Ich bin Mutter einer sehr sensiblen 3,5ährigen Tochter, der es schwer fällt sich von mir zu lösen und andere Bezugspersonen zuzulassen. Im Moment wird Papa sehr abgelehnt. "Mama soll das machen!" Und nein, ich finds gar nicht toll, mich "unersetzbar" zu fühlen. Ich empfinde das oft auch als einen totalen Druck.
Das Stillen ist übrigens gar nicht so ausschlaggebend. Das dachte der Papa hier auch immer. Aber jetzt stillen wir schon ein paar Monate nicht mehr und er kann sie trotzdem oft nicht beruhigen und zu Bett bringen...
Und wenn ich nicht ein zweites Kind hätte, dass da so ganz anders tickt, dass sich auch von Papa,Tante oder Oma betreuen lässt, ohne das danach abregieren zu müssen und den angestauten Stress rauslassen zu müssen.... Dann würde ich mir deine Worte jetzt sehr zu Herzen nehmen, so von wegen, was mach ich nur falsch, warum klammert mein Kind so. Ist das meine "Schuld", weil ich sie nicht "loslasse" und glaube ich sei "absolut unabkömmlich".
Aber sie ist sensibel, sie braucht sehr viel Rückversicherung und Nähe, ist schnell Reizüberflutet, fühlt sich schnell unwohl mit Leuten, die sie kaum kennt, mag es gar nicht von Fremden angesprochen zu werden. (Sie bricht in Tränen und hysterisches Geschrei aus, wenn ihr jemand auf der Straße aufhelfen möchte, wenn sie gefallen ist. und klamert sich an mich wenn wir Besuch von Freunden hat, die wir nicht so oft sehen.) Und mein Sohn der ist ganz anders.
Also an alle hier, deren Kinder sich problemlos schon früh von Papa, Oma, Babysittern haben betreuen lassen, freut euch, dass das so unkompliziert möglich war.
Aber Menschen sind halt verschieden und zwar nicht nur die Mütter, auch die kleinen Leute.
Ich verstehe dich gut! Vor einem Jahr war unsere Tochter auch noch sehr zurückhaltend und in der Krabbelgruppen hat sie sehr lange gebraucht um warm zu werden. Das ist echt Charaktersache, kann sich aber auch noch verändern.
Und es setzt einen unter Druck. Wobei das meist auch die eh schon sensiblen Kinder auch spüren... Nicht leicht.