Ist das noch normal?

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

Novalia
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Re: Ist das noch normal?

Beitrag von Novalia »

mein Kleiner ist auch ein Februar 2015 Baby, und er schläft momentan auch schlechter :)

Weil er aber mein zweites Kind ist, bin ich entspannter, glaub ich.
Ich WEIß, dass es wieder anders wird. Ich könnte dir jetzt so tolle Sätze sagen wie: mit zwanzig weckt sie dich bestimmt nicht mehr. Aber ich mag dir lieber ein paar Tips da lassen. Vielleicht passt ja irgendwas bei euch :)

- je weniger meiner tags schläft, umso schlechter sind die Nächte. Da er im Sling tags am besten schläft, schleppe ich ihn also gerne im Sling spazieren. Meist time ich die Ausflüge fürs Großkind so, dass die in eine Babyschafphase fallen. Entweder sind wir dann gemeinsam draußen, oder der Große ist weg = leise :mrgreen:

- er hat auch grade den zweiten Tagesschlaf weggelassen. Die Umstellung war beim Großen fürchterlich, das erlebe ich beim Kleinen wieder, das regelt sich mit der Zeit. Ich versuche den Tagesschlaf möglichst etwas nach hinten zu schieben, damit er abends bis 20.0 "durchhält". Sonst kommt er entweder mitten in der Nacht und will aufstehen, oder er findet erst mitten in der Nacht überhaupt in den Schlaf. Beides soof ;)

- ich habe alle beleuchteten Wecker verbannt. Ich dachte auch mal, ich mag es einfach wissen, wie oft er kommt. Aber es ist morgens ein anderes Gefühl, wenn man denkt, "ja ich war nachts ein paar mal wach" anstatt "Puh, er kam 11, dann um 00.30, ne halbe Stunde später schon wieder. Dann habe ich 2h geschlafen, und dann kam er alle 20 min."

- immer wenn ich (gezwungenermaßen) mit den Kindern ins Bett gehen, versuche ich mir klar zu machen, dass das eine kurze Phase meines Lebens ist. Bald kann ich wieder tun und lassen was ich will. Oder ich bin total erschöpft und bin froh um jede Sekunde Schlaf. Oder ich habe ein Tablet/Smartphone dabei :mrgreen:

-Beim Papa schläft er übrigens auch gerne im Sling/TT. Auch abends, wenn die beiden einen Spaziergang machen.

Aber ich glaube, am wichtigsten ist es, dieses Gefühl von "das wird NIE WIEDER anders" weg zu bekommen. Es ist nur eine Phase. Ein kleiner Teil deines Lebens, bald wird es wieder anders. Du machst das toll!
mit großem Knups an der Hand 07|12, kleinem Knups auf dem Rücken 02|15 und meinen Sternchen Luca *13.01.17 und *03|14 für immer im Herzen

Weder Bilder, noch Klänge, noch Wort´
könnten beschreiben, was an jenem Ort
mit mir geschehn, als ich dich gesehn
in jener Nacht den Schein hast entfacht.

Schandmaul
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Vivilotta
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Re: Ist das noch normal?

Beitrag von Vivilotta »

Solcita, danke für deine lieben Worte und wow, wie lang du das schon durchhältst.
Bisher ging es bei mir auch immer wieder, aber derzeit habe ich schon ein arges Tief. Ich weiß selbst gar nicht, warum genau jetzt... Tagsüber geht es mir auch einigermaßen gut, aber nachts könnte ich heulen (und tue ich derzeit auch oft), sobald sie das erste Mal aufwacht. Dieses lange Nuckeln bringt mich wirklich an die Grenze zur Wut. Wenn sie bis zum MSR nuckelt, dann trinkt und sich dann wegdreht (da hatte ich bisher wohl Glück!), dann ist das in Ordnung für mich, auch stündlich. Aber da ich oft so genervt bin vom Nuckeln und nach 3 mal Andocken pro Stunde die Brust auch Ewigkeiten braucht, um Milch zu geben, docke ich meist vorher ab, dann wacht sie wieder auf, das Spiel beginnt von vorne.
Ich hoffe, es liegt daran, dass ich bald meine Tage bekomme, das muss wohl an den Hormonen liegen, da ging es mir schon öfters so, nur nie so schlimm.
Es tut mir auch total leid, wie genervt ich dann von ihr bin, sie merkt das natürlich auch. Ich weiß dann manchmal gar nicht, ob es so gut, ihr dann so widerwillig die Brust zu geben. Oft wippe ich sie dann auch auf dem Pezziball, das funktioniert meistens, aber meine Knieeeee schmerzen doch schon sehr ...
Wickeln tu ich sie nachts nur, wenn sie richtig wach ist. Kann mal ne Woche gar nicht sein, und dann mal wieder 30 Tage am Stück. Die 4er windeln haben aber auch oft nicht 12 Stunden durchgehalten, die 4+saugen schon deutlich mehr auf.

Novalia, danke auch dir für deine Tipps. Mittagsschlaf ziehen ist hier sehr schwierig. Sie wird echt unerträglich dann. Ich glaube aber auch, dass die ultra schlimme Phase derzeit wegen der Umstellung ist. Das war auch schon so bei der Umstellung von 3 auf 2 Schläfchen.
Und du hast recht, ich werde den beleuchteten Wecker erstmal umdrehen. Es bringt ja eigentlich auch nichts, die genauen Uhrzeiten zu wissen.

Ich versuche mich in Geduld zu wahren. Die Geduld für Pantley, also immer vorher abdocken habe ich derzeit auch nicht befürchte ich. Also einfach weitermachen wie bisher???



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Re: Ist das noch normal?

Beitrag von Lösche Benutzer 21522 »

Oh das hört sich anstrengend an. Fühl dich mal ganz fest gedrückt!

Meine hat auch immer Schlafphasen wo sie ständig an die Brust will und ich genervt bin. Nacht werde ich manchmal auch richtig sauer.
Rückblickend zeigt sich oft, dass sie etwas neues verarbeitet oder zahnt oder laufen lernt, etc.... Da war die Verunsicherung meiner Kleinen oft groß, aber ihr fehlt einfach die Möglichkeit das auszudrücken. Daher schlägt sich sowas bei uns in Dauernuckeln und ständigem Stillen nieder. Vielleicht ist es bei euch auch so? Mir hat diese Sichtweise geholfen es etwas gelassener zu sehen.
Zudem habe ich auch beobachtet, je unwilliger ich wurde, desto mehr versuchte sie an die Brust zu kommen. Wahrscheinlich hatte sie das unbewusst gemerkt und eine Art 'Gegenversuch' gestartet. Aus diesem Kreislauf herauszukommen hat ein paar Tage gedauert nachdem ich das verstanden hatte. Ich habe es mir dann bewusst bequem gemacht und Kissen und Decken so gelegt, das ich im Liegen gut gestützt wurde. Auf meinem Nachttisch lag etwas zu trinken und essen (auch etwas Schoki) bereit, falls ich nachts Hunger habe.

Es hat etwas gedauert bis ich den Blick auf die Situation geändert hatte. Mittlerweile ist es oft gut und mal unruhiger nachts. Aber es geht mir besser damit.
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Vivilotta
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Re: Ist das noch normal?

Beitrag von Vivilotta »

Danke, herbstmami!
Ich glaube auch, dass es derzeit so unrund läuft, weil ich genervt bin, dann will sie noch mehr an die Brust, ich bin noch genervter etc.
Erklärungen gibt es einige, die lernt grad wirklich ganz viel, 2 Zähne kommen, sie hat Schnupfen...
Ich hoffe, ich werde bald wieder geduldiger. So ist es ja nur doof für uns beide...


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sonnenkäferlein
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Re: Ist das noch normal?

Beitrag von sonnenkäferlein »

liebe vivilotta,

lass dich nicht entmutigen, halte durch. das als wichtigste worte zu beginn!
ich kann alles, was du schreibst, so gut verstehen! bei uns ist es nicht so krass, aber ähnlich. der punkt, dass ich nicht mehr konnte und was ändern wollte, war erst neulich.
meine süße ist 11 monate und hatte zu dem zeitpunkt auch das bedürfnis, zumindest in der zweiten nachthälfte stündlich zu stillen. trotz dass sie direkt neben mir schlief und ich sie nur zu mir nehmen, stillen und zurücklegen musste, war es so anstrengend. stillen im liegen klappt bei uns nicht, leider, wir finden keine richtige position und wenn es meiner kleinen zu lange dauert, wird sie fast wütend und wir beide nur unnötig wacher. also setze ich mich schon immer schnell hin und stille, übrigens auch nur 2-3 minuten, dann schlafen wir.
nun war es so, dass wir nach und nach versucht haben, ihr das nächtliche stillen abzugewinnen. statt stillen rausnehmen und kuscheln, rumtragen. das ging anfangs gut, nach wenigen tagen wieder nicht mehr. sie schrie zwar nicht, wir waren ja da und sie brauchte natürlich nicht die milch als nahrung, sondern die brust als nuckelstiller - so wird es bei euch auch sein. aber sie schlief nicht mehr ein, fand nicht mehr zur ruhe. ich trug sie teilweise 2 stunden durchs zimmer und beim hinlegen war sie wieder wach. so eine maus kann mit 10 monaten schon 9 kg wiegen und ich dachte, ich breche auf dauer in der mitte durch... das macht nicht mal der trainierteste rücken mit. nächster schritt war dann, ihr bett von uns wegzustellen, als richtiges gitterbett aufzubauen, in der hoffnung, dass sie durch die 2,50 m-entfernung weniger mitbekommt und nicht so oft aufwacht. pustekuchen, hat gar nix gebracht und ich musste zum stillen nun aufstehen und habe gefroren und es war alles nur noch schlimmer. bis ich wieder ins bett und selbst zur ruhe kam...
nun wurde mir wieder von allen seiten geraten, die kleine in ihr zimmer auszuquartieren. ich stelle die wagemutige these auf, dass ich mein kind inzwischen am besten kenne und bin mir sowas von sicher, dass das gar nichts bringt. sie wird nicht plötzlich durchschlafen und bis in ihr zimmer zu laufen nachts, wo ich gerade so geradeaus gucken kann, dort stillen (und frieren) und die ganze wieder-hinleg-aktion... fiel aus, dieser versuch.
als dann der letzte kluge ratschlag kam, sie zumindest "sanft" zu ferbern ("du musst sie ja nicht 10 minuten schreien lassen, aber so 3 sollten es schon sein.") hat sich in mir alles verkrampft und mir war plötzlich so klar wie nie zuvor: sie braucht das jetzt eben noch. sie ist noch nicht so weit. ich entziehe ihr nichts, weil irgendjemand meint, sie sei eigentlich schon in der lage zu blablabla. ich bin da und gebe ihr, was nötig ist. denn es wird vorbei gehen. wahrscheinlich viel eher als man denkt (ich weiß zu gut, dass es sich momentan so anfühlt, als sei es nun für immer und man selbst wird spätestens morgen ein zombie.).
vieles gibt sich vielleicht doch von selbst, wenn das kind bereit ist. und nur das.
kurzum, meine tochter schläft wieder neben mir (haben wieder umgebaut) und ich höre auf, mich zu ärgern oder zu denken, ich könne am nächsten tag gar nichts oder dass es nie aufhört.
ich habe vieles, fast alles probiert (schreien lassen ist keine option, ich glaube, man weiß vorher, ob man sowas durchhält oder nicht. und das scheint ja, wenn überhaupt nur mit ärgster konsequenz zu funktionieren und ich hatte mir immer geschworen, dass ich das nicht mache.). und letztendlich ist der unkomplizierteste und vielleicht der beste weg, für sie da zu sein und zu stillen, wann immer sie es braucht.

noch was: vielleicht schaffst du es aufzuhören zu denken, du hättest was falsch gemacht, ihr was falsches angewöhnt.
du hast in all den monaten ganz sicher gemacht, was du für richtig für dein kind hieltest. und das ist okay. gerade als neugeborenes würde man doch nie sagen: du kannst jetzt keinen hunger haben, du bekommst jetzt nix.

dicke umarmung!
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Re: Ist das noch normal?

Beitrag von Vivilotta »

Sonnenkäferlein, danke für das Teilen deiner Erfahrungen! Wir haben ja bisher noch gar nichts wirklich ausprobiert zu ändern, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es genauso laufen würde, wie du beschreibst. Es tut mir gut zu lesen, dass auch andere Babys stündlich kommen. Ich bin im realen Leben weit und breit die Einzige, und da sind auch Stillkinder im selben Alter mit dabei!
Mir wurde dann auch immer nur geraten, sie schreien zu lassen. Ich bin teilweise echt erschüttert, wieviele das machen. Auch das mit der Nahrung, die mit Punkt 6 Monaten nicht mehr gebraucht wird, ziehen echt viele durch. Mir tun die Babys da manchmal echt leid. Und nachdem ich eins dieser Babys war, die jedesmal 10 Minuten alleine geschrien haben bis zum Einschlafen, mach ich das nie und nimmer. Selbst mit mit schreien lassen finde ich, solange da kein Verständnis ist, warum und wieso ich jetzt nicht stillen will, sehr schwierig für mich.

Letzte Nacht lief wie immer, aber ich war wieder ruhiger und geduldiger. Es ist einfach noch der beste Weg, ihr das zu geben, was sie braucht und zu hoffen, sie braucht es bald nicht mehr. ;-)

Vielen Dank für die Unterstützung!


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Re: Ist das noch normal?

Beitrag von Vivilotta »

Soll heißen: selbst mit MIR schreien lassen


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Re: Ist das noch normal?

Beitrag von Lösche Benutzer 21522 »

Wie schön dass du die letzte Nacht ruhiger sein konntest obwohl dein Baby sich gemeldet hat :) genieße es, die Zeit ist wahrscheinlich schneller vorbei als du denkst. Ich finde es auch altersgerecht das es sich nachts meldet. Meine ist jetzt 14 Monate und meldet sich auch oft nachts. Irgendwann, wenn sie bereit dafür ist, wird sie es nicht mehr tun. Wahrscheinlich liege ich dann wach und warte darauf. :D

Ich finde es auch immer ziemlich schlimm wie schnell die Leute einem raten das Kind " Schreien zu lassen". Ich finde diesen Gedanken sehr unangenehm und mag mir so etwas garnicht vorstellen. Ich habe oft Mitleid mit den Kindern und auch mit den Eltern, die es aus falscher Beratung heraus tatsächlich gegen ihr eigenes Bauchgefühl tun.
sonnenkäferlein
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Re: Ist das noch normal?

Beitrag von sonnenkäferlein »

vivilotta,

wie läuft es inzwischen, gibt es besserung, änderung?
bin gespannt.
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Vivilotta
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Re: Ist das noch normal?

Beitrag von Vivilotta »

Hallo Sonnenkäferlein, das ist ja lieb, dass du nachfragst! Hab ja hier schon manche Male von der Forumsmagie gelesen und auch bei uns hat sich verrückterweise schon direkt nach dem Schreiben hier die Lage ein wenig verbessert. Ich konnte sie ein paarmal mit ruhigem Zureden/Singen zum Weiterschlafen bewegen, das ging vorher noch nie. Der Papa darf sie nun ganz plötzlich auch in den Schlaf schuckeln, wenn sie nachts aufwacht. Und ich glaube, dass sie nachts seltener kommt. Wie oft weiß ich aber nicht, da ich den Wecker verbannt habe ;-)

Im Nachhinein weiß ich auch, wieso die Nächte so dramatisch waren. Innerhalb von 3 Tagen sind 3 Zähne durchgebrochen, und das 3 Tages Fieber hat sie dann auch noch bekommen, meine arme kleine Maus. Lief aber sehr glimpflich ab mit nur 38 Grad, hab es dann erst am Ausschlag bemerkt.

Bleibt zu hoffen, dass die Nächte "ruhiger" bleiben (geschätzt stille ich aber bestimmt noch 8 mal in 12 Stunden), aber es gibt jetzt grad wenig Wälzen, kein Aufschreien und kein Dauerstillen und das ist doch einiges wert! ;-)
Wie läuft es denn bei euch?


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