Sohn an (Ersatz-)Oma gewöhnen?

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Pfefferminzie
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Sohn an (Ersatz-)Oma gewöhnen?

Beitrag von Pfefferminzie »

Hallo,
mein Kleiner ist jetzt 15 Monate alt. Er wird ab Juli in die KiTa gehen, da ich ab August voraussichtlich wieder arbeiten werde. Das Ganze bereitet mir jetzt schon etwas Kummer bereitet (Gefällt es ihm? Erträgt er die Zeit ohne mich? Ertrage ich die Zeit ohne ihn? ;) Ist er nicht noch etwas jung dafür? ... Vlt. kann mich da ja schonmal jemand beruhigen...)

Da ich es nicht schlecht fände, wenn ich vorher schonmal ein paar Stunden die Woche etwas mehr Zeit hätte, hatte ich die Idee, dass meine Tante - die Ersatz-Oma des Kleinen - vlt. einmal die Woche einen Nachmittag mit ihm verbringen könnte. Ich dachte auch, dass wir uns so beide schonmal an die Zeit getrennt gewöhnen könnten.

Das Problem ist nur, dass Sohnemann total fremdelt, auch bei ihr. An seine echte Oma ist er einigermaße gewöhnt (die kommt uns auch oft genug - gewollt oder ungewollt ;) - besuchen). Da würde es vermutlich gut gehen - zumindest wenn er nicht mitbekommt, dass ich weg bin. Aber die hat dafür keine Zeit in der Woche. Die Ersatz-Oma sieht er im Moment so einmal die Woche für ein paar Stunden, wenn wir zu Besuch sind. Dort hält er aber immer großen Abstand zu ihr. Wenn ich mich auch nur einen Meter von ihm entferne oder sie ihm zu Nahe kommt, fängt er schrecklich an, zu Jammern.
Wie könnte man die beiden denn aneinander gewöhnen? Ich würde ihn auf keinen Fall dort lassen, wenn er darunter leidet. Oder sollte ich es einfach lassen? Ich meine, unbedingt nötig ist es ja auch nicht. Andererseits gehen Kinder in seinem Alter ja auch schon lange in die KiTa und das klappt auch.

Habt ihr Ideen oder Tipps für mich? Danke schonmal.
Unterwegs mit Keks (10/2014), Kirsche (4/2018) und Beere (7/2022)
Nora
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Re: Sohn an (Ersatz-)Oma gewöhnen?

Beitrag von Nora »

Probier es doch einfach mit regelmäßigen Treffen. Es kann hilfreich sein, wenn du nicht von ihm weg gehst und deine Tante auch nicht direkt auf ihn zu sondern so langsames Gewöhnen. Vielleicht machst du während sie bei euch ist erstmal nichts oder was langweiliges und sie setzt sich z.B. auf den Boden und spielt mit Spielzeug oder mit etwas Neuem Interessanten, das er noch nicht kennt. Oder pustet Seifenblasen , was auch immer. Und dann wartet sie ab, dass dein Sohn sich IHR nähert.
Erst gehst du vielleicht noch mit hin, aber hältst dich zurück. Das macht ihr ein paar Treffen lang, erstmal ohne Trennung. Sie spielt mit ihm und du bist einfach nur da. Du drängst ihn nicht und sie nimmt ihn nicht einfach, sondern macht erstmal immer so weit wie er mag. Nur Mut, das klappt schon, wenn sie einigermaßen einfühlsam ist.
Später kannst du dann ja mal kurz rausgehen, erstmal nzr Müll wevgringen, dann vielleicht kurz was einkaufen. Immer nach Gefühl langsam steigern.
Viele Grüße

Nora mit drei Mädels (08/2006), (07/2009) und (06/2015)
08u11
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Re: Sohn an (Ersatz-)Oma gewöhnen?

Beitrag von 08u11 »

Grundsätzlich unterschreibe ich bei Nora.

Bei meinen Kindern wäre für 'regelmäßig' in dem Alter allerdings mindestens 3x/Woche für ein paar Stunden oder eben längere Anwesenheit am Stück nötig gewesen. Die Minimaus macht gerade die Eingewöhnung bei der TaMu, da hieß es, dass - zumindest theoretisch - ein Tag Pause dazwischen ideal ist. Also wir machen die Gewöhnung gerade immer Mo, Mi und Fr und halt zunehmend länger. Bei so Sachen wie Kinderturnen oder ähnlichem, das nur 1x/Woche ist, sinde meine Jungs erst mit weit über 3 Jahren allein geblieben.
Nina mit A. (11/2008), J. (03/2011), Minimaus (28/01/15), Babyzwerg (15/02/2019) und Weihnachtsengel im Herzen (Januar 2018, 10. Woche)
zoberlotte
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Re: Sohn an (Ersatz-)Oma gewöhnen?

Beitrag von zoberlotte »

Mir war von Anfang an klar, dass ich nach einem Jahr wieder arbeiten gehen muss, deswegen habe ich meine Tochter von Anfang an bei jeder Gelegenheit aus der Hand gegeben. Ich habe auch jeden in den Wagen gucken lassen, der wollte, jeder durfte sie ansprechen. Ich weiß nicht, ob es daran lag, aber sie war schon immer sehr aufgeschlossen... Sie hat nie gefremdelt... Vielleicht lag es aber auch an ihrer Persönlichkeit und gar nicht daran, wie ich das gehandhabt habe...

Ich glaube, ich würde einfach ganz viele Besuche (so oft wie möglich) organisieren, so dass sich dein Sohn daran gewöhnt, jemanden anders als nur dich um sich zu haben. Die Annäherung würde ich auch nicht erzwingen, das kommt von ganz alleine. Mit der Gewöhnung kommt sowieso alles andere von alleine...

Deine Gefühle zur Kinderbetreuung kenne ich... Ich war auch an manchen Tagen nicht so weit und bin sooo traurig von der Krippe nach Hause gelaufen, als ich noch nicht wieder arbeiten musste. Aber meine Tochter hat sich sehr gut eingelebt und sich super wohl gefühlt, sodass sie oft gar nicht mit mir nach Hause gehen wollte, wenn ich kam, um sie abzuholen. Und schließlich kam die Zeit, in der ich wieder arbeiten ging... Und bis dahin wusste ich, dass es ihr gut geht, so war es für mich weniger problematisch. :)
Lotte (04/1982) mit Juniorin (10/2012) und Junior (09/2015) auf der Suche nach Problemlösungen :)
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