Kleinkind will abends nicht ins Bett

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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Tweety2606
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Re: Kleinkind will abends nicht ins Bett

Beitrag von Tweety2606 »

Ja, dass Kinder dich da ausprobieren, wo sie sich sicher fühlen, das hab ich schon mehrfach gehört.

Interessanter Ansatz mit dem "Terror machen".
Er wirft die Gegenstände nicht, weil er sauer oder so ist, sondern weil er überdreht und tobt und kaspert. Wenn er richtig wütend ist, lässt er keinerlei Körperkontakt zu.

Hörspiel werden wir mal probieren.

Danke für eure Anregungen und euren Input!
Heute war er wegen Erkältung zuhause (mein Mann auch), wieder kein Mittagsschlaf und er ging, wenn auch unter leichtem Protest und etwas rumgehampel relativ friedlich ins Bett. Er ist dann noch etwas im Bett rum, aber als ich zwei Minuten durchs Baby abgelenkt war, schlief er neben uns ein...
Tweety mit Krümel (*01/2014), Käfer (*08/2016) und Knöpfchen (*05/2020)
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Tweety2606
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Re: Kleinkind will abends nicht ins Bett

Beitrag von Tweety2606 »

Es ist seit Tagen wieder schlimm...
Das Baby kommt momentan zwischen 18 und 19 Uhr in den Nachtschlafmodus. Daher bringe ich es entsprechend ins Bett. Dabei achte ich darauf, dass die feste Zeit zum Stillen des Großen bleibt. Leider ist es so, dass der Große immer wieder ins Schlafzimmer platzt oder mindestens vor der Tür Theater macht, wenn ich das Baby ins Bett bringe (egal, wie viel Aufmerksamkeit er von mir am Tag hatte). Er springt aufs Bett, wälzt sich rum, ist laut. Muss er raus, schreit er.

Heute war das Baby um 18 Uhr schon müde. Um 18:40 schlief es. Ich hab dann mit dem Großen gekuschelt, ihn bettfertig gemacht und wir haben noch gespielt. Dann musste ich nochmal zum Baby. In der Zwischenzeit drehte der Große wieder auf. Er durfte dann noch etwas toben. Er brauchte dann noch ne frische Windel und wir haben gleich noch Zähne geputzt. Er rieb sich bereits mehrfach die Augen und zeigte deutlich Müdigkeit. Vom Bad stürmte er ins Schlafzimmer, schmiss sich aufs Bett und rief irgendwas. Resultat: Baby aus dem Schlaf geschreckt, schreit. Papa geht in dieser Situation leider nicht, also musste ich. Der Große hat sich in meinen Rücken gekuschelt, während ich Baby stillte. Zwei Minuten später sprang er auf, er will nicht schlafen. Immer wieder. Rausgehen oder leise sein auch nicht. Es war übrigens zu keiner Zeit die Rede davon, dass er ins Bett müsse. Nur bettfertig machen und ruhig! spielen.
Freitag abend war es 23:30 bis er schlief. Mein Mann war beim Sport, Krümel wollte auf ihn warten. Samstag war er bei seinem Opa, mittags wollte er nicht schlafen, auf dem Heimweg ist er dann eingeschlafen. Abends hatten wir noch spontan Besuch, da war es dann klar, dass er nicht schläft. Um 22:30 ins Bett, bis um 8 gestern morgen. Abends ist er erst um 22:30 eingeschlafen, er hat mittags aber 2 Stunden geschlafen. Heute morgen ist er aufgewacht, als ich um 7 aufgestanden bin. In der Krippe ist er um 11 beim Mittagessen fast am Tisch eingeschlafen, er hat keinen Bissen gegessen... Wie lange er heute mittag geschlafen hat, weiß ich nicht.
Jetzt wollte er wieder mit Papa in der Trage raus. Mein Mann ist nur langsam frustriert. Krümel will raus, sobald er kurz vor dem Einschlafen ist wieder heim, um zuhause zu verkünden "Wille net schlafen ich!"...
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Tweety2606
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Re: Kleinkind will abends nicht ins Bett

Beitrag von Tweety2606 »

Okay, mein Mann meldet gerade, Kind eingeschlafen...
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Tweety2606
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Re: Kleinkind will abends nicht ins Bett

Beitrag von Tweety2606 »

Ach so, wenn ich mit dem Baby im Kinderzimmer bin, um es dort schlafen zu lassen, platzt der Große auch immer wieder rein...
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Samsoli
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Re: Kleinkind will abends nicht ins Bett

Beitrag von Samsoli »

Hallo,

das klingt echt nervig und anstrengend! Und ich kann dich gut verstehen, hier gibt es auch immer wieder schwierige Situationen mit den beiden (3,5 Jahre und 7 Monate).

Keine Ahnung ob was für Dich dabei ist, aber ich schildere mal ein paar Punkte, die bei uns gut/schlecht klappen oder die ich so allgemein beobachte...

Am wichtigsten ist hier in jeder Hinsicht eine klare Linie und Konsequenz, das ist zwar für mich oft anstrengend und schwer - aber ich merke immer wieder, dass der Große einfach klare Aussagen braucht (manchmal könnte man es wohl auch "Ansagen" nennen aber das klingt so hart). Als Beispiel: Ich sage ihm, dass bald Zeit fürs Bett ist. Ich sage dann kurz darauf nochmal, dass ich noch dies und jenes fertig mache (Wäsche aufhängen) und ihn dann hole, so hat er ein bisschen Zeit sich drauf einzustellen. Wenn ich fertig bin, hole ich ihn - und lasse keine Verzögerungstaktiken mehr zu. Ich spiele dann auch nicht mehr lustig verstecken ("haha, ich lauf weg-du musst mich suchen"). Ich unterbinde jedes Kasperltheater beim Zähneputzen, wickeln, etc. Er bekommt noch ne Milch aus der Nuckelflasche zum Einschlafen, wenn die leer ist wird auch nicht mehr geredet und ich verlange, dass die Augen zu sind. Ich bin da inzwischen echt streng, weil ich keine Energie und einfach keine Lust mehr habe, da abends noch ne Stunde Theater zu haben! Mein Freund ist da weniger klar, der lässt länger viel durchgehen und wird dann auf einen Schlag ungeduldig. Dann ist das Geheule groß!
Der Große wird in seinem Zimmer ins Bett gebracht, er darf nachts jederzeit zu uns wechseln (tut das eigentlich auch immer). Wenigstens das ist noch sein Reich und da muss er nicht aufs Baby Rücksicht nehmen und nicht teilen!
Fernsehen ist hier inzwischen auf eine halbe Stunde täglich beschränkt, und zwar mit Timer - wenn der Fernseher aus ist, ist Ende. Da kann er anschließend heulen wie er mag (tut er oft genug), der bleibt dann aus. Noch besser wäre es bestimmt, gar nicht fern zu sehen aber ich habe nicht die Kraft, das durchzusetzen... Da hätten wir viel früher schon die Reißleine ziehen müssen :oops: zuviel Fernsehen tut ihm nicht gut, wirkt sich auf die ganze Tageslaune aus.
Süßigkeiten: werden auch rationiert(Menge zB fünf Gummibärchen, ein kleiner Kinderriegel oder sowas). Er darf einmal am Tag was haben, wann darf er sich aussuchen. Wenn es unterwegs was gibt, darf er da schon zusätzlich was bekommen - außer es ist schon später nachmittag. Das hat hier enorme Auswirkungen aufs Schlafen können!

Und wir haben abwechselnd Mamatag und Papatag eingeführt, sonst würde er jeden Abend auf mich bestehen, ich muss aber auch jeden Abend Baby "ins Bett bringen" (schläft beim Stillen aufm Sofa ein und kann dann evtl. irgendwann abgelegt werden - evtl. aber auch nicht). Wenn ich jeden Abend beide machen müsste, würd ich durchdrehen. Auch das findet er nicht toll, aber es ist eine relativ verlässliche Regel - wird dann einigermaßen akzeptiert... Ausnahmen gibt es, wenn es ihm mal sehr schlecht geht oder so.
Ach ja, Mittagsschlaf gibts nicht, wenn es sich irgendwie vermeiden lässt! Und dann abends aufpassen, dass er nicht "drüber kommt". Also früh genug abend essen ist wichtig, sonst artet das schon in großen Heul-Arien aus!

Und was mir persönlich auch hilft: Akzeptieren, dass es uns als Paar momentan quasi nicht gibt! Natürlich ist das schade, ist vielleicht auch nicht für jeden so akzeptabel, aber wenigstens in der Hinsicht mach ich mir keinen Druck mehr. Wir haben zwei kleine Kinder, nen Haushalt, Papa nen Vollzeitjob - es geht nicht ALLES.

So, und warum kann ich heut so nen Roman schreiben? Genau, weils heut mal gut lief, der Große war um acht im Bett, der Kleine um halb zehn... Ich wünsche Dir, dass du möglichst oft mal nen guten Abend hast und vielleicht mit der Zeit rausfindest, was gut geht und was nicht :) Viel Glück und viel Kraft!
Ich mit Großem (3/13) und Kleinem (2/16)
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Tweety2606
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Re: Kleinkind will abends nicht ins Bett

Beitrag von Tweety2606 »

Danke Samsoli.
Wir haben auch Rituale und Abläufe versucht. Zum Beispiel kündigen wir an, dass gleich der Sandmann kommt. Und er weiß, danach kommt der Schlafanzug. Und dann darf er noch ein bisschen ruhig spielen (da dreht er dann auf...).
Was Konsequenz angeht, müssten wir tatsächlich noch etwas konsequenter sein. Er kann sich furchtbar in Wutanfälle reinsteigern. Oft versuchen wir (manchmal wider besseren Wissens) vor den Wutanfällen Kompromisse zu finden.
Süßigkeiten am Nachmittag versuche ich gerade abzuschaffen. Denn ich habe auch den Verdacht, dass es ihn zusätzlich pusht.
Mittagsschlaf ist ne Sache, da lässt die Krippe nicht mit sich diskutieren. Wer schläft, schläft, wer nicht, darf nach einer gewissen Zeit wieder aufstehen.

Nachdem es gestern wieder spät wurde, war er heute gegen 19 Uhr recht müde. Mein Mann hat ihn, bevor er aufdrehen richtig konnte (er fing schon wieder an zu toben), einfach geschnappt und ist tragend raus. Der Große war etwas zu perplex zum Protestieren und schlief innerhalb von 15 Minuten ein. Zuhause sagte er vorher, er wolle nicht schlafen.
Tja, um 20 Uhr waren heute tatsächlich beide Kinder im Bett!
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