.millenia hat geschrieben: ich brauch mal wieder etwas Support. Meine Kleine isst mittlerweile richtig gut Beikost, lässt sich sogar vom Löffel füttern. Mittagessen ist noch ein Experiment, aber ich fang jetzt an ganz normal zu kochen und ihr was davon zu geben, natürlich ungewürzt. Morgens bekommt sie Brot mit Butter oder Frischkäse oder ein Babymüsli mit Vollmilch (ist das ok?)
Im Rahmen von Beikost ist Kuhmilch in kleinen Mengen okay. Ein Müsli mit Milch morgens und ansonsten wenig bis keine Milchprodukte, ist vollkommen in Ordnung. Milch aus der Flasche oder dem Becher zum Trinken würde ich im ersten Lebensjahr meiden (und auch später finde ich das nicht so gut).
Das muss nicht so sein (sondern kann sich auch nur so anfühlen). Mit steigendem Beikostverzehr kommt der Rückgang der Mumi aber von ganz allein. Das ist auch ganz normal. Manche Kinder brauchen ein Jahr bis sie mehr als ein Krümel essen, manche Kinder futtern mit 8 Monaten schon Unmengen. Das ist ganz verschieden und im Laufe der Zeit wird die Menge der getrunkenen Mumi kontinuierlich weniger. Wenn sie krank sind, kommen die meisten Kinder wieder häufiger, aber im Schnitt trinken sie immer weniger und irgendwann halt garnichts mehr (das dauert aber noch ein bisschenAbends GOB, zwischendurch Obst oder Reiswaffel oder Dinkelstange oder Waffel (die letzten beiden selbstgemacht). Sie trinkt viel Wasser (ca 200 - 300 ml), ich muss mir also um ihre Versorgung keine Sorgen mehr machen. Windeln sind jetzt richtig schön voll, wir kommen locker auf 5 schwere Nasse Windeln, hatten wir zu Vollstillzeiten nie, da waren es mit Ach und Krach 4 ok gefüllte Windeln. Gestillt wird sie natürlich auch noch, wir kommen locker auf 12 mal. Was mich aber traurig und stutzig macht ist, dass die Milch bei mir nun von Tag zu Tag spürbar weniger wird, trotz der hohen Stillfrequenz.
Kann es sein, dass sie die Brüste nicht mehr richtig leert? Vielleicht nimmt sie nur den ersten starken Milchfluss mit und lässt den Rest dann "stehen"?
Das kann gut sein. Die meisten Babys trinken im ersten Lebensjahr genauso häufig wie zu Vollstillzeiten (sie haben ja auch noch ein Saugbedürfnis), trinken aber dann - je nach Menge der verzehrten Beikost - mehr oder weniger viel.
Das dich das ein bisschen traurig macht, kann ich nachvollziehen. Du hast um das problemlose Vollstillen gekämpft und da fällt der Abschied vom vielen Stillen schwer.
Kann das auch einen Rückgang bewirken? Sollte ich vielleicht seltener anbieten? Ich hab sogar mal nen Tag versucht stündlich anzulegen, hat aber die Menge nicht besonders beeinflusst, sondern mich nur gefrustet, weil so wenig kam.
Stille einfach nach Bedarf. Biete deinem Baby ruhig die Brust an, wenn es nicht stillen mag, wird es das schon signalisieren. Du kannst auch seltener anbieten, wenn du es möchtest, dein Baby wird sich auch melden, wenn es trinken will. Mach es so, wie du es möchtest (und lass dein Baby mitentscheiden).
Den Bocks kannst du weglassen. Ich würde jetzt nicht von heute auf morgen plötzlich aufhören. Du kannst einfach jeden Tag 2-3 Kapseln weniger nehmen, dann bist du sie bald los.Bockshornklee nehme ich immer noch relativ hochdosiert, wobei ich den Eindruck habe, dass ich auch nicht mehr rieche. Hat der Körper sich daran gewöhnt? Kann ich die Kapseln dann einfach weglassen? Ohne ausschleichen?
Deine Milchbildung wird sich ihrem Bedarf anpassen und wenn es ihr nicht reichen sollte, wird sie einfach ein bisschen mehr essen. Da brauchst du dir jetzt keine Sorgen mehr zu machen. Den größten Teil ihres Bedarfes wird sie sicherlich noch durch Mumi decken, so dass sie bestens versorgt ist. Außerdem klingt die Beikostauswahl total normal. Da kann sich dein Baby alles holen, was es braucht.Wie ist das mit der Milchmenge, wieviel braucht sie noch? Kann ich den Bedarf auch mit anderen Lebensmitteln decken?
Das liest sich so und ich kann es gut verstehen. Es ist eine Art von "Loslassen". Dein Kind wird selbständig und kann sich auch ernähren, ohne deine Milch (nicht ganz, aber zum Teil). Und das ist für "Herzblutstillmamas" manchmal schwer. Und irgendwann sagt dein Kind: "Mama, ich schlafe heute bei meinem Freund."Ich glaube die Mama braucht gerade vor allem noch das Stillen
Dein Kind mag halt in dem Moment nicht mehr. Kommen würde bestimmt noch was, wenn sie es wollte. Mein Kleiner war letztens krank und frag nicht, wie ich mich gefühlt habe. Milchkuh trifft es ganz gut., ich lege halt oft an, merke aber, dass ich sie jetzt sehr zum Trinken "überreden" muss und wenn sie dann trinkt, dann kommen halt nur ein paar Schlucke, dann ist es schon wieder vorbei.
Die Sorge ist unbegründet. Nicht umsonst ist die Hormonlage nachts so, dass du dann am meisten Milch produzierst. Mein Kleiner schläft meist 6-7 h durch. Wenn er abends aber nichts oder sehr wenig gegessen hat, habe ich nachts trotzdem genug Milch, so dass ich nicht aufstehen muss, um etwas zu Essen zu holen. Dann stillt er u.U. 3-4 mal die Nacht und ich höre ihn jedes Mal ziemlich häufig schlucken. Umso älter dein Baby wird, umso flexibler ist die Milchproduktion. Bei großen "Babys" kann es schon mal vorkommen, dass sie an einem Tag nur 2-3 mal stillen und am nächsten 10 mal. Die Brust macht das in den allermeisten Fällen mit. Also keine Sorge. Wenn dein Baby mehr Mumi will, wird es deine Milchbildung schon ankurbeln. Es weiß sehr gut, wie das geht.Ich denke, dass sie vor allem nachts noch gerne mehr trinken würde, wenn sie aber tagsüber so wenig trinkt, reicht es für die Nacht vielleicht nicht mehr, so meine Sorge.
Hilft dir das weiter?
Liebe Grüße
deidamaus