Ich finde es wenig hilfreich, zu sagen, "komm, stell Dich nicht so an", ich finde es aber auch nicht hilfreich, zu schreiben, es gibt "Übermütter und normale"
Ich kann es total nachvollziehen, dass man als Mutter nicht jeden Abend Stunden seiner Lebenszeit wach im Schlafzimmer verbringen will. Das finde ich ein legitimes Mütterbedürfnis. Moonrises Kind hat das Bedürfnis, nicht allein im Zimmer zu sein, das finde ich ein legitimes Kinderbedürfnis. Und da stehen zwei Bedürfnisse gegenüber, die ich beide gleichwertig finde, und die Aufgabe ist nun, einen Kompromiss zu finden, mit dem beide gut leben können.
Nach "noch nicht müde" klingt das für mich auch nicht, was Du so schreibst, moonrise. Meine Vermutung ist, dass sie nicht schnell in den Schlaf findet, und sich dann einsam fühlt, was sie wiederum am Einschlafen hindert, und dann beißt sich die Katze in den Schwanz
Könnt ihr ihr die Zeit vor dem Einschlafen irgendwie versüßen und in der Zeit noch einmal alle Sinne des Kindes ansprechen? Dein Kind noch für eine viertel Stunde mit guter Laune und Aufmerksamkeit überschütten. Vor dem ins Bett gehen wird Dein Kind ausgiebig durchgekitzelt, bis sie keine Luft mehr kriegt vor Lachen. Dann kriegt sie noch einen Kakao (oder so). Dann legt sich Dein Kind ins Bett, und kriegt von Dir (oder Papa ! ) eine Massage, zb "Pizza backen", auf dem ganzen Körper. Oder am ganzen Körper mit einem Noppenball abrollen. Oder..... Dann liest Du ihr noch eine vorher abgesprochene Anzahl an Geschichten vor. Dann noch einmal ausgiebig kuscheln, küssen, streicheln, und dann gehst du raus. Evtl. ein kleines Schummerlicht anlassen, oder die Tür zum Flur auflassen.
Wie geräuschempfindlich ist Dein kleines Kind? Kann das alles im Schlafzimmer stattfinden? Ich kenne viele Kinder, die ohne Eltern aber zusammen mit ihren Geschwistern problemlos einschlafen.
Meine Kinder werden beim Vorlesen wunderbar ruhig, und meine Große schläft nur allein ein, wenn die Tür zum Flur offen ist, so fühlt sie sich nicht allein. Und ich sage ihr beim Rausgehen klar, wohin ich gehe (Küche, Wohnzimmer...), und was ich da mache (Aufräumen, Tatort kucken...). Das ist ihr total wichtig zu wissen.