Pelufer hat geschrieben:Ich habe quasi das Negativbeispiel in der näheren Familie, wie ein Kind eine Essstörung bekommen kann, gerade weil es nie probieren wollte und auch nicht dazu gedrängt wurde.
Obst in Rohform wird nicht gegessen, weil mag ich nicht.
Kuchen geht genau einer. Marmorkuchen. Vollkornbrot ist ihhhhh eklig. Rohes Gemüse? Ihhhhh. Was geht sind trockene Nudeln, Marmorkochen Toast mit Mortadella oder Marmelade und Fruchtzwerge. Das wird auch in die Schule mitgegeben, weil das Mittagessen mag sie da ja auch nicht. Und jetzt kommt sicher irgendwer, der mir erklären kann, dass diese kleine Siebenjährige Prinzessin sich irgendwann einmal gesund ernähren wird, weil das automatisch kommt. Dazu sollte man wissen, die Kleine ust grad mal 1,10 m mit 17kg. Immer die Kleinste immer die Zarteste. Die Eltern unterstützen das Verhalten und werden teilweise richtig biestig wenn nochmal die Nachfrage kommt, ob sie nicht doch probieren mag.
Ehrlich? Da zwinge ich mein Kind doch lieber zwei Stunden am Tag auf Süßigkeiten zu verzichten und wenigstens zu probieren, als hinterher so ein einseitig ernährtes Kind zu haben.
Und ja, da bin ich gerne die böse Mama die ihr Kind zwingt und ihre Macht missbraucht.
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Das ist doch noch keine essstörung! Zumindest nicht im psychologischen Sinne. Ein mäkeliges, schädigen, sich einseitig ernährendes Kind.
Ich habe als Kind so gut wie nix gefuttert. Nur ein und dasselbe. Wie mein großer Sohn jetzt auch ( meine Mama lacht immer

). Ich wurde aber nie zum probieren gezwungen oder angeleitet oder überredet oder bestochen oder wie man es nennen will. Ich hab's halt nicht gegessen.
So mit 14 wurde ich etwas mutiger, ab 20 habe ich freiwillig vieles, aber nicht alles probiert. Heute koche ich durchaus gesund, esse aber noch immer kein Schweinefleisch und nur Mozzarella, sonst keinen Käse. Dafür aber ungefähr 90% mehr Gemüse als früher ( da waren es nur Karotten

). Da ich das von mir kenne, koche ich zwar was uns Erwachsenen schmeckt, lasse aber die Kinder entscheiden ob sie es essen und wenn ich weiß, dass wie heute Kartoffeln von beiden partout nicht gegessen werden ( der kleine probiert übrigens oft ohne dass wir je was gesagt haben!), mache ich halt noch Nudeln dazu. Freien Zugang haben sie zu Brot und Obst und Naturjogurt.
Süßes haben wir nicht viel im Haus, ich weise immer drauf hin, dass Obst auch süß ist

also kann sich da auch keiner was räubern. Im übrigen gibt es Schranksicherungen, die wirklich kindersicher sind. Ohne die könnte mein Mann schließlich keinen Whisky im Wohnzimmer stehen haben
Ach und wenn ich was essen muss, was ich nicht mag, bekomme ich leider auch als Erwachsene noch ganz heftigen brechreiz. Ich gehe schwer davon aus, dass meine Kinder das wohl auch so können.
Aber eine essstörung durch nicht zwingen zum essen zu bekommen, ähm, das halte ich für sehr Küchenpsychologisch und weit hergeholt

( es gab übrigens mal so nen schönen versuch, wo man Kinder sich selber das essen aussuchen ließ und es war besser als alle zuvor dachten!)