Schwierigkeiten mit Beikost

Was kommt nach dem Vollstillen?

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jaloca
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Re: Schwierigkeiten mit Beikost

Beitrag von jaloca »

@Deidamaus
Also meine Tochter ist genau am 1. Mai 2015 geboren, also läuft aktuell der 11. Monat. Und sie ist 7250 g schwer (heute gemessen) und am 05.02. war sie 67.8 cm lang. Auf die Welt kam sie mit 3540 g und 47 cm.
Aktuell sieht es so aus, dass sie nach dem Darm-Infekt genau 2-3 Tage hatte, an denen alles gut war. Seit heute (in der Nacht angefangen) ist sie verschnupft und niest viel. Mein Sohn läuft seit 1 Woche mit Schnupfen herum und ist immer so nah bei ihr, ev. hat er sie angesteckt oder sie hat sich irgendwo erkältet. Super! Wie soll denn Essen schmecken mit Schnupfen? Ich habe mich schon gefreut, dass es mit dem Essen aufwärts gehen wird.
OK, also Du ratest mir anstatt Pulvermilch, wenn schon, dann eher normale Kuhmilch zu geben z.B. als Shake mit Banane und Mandelmus. Oder pflanzliche Milch wie Reismilch oder Mandelmilch. Ja, ich kenne diese "Anti-Kuh-Milch-Strömung" und muss sagen, dass ich mir selber noch keine Meinung diesbezüglich gebildet habe, aber ich lese viel. Ich weiss, dass Milch verschleimt und Pilzwachstum begünstigt. Ich finde aber oft auch sehr kritische Stimmen, bei Säuglingen pflanzliche Milch als Hauptmilch zu geben, da dort vieles fehlen würde, sie bekämen Mangelerscheinungen etc. Ich würde glaube ich am ehesten dazu tendieren, Kuhmich in Massen zu geben, aber nicht wegzulassen. Ich weiss nicht, ob ich die Kuhmilch mit meiner abgepumpten Milch mischen könnte? Ganz wenig und dann allmählich erhöhen? Quasi als langsame Schritte in Richtung Kuhmilch-Einführung? Weisst Du, bei so vielen Allergien, wie unser Sohn sie hatte, wartet man sehnsüchtig darauf, dass sich zumindest etwas auswächst und man mehr geben kann. Als sich die Milch bei ihr ausgewachsen hat (da war er 2 oder 2 1/2), war es so ein Segen! So viel Neues hat er plötzlich probieren können und nahm so schön zu... Deswegen, wenn man etwas nicht essen DARF, ist man, denke ich, weniger dazu bereit, freiwillig auf etwas zu verzichten...(so quasi aus Überzeugung z.B. keine Kuhmilch trinken). Man ist nur froh, wenn man überhaupt etwas essen kann. Heute ist er 4 und ich schaue einfach, dass er nicht zu viel Milchprodukte zu sich nimmt, bin aber unendlich froh, dass er Käse, Butter, Rahm, Joghurt etc. essen kann. Aber gell, ich weiss nicht, wie ich es nun mit der kleinen machen soll. Am liebsten würde ich, glaube ich schon, diese chemische Pulvermilch umgehen und lieber gleich Kuhmilch geben, habe aber solche ANgst :shock:. Darum meine Frage, ob ich mischen könnte? Na ja, und dann ist noch der Gluten da, gell...
Serafin
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Re: Schwierigkeiten mit Beikost

Beitrag von Serafin »

Jaloca, dein Kind ist genau so richtig, wie es ist. Die 3te Perzentile heißt ja, dass 3 Prozent der GESUNDEN Kinder leichter und kleiner sind. Hier ist einer, der die Kurve immer weiter hochwandert. Mittlerweile jenseits der 97 ten ist. Mir wird gesagt, dass ich ja zufüttern muss, weil die Milch, das kann ja nicht reichen. Du siehst also, wie man's macht,macht mans falsch. Und ganz ehrlich, ich finds anstrengend, dass er so arg groß und schwer ist. Ich muss das schließlich schleppen!
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deidamaus
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Re: Schwierigkeiten mit Beikost

Beitrag von deidamaus »

jaloca hat geschrieben:@Deidamaus
Also meine Tochter ist genau am 1. Mai 2015 geboren, also läuft aktuell der 11. Monat. Und sie ist 7250 g schwer (heute gemessen) und am 05.02. war sie 67.8 cm lang. Auf die Welt kam sie mit 3540 g und 47 cm.
Das sieht doch nach einer ganz normalen Zunahme in der Zeit aus.
Aktuell sieht es so aus, dass sie nach dem Darm-Infekt genau 2-3 Tage hatte, an denen alles gut war. Seit heute (in der Nacht angefangen) ist sie verschnupft und niest viel. Mein Sohn läuft seit 1 Woche mit Schnupfen herum und ist immer so nah bei ihr, ev. hat er sie angesteckt oder sie hat sich irgendwo erkältet. Super! Wie soll denn Essen schmecken mit Schnupfen? Ich habe mich schon gefreut, dass es mit dem Essen aufwärts gehen wird.
Du könntest ihr eventuell mit Kochsalznasentropfen oder auch "richtigen" Nasentropfen Erleichterung verschaffen.
OK, also Du ratest mir anstatt Pulvermilch, wenn schon, dann eher normale Kuhmilch zu geben z.B. als Shake mit Banane und Mandelmus. Oder pflanzliche Milch wie Reismilch oder Mandelmilch.
Dies aber nur im Rahmen einer normalen Beikost, d.h. einmal am Tag gibt es halt so einen kalorienhaltigen Shake (wenn sie ihn mag) und nicht als Muttermilchersatz, den du ja auch nicht brauchst, da du noch stillst.
Ja, ich kenne diese "Anti-Kuh-Milch-Strömung" und muss sagen, dass ich mir selber noch keine Meinung diesbezüglich gebildet habe, aber ich lese viel. Ich weiss, dass Milch verschleimt und Pilzwachstum begünstigt.
Ich bin auch kein Kuhmilch-Fan (Kuhmilch ist für Kälber gemacht und nicht für Menschen), aber im Rahmen einer normalen Mischkost, sind Kuhmilchproduke vollkommen okay. Kuhmilch zum Trinken lehne ich dagegen ab (aus mehreren Gründen). Meine Kinder dürfen auch selber entscheiden, was sie an Milchprodukten mögen, da es aber bei uns im Haushalt davon eh nur wenige gibt, können sie garnicht so viele zu sich nehmen.
Ich finde aber oft auch sehr kritische Stimmen, bei Säuglingen pflanzliche Milch als Hauptmilch zu geben, da dort vieles fehlen würde, sie bekämen Mangelerscheinungen etc. Ich würde glaube ich am ehesten dazu tendieren, Kuhmich in Massen zu geben, aber nicht wegzulassen.

:lol: Maßen meintest du wahrscheinlich. Als Hauptnahrung für Babys ist nur Muttermilch und Formula geeignet.
Ich weiss nicht, ob ich die Kuhmilch mit meiner abgepumpten Milch mischen könnte? Ganz wenig und dann allmählich erhöhen? Quasi als langsame Schritte in Richtung Kuhmilch-Einführung?
Das würde ich nicht machen. Es wäre schade um die eventuell dann nicht getrunkene Muttermilch und es ändert nichts an der Verträglichkeit dieser.
Weisst Du, bei so vielen Allergien, wie unser Sohn sie hatte, wartet man sehnsüchtig darauf, dass sich zumindest etwas auswächst und man mehr geben kann. Als sich die Milch bei ihr ausgewachsen hat (da war er 2 oder 2 1/2), war es so ein Segen! So viel Neues hat er plötzlich probieren können und nahm so schön zu...
Deswegen bin ich gegen das Weglassen einzelner Nahrungsmittel, wenn keine Allergie vorliegt. Umso reichhaltiger (reich an verschiedenen Nahrungsmitteln) das Essensangebot, umso mehr Wahlmöglichkeiten hat dein Baby. Außerdem bestehen viele für Kinder schmackhaft und kalorienhaltige Lebensmittel oft aus Gluten- und Milchprodukten (Nudeln, Brot, Sahnesoßen, Joghurt,...).
Deswegen, wenn man etwas nicht essen DARF, ist man, denke ich, weniger dazu bereit, freiwillig auf etwas zu verzichten...(so quasi aus Überzeugung z.B. keine Kuhmilch trinken). Man ist nur froh, wenn man überhaupt etwas essen kann. Heute ist er 4 und ich schaue einfach, dass er nicht zu viel Milchprodukte zu sich nimmt, bin aber unendlich froh, dass er Käse, Butter, Rahm, Joghurt etc. essen kann. Aber gell, ich weiss nicht, wie ich es nun mit der kleinen machen soll.
Biete ihr einfach auch Käse, Butter, Rahm, Joghurt etc. an.

Am liebsten würde ich, glaube ich schon, diese chemische Pulvermilch umgehen und lieber gleich Kuhmilch geben, habe aber solche ANgst :shock:. Darum meine Frage, ob ich mischen könnte? Na ja, und dann ist noch der Gluten da, gell...
Dann lass Kuhmilch pur doch weg und verwende die verarbeiteten Produkte, wie Rahm, Butter (kann man gut pur mit der Hand essen :wink:), Joghurt, Käse. Und dann koche deinem Baby mal normale Nudeln und mach Butter dran.

Liebe Grüße von deidamaus
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Re: Schwierigkeiten mit Beikost

Beitrag von Schlumpentump »

Jaloca, tut mir leid dass es so frustrierend für dich ist. Ich kann das absolut nachvollziehen, mein Großer kam mit 3085 g auf die Welt und alle haben uns sofort verrückt gemacht, dass er so leicht wäre. Aufgrund falscher Beratung, fehlender Unterstützung usw. hat er nach vier Wochen nur noch die Flasche bekommen und trank wirklich viel (6x 240 ml am Tag). Trotzdem war er immer auf der 25er-Perzentile und eher zierlich.

Als der Kleine kam war ich sooo stolz und erleichtert, dass er mit 3480 g so ein gutes Startgewicht hatte. Dann rutschte er in den Perzentilen immer weiter runter bis wir zwischenzeitlich auch auf der 3. angekommen waren. Nun schwankt es immer mal, aber ich denke, dass er im einstelligen Bereich bleiben wird. Um uns herum gibt es auch nur schwere Kinder, die mit 6 Monaten so schwer sind wie mein Kleiner mit einem Jahr :? Aber klar, die 3 % leichteren zu finden ist rein statistisch schon ziemlich unwahrscheinlich. Und immer gab es wieder Momente, in denen ich mich fragte, ob er nicht doch zu wenig bekommt und mich entsprechend schlecht fühlte :cry: Und dann wird man ständig angesprochen, wie zierlich er sei... Ich kann es NICHT mehr hören, nehme es aber mittlerweile auch nicht mehr persönlich.
jaloca hat geschrieben: Dann denke ich echt: ist meine MuMi weniger wert wie diese Pulvermilch, dass ich keine Kinder "züchten" kann, die normal zumindest im Durchschnitt sind?
Tania hat hier zu dem Thema mal etwas schönes geschrieben, woran ich mich immer festhalte:
tania hat geschrieben:und ich nutze den moment, um noch einmal anzumerken, dass es nicht besser ist, wenn babys speckig sind.

das entspricht vielleicht dem bild, "wie babys zu sein haben". (obwohl auch frauen mit dicken babys gesagt bekommen, dass sie so ein dickes baby ja unmoeglich nur mit (wahlweise "so ner kleinen" :roll: :twisted: ) brust ernaehren koennten)

aber es gibt schlicht speckigere babys und weniger speckige babys. rueckschluesse auf die milchmenge, das stillmanagement oder aehnliches laesst es aber nicht zu.

ich glaube, dass dieses verlangen nach "dicken babys" auch daher kommt, dass die brust eben nicht messbar milch produziert. so soll wenigstens das baby eindeutig viel abbekommen. dass das duenne kerlchen ununterbrochen strampelt und schwitzt wie nur was (was deutlich mehr energie verbraucht als fettpolster anlegen), wird dabei nicht bedacht.
Unabhängig vom Gewicht, hast du den Eindruck dass deiner Tochter etwas fehlt? Wirkt sie auf dich unterernährt oder ist es nur die Zahl, die dich verunsichert?
jaloca hat geschrieben:aber davon wird sie doch höchstens satt, aber nie im Leben zunehmen!! Im Brei kommt sonst noch Öl rein usw, er ist so viel nahrhafter...
Vielleicht muss sie auch gerade nicht zunehmen? Schließlich heißt es doch, Kinder essen, wenn sie wachsen und wachsen nicht, weil sie essen.
jaloca hat geschrieben:Und so kommt man sehr schnell auf die Idee mit dem Zufüttern, ist doch klar!
Logisch, aber womöglich isst sie dann noch weniger Beikost und nimmt unterm Strich auch nicht zu. Du hast ja selber geschrieben, dass du eher klein bist, ich denke dass da Veranlagung schon eine große Rolle spielt.

Liebe Leidensgenossin, ich weiß, dass das alles in der Theorie so schlüssig klingt und in der Praxis so schwer anzuwenden ist. Weil man sich so allein fühlt zwischen all diesen Durchschnittskindern, weil man besorgt ist und die Kleinen gut versorgt wissen will. Trotzdem hört es sich so an, dass alles in Ordnung bei euch ist, du deiner Kleinen eine optimale Ernährung ermöglichst und du einfach von den Zahlen (Gewicht, Essensmenge etc.) loslassen musst. Es ist so schwer, nicht alles kontrollieren zu können und auf sein Bauchgefühl und die Kleinen zu vertrauen, aber es lohnt sich.

Liebe Grüße!
Bleibt alles anders...
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Re: Schwierigkeiten mit Beikost

Beitrag von jaloca »

@Serafin
Ach ja, gell, man will immer das, was man nicht hat... Ich war vorgestern mit meiner Freundin an einer Ausstellung,ich bin Patentante ihres Sohnes (eben dieses 97%-Perzentille-Baby) und da ist mir echt der Arm abgefallen und dachte mir auch, dass das mühsam sein muss. Aber weisst Du, andererseits... kaum eins dieser molligen Babys bleibt so mit 1-2-3 Jahren. Irgendwie normalisiert es sich mit der Zeit und das Beste finde ich daran, dass diese Babys eben so grosse Reserven haben. Da können sie ruhig ein Infekt nach dem anderen haben und appetitlos sein und abnehmen wieviel sie wollen und man kann total entspannt zurücklehnen und nicht denken: Oh Gott, auf welcher Linie sind wir jetzt...?
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Re: Schwierigkeiten mit Beikost

Beitrag von jaloca »

@Deidamaus
jaloca hat geschrieben:Deswegen bin ich gegen das Weglassen einzelner Nahrungsmittel, wenn keine Allergie vorliegt. Umso reichhaltiger (reich an verschiedenen Nahrungsmitteln) das Essensangebot, umso mehr Wahlmöglichkeiten hat dein Baby.
Absolut! Ich bin so Deiner Meinung!! Es ist nur die reine Angst bei uns, da eben mit unserem Sohn alles so schwierig war und er jetzt mit 4 Jahren immer noch kein Gluten und Ei essen kann. Ich weiss, dass wir uns da überwinden müssen und ich habe das Gefühl, dass Du dies mit uns noch erleben wirst :lol:. Ich weiss, dass sie jetzt schon genug gross ist. Schwerer fiel es mir mit 4-5-6-7 Monaten (die Entscheidung zu treffen noch zu warten), da man dort ja so ein Stress macht mit "Auf keinen Fall mit Gluten warten und zu spät einführen, je später, desto schlimmer, unbedingt zwischen 4 und 6 Monaten, bla bla ". Mag alles sein, aber nachdem wir unserem Sohn mit 6 Monaten Gluten gaben (Brotkrümmel!) und er fast in der Notaufnahme landete, habe ich mir geschworen, nächstes Mal mehr Zeit zu geben, denn jedes Kind hat ein eigenes Immunsysten, seine eigenen Prädispositionen usw. Für mich macht es auch Sinn: Immunsystem ist später reifer usw. Deswegen kann ich nun leichter die Entscheidung treffen, jetzt langsam mit den Experimenten anzufangen, aber laaangsam :) .
jaloca hat geschrieben:Das würde ich nicht machen. Es wäre schade um die eventuell dann nicht getrunkene Muttermilch und es ändert nichts an der Verträglichkeit dieser.

Ach so, ich dachte eben genau, dass sie dann ev verträglicher ist? "Pulvermilch-Frauen" mischen oft mit Kuhmilch (so höre ich oft), deswegen dachte ich, dass ich es mit Mumi auch machen könnte...
jaloca hat geschrieben:Dann lass Kuhmilch pur doch weg und verwende die verarbeiteten Produkte, wie Rahm, Butter (kann man gut pur mit der Hand essen :wink:), Joghurt, Käse. Und dann koche deinem Baby mal normale Nudeln und mach Butter dran.
Ja, genau das tönt für mich am vernünftigsten. Ich werde vermutlich mit einem Flöckchen Butter in den (erstmal noch glutenfreien) Nudeln anfangen und dann schauen wir weiter. Rahm ist natürlich sehr fetthaltig, da bin ich absolut überzeugt, dass sie davon schön zunehmen... Fetakäse ginge auch, gell? Wir sind eben so Feta-Fans, obwohl mir bewusst ist, dass da keine Kuhmilch drin ist, sondern Schaf- und Ziege, oder? Und das mit dem einmaligem Shake am Tag finde ich eine super Idee, wenn sie das mag. Reismilch kennt sie schon, da hat sie nicht reagiert, ev. werde ich diesen eben mit Reismilch machen und gaaanz einwenig Kuhmilch reintun und schauen, was passiert. Wenn Milchprodukte gut laufen, spricht gegen Gluten absolut nichts. Aber eindeutig würde ich lieber erst mit den Milch-Sachen anfangen als Gluten. Meinst Du, dass ich jetzt gleich anfangen soll oder lieber den Schnupfen abwarten? Ja, Kochsalzlösung tue ich rein, hier in der Schweiz haben wir so Ampullen für Babys...

Was ich Dich noch fragen wollte: Wenn man von den Allergie-gefährdeten Kindern wegschaut, wie ist es bei "normalen" Kindern? Wann gibt man das erste Mal Eier und Fisch? Und wie ist es mit rohem Gemüse? Sie mag die kleinen Cherry-Tomaten so gerne, bin aber nicht sicher, ob das OK ist? Salat etc sollte man ja auch nicht zu früh geben, oder?

Was würdest Du mit eingefroreneer Milch machen, die mit Juni-Juli datiert ist? Bis 1 Jahr sollte es OK sein, oder? Habe nicht mehr so viel davon, aber wegleeren möchte ich es nicht. Das mit Badewasser kenne ich natürlich.
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Re: Schwierigkeiten mit Beikost

Beitrag von jaloca »

@Schlumpentump
Schlumpentump hat geschrieben:nach vier Wochen nur noch die Flasche bekommen und trank wirklich viel (6x 240 ml am Tag). Trotzdem war er immer auf der 25er-Perzentile und eher zierlich.
Echt? Gibt es das auch? Ich dachte immer, dass man diese molligen Babys immer mit grossen Pulvermengen erzielt...
jaloca hat geschrieben:Um uns herum gibt es auch nur schwere Kinder, die mit 6 Monaten so schwer sind wie mein Kleiner mit einem Jahr
GENAU! Der Sohn meiner Freundin, deren Patentante ich bin, ist genauso lang und schwer wie meine Tochter und er ist knapp 3 Monate und meine Tochter 11! Echt schlimm...
Schlumpentump hat geschrieben:Und immer gab es wieder Momente, in denen ich mich fragte, ob er nicht doch zu wenig bekommt und mich entsprechend schlecht fühlte :cry: Und dann wird man ständig angesprochen, wie zierlich er sei... Ich kann es NICHT mehr hören, nehme es aber mittlerweile auch nicht mehr persönlich.
Ich frage mich dies die GANZE Zeit und sollte mir an Dir ein Beispiel nehmen, woran ich arbeiten muss... Das geht nicht, dass man es immer so persönlich nimmt. Das schlimmste ist es auch, wenn es von der eigenen Familie kommt: meine Mutter, mein Mann... ständig dieses "Was spricht dagegen ihr zusätzlich Aptamil zu geben?". Ich könnte schreien! Das braucht echte Nerven und Selbstbewusstsein, dass wir das, was wir machen, absolut ausreichend ist! Und da habe ich klar Mängel: ich bin nicht gerade die selbstsicherste, lasse mich sehr schnell verunsichern.
jaloca hat geschrieben:Unabhängig vom Gewicht, hast du den Eindruck dass deiner Tochter etwas fehlt? Wirkt sie auf dich unterernährt oder ist es nur die Zahl, die dich verunsichert?
Nein, unabhängig vom Gewicht und Grösse habe ich Null Bedenken. Sie ist mit 8.5 Monaten aufgestanden und seitdem sitzt sie kaum ab, sie steht den ganzen Tag und läuft den Möbeln entlang mit Sich-Halten, kann so präzise nach Gegenständen und gar winzigen ein paar cm-grossen Gegenstänen greifen, sie ist aufmerksam, hat eine sehr laute Stimme, wenn sie möchte :lol: ... eigentlich habe ich keine Sorgen, ausser, dass sie mit einem ganz kleinen Loch im Herz auf die Welt kam, welches mittlerweile schon zu sein sollte, denn die Ärzte hören keine Herzgeräusche mehr. Die jährliche Kontrolle steht uns im Sommer bevor. Aber auch mti dem Loch hiess es, dass es absolut bedeutungslos sei, dass es sie nicht beeinträchtigen wird und NIE operationsbedürftig werden würde, da so winzig und dass sie damit tauchen, fliegen.. alles machen könne. Du hast absolut recht: es sind nur diese Zahlen und Graphiken und die Vergleiche mit anderen Gleichaltrigen, die mich so verunsichern!
jaloca hat geschrieben:Logisch, aber womöglich isst sie dann noch weniger Beikost und nimmt unterm Strich auch nicht zu.
Siehst Du, daran habe ich gar nicht gedacht, dass der Schuss nach hinten los gehen könnte... Für mich war klar: mehr Milch und gleichzeitig gleich viel Brei...

Vielen lieben Dank für Deine liebe Unterstützung, Schlumpentump, man sieht, dass Du mich wirklich verstehst :knutsch
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Brianna
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Re: Schwierigkeiten mit Beikost

Beitrag von Brianna »

Jaloca, ich habe hier mittlerweile zwei Kinder. Der Große ist immer noch eher schmal und isst trotzdem Unmengen. Wir bekommen auch von der Kita immer rückgemeldet, dass er viel isst. Dann folgt: dabei ist er so dünn. Unsere Kleine hatte jetzt bei der U4 die Größe vom Großen bei der U5 und wog fast ein halbes Kilo mehr. Ich habe jetzt nach einem unter allen Perzentillen gestartetem Kind, dass lange auf der 3. Perzentille war, jetzt ein Kind am oberen Ende der Skala. Jetzt werde ich dauernd gefragt, warum ich sie schon wieder stille. Man kann es keinem Recht machen.

Wir haben J bis auf rohes Ei, Fisch, Fleisch, Honig und ganze Nüsse eigentlich alles probieren lassen und nur auf kein oder wenig Salz geachtet. Da er auch immer so dünn war, haben wir ihm eher kalorienreiches angeboten. Also eher den 10% gen Sahne-Naturjogurt. Mandelmus als Brotbelag, da er keinen Brei mochte. Nudeln mit Butter, Katoffelpüree mit Sahne und Butter. Er hat übrigens lange Butter pur gegessen und jetzt mag er meist keine mehr.

Gruß Brianna
J 05/13 L 12/15
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deidamaus
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Re: Schwierigkeiten mit Beikost

Beitrag von deidamaus »

jaloca hat geschrieben:"Auf keinen Fall mit Gluten warten und zu spät einführen, je später, desto schlimmer, unbedingt zwischen 4 und 6 Monaten, bla bla ".
Das hat man früher geglaubt und ist mittlerweile nicht mehr aktuell.
Mag alles sein, aber nachdem wir unserem Sohn mit 6 Monaten Gluten gaben (Brotkrümmel!) und er fast in der Notaufnahme landete, habe ich mir geschworen, nächstes Mal mehr Zeit zu geben, denn jedes Kind hat ein eigenes Immunsysten, seine eigenen Prädispositionen usw. Für mich macht es auch Sinn: Immunsystem ist später reifer usw. Deswegen kann ich nun leichter die Entscheidung treffen, jetzt langsam mit den Experimenten anzufangen, aber laaangsam :) .
Da kann ich dich voll verstehen. Die Wahrscheinlichkeit, dass dein Baby auch so darauf reagieren wird, ist aber denkbar gering.
Das würde ich nicht machen. Es wäre schade um die eventuell dann nicht getrunkene Muttermilch und es ändert nichts an der Verträglichkeit dieser.

Ach so, ich dachte eben genau, dass sie dann ev verträglicher ist? "Pulvermilch-Frauen" mischen oft mit Kuhmilch (so höre ich oft), deswegen dachte ich, dass ich es mit Mumi auch machen könnte...
Vielleicht um die Kinder an den Geschmack zu gewöhnen?
jaloca hat geschrieben: Fetakäse ginge auch, gell? Wir sind eben so Feta-Fans, obwohl mir bewusst ist, dass da keine Kuhmilch drin ist, sondern Schaf- und Ziege, oder?
Richtig. In Feta ist normalerweise nur Schafs- und Ziegenmilch verarbeitet, keine Kuhmilch. Ich vermute aber, dass dein Baby dies eher ablehnen wird (meine mögen alle keinen Feta). Oliven mögen aber viele Kinder, vielleicht wäre das etwas?
Und das mit dem einmaligem Shake am Tag finde ich eine super Idee, wenn sie das mag. Reismilch kennt sie schon, da hat sie nicht reagiert, ev. werde ich diesen eben mit Reismilch machen
Reis ist auch eines der Lebensmittel, auf das fast nie eine Allergie entwicklet wird.
und gaaanz einwenig Kuhmilch reintun und schauen, was passiert. Wenn Milchprodukte gut laufen, spricht gegen Gluten absolut nichts. Aber eindeutig würde ich lieber erst mit den Milch-Sachen anfangen als Gluten. Meinst Du, dass ich jetzt gleich anfangen soll oder lieber den Schnupfen abwarten?
Fang ruhig an (wenn du dich traust :wink:).
Was ich Dich noch fragen wollte: Wenn man von den Allergie-gefährdeten Kindern wegschaut, wie ist es bei "normalen" Kindern? Wann gibt man das erste Mal Eier und Fisch?
Ab Beikoststart. Eier, Fisch und Fleisch sollten halt durchgegart und nicht roh gegeben werden. Und auch allergiegefährdete Kinder können dies bekommen.
Und wie ist es mit rohem Gemüse? Sie mag die kleinen Cherry-Tomaten so gerne, bin aber nicht sicher, ob das OK ist? Salat etc sollte man ja auch nicht zu früh geben, oder?
Da spricht nichts dagegen. Schneide sie vorher durch, dann kann dein Baby sie haben. Salatblätter gehen halt ohne Zähne noch nicht. Mein Jüngster hat aber mit einem Jahr (und mit 16 Zähnen) schon Salat gegessen.
Was würdest Du mit eingefroreneer Milch machen, die mit Juni-Juli datiert ist? Bis 1 Jahr sollte es OK sein, oder? Habe nicht mehr so viel davon, aber wegleeren möchte ich es nicht. Das mit Badewasser kenne ich natürlich.
Länger als ein halbes Jahr würde ich sie nicht als Nahrung verwenden.

Liebe Grüße von deidamaus
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Re: Schwierigkeiten mit Beikost

Beitrag von Neuhier »

Ich hab nur die Seite gelesen, aber mich hat die Sorge um die zierlichen Babys bewegt.

Ich habe auch zwei zierliche Kinder. Eins geboren mit 3110 gramm auf 53 cm und eins mit 2990 Gramm auf 50 cm. Beim ersten Kind hat mich das KKH auch verrückt gemacht "zu leicht". Ja was kann ich ändern.

Bei Kind 1 hab ich eine mehr oder weniger dramatische Stillgeschichte und nach 7 Wochen bekam es die Flasche. Da holte das inzwischen halb verhungerte Kind erstmal auf und wurde moppelig. Das blieb aber nicht so. Schon mit dem nächsten Wachstumsschub war Kind wieder zart. Ich hab jetzt ein schlankes, drahtiges dreijähriges mit einer Roßnatur. Klar, mal husten und schnupfen aber ansonsten quasi null Krankheiten. Kind isst sehr gut. Aber hängen bleibt halt nichts.

Kind zwei wurde gestillt. Und so sehr ich mich auch bemühte, Milch ins Kind zu bekommen. Es blieb zart und zierlich (der Kia hat das auch im U-Heft so vermerkt). Ist auf der Linie Größe zu Gewicht zeitweise unten rausgefallen. Und ist aber genauso topfit wie Kind 1.

Weder bei Kind 1 noch bei Kind 2 hat die (durchaus kalorienhaltige) Beikost an der Statur großartig was geändert.
Delivery 04/13 + 07/15
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