Entwicklungsverzögert?

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Knotterhexe
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Entwicklungsverzögert?

Beitrag von Knotterhexe »

Hallo ihr Lieben,

das meine Tochter zu den späten Krabblern gehörte (11 Monate), hab ich inzwischen verdaut :D . Was jedoch mir akut Sorgen bereitet ist, dass sie JETZT erst ihre ersten Schritte macht. Diese beginnt sie nur zögerlich und versucht so schnell wie möglich zum nah gelegenen Ziel zu kommen. Ansonsten möchte sie sich NUR an meiner Hand festhalten.

Jetzt sagt man ja, dass Kinder die sich motorisch später entwickeln, eher sprachlich weiter sind. Aber AUCH DAS trifft bei ihr NICHT zu.Im Gegenteil, zu ihrem Wortschatz zählen : da (universalwort für "da schau mal"/"das möchte ich haben" "ja"), an, aus, zu, oah (für Ohr), goak goak, wuff wuff, papa,tschu/ tschau (für tschüß oder ciao)

Die gleichalten, bzw. jüngeren Kinder in der Krabbelgruppe sind die viel weiter!

Ich nehme nicht an, dass es ein Hörproblem ist, da sie auch leise Geräusche wahrnimmt (und dabei ihre Hand ans Ohr legt;-)). Ich singe viel mit ihr, und verbalisiere Alltagssituationen (" Die Ampel ist rot, jetzt müssen wir warten", " Heute gibt es Reis mit Zuchini" etc.) Wir schauen auch gemeinsam Bücher an.


Sie versteht schon einiges, kann aus mehreren Bücher ein bestimmtes heraussuchen, zeigt mir bestimmte Gegenstände (Kipplader, Hase, Blumen, Apfel, Brille, Reifen, Schuhe, Banane, Lamm, Hund, Vogel, Fuchs) kennt Familienmitglieder (Mama, Papa, Oma , Opa, Tante) und zeigt mir auch Körperteile ( Haare, Zunge, Nase, Ohren, Augen, Daumen, Brust, Bauchnabel, Popo, Füße). Schon mit 12 Monaten kannte sie die Bewegungen bei bestimmten Lieder :D (Aramsamsam, Begrüßungslied und Abschiedslied)

Trotzdem mache ich mir Sorgen! Liegt es an mir oder ist es ein anderes Problem?? Ich habe durch die Krabbelgruppe ja den direkten Vergleich. :cry:

LG
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SchneFiMa
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Re: Entwicklungsverzögert?

Beitrag von SchneFiMa »

Wie alt ist denn deine Tochter?
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Violet
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Re: Entwicklungsverzögert?

Beitrag von Violet »

Mit sowas würde ich immer zum Kinderarzt gehen. Übers Internet kann dir keiner eine Diagnose stellen bzw sagen was "normal" ist und was nicht. Du wirst zig Meinungen hören die dich in deinem individuellen Fall kein Stück weiter bringen. Ich verstehe es dass du dir Sorgen machst und es dich wahrscheinlich beruhigen würde,wenn jetzt viele antworten "bei uns war das auch so", aber das kann trotzdem heissen das es bei euch anders ist. Wenn du dir wirklich Gedanken machst geh zum Kinderarzt und teile ihm deine Sorgen mit. Der kann das besser einschätzen als ein paar User die weder dich noch deine Tochter jemals gesehen haben.
J. (11/2012)
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Re: Entwicklungsverzögert?

Beitrag von Linda89 »

Besonders wegen deines Threads im Stillforum würde ich auf jeden Fall den Kinderarzt konsultieren und eure Ernährung erwähnen.

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Re: Entwicklungsverzögert?

Beitrag von Latascha »

Ein Alter hab ich jetzt auch nicht heraus gelesen. Das wäre noch hilfreich, wenn du es dazu schreibst. :)
Letztendlich aber kann dir hier keiner die Sorgen nehmen, oder du solltest dich nicht durch zehn Beiträge: "mach dir keine Gedanken, das ist ganz normal, war bei mir auch so" beruhigen lassen, wenn du wirklich glaubst, das etwas nicht ganz rund läuft.
Da würde ich mir auch einen Termin beim Kinderarzt geben lassen und das gezielt ansprechen!
Liebe Grüße
Latascha
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Linda89
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Re: Entwicklungsverzögert?

Beitrag von Linda89 »

Das Kind wurde wohl etwa im August 2014 geboren: http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 2&t=196018. Ist jetzt also 1,5 Jahre alt.

Ich zitiere mal aus dem Stillthread:
Teazer hat geschrieben:Auf Milchprodukte kann man verzichten. Auch Fleisch ist nicht unbedingt nötig für eine ausgewogene Ernährung. Bezüglich Gluten hat MaareMum aber absolut recht. Glutenfrei ist für Gesunde ein Trend, der weder physiologische noch medizinische Grundlagen hat. Der Mensch, insbesondere in Europa, isst seit Jahrhunderten glutenhaltiges Getreide und ist daran angepasst. Es gibt absolut keinen Grund, auf Gluten zu verzichten, wenn man weder an Zöliakie noch Sprue leidet.

Glutenhaltige Getreide liefern viele Nährstoffe, die bei einer ovo-vegetarischen oder veganen Ernährung wichtig sind. In diesem Kontext kann "nur Obst" ein Problem darstellen.

Ich schrieb weiter oben:
Teazer hat geschrieben:Baby bekommt ein ausgewogenes, gesundes Angebot
In Eurem Fall sollte das Angebot bestehen aus:

- Obst
- Gemüse
- Hülsenfrüchten
- Samen und Nüssen
- verschiedenen Getreideprodukten
- verschiedene Pseudogetreidesorten
- einer guten B12-Quelle
- einer guten Jod-Quelle
- Ei, wenn gewünscht
- Wasser
- Muttermilch

Kennst Du Dich im Bereich Ernährung gut aus? Es ist durchaus möglich ein Kind ovo-vegetarisch oder vegan großzuziehen. Aber da sollte man sich ein gutes Grundwissen erarbeiten. Sonst drohen Mangelerscheinungen, deren Folgen gerade bei Kindern nicht immer reversibel sind (ganz drastisch im Bereich B12).

Ich will Dir damit keine Angst machen. Ich bin selbst Veganerin. Aber wer von der üblichen Ernährung abweicht, muss gut Bescheid wissen.

Viele Grüße,
Teazer (ModTeam-Stillberatung)
SpicyChili hat geschrieben:Wurde in einem anderen "Veganerthread" nicht auch mal angesprochen, wie schlimm die Folgen einer, ich nenne es mal "veganen Mangelernährung" sein können? Also wenn man sich nicht gut informiert und dem Kind damit kein ausgewogenes Angebot bieten kann. Es berichtete doch auch eine von sehr stark zurückgebliebenen Kindern aus ihrem Bekanntenkreis. Die armen waren im Kleinkindalter und konnten noch nicht mal laufen, geschwiegen denn sprechen. Das fand ich sehr schlimm.
Knotterhexe hat geschrieben:Bisher haben wir nur zwei Ärzte mit denen wir über die Ernährung der Kleinen gesprochen haben. Aber ich muss auch zugeben, dass auch ich mich noch nicht intensiver mit den Nährstoffbedarf auseinandergesetzt habe.

Sind Nuesse nicht auch allergieauslösend? Also vom Gemüse her, mache ich mir keine Gedanken, da bekommt sie viel und abwechslungsreich angeboten! Wie macht ihr das, wie oft hintereinander bietet ihr das Gleiche an?

An Spinat habe ich mich zum Beispiel noch nicht herangetraut, obwohl ein guter Eisenlieferant. :oops:. Und auch bei den ganzen Sojaprodukten bin ich vorsichtig (selbst esse ich sie ja zu gerne 8) )

Da ich selbst nicht immer konsequent "vegan" lebe, dachte ich bekäme sie zwischendurch fehlende Nährstoffe durch die Mumi?!Denkt ihr echt, ihr "Leicht-"Gewicht liegt an ihrer Ernährung? :roll:
Teazer hat geschrieben:Hallo Knotterhexe!
Knotterhexe hat geschrieben:Sind Nuesse nicht auch allergieauslösend?
Du musst (und sollst) mögliche Allergieauslöser nicht vermeiden. Das macht keinen Sinn. Bei selbst allergischen Eltern sollte man bei der Einführung vorsichtig sein, ganz weglassen ist aber auch da nicht sinnvoll. Allergien müssen sich nicht vererben. Nüsse sollen lediglich nicht ganz angeboten werden, sondern gemahlen oder als Mus. Das jedoch wegen der Gefahr des Verschluckens.
Also vom Gemüse her, mache ich mir keine Gedanken, da bekommt sie viel und abwechslungsreich angeboten! Wie macht ihr das, wie oft hintereinander bietet ihr das Gleiche an?
Biete einfach das an was Ihr esst. Das muss keine bestimmte Reihenfolge oder Häufigkeit haben.
An Spinat habe ich mich zum Beispiel noch nicht herangetraut, obwohl ein guter Eisenlieferant. :oops:.
Spinat ist leider kein guter Eisenlieferant. Der Eisengehalt ist geringer als in Möhren und die enthaltene Oxalsäure reduziert die Aufnahme zusätzlich.

Gute Eisenlieferanten sind z.B. Hirse, Haferflocken oder auch Sojaprodukte und Getreide. Am besten immer mit Vitamin-C-reichem Obst oder Gemüse (z.B. Paprika) oder Muttermilch kombiniert.
Und auch bei den ganzen Sojaprodukten bin ich vorsichtig (selbst esse ich sie ja zu gerne 8) )
Bei meinen Großen habe ich anfangs auch auf Sojaprodukte verzichtet. Meine Kleine klaut mit regelmäßig Tofu vom Teller, am liebsten den mit viel Ingwer. [emoji38]
Da ich selbst nicht immer konsequent "vegan" lebe, dachte ich bekäme sie zwischendurch fehlende Nährstoffe durch die Mumi?!Denkt ihr echt, ihr "Leicht-"Gewicht liegt an ihrer Ernährung? :roll:
Nein, das Gewicht muss nicht daran liegen, es kann aber ein Zusammenhang bestehen. Vielleicht ist sie momentan bestens versorgt. Aber mit zunehmendem Alter braucht sie die Nährstoffe aus der festen Nahrung auf jeden Fall zusätzlich. Und dann kommt sie nur bei entsprechendem Angebot an alles was sie braucht.

Weißt Du wie Dein B12-Status ist? Supplementierst Du? Denn das B12 in der Muttermilch stammt vor allem aus der Nahrung. Daher ist tägliche orale Aufnahme über angereicherte Lebensmittel oder Supplemente wichtig für Stillmütter.

Um sicher zu gehen würde ich auch den Eisenspeicher (Ferritin) Deines Babys bestimmen lassen. Getreide ist in den ersten Beikostmonaten ohne Fleisch i.d.R. eine wichtige Quelle für Eisen.


Viele Grüße,
Teazer (ModTeam-Stillberatung)

Danach kam kein Beitrag mehr von knotterhexe.
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Re: Entwicklungsverzögert?

Beitrag von Knotterhexe »

Hallo,
achso, sie ist nun 18 Monate. Warum werde ich auf den älteren Beitrag angesprochen? Sie wurde 16 Monate lang noch gestillt und isst den gaaanzen Tag. Wir verzichten weiterhin auf glutenhaltige Produkte und vermeiden meist Milchprodukte und Fleisch (wenn es vermeidbar ist).Kann euch gerne Quellen weitergeben auf denen sich meine Einstellung stützt. Daher ernährt sie sich von Hirse, Quinoa, Amarant, Buchweizen, Reis und Kartoffeln sowie ALLEN Gemüsesorten ( Karotten, Blumenkohl, etc.), sie verträgt Nüsse (gibt es morgens ins Müsli und wird mit, Reis/Kokos/Mandelmilch vermischt). Sie mag Salat (insbesondere Chicorée) ,darf auch ein oder zwei Eier die Woche essen und liebt Obst. Sie trinkt überwiegend Wasser, gerne aber auch mal Tee. Manchmal gibt es auch Kuchen mit Agavendicksaft oder Stevia gesüßt. Ich hab sie lange nicht mehr gewogen, aufgrund ihrer Essmenge und ihren dicken Bäckchen mache ich mir da aber keine Gedanken mehr. Momentan trägt sie Größe 86 und inzwischen hat sie schon alle Zähne (Eckzähne kommen gerade).
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Re: Entwicklungsverzögert?

Beitrag von glückskind »

Knotterhexe hat geschrieben: achso, sie ist nun 18 Monate. Warum werde ich auf den älteren Beitrag angesprochen?
Weil da eventuell ein Zusammenhang besteht.
Es gibt Kinder, die in mehreren Bereichen nicht mit anderen Vergleichbar sind und das bis zum Schulstart gut einholen. Es gibt aber auch kinder, die ohne Begleitung erhebliche Defizite erlangen. Ich schließe mich an und würde mich damit auch bei einem kompetenten Arzt vorstellen.
..mit 3 Kindern 2012 und 2015 und 2018
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Re: Entwicklungsverzögert?

Beitrag von Knotterhexe »

Achja und sie liebt Fisch und isst hin und wieder selbst zubereiteten Spinat. Manchmal gibt es auch Rohkostsmoothies (in denen z.B. Weizengras ein B12 Lieferant ist ...)Jetzt verstehe ich auch, welchen Zusammenhang ihr vermutet. Ihr denkt dass sie mangelernährt ist?

Bis auf ihren wunden Hintern, ist sie eigentlich immer gesund. Bisher war sie vier- oder fünfmal erkältet, aber immer im Zusammenhang mit durchbrechenden Zähnen. Bis jetzt gab es noch kein Fieber oder sonstige Erkrankung. Sie wirkt nicht besonders müde (leider kommt sie seit dem 12. Lebensmonat mit 12,5 Stunden aus) und hat einen meeega Dickschädel. Schon seit 8 Monaten testet sie ihre Grenzen aus und trotz wenn ihr was nicht passt.

Hab nun trotzdem einen Arzttermin ausgemacht.

LG
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Re: Entwicklungsverzögert?

Beitrag von SchneFiMa »

Ich finde nicht, dass sich das für 18 Monate so schlecht anhört. Da du dir aber Sorgen machst, ist ein Arztbesuch sicher gut.

Meine Tochter krabbelte an ihrem 1. Geburtstag. Gelaufen ist sie dann mit fast 16 Monaten.

Es ist auch bei weitem nichts so, dass immer entweder die Motorik oder die Sprache sehr gut ist, es kann auch mal beides sehr gut sein, oder beides etwas später. Jedes Kind hat ein individuelles Entwicklungstempo. Vielleicht hat deine Tochter eben ein etwas langsameres. Vergleichen ist nie gut, das musste ich auch lernen und lerne es immer noch. Es bringt eine negative Sicht auf das Kind, die man selber eigentlich nicht möchte.

Daher denke ich, dass ein Arztbesuch für euch gut ist, dass du vielleicht deine Sorgen etwas runterfahren kannst.

Alles Gute!
SchneFiMa mit
der Großen (09/07) und der Mittleren (05/10)
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den zwei Burschis 26.02.18
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