Ich erhoffe mir hier Tipps wie ich für alle Beteiligten das Leben einfacher gestalten kann. Hab die halbe Nacht bereits die Finger wund gegooglet, aber das Einzige was ich dazu gefunden habe, ist, dass die Kinder sich in KiTA, bei der TaMu oder was auch immer anpassen und ohne Brust schlafen.
Unsere Tochter scheint da ein Sonderfall zu sein und ich weiß so langsam wirklich nicht mehr weiter.
Wir stillen seit 23 Monaten. Gerade die letzte Zeit merke ich zum ersten Mal, dass es tagsüber weniger wird (vorher gefühlt alle paar Minuten, stillt sie jetzt nur noch mehr 5-6 mal täglich oder so...ganz grob).
Dafür hängt sie nachts dauerangedockt dran. Dank Familienbett stört mich das in 90% der Fälle nicht, aber es ist so extrem geworden, dass mir mittlerweile wirklich alles weh tut und ich oft stundenlang wach liege.
Sie schläft so schrecklich unruhig und sobald sie die Brust verliert oder ich versuche mich wegzudrehen wird sie wach. Alle Bemühungen Wasser, Essen, Streicheln, Singen usw wurden mit ganz, ganz saurem Geschrei quittiert.
Es gab eine Zeit, da war sie etwa 10 Monate alt, da habe ich mal versucht sie ohne Brust zum Einschlafen zu bringen, also zuerst stillen, dann aber andocken und in den Schlaf wiegen. Das klappte 2 Abende, danach war alles schlimmer als vorher.
Das nächste Problem ist ein anderes, allerdings ein näher Verwandter. Ich arbeite bereits seit sie 12 Monate alt ist wieder 2 mal die Woche je 5 Std. In der Zeit ist sie bei meinen Eltern. Sie liebt Oma und Opa abgöttisch und hat ein sehr gutes Vertrauensverhältnis zu Ihnen, dennoch schläft sie dort nicht ein. Meine Mama ist sehr geduldig mit ihr und versucht es immer wieder mit allem möglichen. Ne Zeitlang funktionierte es mit Tragen, aber auch das war anstrengend, denn sie ließ sich nach dem Einschlafen noch nie irgendwo ablegen. Ihre ersten 14 Lebensmonate hat sie auch nur auf mir im Tragetuch geschlafen, jegliches Ablegen endete sofort in Geschrei.
Also saß meine Mama dann die ganze Schlafenszeit mit Trage irgendwo. Mittlerweile will sie aber nicht mehr getragen werden und macht das deutlich klar, sagt nein und weint.
Jetzt müssen sie immer mit ihr Auto fahren damit sie schläft, können dann aber nicht anhalten, auch dann wird sofort heftigst protestiert.
Mein Mann kann sie auch nicht zum schlafen bringen. Eigentlich seit sie auf der Welt ist habe ich einmal die Woche abends Training, was wir gerne als "Mamaauszeit" beibehalten wollten. Aber auch nach fast 2 Jahren schafft er es nicht die Maus hinzulegen und deshalb bin ich bis auf die eine Std am Abend und die 2 Vormittage an denen ich arbeite auch rund um die Uhr bei ihr.
Einerseits fand ich es immer völlig normal und in Ordnung rund um die Uhr für mein Kind da zu sein, auch das Einschlafen an der Brust sah ich als völlig natürlich und normal an.
So langsam bin ich mir allerdings unsicher, ob da nicht gehörig was schief gelaufen ist.
Ein "gutes" Einschlafstillen dauert etwa 30 Minuten (vorher das Ritual mit Zähne putzen, lesen usw) nicht eingerechnet. An schlechten Tagen braucht sie bis zu 2 Std.
Wenn ich dann noch mal runter möchte zu meinem Mann, schläft sie nie lange ohne nuckeln. Muss dann immer wieder hoch in regelmäßigen Abständen und mich wieder runterschleichen.
Sobald wir dann endgültig ins Bett gehen dockt sie an und lässt bis morgens nicht mehr los.
Sie wird im Dezember 2 und statt besser habe ich das Gefühl, die Nächte und die Einschlafsituationen werden immer katastrophaler.
Heute Nacht taten mir irgendwann die Brustwarzen so weh, dass ich leise und liebevoll erklärt habe, dass ich gerade nicht stimmen möchte, weil ich Schmerzen habe und wollte sie streicheln, anders beruhigen. Sie hat SO sauer gebrüllt und über 2 Stunden sich nicht beruhigt bis mein Mann mit ihr aufgestanden ist. Essen und Trinken wollte sie nicht. Sie war dann bis morgens um halb 5 wach.
Und was soll ich sagen?! Seitdem liegen wir hier wieder stillend. Ich muss gleich arbeiten, habe kaum geschlafen wie in letzter Zeit so oft.
Ich finde irgendwie nach 2 Jahren ist der Leidensdruck einfach hoch.
Als sie noch kleiner war, hatte ich kein Bedürfnis mal was ohne sie machen oder mal abends raus zu gehen, aber so langsam schleicht sich das wieder ein und ich werde richtig unzufrieden über die Situation.
Ich hoffe ich habe detailliert genug geschildert und vielleicht hat(te) ja jemand ein ähnliches Problem, dass sich gelöst hat.
Dauerstillende Grüße, Scaramouche



