Vom Stilljunkie zum Schnullerkind?

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Nad
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Vom Stilljunkie zum Schnullerkind?

Beitrag von Nad »

Hallo,

Ich bin grad ziemlich übernächtigt und weiß auch nicht so ganz, wohin mit meiner Frage - falls ich in einem anderen Unterforum besser aufgehoben bin, bitte einfach den Thread verschieben.....

Also, meine Kleine ist jetzt ziemlich genau 18 Monate alt und im Moment kommen einige Dinge zusammen. Ich versuche das mal sortiert wiederzugeben und vielleicht hat ja jemand einen Tip für mich - oder ein paar aufmunternde Worte ;-)

Aaaalso, es handelt sich bei meiner Maus um einen ausgemachten Stilljunkie. Schnuller und Flasche waren bei ihr total verpönt und nur das Original wurde angenommen.
Zum Einschlafen wird sie seit dem ersten Tag von mir begleitet - entweder stillend oder tragend - gerne auch beides zusammen (was mit 12,5 kg und ca 84 cm Körpergröße so langsam eine Herausforderung wird ;-) )
Sie fand so eigentlich immer sehr schnell in den Schlaf - um den 1. Geburtstag rum änderte sich dies und Einschlafzeiten mit Kuscheln, Stillen und Buch gucken von ~ 1 Stunde sind normal.
Seit 1. März geht sie in die Kita - sie fühlt sich dort so wohl, dass sie sogar an freien Tagen ihre Tasche nimmt und zur Tür tapst um ihre "Anja" zu treffen.
Dort schläft sie auch Mittags ca 1-2 Stunden - die dortige Einschlafbegleitung war zu Beginn auch dort sehr intensiv, aber mittlerweile legt sie sich in ihr Bett, lässt sioch 1 Minute den Rücken streichelt und pennt weg. Ein Traum - und zu Hause undenkbar (funktioniert nur mit Oma und Opa....)
Nun gibt es seit ca. 3 Wochen erste Auffälligkeiten - alles fällt mehr oder weniger zusammen mit der Eingewöhnung eines neuen Kindes in der Kita. Dieses Kind tut sich recht schwer - schreit und brüllt, schlägt und tobt und weint fiel. Meine Kleine scheint dadurch verunsichert zu sein und hat auch wohl schonmal solidarisch mitgeweint.
Zu Hause verschlechterten sich die Nächte plötzlich: sie wurde weinend wach - fing an im Schlaf nach mir zu rufen und schlief sehr sehr unruhig und während 2 Wochen quasi nur noch mit Körperkontakt.
Dieses andere Kind schnullert auch (als einziges Kind in dieser Kita - alle anderen brauchen ihn nur zum Schlafen) - und meine Tochter fing nun vor ein paar Tagen an sich für den Schnuller zu interessieren. Auch zu Hause verlangt sie plötzlich einen Schnuller und hat dummerweise auch noch welche in ihrer Spielzeugkiste gefunden (die liegen da rum - waren Geschenke aber nie interessant außer zum "Bekauen" in der Zahnungsphase ).
Sie verlangt diese Dinger so vehement, dass sie sogar weint wenn sie keinen bekommt. Seit 2 Tagen schläft sie auch kaum noch ein - erst gegen 23:00 / 24:00 - und so gab ich gestern Abend total verzweifelt irgendwann nach. Ich gab ihr den ersehnten Schnuller, sie nuckelte 2 Minuten, kam dann an die Brust und schlief 5 Minuten später selig ein.

Ich bin nun hin-und hergerissen.
Nun sind wir 18 Monate ohne ausgekommen und das war gewiss nicht immer leicht - es gab mehr als eine Situation, wo ich mir wünschte, sie würde einen Schnuller nehmen um sich zu beruhigen (zum Beispiel beim Autofahren). Und ich war so stolz, dass wir es ohne geschafft haben!

Nun will ich sie aber auch nicht "quälen" indem ich ihr dieses Teil vorenthalte.... aber muss es wirklich noch sein?
Sind es vielleicht eher die Zähne, die dies auslösen?

Ich bin grad etwas ratlos. Aufgrung dieser Schnuller- und auch Einschlafproblematik.

Hat jemand einen Rat für mich / oder ähnliche Erfahrungen gemacht?

So viel Text, sorry.... aber ich bin aktuell unsicher, welche Info sinnvoll sein könnte.
Danke im Voraus.

Liebe Grüsse
Nadine
Nadine mit Still-&Tragemaus (12/2013)
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Sabina
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Re: Vom Stilljunkie zum Schnullerkind?

Beitrag von Sabina »

Ach, ich war froh als meine Kleine keinen Schnuller nahm. Ich hab sie 23 Monate nach Bedarf gestillt, erst natürlich sowieso ganztags, später hat sich das Stillen auf die Nacht beschränkt und ab 23 Monate nur noch zum Einschlafen. Mit ca. 26/27 Monaten hat sie den zuvor verschmähten/nur bekauten Schnuller entdeckt. Erst wollte sie ihn nur im Mund haben. Einige Wochen später hat sie begonnen richtig daran zu nuckeln. Vorher hatte ich immer das Gefühl, dass sie gar nicht weiss wie das gehen würde. Ca. 1-2 Monate nach dem Schnuller-nuckel-Beginn hat sie dann auch keinen Bedarf mehr zum Einschlafstillen gemeldet. War ganz okay für mich. Jetzt liege ich einfach mit beiden Kindern im Bett, erzähle eine Geschichte, danach hören wir noch ein Hörspiel zum Einschlafen. Mir ist das mehr als recht. Obwohl wir noch weit davon entfernt, dass sie mal abends mit Papa einschlafen würde, geschweige denn sich von jemandem ausser mir am Tag betreuen lassen würde, bin ich froh, dass sie mit dem Schnuller ein Ventil gefunden hat Stress abzubauen. Momentan hat sie ihn gerade den ganzen Tag im Mund. Dafür sind andere Stressabbaudinge (Kopf auf den Boden knallen etc.) weniger geworden.

Ach, irgendwie etwas wirr mein Text. Eigentlich will ich nur schreiben, dass ich hier auch ein spätes Schnullerkind habe. Sie ist morgen 2 Jahre und 5 Monate alt, schnullert seit vielleicht 2-4 Monaten intensiv und ich bin hauptsächlich froh. Aber natürlich mache ich mir ab und zu Sorgen, dass wir das Teil dann auch wieder loswerden müssen. Das hat bei meinem Grossen, ein intensives Schnullerkind, kurz vor dem fünften Geburtstag ganz von selbst geklappt. Wird also auch beim Tochterkind klappen. Jawollllll![emoji6]
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Sabina
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Re: Vom Stilljunkie zum Schnullerkind?

Beitrag von Sabina »

Ps.: hier sind auch Zähne unterwegs und in schlimmen Phasen schnullert sie wirklich heftig!
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Brianna
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Re: Vom Stilljunkie zum Schnullerkind?

Beitrag von Brianna »

J wollte auch nie einen Schnuller. Als ich ihn mit zwanzig Monaten abgestillt habe, hat das Einschlafen ewig gedauert und er hat geweint. Sein Papa hat ihm dann einen Schnuller angeboten. Seitdem schnullert er auch zum Einschlafen. Er hat den Schnuller aber nur im Bett und in der Kita zum Mittagsschlaf. Mittlerweile schläft er alleine mit Schnuller in seinem Bett ein. Das war vor zwei Monaten noch undenkbar. Da schlief er noch bei uns im Bett. Alleine schläft er mittlerweile aber schneller ein. Über das Abgewöhnen haben wir uns noch keine Gedanken gemacht. Solange er nur im Bett schnullert finde ich es in Ordnung.
Gruß Brianna
J 05/13 L 12/15
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Nad
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Re: Vom Stilljunkie zum Schnullerkind?

Beitrag von Nad »

Ich hab auch irgendwie das Gefühl, dass sie sich gerade in so 'ner Art Autonomie-Phase befindet.
Zu dem "Alles-Allein-Machen-Wollen" kommt, dass sie sich gerade auch nicht mehr so gerne tragen lässt. Auf dem Arm schon noch - aber weniger gerne im Tuch (doof für mich :roll: )
Und dazu würde es ja fast passen... so als ob sie entdeckt hat "Ich kann jetzt auch alleine nuckeln - ganz ohne Mama"

Wahrscheinlich reime ich mir da totalen Quatsch zusammen - aber ich finde, es klingt gut :mrgreen:
Nadine mit Still-&Tragemaus (12/2013)
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Re: Vom Stilljunkie zum Schnullerkind?

Beitrag von christkind »

Unsere Maus ist jetzt 20 Monate alt und wir haben seit einer Weile auch so ein Einschlaftheater jeden Abend. Sie will nicht mehr Einschlafstillen, wohl einfach, weil sie weiß, dass sie dann einschlafen wird und das will sie nicht. :roll: Schnulli funtkioniert bei uns allerdings auch nicht als Ersatz, den würde ich ihr aber auch ungerne jetzt noch angewöhnen. Eine Lösung für's Einschlafen haben wir noch nicht. :?
Nad hat geschrieben:Ich hab auch irgendwie das Gefühl, dass sie sich gerade in so 'ner Art Autonomie-Phase befindet.
Zu dem "Alles-Allein-Machen-Wollen" kommt, dass sie sich gerade auch nicht mehr so gerne tragen lässt. Auf dem Arm schon noch - aber weniger gerne im Tuch (doof für mich :roll: )
Und dazu würde es ja fast passen... so als ob sie entdeckt hat "Ich kann jetzt auch alleine nuckeln - ganz ohne Mama"
Und das haben wir auch. :wink: Sie will immer selbst laufen (am besten ohne Hand) und auch Treppen steigen, Schuhe anziehen etc. Und wird fürchterlich wütend, wenn's nicht klappt.

Hilft jetzt vermutlich nicht besonders mein Beitrag. Wollte eigentlich nur solidarisch die gleichen Problemchen bekunden. Evtl. ist das ja einfach mal wieder eine altersbedingte Phase. :wink:
Anna (12/85) mit Ehemann (09/84) und Herbstmaus (10/13) und Sommermaus und (08/16) Wintermäuserich (01/19) und 🐈🐈🐈 (04/23)

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Nad
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Re: Vom Stilljunkie zum Schnullerkind?

Beitrag von Nad »

christkind hat geschrieben: Und das haben wir auch. :wink: Sie will immer selbst laufen (am besten ohne Hand) und auch Treppen steigen, Schuhe anziehen etc. Und wird fürchterlich wütend, wenn's nicht klappt.

Hilft jetzt vermutlich nicht besonders mein Beitrag. Wollte eigentlich nur solidarisch die gleichen Problemchen bekunden. Evtl. ist das ja einfach mal wieder eine altersbedingte Phase. :wink:
Doch - es hilft auch irgendwie zu wissen, dass man nicht alleine ist :wink:

Klingt bekannt - Laufen an der Hand... ein Unding!!!! Meist lauf ich dann mit Dreirad am Arm in Schlangenlinien um sie rum, um sie "in der Spur" zu halten....

Wie schon gesagt - auch für mich ist der Schnulli eigentlich in NoGo - die Vorstellung, dass sie sich den jetzt noch angewöhnt macht mich fast traurig.
Aber sie hat so einen unsagbaren Dickkopf - und sie schreien und toben zu lassen die ganze Nacht durch nur wegen diesem Plastikteil *pfffffffff* - ob es das wert ist?!?
Wenn ich ja wüsste dass es nur eine Phase ist und es immer nach 2-3 Minuten nuckeln gut ist, so wie gestern Nacht, dann wär 's ja halb so wild.

Danke schon mal euch allen !
Nadine mit Still-&Tragemaus (12/2013)
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Re: Vom Stilljunkie zum Schnullerkind?

Beitrag von Vemala »

Also meine Tochter ist mit 25 Monaten definitiv in einer Alleine-Phase, seit Monaten, und seit ein paar Wochen spielt sie auch immer Schlafen gehen. Sie deckt sich auf dem Sofa zu, deckt ihre Puppe, ihre Kuscheltiere zu und kommentiert alles entsprechend. Einschlafen an der Brust geht echt nur noch selten, meist dockt sie vorher ab und schläft allein ein. Wenn aber viel los war oder sie über den Punkt ist, klappt es nicht und wenn Sie ihn nicht selber verlangt, biete ich den Schnuller an. Klappt zu 99,5% [emoji6]
Für mich ist er eine erhebliche Erleichterung! Und übrigens hatte sie auch Kita-bedingt ein paar Schnuller-Wochen, fällt mir grade ein. Da war er ständig im Mund. Ging aber von selber vorbei.
mit dem Mäusekind (05/2013)

I tell you, to be bored our life is just too short (Bukahara)
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