ich würde gern mal unsere "Schlafentwicklung" des Großen erzählen, um anderen Mamis etwas Mut zu machen, dass sich vieles wirklich mit der Zeit gibt. Denn, wenn ich manche Beiträge hier so lese, dann hätte ich das noch vor relativ kurzer Zeit sein können.
Unser Sohn (*04/12) wurde eigentlich von Anfang an einschlafgestillt und lies sich niemals schlafend ablegen (im 1. LJ). Also kam er zu uns ins Bett und gut wars. Die ersten 12 Wochen schlief er traumhaft (22-4, 4-8) und danach kam eine Zeit, wo er monatelang(!!) aller 30-90 Minuten wach wurde und stillen wollte... und dann begann ich, mich etwas mehr mit Babys Schlaf zu beschäftigen (anfangs dachte ich, die Babys schlafen nur wenige Wochen nicht durch und dann gibt sich das ganz schnell
Ca. mit einem reichlichen Jahr wurde es immer schwerer, ihn abends zur Ruhe zu bringen. Regelmäßig zog ich nach erfolgslosem einschlafstillen mit dem Tragetuch los und legte ihn dann schlafend ab. Bald klappte auch das nicht mehr und es wurde immer später mit der Zubettgeh-Zeit. Einmal konnte ich einfach nicht mehr und übergab den Kerl meinem Mann, der sich dann mit Ohrenschützer in ein Zimmer verkrümelte, den Kleinen sich auf die Brust legte und er sich in den Schlaf weinte. Ich war auf diese "Methode" keinesfalls stolz und weinte selbst, aber ich tröstete mich damit, dass er sich ja auf meinem Mann in den Schlaf weinte...irgendwann klappte es, dass ich ich wieder zur Ruhe brachte, meist durch festhalten aller Gliedmaßen (einschließlich Kopf), da er mit allem wackelte, nur um sich wach zu halten. In der Zeit verschob sich auch die Einschlafzeit wieder deutlich (von 23 Uhr auf 19 Uhr), ich las den Tipp, die Einschlafzeit gleich zu halten, egal wie der Mittagsschlaf war und es funktionierte bei uns. Mein Sohn war manchmal vielleicht einfach zuuuu müde und musste einfach zeitig genug zum Schlafen "gezwungen" werden. Das Einschlafen dauerte auch nicht mehr so lange...bis er ca. knapp 2 Jahre war.
Ganz plötzlich kam er nicht mehr 19.30 Uhr zur Ruhe, sondern erst gegen 21 Uhr (wenn er Mittagsschlaf hatte, den ließ er ab 1,5 Jahren auch gern mal am WE weg). Und es dauerte eeeeewig bis er zur Ruhe kam, meist 1h und mehr. Und ich war in dieser Zeit auch öfter mal so richtig durch mit den Nerven...es hat mich einfach soooo genervt diese ganze Einschlaferei und manchmal bebete ich vor Wut, wenn - mal wieder - 1,5h dauerte bis der Herr eingeschlafen war und ja, er war wirklich müde (und manchmal nervte mich auch das Stillen in der Zeit) und ja, auch ich habe mein Kind manchmal angeschrien, obwohl es natürlich nix dafür konnte. Ich versuchte immer mal wieder, das Einschlafen zu verändern (nur Händchen halten, kein Stillen, etc.)...es gab nur Geschrei und so brach ich das alles fix wieder ab ... und vertraute einfach darauf, dass es IRGENDWANN sich von ALLEIN geben wird. Ohne Mittagsschlaf war alles immer supi (fix eingeschlafen), mit Mittagsschlaf konnte ich gleich mit schlafen gehen...es belastete mich schon teilweise auch sehr, auch konnten wir nie abends (ohne Kind) ausgehen, da ich das meiner Schwiegermutti nicht zumuten wollte...
Genauso plötzlich wendete sich das Blatt kurz vor dem dritten Geburtstag...das Kerlchen war mittlerweile abgestillt (mit 2 Jahren und 8 Monaten) und schlief immer öfter durch seit 11/2014. Und es klappte, dass ich nur noch mit Hand halten neben ihm saß und er einschlief. Und ich versuchte einfach mal, dass ich ihm erklärte, dass ich hochgehe und er allein einschläft...und es klappte! Kein Weinen, kein nix und am nächsten Tag lobte ich ihn und er war stolz wie bolle, dass er das geschafft hat. In den nächsten 4-8 Wochen gab es auch mal einige Tage, wo jemand noch da bleiben musste, aber im Großen und Ganzen funktionierte es einfach super. Ich konnte es gar nicht glauben...diese Freiheit und Freizeit am Abend wieder, ich war ein neuer Mensch!
Seit 05/15 ist er nun auch in sein eigenes Zimmer gezogen und schläft dort völlig problemlos alleine ein und sehr häufig auch durch. Er geht stets gern zu Bett und wir hatten auch nie mit Nachtschreck oder sonstigen Nachtproblemen zu kämpfen.
Mittlerweile schläft er im KiGa auch mittags ganz oft nicht ein, dann geht er abends eher zeitig ins Bett. Am WE braucht er teilweise sogar den Mittagschlaf und schläft dann gleich mal 3h, geht dann abends etwas später (20.30-21 Uhr) ins Bett. Aber das alleine Einschlafen brachte für uns den Durchbruch und so "stört" es mich nicht, wenn er abends mal etwas länger auf ist, da ich dann einfach ein bisschen später noch Zeit für mich genießen kann (zumindest zur Zeit noch...der Mini ist ja schlaftechnisch noch mit Tuch oder Stillen zufrieden und putzelt ab 21 Uhr bei mir auf dem Sofa)
Puuuh, sorry, ist sehr lang geworden. Aber vielleicht liest die ein oder andere Mama das und denkt, ja so ist es bei uns momentan auch und kann dann ein bisschen Kraft tanken, dass es wirklich besser (oder anders werden wird). Kürzlich erzählte ich einer befreundeten Mama kurz unseren Werdegang und sie hat sich so gefreut, denn sie probierten auch nie Trainings und das Mädchen (2,75) braucht eben auch noch die Hand zum Einschlafen und sie sagte dann: "Morgen abend am Bett denke ich an dich".
Also, irgendwann schlafen die Kinder allein ein und ziehen auch aus dem Familienbett wieder aus!
LG, samoe