelmischling tröstet schon ganz gut über den Abschiedsschmerz hinweg.

Klar hat meine Tochter auch noch schlechte Tage, da wird beim Abschied geweint, Essen und Trinken verweigert, Wutzwerg & Heuleeule wechseln sich ab, aber meistens kann ich sie morgens problemlos abgeben ohne das es Theater gibt.
Und gestern, man höre und staune, hat sie als ich sie abholen wollte einfach mal auf dem Absatz kehrt gemacht und sich der Tagesmutti in die Arme geschmissen.

Wenn es dir hilft können wir uns auch gerne noch per PN austauschen, ich habe jetzt natürlich nur grob zusammengefasst was uns so widerfahren ist.
Mein Kind ist schwierig, vor allem was das emotionale betrifft, aber inzwischen kann ich beruhigt arbeiten gehen und weiß sie gut aufgehoben.

Ich drück dir Daumen dass es bei euch auch noch ein Happy end geben wird!

Liebe Grüße
lollie
Mit der kleinen Digiritterin (04/2015) und dem ungeplanten, aber sehr erwünschten Goldlöckchen (11/2017)
Antworten

Zurück zu „Unsere Kinder“