Kleinkind will abends nicht ins Bett
Moderator: Giraeffchen
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Kleinkind will abends nicht ins Bett
Da ich nicht wusste, wo ich mich dazugesellen kann, mache ich mal nen neuen Faden auf. Es geht um meinen älteren Sohn (2 Jahre, 8 Monate).
Ich fang mal mit der Schlafsituation vor einigen Wochen an: Mittagsschlaf nur noch in der Krippe, am Wochenende oder den Ferien höchstens mal im Auto oder Buggy. Abends nach denn Sandmann bettfertig machen und je nach "Zustand" des Kindes gleich ins Bett oder ruhiges Spielen. Mit Mittagsschlaf eher gegen acht/halb neun ins Bett, ohne manchmal schon 18:30 Uhr. Im Bett dann einschlafstillen (das einzige Stillen am Tag, seine Entscheidung, nach der Geburt wollte er wieder öfter, war mir dann Zuviel). Buch lesen, Geschichte erzählen, kuscheln oder Papa funktionierten nicht. Hat immer mehr oder weniger gut geklappt. Soweit, so gut. Wir schlafen übrigens im Familienbett.
Dann kam die Geburt des Babybruders. Der Papa versuchte, das Baby zu betreuen, damit ich weiterhin den Großen ins Bett bringen konnte und wenigstens die Exklusivzeit blieb. Ging zunächst ein paar Tage gut, das Baby schlief meist und der Große mangels Mittagsschlaf (Sommerferien) schnell. Dann entschied sich das Baby, abends auf Mama zu bestehen. Der Papa versuchte alles: Tragen, Kinderwagen, Auto, schuckeln... Baby brüllte. Gleichzeitig fing der Große im Bett an, sich vom Einschlafen abzuhalten. Zappeln, quatschten, stillen mit viel An- und Abdocken. Neuer Versuch: Stillen beim Sandmann, im Bett nur kuscheln, erzählen. Ging zwei Tage gut. Dann wieder rumkaspern. Um den Stress für den Kleinen abends zu reduzieren, der Versuch, beide zusammen ins Bett zu bringen, klappte auch nicht so recht.
Soviel zur Vorgeschichte.
Seit Tagen haben wir folgenden Ablauf:
Sandmann mit Stillen, bettfertig machen, Papa mit Kleinkind (auf dessen Wunsch) mit Emei raus. Er kuschelt sich an, ist sichtlich müde, will aber nicht einschlafen. Zuhause beim ins Bett legen steht er wieder auf. "Will net Bett gehen. Will net schlafen!" wiederholt er dann immer wieder, teilweise sogar etwas verzweifelt. Er sagt uns nicht, ob es einen Grund gibt. Wir vermuten, dass er eventuell mal schlecht geträumt hat, er hat nämlich um die Geburt rum im Schlaf öfter geredet, es klang nach blödem Traum.
Es ist auch egal, ob das Baby schon im Bett ist oder nicht. Oder ob wir ins Bett gehen. Mein Mann geht unter der Woche gehen 21:30 Uhr ins Bett, da er um 5 Uhr aufstehen muss. Ich dann so gegen 22/22:30 Uhr, wenn ich nicht schon beim Baby zum Stillen bin. Und das Kleinkind will nicht. Wenn er dann gegen 21/22 Uhr dann mal zwei Minuten ruhig im Bett liegt, schläft er sofort. Morgens um 7/7:30 wecke ich ihn für die Krippe (ich kriege beide Jungs nicht täglich unter einen Hut, in der Krippe soll der Große gegen 8 Uhr sein), er könnte durchaus noch Schlaf vertragen. Wochenends schläft er bis acht rum.
Habt ihr Ideen? Das schlaucht irgendwie, freiwillig geht der Große zur Zeit einfach nicht ins Bett.
Ich fang mal mit der Schlafsituation vor einigen Wochen an: Mittagsschlaf nur noch in der Krippe, am Wochenende oder den Ferien höchstens mal im Auto oder Buggy. Abends nach denn Sandmann bettfertig machen und je nach "Zustand" des Kindes gleich ins Bett oder ruhiges Spielen. Mit Mittagsschlaf eher gegen acht/halb neun ins Bett, ohne manchmal schon 18:30 Uhr. Im Bett dann einschlafstillen (das einzige Stillen am Tag, seine Entscheidung, nach der Geburt wollte er wieder öfter, war mir dann Zuviel). Buch lesen, Geschichte erzählen, kuscheln oder Papa funktionierten nicht. Hat immer mehr oder weniger gut geklappt. Soweit, so gut. Wir schlafen übrigens im Familienbett.
Dann kam die Geburt des Babybruders. Der Papa versuchte, das Baby zu betreuen, damit ich weiterhin den Großen ins Bett bringen konnte und wenigstens die Exklusivzeit blieb. Ging zunächst ein paar Tage gut, das Baby schlief meist und der Große mangels Mittagsschlaf (Sommerferien) schnell. Dann entschied sich das Baby, abends auf Mama zu bestehen. Der Papa versuchte alles: Tragen, Kinderwagen, Auto, schuckeln... Baby brüllte. Gleichzeitig fing der Große im Bett an, sich vom Einschlafen abzuhalten. Zappeln, quatschten, stillen mit viel An- und Abdocken. Neuer Versuch: Stillen beim Sandmann, im Bett nur kuscheln, erzählen. Ging zwei Tage gut. Dann wieder rumkaspern. Um den Stress für den Kleinen abends zu reduzieren, der Versuch, beide zusammen ins Bett zu bringen, klappte auch nicht so recht.
Soviel zur Vorgeschichte.
Seit Tagen haben wir folgenden Ablauf:
Sandmann mit Stillen, bettfertig machen, Papa mit Kleinkind (auf dessen Wunsch) mit Emei raus. Er kuschelt sich an, ist sichtlich müde, will aber nicht einschlafen. Zuhause beim ins Bett legen steht er wieder auf. "Will net Bett gehen. Will net schlafen!" wiederholt er dann immer wieder, teilweise sogar etwas verzweifelt. Er sagt uns nicht, ob es einen Grund gibt. Wir vermuten, dass er eventuell mal schlecht geträumt hat, er hat nämlich um die Geburt rum im Schlaf öfter geredet, es klang nach blödem Traum.
Es ist auch egal, ob das Baby schon im Bett ist oder nicht. Oder ob wir ins Bett gehen. Mein Mann geht unter der Woche gehen 21:30 Uhr ins Bett, da er um 5 Uhr aufstehen muss. Ich dann so gegen 22/22:30 Uhr, wenn ich nicht schon beim Baby zum Stillen bin. Und das Kleinkind will nicht. Wenn er dann gegen 21/22 Uhr dann mal zwei Minuten ruhig im Bett liegt, schläft er sofort. Morgens um 7/7:30 wecke ich ihn für die Krippe (ich kriege beide Jungs nicht täglich unter einen Hut, in der Krippe soll der Große gegen 8 Uhr sein), er könnte durchaus noch Schlaf vertragen. Wochenends schläft er bis acht rum.
Habt ihr Ideen? Das schlaucht irgendwie, freiwillig geht der Große zur Zeit einfach nicht ins Bett.
- Carraluma
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Re: Kleinkind will abends nicht ins Bett
Was passiert denn, wenn du ihn so lange spielen lässt bis er selber ins Bett will? Bzw. was macht er, wenn ihr schon alle "schlaft"?
Oder geht lange Einschlafgeschichte vorlesen?
Oder geht lange Einschlafgeschichte vorlesen?
Carraluma mit der großen Tanzmaus (*2012), dem Fußballer (*2016) und der kleinen Tanzmaus (*2019)
- Tweety2606
- alter SuT-Hase
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Re: Kleinkind will abends nicht ins Bett
Er dreht irgendwann total auf, damit er nicht einschläft. Tobt rum, räumt alle Spielsachen aus... Auch wenn wir ins Bett gehen. Dann hüpft er bei uns rum und versucht uns wieder aus dem Bett zu kriegen.
Vorlesen - geht kurz gut, dann will er ständig ein anderes Buch.
Heute ging es relativ friedlich. Wenn auch wieder erst gegen 22 Uhr. Aber ohne Theater. Mein Mann war heute Abend nicht zuhause.
Vorlesen - geht kurz gut, dann will er ständig ein anderes Buch.
Heute ging es relativ friedlich. Wenn auch wieder erst gegen 22 Uhr. Aber ohne Theater. Mein Mann war heute Abend nicht zuhause.
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Shauni
- alter SuT-Hase
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Re: Kleinkind will abends nicht ins Bett
Ich kann Deine Erzählung so nachvollziehen, das ist einfach nur anstrengend, vor allem das im-Bett-rumspringen während man selbst schlafen will. Meiner ist so alt wie Dein Großer und bislang noch Einzelkind, was es für uns natürlich einfacher macht und hatte jetzt auch so eine Phase, in der er nicht vor zehn abends ins Bett ist und rumgetobt ist ohne Ende. Hier wird das abendliche Aufdrehen leider dadurch verstärkt, dass der Papa oft erst gegen acht kommt und dann ja noch "bespielt" werden muss. Bei uns hat es jetzt geholfen, das Ritual abends klarer einzuhalten (von unserer Seite aus): gegen acht/Viertel nach acht Zähne putzen und umziehen, dann noch etwas spielen (duplo/Eisenbahn) so bis halb neun und dann gehen wir ins Bett - er darf sich drei Bücher aussuchen (schwierigster Part am Anfang, denn er wollte immer noch eins und noch eins), dann wird Licht ausgemacht und gekuschelt. An der Stelle kommt auch häufig Protest oder drei Sekunden, nachdem er im Dunklen liegt "Mama, ich kann nicht einschlafen", aber mittlerweile bleibt er liegen und schläft dann zwischen 9 und Viertel nach neun meist ein. Das ganze hat am Anfang recht klare Ansagen gebraucht und vor allem Selbstdisziplin, weil das Spielen abends ja gerade für meinen Freund auch toll war, aber dann fehlte halt morgens der Schlaf und dann wurde mittags mehr geschlafen und abends wurde es noch später... Aber wem erzähl ich das... Ich wünsche Dir viel Kraft und dass es bald mit dem Einschlafen wieder besser klappt.
Viele Grüße
Shauni mit dem großen M (01/14) und dem kleinen j (02/17)
Shauni mit dem großen M (01/14) und dem kleinen j (02/17)
- Sakura
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Re: Kleinkind will abends nicht ins Bett
Hi Tweety,
ich lese bei Dir zwei Sachen raus: Dein Kind macht "privat" keinen Mittagsschlaf mehr, schläft aber in der Krippe.
Und: er ist ganz frisch großer Bruder, und mindestens "um die Geburt rum" habt ihr deutlich gemerkt, dass ihn das beschäftigt.
Diese beiden Faktoren erklären sein Verhalten, finde ich.
Wenn ein Kind keinen Mittagsschlaf mehr braucht, diesen aber macht, dann ist es abends nicht richtig müde. Wenn ich - als nicht-stillende, nicht-Baby-Mutter, mittags mehrere Stunden schlafe, habe ich abends auch Probleme, zeitig einzuschlafen, wie vermutlich viele Erwachsene. Kindern geht es kaum anders. Es soll Kinder und Erwachsene geben, die immer schlafen können. Aber das betrifft nicht alle Menschen auf dieser Welt. Das blöde bei Kindern ist meiner Erfahrung nach, dass sie noch reichlich Schlaf brauchen. Wir hatten das bei der Großen sehr lange, dass sie den Tag nicht ohne Mittagsschlaf überstanden hat, aber mit Mittagsschlaf abends nicht müde genug war, dadurch nicht einschlafen konnte, morgens daher nicht ausgeschlafen war, mittags wieder müde.... ein blöder Kreislauf. Da Dein Kind in der Krippe schlafen muss, könnt ihr das nicht ändern, Du solltest es einfach im Hinterkopf behalten, dass Tagesschlaf den Nachtschlaf empfindlich stört, sobald der Tagesschlaf nicht mehr benötigt wird.
Das andere ist, dass Dein Kind jetzt ein Geschwister hat. Ich glaube nicht, dass Dein Sohn nicht ins Bett gehen möchte, weil er sich vor Albträumen fürchtet. Ich glaube, dass ihr ihn im Schlaf habt reden hören, war das sichtbare Zeichen, wie sehr ihn das alles bewegt und mitnimmt - völlig normal. Ich persönlich kenne kein Kind, dass bei der Geburt des kleinen Geschwisterchens nicht wenigstens mal kurzzeitig "ausgetickt" ist. Seine Welt steht Kopf, er ist verunsichert, alles ist anders... Na klar ist er durch den Wind. Ich persönlich bin großer Fan davon, Kindern eine Gruppe anderer Kinder zu ermöglichen (also Krippe/KiGa). Aber es gibt Zeiten, wo das für Kinder mehr Anstrengung als Gewinn ist. Ich kann gut nachvollziehen, dass Du gerade beide Kinder nicht wuppen kannst. Du bist noch im Wochenbett (oder frisch raus), und hast erst mal nur Kraft für das Baby. Du solltest einfach bedenken, dass auch Dein Sohn gerade unglaubliches leistet: seine ganze Welt ist durch ein Erdbeben erschüttert worden, trotzdem trennt er sich für mindestens 6/7 Stunden von Dir und geht in die Krippe. Er kooperiert und gibt sich super Mühe, alles gut und richtig zu machen. Aber die Kooperationsfähigkeit eines zweieinhalbjährigen Kindes ist begrenzt. Gerade wenn Kinder mittags geschlafen haben, haben sie abends noch Kraft. Mindestens meine Kinder nehmen den Abend als ruhige, schöne Stunden wahr. Zeit, wo der Tag "geschafft" ist, wo alle zur Ruhe kommen, noch ein Stück beisammen sitzen, Zeit füreinander haben, Spielen, Reden... Ich kann mir vorstellen, dass Dein Sohn das ähnlich wahr nimmt, und die Zeit mit Euch genießt. Erstens die Ruhe, und zweitens einfach die ZEIT mit Euch.
ich glaube, ihr seid hier in einer Patt-Situation. Du schaffst es nicht, Dich gleichzeitig um beide Kinder zu kümmern, und Dein Sohn schafft es nicht, besser zu kooperieren. Du brauchst zeit für Dich und das Baby, und Dein Sohn braucht Zeit mit Euch.
Als mögliche Lösungen könnte ich mir vorstellen, dass ihr versucht, den Druck rauszunehmen. Das ist schwierig für Euch, denn ihr müsst den Druck auch gedanklich rausnehmen, also nicht nur nix sagen. Akzeptieren, dass Euer Sohn abends wach ist, und das auch genießen. Zeit mit ihm verbringen, ihn in den Mittelpunkt Eurer Aufmerksamkeit stellen. Ein Buch vorlesen, nicht mit dem Ziel, dass er einschläft, sondern einfach weil ihr ihm ein Buch vorlesen möchtet. Noch eine Runde spazieren gehen, zu dieser Jahreszeit zb mit einer Laterne oder Taschenlampe.
Die andere mögliche Lösung wäre, dass Du ihn vor dem Mittagsschlaf aus der Krippe abholst. Wenn er gar nicht mehr mittags schläft (und zwar nie, oder eben so gut wie nie), aber morgens immer geweckt wird, wird sich sein Schlafrhythmus ändern, und er wird abends müde sein.
Die neue Situation, dass er nicht mehr Einzelkind ist, wird er schnell verdaut haben. Dass er abends nicht müde ist, weil er mittags geschlafen hat, wird sich dagegen kaum ändern, im Gegenteil, das wird heftiger je älter er wird. Diesen Effekt höre ich von allen Eltern, außer ihr Kind ist der absolute Vielschläfer (wobei ich da persönlich keines kenne). Die Eltern, die ich kenne, lösen das auf zwei Arten: Kind muss sich abends im Zimmer allein beschäftigen. Oder Kind darf eben im Wohnzimmer bleiben. Auch die Eltern in meinem Freundeskreis, die ihre fünfjährigen (im KiGa mittagsschlafenden) Kinder 19.30 Uhr ins Bett schicken, berichten, dass die Kinder nicht vor 21/22 Uhr schlafen. Der einzige Unterschied ist, ob die Kinder den Abend mit den Eltern oder allein im Zimmer verbringen.
ich lese bei Dir zwei Sachen raus: Dein Kind macht "privat" keinen Mittagsschlaf mehr, schläft aber in der Krippe.
Und: er ist ganz frisch großer Bruder, und mindestens "um die Geburt rum" habt ihr deutlich gemerkt, dass ihn das beschäftigt.
Diese beiden Faktoren erklären sein Verhalten, finde ich.
Wenn ein Kind keinen Mittagsschlaf mehr braucht, diesen aber macht, dann ist es abends nicht richtig müde. Wenn ich - als nicht-stillende, nicht-Baby-Mutter, mittags mehrere Stunden schlafe, habe ich abends auch Probleme, zeitig einzuschlafen, wie vermutlich viele Erwachsene. Kindern geht es kaum anders. Es soll Kinder und Erwachsene geben, die immer schlafen können. Aber das betrifft nicht alle Menschen auf dieser Welt. Das blöde bei Kindern ist meiner Erfahrung nach, dass sie noch reichlich Schlaf brauchen. Wir hatten das bei der Großen sehr lange, dass sie den Tag nicht ohne Mittagsschlaf überstanden hat, aber mit Mittagsschlaf abends nicht müde genug war, dadurch nicht einschlafen konnte, morgens daher nicht ausgeschlafen war, mittags wieder müde.... ein blöder Kreislauf. Da Dein Kind in der Krippe schlafen muss, könnt ihr das nicht ändern, Du solltest es einfach im Hinterkopf behalten, dass Tagesschlaf den Nachtschlaf empfindlich stört, sobald der Tagesschlaf nicht mehr benötigt wird.
Das andere ist, dass Dein Kind jetzt ein Geschwister hat. Ich glaube nicht, dass Dein Sohn nicht ins Bett gehen möchte, weil er sich vor Albträumen fürchtet. Ich glaube, dass ihr ihn im Schlaf habt reden hören, war das sichtbare Zeichen, wie sehr ihn das alles bewegt und mitnimmt - völlig normal. Ich persönlich kenne kein Kind, dass bei der Geburt des kleinen Geschwisterchens nicht wenigstens mal kurzzeitig "ausgetickt" ist. Seine Welt steht Kopf, er ist verunsichert, alles ist anders... Na klar ist er durch den Wind. Ich persönlich bin großer Fan davon, Kindern eine Gruppe anderer Kinder zu ermöglichen (also Krippe/KiGa). Aber es gibt Zeiten, wo das für Kinder mehr Anstrengung als Gewinn ist. Ich kann gut nachvollziehen, dass Du gerade beide Kinder nicht wuppen kannst. Du bist noch im Wochenbett (oder frisch raus), und hast erst mal nur Kraft für das Baby. Du solltest einfach bedenken, dass auch Dein Sohn gerade unglaubliches leistet: seine ganze Welt ist durch ein Erdbeben erschüttert worden, trotzdem trennt er sich für mindestens 6/7 Stunden von Dir und geht in die Krippe. Er kooperiert und gibt sich super Mühe, alles gut und richtig zu machen. Aber die Kooperationsfähigkeit eines zweieinhalbjährigen Kindes ist begrenzt. Gerade wenn Kinder mittags geschlafen haben, haben sie abends noch Kraft. Mindestens meine Kinder nehmen den Abend als ruhige, schöne Stunden wahr. Zeit, wo der Tag "geschafft" ist, wo alle zur Ruhe kommen, noch ein Stück beisammen sitzen, Zeit füreinander haben, Spielen, Reden... Ich kann mir vorstellen, dass Dein Sohn das ähnlich wahr nimmt, und die Zeit mit Euch genießt. Erstens die Ruhe, und zweitens einfach die ZEIT mit Euch.
ich glaube, ihr seid hier in einer Patt-Situation. Du schaffst es nicht, Dich gleichzeitig um beide Kinder zu kümmern, und Dein Sohn schafft es nicht, besser zu kooperieren. Du brauchst zeit für Dich und das Baby, und Dein Sohn braucht Zeit mit Euch.
Als mögliche Lösungen könnte ich mir vorstellen, dass ihr versucht, den Druck rauszunehmen. Das ist schwierig für Euch, denn ihr müsst den Druck auch gedanklich rausnehmen, also nicht nur nix sagen. Akzeptieren, dass Euer Sohn abends wach ist, und das auch genießen. Zeit mit ihm verbringen, ihn in den Mittelpunkt Eurer Aufmerksamkeit stellen. Ein Buch vorlesen, nicht mit dem Ziel, dass er einschläft, sondern einfach weil ihr ihm ein Buch vorlesen möchtet. Noch eine Runde spazieren gehen, zu dieser Jahreszeit zb mit einer Laterne oder Taschenlampe.
Die andere mögliche Lösung wäre, dass Du ihn vor dem Mittagsschlaf aus der Krippe abholst. Wenn er gar nicht mehr mittags schläft (und zwar nie, oder eben so gut wie nie), aber morgens immer geweckt wird, wird sich sein Schlafrhythmus ändern, und er wird abends müde sein.
Die neue Situation, dass er nicht mehr Einzelkind ist, wird er schnell verdaut haben. Dass er abends nicht müde ist, weil er mittags geschlafen hat, wird sich dagegen kaum ändern, im Gegenteil, das wird heftiger je älter er wird. Diesen Effekt höre ich von allen Eltern, außer ihr Kind ist der absolute Vielschläfer (wobei ich da persönlich keines kenne). Die Eltern, die ich kenne, lösen das auf zwei Arten: Kind muss sich abends im Zimmer allein beschäftigen. Oder Kind darf eben im Wohnzimmer bleiben. Auch die Eltern in meinem Freundeskreis, die ihre fünfjährigen (im KiGa mittagsschlafenden) Kinder 19.30 Uhr ins Bett schicken, berichten, dass die Kinder nicht vor 21/22 Uhr schlafen. Der einzige Unterschied ist, ob die Kinder den Abend mit den Eltern oder allein im Zimmer verbringen.
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13
Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
vor keinem Popanz, keinem Weltgericht,
vor keinem als sich selber gerade zu stehen. (Reinhard Mey)
Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
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- Sakura
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Re: Kleinkind will abends nicht ins Bett
PS: was Du zu Euren Ins-Bett-bring-Versuchen berichtest, kommt mir sehr bekannt vor. Ich war am erfolgreichsten damit, tatsächlich beide Kinder gleichzeitig ins Bett zu bringen, jedenfalls als die Kleine älter war als frisch neugeboren. Die Kleine habe ich vom Tagesschlaf her so getimed, dass sie zeitgleich mit der Großen müde wurde. Dann mit beiden ab ins Bett, beide Stillen (Reihenfolge war flexibel, zuerst war die dran, die es am meisten brauchte), und dann kuscheln, bis beide schlafen. Meist habe ich dann auch geschlafen
. Erst die Große in Ruhe ins Bett bringen und das Baby beim Papa lassen hat bei uns auch nicht funktioniert, die Kleine hat sich weg gebrüllt, als ob der Papa der Schwarze Mann wäre.
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13
Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
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- Sakura
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Re: Kleinkind will abends nicht ins Bett
PPS:
Ich glaube, Kinder in dem Alter können Emotionen in der Regel noch nicht so differenziert ausdrücken, wie wir Erwachsenen uns das vorstellen. Er kann zwar sprechen, aber diffuse Ängste und Sehnsüchte benennen ist nochmal eine andere Schwierigkeitsstufe.Tweety2606 hat geschrieben:"Will net Bett gehen. Will net schlafen!" wiederholt er dann immer wieder, teilweise sogar etwas verzweifelt. Er sagt uns nicht, ob es einen Grund gibt.
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13
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- Tweety2606
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Re: Kleinkind will abends nicht ins Bett
Jetzt komm ich endlich zum Schreiben...
Shauni, danke für deinen Bericht. Der Papa kommt hier schon gegen 17 Uhr nach Hause und die beiden spielen dann auch ausgiebig.
Ja, der Mittagsschlaf in der Krippe stört unserer Meinung nach. Denn abends kann er nicht schlafen, morgens muss ich ihn wecken und mittags ist er müde... Er muss mittags nicht dort schlafen, er dürfte auch spielen. Aber alle Kinder gehen erst einmal gemeinsam ins Bett und wer nicht schlafen kann, darf aufstehen. Aber er schläft halt immer ein. Ja, ich könnte ihn vor dem Mittagsschlaf holen. Will ich jetzt aber nicht mehr anfangen, wäre wieder ein neuer Tagesablauf. In drei Monaten kommt er in den Kindergarten. Neue Einrichtung (leider gibt es bei uns keine KiTa, sondern Krippe von 1-3 und KiGa von 2,5/3-Schule), kein Mittagsschlaf, gleiche Betreuungszeit. Da will ich ihm jetzt nicht noch eine Umstellung zusätzlich zur geänderten Familienkonstellation zumuten.
Sakura, danke für deine offenen Worte. Du hast mich zum Nachdenken gebracht und hast sooo recht. Ihm fehlt viel Aufmerksamkeit von uns, vor allem von mir. Wir sind zu sehr darauf versteift, abends noch 1-2 Stunden für uns Erwachsenen zu haben. Es wäre vermutlich auch einfacher, wenn Krümel abends nicht so furchtbar aufdrehen würde, auch wenn wir ruhige Aktivitäten anbieten. Das Aufdrehen hatte er schon immer, wenn er müde wird.
Was die Krippe angeht: die ersten Wochen mit Baby war er nicht in der Krippe, es waren eh Sommerferien. Es war uns wichtig, dass er mit uns zusammen in der neuen Situation ankommt.
So, muss schon wieder. Baby ist eingeschlafen, Zeit für den Großen!
Shauni, danke für deinen Bericht. Der Papa kommt hier schon gegen 17 Uhr nach Hause und die beiden spielen dann auch ausgiebig.
Ja, der Mittagsschlaf in der Krippe stört unserer Meinung nach. Denn abends kann er nicht schlafen, morgens muss ich ihn wecken und mittags ist er müde... Er muss mittags nicht dort schlafen, er dürfte auch spielen. Aber alle Kinder gehen erst einmal gemeinsam ins Bett und wer nicht schlafen kann, darf aufstehen. Aber er schläft halt immer ein. Ja, ich könnte ihn vor dem Mittagsschlaf holen. Will ich jetzt aber nicht mehr anfangen, wäre wieder ein neuer Tagesablauf. In drei Monaten kommt er in den Kindergarten. Neue Einrichtung (leider gibt es bei uns keine KiTa, sondern Krippe von 1-3 und KiGa von 2,5/3-Schule), kein Mittagsschlaf, gleiche Betreuungszeit. Da will ich ihm jetzt nicht noch eine Umstellung zusätzlich zur geänderten Familienkonstellation zumuten.
Sakura, danke für deine offenen Worte. Du hast mich zum Nachdenken gebracht und hast sooo recht. Ihm fehlt viel Aufmerksamkeit von uns, vor allem von mir. Wir sind zu sehr darauf versteift, abends noch 1-2 Stunden für uns Erwachsenen zu haben. Es wäre vermutlich auch einfacher, wenn Krümel abends nicht so furchtbar aufdrehen würde, auch wenn wir ruhige Aktivitäten anbieten. Das Aufdrehen hatte er schon immer, wenn er müde wird.
Was die Krippe angeht: die ersten Wochen mit Baby war er nicht in der Krippe, es waren eh Sommerferien. Es war uns wichtig, dass er mit uns zusammen in der neuen Situation ankommt.
So, muss schon wieder. Baby ist eingeschlafen, Zeit für den Großen!
- Tweety2606
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Re: Kleinkind will abends nicht ins Bett
So. Folgendes hat sich heute abgespielt:
Wunderschöner entspannter, harmonischer Morgen und Vormittag. Mittag war auch ok. Ich hatte heute einiges an Wäsche zu machen, da bin ich penibel und mein Mann traut sich nicht ran. Dazu hatte ich ein Ich-schlafe-nur-liegend-bei-Mama-wenn-ich-im-Tuch-oder-bei-Papa-bin-schreie-ich-mich-weg-Baby. Zwischendurch hab ich es doch mal geschafft, mit dem Großen zu spielen, aber nur kurz. Nachmittags hatte er wohl schon ziemlich Flausen im Kopf. Um 18:30 Uhr hab ich ihm gesagt, dass wir wie immer Schlafzeug nach dem Sandmann anziehen, er dann aber noch aufbleiben darf, wenn er ruhig spielt. Hatte gestern super funktioniert, war mit den Kindern alleine. Ich konnte das Baby in Ruhe ins Bett bringen, er hat ruhig gespielt und dann konnten wir noch auf der Couch kuscheln. Gegen 21:30 dann ganz ruhig ins Bett. Das war gestern. Hatte ihm heute morgen auch gesagt, dass ich das toll fand. So. Vorhin kam nur an "noch aufbleiben". Er fing an zu toben und zu kreischen. Hat das Baby total wuschig gemacht. Mit Baby rausgehen brachte nix, hat sich weggebrüllt. Daheim tobendes Kleinkind. Keine Kommunikation möglich, nix drang durch. Dann das Aufräumen. Er weigert sich zuhause permanent, aufzuräumen. In der Krippe gehört er laut Erzieherinnen zu denen, die gerne helfen. Daheim haben wir schon viel probiert: eine Riesenkiste, in die alles reinkommt. Mehrere Kisten, nach Spielzeug sortiert (Fahrzeuge, Bälle, Holzbahn, Duplo, Instrumente), Stück für Stück gemeinsam, ihm sagen, was er aufräumen soll... Nix klappt. Er warf vorhin nur alles durch die Gegend. Mein Mann ging mit Baby raus, er wollte mit. Ich meinte, wenn alles aufgeräumt ist, darf er. Er warf noch mehr durch die Gegend.
Jedenfalls endete alles im Chaos, ich schimpfte laut (toll, jetzt hat er meine Aufmerksamkeit und dann das), er tobte und schrie... Ich konnte ihn nicht "runterholen". Irgendwie haben wir es (mein Mann kam zwischenzeitlich mit brüllendem Baby heim) dann doch geschafft, zusammen aufzuräumen, Schlafanzug an und Zähne zu putzen. Auf Wunsch ist er mit meinem Mann in der Trage draußen. Und ist binnen kurzer Zeit eingeschlafen. Mein Mann kann und will aber nicht täglich raus. Das ist momentan aber so. Unter der Woche will Krümel erst gegen 21 Uhr, da will mein Mann ins Bett, da er um 5 aufstehen muss.
Naja. Mal sehen, wie es weitergeht.
Wunderschöner entspannter, harmonischer Morgen und Vormittag. Mittag war auch ok. Ich hatte heute einiges an Wäsche zu machen, da bin ich penibel und mein Mann traut sich nicht ran. Dazu hatte ich ein Ich-schlafe-nur-liegend-bei-Mama-wenn-ich-im-Tuch-oder-bei-Papa-bin-schreie-ich-mich-weg-Baby. Zwischendurch hab ich es doch mal geschafft, mit dem Großen zu spielen, aber nur kurz. Nachmittags hatte er wohl schon ziemlich Flausen im Kopf. Um 18:30 Uhr hab ich ihm gesagt, dass wir wie immer Schlafzeug nach dem Sandmann anziehen, er dann aber noch aufbleiben darf, wenn er ruhig spielt. Hatte gestern super funktioniert, war mit den Kindern alleine. Ich konnte das Baby in Ruhe ins Bett bringen, er hat ruhig gespielt und dann konnten wir noch auf der Couch kuscheln. Gegen 21:30 dann ganz ruhig ins Bett. Das war gestern. Hatte ihm heute morgen auch gesagt, dass ich das toll fand. So. Vorhin kam nur an "noch aufbleiben". Er fing an zu toben und zu kreischen. Hat das Baby total wuschig gemacht. Mit Baby rausgehen brachte nix, hat sich weggebrüllt. Daheim tobendes Kleinkind. Keine Kommunikation möglich, nix drang durch. Dann das Aufräumen. Er weigert sich zuhause permanent, aufzuräumen. In der Krippe gehört er laut Erzieherinnen zu denen, die gerne helfen. Daheim haben wir schon viel probiert: eine Riesenkiste, in die alles reinkommt. Mehrere Kisten, nach Spielzeug sortiert (Fahrzeuge, Bälle, Holzbahn, Duplo, Instrumente), Stück für Stück gemeinsam, ihm sagen, was er aufräumen soll... Nix klappt. Er warf vorhin nur alles durch die Gegend. Mein Mann ging mit Baby raus, er wollte mit. Ich meinte, wenn alles aufgeräumt ist, darf er. Er warf noch mehr durch die Gegend.
Jedenfalls endete alles im Chaos, ich schimpfte laut (toll, jetzt hat er meine Aufmerksamkeit und dann das), er tobte und schrie... Ich konnte ihn nicht "runterholen". Irgendwie haben wir es (mein Mann kam zwischenzeitlich mit brüllendem Baby heim) dann doch geschafft, zusammen aufzuräumen, Schlafanzug an und Zähne zu putzen. Auf Wunsch ist er mit meinem Mann in der Trage draußen. Und ist binnen kurzer Zeit eingeschlafen. Mein Mann kann und will aber nicht täglich raus. Das ist momentan aber so. Unter der Woche will Krümel erst gegen 21 Uhr, da will mein Mann ins Bett, da er um 5 aufstehen muss.
Naja. Mal sehen, wie es weitergeht.
- Tweety2606
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Re: Kleinkind will abends nicht ins Bett
Kleiner Nachtrag:
Dieses Aufdrehen und Toben und Sachen werfen gab es schon, bevor das Baby kam. Daran dürfte es also nicht liegen.
Mein Mann hat ihm vorhin gesagt, wenn er weiterhin so tobt, müsse er im Kinderzimmer schlafen, um das Baby nicht zu wecken (er tobt auch gerne durchs Bett). Da griff ich ein - ich möchte nicht, dass er "zur Strafe" ausquartiert wird, ich will, dass die Kinder irgendwann freiwillig aus dem Familienbett ausziehen.
Dieses Aufdrehen und Toben und Sachen werfen gab es schon, bevor das Baby kam. Daran dürfte es also nicht liegen.
Mein Mann hat ihm vorhin gesagt, wenn er weiterhin so tobt, müsse er im Kinderzimmer schlafen, um das Baby nicht zu wecken (er tobt auch gerne durchs Bett). Da griff ich ein - ich möchte nicht, dass er "zur Strafe" ausquartiert wird, ich will, dass die Kinder irgendwann freiwillig aus dem Familienbett ausziehen.