Nachts abstillen – wie? Ich kann nicht mehr :(
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lisa78
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Re: Nachts abstillen – wie? Ich kann nicht mehr :(
Hallo Frau Walfisch,
oh Mann Du Arme, ich kenne das, wir hatten hier monatelang das gleiche Theater (da war mein Sohn übrigens auch 14 Monate alt) und ich war sooo fertig.
Stündliches Aufwachen, schreien, stillen, nuckeln... wochenlang.
Mir ist das dann irgendwann einfach zu viel geworden und ich habe auch hier im Forum um Rat gefragt.
Habe mir die Tipps zu Herzen genommen und geplant, dass von 22-7 Uhr nur noch im 3 Stunden Rythmus gestillt wird. Vorher und danach so viel er will.
Mein Sohn ist bei meinen voherigen Versuchen ihm die Brust zu verweigern immer total "ausgeflippt" und hat sich nicht beruhigt. Ich war also auf das Schlimmste gefasst, hatte aber den ganz festen Vorsatz etwas zu ändern, ich war so fertig.
Wenn der Kleine aufgewacht ist, habe ich zu ihm gesagt, der Busen schläft und irgendwie hat er gemerkt, dass ich ihn jetzt definitiv nicht stillen werde, auch nicht wenn er brüllt... er hat auf jeden Fall nur kurz geschimpft und sich dann wieder hingelegt. Ich war total baff, denn ich habe mit viel mehr Theater gerechnet, aber irgendwie scheint er gespürt zu haben, dass ich es ernst meine. Die erste Nacht hat er noch häufig gefragt, aber nach 1 Nacht hat er schon vieeel mehr geschlafen.
Für mich war das ein guter Weg. Ich stille ihn weiterhin, aber ich lasse mich nicht alle halbe stunde annuckeln und bin morgens völlig fertig, weil ich nicht geschlafen habe.
Es ging ziemlich flott, und der Kleine hat auch gar mal 4/5 Stunden am Stück gepennt.
Morgens ab 7 darf er wieder nuckeln soviel er will, das fordert er dann auch ein.
Wir hatten auch immer wieder Nächte, wo er alle Stunde nach dem Busen fragt, aber wenn ich sage, nein, der schläft noch, legt er sich hin, oder kuschelt sich doll an. Mittlerweile (19 Monate alt) schläft er übrigens 12 Stunden durch, meistens zumindest und ich bin echt froh, dass ich mich damals entschlossen habe, mich um MEIN Wohlbefinden zu kümmern, um dann auch wieder mehr Kraft fürs Kind zu haben.
Ich glaube das wichtige ist, das man wirklich von dem was man tut überzeugt ist.
Alle meine voherigen (erfolglosen) Versuche Nachts weniger zu stillen, hatte ich ein schlechtes Gewissen und war selbst nicht von meinen Plänen überzeugt.
Daher mein Rat: wähle für Dich einen Weg, der sich gut anfühlt und stecke die Ziele nicht zu hoch.
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und hoffentlich auch Schlaf!
oh Mann Du Arme, ich kenne das, wir hatten hier monatelang das gleiche Theater (da war mein Sohn übrigens auch 14 Monate alt) und ich war sooo fertig.
Stündliches Aufwachen, schreien, stillen, nuckeln... wochenlang.
Mir ist das dann irgendwann einfach zu viel geworden und ich habe auch hier im Forum um Rat gefragt.
Habe mir die Tipps zu Herzen genommen und geplant, dass von 22-7 Uhr nur noch im 3 Stunden Rythmus gestillt wird. Vorher und danach so viel er will.
Mein Sohn ist bei meinen voherigen Versuchen ihm die Brust zu verweigern immer total "ausgeflippt" und hat sich nicht beruhigt. Ich war also auf das Schlimmste gefasst, hatte aber den ganz festen Vorsatz etwas zu ändern, ich war so fertig.
Wenn der Kleine aufgewacht ist, habe ich zu ihm gesagt, der Busen schläft und irgendwie hat er gemerkt, dass ich ihn jetzt definitiv nicht stillen werde, auch nicht wenn er brüllt... er hat auf jeden Fall nur kurz geschimpft und sich dann wieder hingelegt. Ich war total baff, denn ich habe mit viel mehr Theater gerechnet, aber irgendwie scheint er gespürt zu haben, dass ich es ernst meine. Die erste Nacht hat er noch häufig gefragt, aber nach 1 Nacht hat er schon vieeel mehr geschlafen.
Für mich war das ein guter Weg. Ich stille ihn weiterhin, aber ich lasse mich nicht alle halbe stunde annuckeln und bin morgens völlig fertig, weil ich nicht geschlafen habe.
Es ging ziemlich flott, und der Kleine hat auch gar mal 4/5 Stunden am Stück gepennt.
Morgens ab 7 darf er wieder nuckeln soviel er will, das fordert er dann auch ein.
Wir hatten auch immer wieder Nächte, wo er alle Stunde nach dem Busen fragt, aber wenn ich sage, nein, der schläft noch, legt er sich hin, oder kuschelt sich doll an. Mittlerweile (19 Monate alt) schläft er übrigens 12 Stunden durch, meistens zumindest und ich bin echt froh, dass ich mich damals entschlossen habe, mich um MEIN Wohlbefinden zu kümmern, um dann auch wieder mehr Kraft fürs Kind zu haben.
Ich glaube das wichtige ist, das man wirklich von dem was man tut überzeugt ist.
Alle meine voherigen (erfolglosen) Versuche Nachts weniger zu stillen, hatte ich ein schlechtes Gewissen und war selbst nicht von meinen Plänen überzeugt.
Daher mein Rat: wähle für Dich einen Weg, der sich gut anfühlt und stecke die Ziele nicht zu hoch.
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und hoffentlich auch Schlaf!
- Centaureacyanus
- hat viel zu erzählen
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Re: Nachts abstillen – wie? Ich kann nicht mehr :(
Wir haben im Moment auch schreckliche Nächte. Meine Tochter will nachts meist 8-10x stillen und ich bin am Ende meiner Kräfte. Nicht-schwanger würde es mich vielleicht gar nicht so stören, aber jetzt in der Schwangerschaft strengt es mich einfach arg an. Ich überlege, ob ich sie, wenn sie dann über ein Jahr alt ist, nachts abstille (nach Gordon). Hat da jemand Erfahrung mit?
mit Kornblümchen *04/2014 und Mini-Kornblümchen *11/2015
und mit Dritt-Kind-Wunsch...
"Wir aber gehen unseren Weg im Namen JHWH's, unseres Gottes, für immer und ewig." Micha 4,5b
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- FuFu
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Re: Nachts abstillen – wie? Ich kann nicht mehr :(
Wie ich abgestillt habe?
Ich hatte Urlaub - das war mir wichtig, dass ich sonst Zeit für sie hatte und nicht abstillen = Mama weg bedeutet. Ich habe zu Beginn des Urlaubs dann versucht zu reduzieren, das hat auch ganz gut geklappt, weil wir viel unterwegs waren und sie mich den ganzen Tag hatte. Zu Hause wäre das glaube ich nicht so leicht gewesen. Ich habe zwei Tage oder drei nur noch zum einschlafen gestillt und nachts war sie bei meinem Mann. Und dann hat in den ersten zwei Tagen des Komplett-Verzichts mein Mann die Einschlafbegleitung übernommen. Es gab natürlich Protest, das will ich nicht verschweigen. Aber weniger als gedacht und nach zwei Tagen habe ich sie auch ins Bett bringen können. Bzw. müssen, sie lässt sich auch ohne stillen nur von mir ins Bett bringen. Mein Mann wird nur als Abwesenheitsvertretung akzeptiert.  Fläschchen habe ich gar nicht erst angefangen. Sie hat ihren Daumen, der natürlich mehr genutzt wird, seid wir nicht mehr stillen.
Ich glaube mit erst 14 Monaten wäre das noch nicht so gegangen. Aber das musst du natürlich schauen, wie es bei euch ist.
Und sie hat dann zwar schnell besser geschlafen nachts - ob das nun mit dem Abstillen zu tun hatte oder nicht, keine Ahnung - aber Abends war es lange ein Krampf.
Mir hat es damals sehr geholfen, dass ich von einer Stillberaterin gesagt bekommen habe, dass es eben auch nach dem Bedarf der Mutter geht. Es ist eine Stillbeziehung. Und dass ein Kind mit über einem Jahr auch durchaus Nächte weise vom Papa betreut werden kann. Also zwischen "ständig" stillen und abstillen liegen viele Abstufungen.
Vielleicht führt tagsüber mehr stillen ja tatsächlich zu etwas weniger Bedarf nachts.
☆ mobil mit Klein-FuFu *12/12 ☆
Ich hatte Urlaub - das war mir wichtig, dass ich sonst Zeit für sie hatte und nicht abstillen = Mama weg bedeutet. Ich habe zu Beginn des Urlaubs dann versucht zu reduzieren, das hat auch ganz gut geklappt, weil wir viel unterwegs waren und sie mich den ganzen Tag hatte. Zu Hause wäre das glaube ich nicht so leicht gewesen. Ich habe zwei Tage oder drei nur noch zum einschlafen gestillt und nachts war sie bei meinem Mann. Und dann hat in den ersten zwei Tagen des Komplett-Verzichts mein Mann die Einschlafbegleitung übernommen. Es gab natürlich Protest, das will ich nicht verschweigen. Aber weniger als gedacht und nach zwei Tagen habe ich sie auch ins Bett bringen können. Bzw. müssen, sie lässt sich auch ohne stillen nur von mir ins Bett bringen. Mein Mann wird nur als Abwesenheitsvertretung akzeptiert.  Fläschchen habe ich gar nicht erst angefangen. Sie hat ihren Daumen, der natürlich mehr genutzt wird, seid wir nicht mehr stillen.
Ich glaube mit erst 14 Monaten wäre das noch nicht so gegangen. Aber das musst du natürlich schauen, wie es bei euch ist.
Und sie hat dann zwar schnell besser geschlafen nachts - ob das nun mit dem Abstillen zu tun hatte oder nicht, keine Ahnung - aber Abends war es lange ein Krampf.
Mir hat es damals sehr geholfen, dass ich von einer Stillberaterin gesagt bekommen habe, dass es eben auch nach dem Bedarf der Mutter geht. Es ist eine Stillbeziehung. Und dass ein Kind mit über einem Jahr auch durchaus Nächte weise vom Papa betreut werden kann. Also zwischen "ständig" stillen und abstillen liegen viele Abstufungen.
Vielleicht führt tagsüber mehr stillen ja tatsächlich zu etwas weniger Bedarf nachts.
☆ mobil mit Klein-FuFu *12/12 ☆
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Klein-FuFu Dez. 2012
Klein-FuFu Dez. 2012
- FrauWalfisch
- hat viel zu erzählen
- Beiträge: 154
- Registriert: 03.05.2014, 11:27
Re: Nachts abstillen – wie? Ich kann nicht mehr :(
Danke Euch für Eure Berichte und Tipps.
Ich bin tagsüber mal da, mal weg, das kommt auf die Auftragslage an. Ich habe tagsüber abgestillt, weil ich bei längerer Abwesenheit dann gleich einen drohenden Milchstau an der Backe hatte. Das ist mir einige Male passiert, war sehr unangenehm, die Brust war wohl noch auf tagsüber Mehrfachstillen "eingerichtet". Pumpen bei meinen Kunden geht nicht gut und es wäre mir auch unangenehm – auf nem fremden Firmenklo mit Zeitdruck im Nacken...puh, nee.
In den letzten Tagen habe ich jeweils am Nachmittag noch einmal gestillt, um zu schauen, ob sie das vielleicht braucht, oder ob es was ändert. Hat es bisher nicht.
Was Lisa sagt, dass man innerlich wirklich überzeugt sein sollte, ist bei mir wahrscheinlich ne Baustelle. Einerseits will ich wirklich mal eine ruhige Nacht haben, in der das Kind auch mal beim Papa bleibt...andererseits habe ich immer wieder starke Schuldgefühle, ihr das Stillen wegzunehmen. Ich schwanke da sehr hin und her. Jetzt im Moment habe ich mich mit den Nächten wieder ein wenig abgefunden...aber ich arbeite diese Woche auch sehr wenig. Da ist es nicht so schlimm, müde zu sein.
Heute haben wir eine wahrscheinliche Zusage einer tollen Tagespflege erhalten, die in 14 Tagen beginnt. Und während der Eingewöhnung werde ich sowieso nichts ändern, da erlebt sie schon genug Neues. Vielleicht ist das auch gerade so ein fieses Alter, was den Schlaf betrifft?
Mein Mann hatte noch die Ideen, dass wir uns einige Nächte hälftig aufteilen: Er bringt sie mit Flasche ins Bett und ist mit Flasche bis 2 oder 3 Uhr nachts ihr Schlafpartner, während ich auf dem Sofa schlafe. Dann wird getauscht. Hat jemand Erfahrungen mit so einer Lösung?
Es ist ja wie gesagt nichtmal das Stillen, das mich so fertigmacht, sondern das Rumwälzen und Schreien, das Dauernuckeln und die Unruhe. Als sie noch viel jünger war, hat sie nachts auch oft gestillt, aber zügig getrunken und dann fest geschlafen. In dieser Zeit war ich wesentlich fitter am Tag.
Ich bin tagsüber mal da, mal weg, das kommt auf die Auftragslage an. Ich habe tagsüber abgestillt, weil ich bei längerer Abwesenheit dann gleich einen drohenden Milchstau an der Backe hatte. Das ist mir einige Male passiert, war sehr unangenehm, die Brust war wohl noch auf tagsüber Mehrfachstillen "eingerichtet". Pumpen bei meinen Kunden geht nicht gut und es wäre mir auch unangenehm – auf nem fremden Firmenklo mit Zeitdruck im Nacken...puh, nee.
In den letzten Tagen habe ich jeweils am Nachmittag noch einmal gestillt, um zu schauen, ob sie das vielleicht braucht, oder ob es was ändert. Hat es bisher nicht.
Was Lisa sagt, dass man innerlich wirklich überzeugt sein sollte, ist bei mir wahrscheinlich ne Baustelle. Einerseits will ich wirklich mal eine ruhige Nacht haben, in der das Kind auch mal beim Papa bleibt...andererseits habe ich immer wieder starke Schuldgefühle, ihr das Stillen wegzunehmen. Ich schwanke da sehr hin und her. Jetzt im Moment habe ich mich mit den Nächten wieder ein wenig abgefunden...aber ich arbeite diese Woche auch sehr wenig. Da ist es nicht so schlimm, müde zu sein.
Heute haben wir eine wahrscheinliche Zusage einer tollen Tagespflege erhalten, die in 14 Tagen beginnt. Und während der Eingewöhnung werde ich sowieso nichts ändern, da erlebt sie schon genug Neues. Vielleicht ist das auch gerade so ein fieses Alter, was den Schlaf betrifft?
Mein Mann hatte noch die Ideen, dass wir uns einige Nächte hälftig aufteilen: Er bringt sie mit Flasche ins Bett und ist mit Flasche bis 2 oder 3 Uhr nachts ihr Schlafpartner, während ich auf dem Sofa schlafe. Dann wird getauscht. Hat jemand Erfahrungen mit so einer Lösung?
Es ist ja wie gesagt nichtmal das Stillen, das mich so fertigmacht, sondern das Rumwälzen und Schreien, das Dauernuckeln und die Unruhe. Als sie noch viel jünger war, hat sie nachts auch oft gestillt, aber zügig getrunken und dann fest geschlafen. In dieser Zeit war ich wesentlich fitter am Tag.
Frau Walfisch mit Wasserfräulein (02/2014).
-
Meilec
- ist gern hier dabei
- Beiträge: 61
- Registriert: 05.01.2014, 20:29
Re: Nachts abstillen – wie? Ich kann nicht mehr :(
Hallo Frau Walfisch,
Ich kann dir sehr gut nachfühlen! Bei uns war es bis vor zwei Wochen genau so. Mein Sohn, knapp 19Monate konnte auch nur mit meiner Brust wieder einschlafen. Manchmal war ich 8x wach. Weniger als 4x war es nie... Er hat auch immer bei mir im Bett geschlafen.
Ich hatte immer einen Grund gefunden, warum er nicht ohne mich schlafen kann...Zähnen, krank etc. Wahrscheinlich war ich selber auch nicht bereit mit der nächtlichen Stillerei aufzuhören, obwohl ich mit drei Kindern auf dem Zahnfleisch gelaufen bin...
Dann vor zwei Wochen: ich habe bis Mitternacht gearbeitet und er kam gefühlt minütlich und konnte nicht ruhig liegen. So bin ich aufgestanden und hab ihm gesagt, dass er ab jetzt in seinem Bett schläft. Ich hab ihn in sein Bett im Zimmer bei seinem Bruder gelegt und ging aus dem Zimmer. Ich wartete auf seinen Protest. Vergeblich! Er ist selber (!) eingeschlafen!
Da war es für mich klar, dass er es kann... Die nächsten beiden Nächte bin ich immer zu ihm, wenn er wach wurde und hab ihm erklärt, dass er in seinem Bett bleiben darf. Er fand es nicht lustig, hat geweint und war wütend. Ich blieb immer bei ihm, hab gesungen, bis er wieder eingeschlafen ist. Seit der dritten Nacht schläft er durch. Das hätte ich nie gedacht... Er darf am Morgen zu mir ins Bett und wir stillen lange. Vor dem zu Bett gehen stillt er auch.
Ich wünsche dir viel Kraft!
Ich kann dir sehr gut nachfühlen! Bei uns war es bis vor zwei Wochen genau so. Mein Sohn, knapp 19Monate konnte auch nur mit meiner Brust wieder einschlafen. Manchmal war ich 8x wach. Weniger als 4x war es nie... Er hat auch immer bei mir im Bett geschlafen.
Ich hatte immer einen Grund gefunden, warum er nicht ohne mich schlafen kann...Zähnen, krank etc. Wahrscheinlich war ich selber auch nicht bereit mit der nächtlichen Stillerei aufzuhören, obwohl ich mit drei Kindern auf dem Zahnfleisch gelaufen bin...
Dann vor zwei Wochen: ich habe bis Mitternacht gearbeitet und er kam gefühlt minütlich und konnte nicht ruhig liegen. So bin ich aufgestanden und hab ihm gesagt, dass er ab jetzt in seinem Bett schläft. Ich hab ihn in sein Bett im Zimmer bei seinem Bruder gelegt und ging aus dem Zimmer. Ich wartete auf seinen Protest. Vergeblich! Er ist selber (!) eingeschlafen!
Da war es für mich klar, dass er es kann... Die nächsten beiden Nächte bin ich immer zu ihm, wenn er wach wurde und hab ihm erklärt, dass er in seinem Bett bleiben darf. Er fand es nicht lustig, hat geweint und war wütend. Ich blieb immer bei ihm, hab gesungen, bis er wieder eingeschlafen ist. Seit der dritten Nacht schläft er durch. Das hätte ich nie gedacht... Er darf am Morgen zu mir ins Bett und wir stillen lange. Vor dem zu Bett gehen stillt er auch.
Ich wünsche dir viel Kraft!
LG Meilec mit Tochter KH 04/09,Sohn GH 11/10 und Söhnchen HG 09/13
- FrauWalfisch
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Re: Nachts abstillen – wie? Ich kann nicht mehr :(
Ich hab das jetzt schon ganz oft gehört, dass es dann ganz plötzlich klappte mit dem weniger stillen/mehr schlafen. Vielleicht bin ich einfach noch nicht überzeugt genug. Vielleicht ist der Leidensdruck nicht hoch genug. Keine Ahnung. Heute nacht war sie öfter als stündlich wach. Und sie ist dann von jetzt auf gleich im Schrei-und-um-sich-schlag-Modus. Gar nicht zugänglich für Worte oder Umarmungen. Es ist sogar manchmal schwer, sie richtig zum Stillen zu positionieren, weil sie so zappelt.
Ich weiß auch nicht, ich bin mit meinem Latein am Ende. Und frage mich, warum es mir dermaßen schwerfällt, mich einfach mal ins andere Zimmer zu verabschieden und Papa mit Kind "allein" zu lassen. Weiß gar nicht, was mich davon abhält. Warum ich irgendwie darauf bestehe, bei ihr zu sein, wo ich es doch wenigstens mal versuchen könnte, woanders zu schlafen. Ich steh mir selbst im Weg. Und es fällt mir schwer, meinen Mann um eine Nachtschicht zu bitten.
Keine Ahnung, was ich hier rede. Äußere einfach nur ganz unstrukturiert meine Gedanken.
Ich weiß auch nicht, ich bin mit meinem Latein am Ende. Und frage mich, warum es mir dermaßen schwerfällt, mich einfach mal ins andere Zimmer zu verabschieden und Papa mit Kind "allein" zu lassen. Weiß gar nicht, was mich davon abhält. Warum ich irgendwie darauf bestehe, bei ihr zu sein, wo ich es doch wenigstens mal versuchen könnte, woanders zu schlafen. Ich steh mir selbst im Weg. Und es fällt mir schwer, meinen Mann um eine Nachtschicht zu bitten.
Keine Ahnung, was ich hier rede. Äußere einfach nur ganz unstrukturiert meine Gedanken.
Frau Walfisch mit Wasserfräulein (02/2014).
- FrauWalfisch
- hat viel zu erzählen
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Re: Nachts abstillen – wie? Ich kann nicht mehr :(
Ah, noch eine Sache, vielleicht weiß jemand Rat?
Das Kindelein stillt häufig ziemlich rabiat. Oft habe ich Abdrücke ihrer oberen Schneidezähne in der Brustwarze und merke die Zähne beim Nuckeln (wenn sie richtig trinkt, dann nicht). Fühlt sich nicht so toll an. Ich weiß nicht, ob sie irgendwie blöd andockt, bei so einem "alten" Kind läuft das gerade nachts ja doch ziemlich selbständig. Zudem tut es mir latent weh, wenn sie so oft und lange an der "leeren" Brust nuckelt. War nicht immer so – das hat sich in den letzten 2-3 Monaten so eingebürgert.
Das Kindelein stillt häufig ziemlich rabiat. Oft habe ich Abdrücke ihrer oberen Schneidezähne in der Brustwarze und merke die Zähne beim Nuckeln (wenn sie richtig trinkt, dann nicht). Fühlt sich nicht so toll an. Ich weiß nicht, ob sie irgendwie blöd andockt, bei so einem "alten" Kind läuft das gerade nachts ja doch ziemlich selbständig. Zudem tut es mir latent weh, wenn sie so oft und lange an der "leeren" Brust nuckelt. War nicht immer so – das hat sich in den letzten 2-3 Monaten so eingebürgert.
Frau Walfisch mit Wasserfräulein (02/2014).
- Hyndla
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Re: Nachts abstillen – wie? Ich kann nicht mehr :(
Ist hier auch so, ich docke dann ab und bei extremem Gezeter noch mal neu an und sag ihm auch, dass mir das weh tut. Wenn er so lange nuckeln würde, dass es mir unangenehm wird, würde ich das aber nicht ewig aushalten, sondern irgendwann begrenzen. Soll ja schon auch für beide Seiten angenehm sein und die Kleinen lernen ja auch von uns, dass man gut auf sich selbst achtet
.
Mini-Hyndla 11/2009 und der winzige Herr M. 09/2013
- FuFu
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Re: Nachts abstillen – wie? Ich kann nicht mehr :(
Bei mir hat geholfen, dass mein Mann das am Anfang mal von sich aus angeboten hat und die besagte Stillberaterin, die mir quasi ihren Segen gegeben hat.
Mein Mann ist eigentlich ein ziemlicher Holzklotz, aber ich war so fertig, dass er sich echt Sorgen gemacht hat.
Aber du hast auch jedes recht, aktiv Hilfe einzufordern!
Und es ist doch überhaupt keine Schande und auch bestimmt nichts schlimmes, wenn du es zumindest mal eine oder zwei Nächte versuchst.
Du kannst jederzeit abbrechen, wenn du den Eindruck hast, es geht gar nicht für dein Kind. Jetzt schreibe ich es auch schon. Dein Kind. Stimmt aber ja gar nicht. Es ist EUER Kind!
Du könntest auch erstmal eine abgespeckte Version versuchen: Du schläfst woanders, dein Mann versucht es erstmal, und wenn euer Kind stillen möchte, bringt er es vorbei und nimmt es hinterher auch wieder zurück. Alleine das nicht zuständig sein, nicht zu horchen, nicht bei jedem Mucks aktiv werden müssen, hat für mich schon viel Erholung gebracht.
Wobei, die ersten Nächte waren nicht so besonders erholsam. Ich wurde oft wach, hatte ständig das Gefühl, Klein-Fufu weint - wenn ich mich zur Tür geschlichen habe: nichts.
Manchmal bin ich natürlich wach geworden, weil sie geweint hat. War schwer. Aber ganz ehrlich, weint dein Kind nie wenn es bei dir ist? Wieso ist es besser, wenn das Kind bei dir weint?
Und ich habe mir vor Augen geführt, dass sie meisten Kinder in den Alter abgestillt und ausquartiert sind. Der Gedanke ist natürlich ein bisschen schräg, aber ich musste mir vor Augen führen, dass dieses - ich nenne es mal Rabenmuttergefühl - total albern ist. Du ferberst doch dein Kind nicht, du brauchst Ruhepausen und der Papa betreut das Kind.
Das sind nur so Gedanken. Achte auf dich. Eurem Kind tut es bestimmt auch nicht gut, wenn du nur noch auf dem Zahnfleisch gehst.
☆ mobil mit Klein-FuFu *12/12 ☆
Mein Mann ist eigentlich ein ziemlicher Holzklotz, aber ich war so fertig, dass er sich echt Sorgen gemacht hat.
Aber du hast auch jedes recht, aktiv Hilfe einzufordern!
Und es ist doch überhaupt keine Schande und auch bestimmt nichts schlimmes, wenn du es zumindest mal eine oder zwei Nächte versuchst.
Du kannst jederzeit abbrechen, wenn du den Eindruck hast, es geht gar nicht für dein Kind. Jetzt schreibe ich es auch schon. Dein Kind. Stimmt aber ja gar nicht. Es ist EUER Kind!
Du könntest auch erstmal eine abgespeckte Version versuchen: Du schläfst woanders, dein Mann versucht es erstmal, und wenn euer Kind stillen möchte, bringt er es vorbei und nimmt es hinterher auch wieder zurück. Alleine das nicht zuständig sein, nicht zu horchen, nicht bei jedem Mucks aktiv werden müssen, hat für mich schon viel Erholung gebracht.
Wobei, die ersten Nächte waren nicht so besonders erholsam. Ich wurde oft wach, hatte ständig das Gefühl, Klein-Fufu weint - wenn ich mich zur Tür geschlichen habe: nichts.
Manchmal bin ich natürlich wach geworden, weil sie geweint hat. War schwer. Aber ganz ehrlich, weint dein Kind nie wenn es bei dir ist? Wieso ist es besser, wenn das Kind bei dir weint?
Und ich habe mir vor Augen geführt, dass sie meisten Kinder in den Alter abgestillt und ausquartiert sind. Der Gedanke ist natürlich ein bisschen schräg, aber ich musste mir vor Augen führen, dass dieses - ich nenne es mal Rabenmuttergefühl - total albern ist. Du ferberst doch dein Kind nicht, du brauchst Ruhepausen und der Papa betreut das Kind.
Das sind nur so Gedanken. Achte auf dich. Eurem Kind tut es bestimmt auch nicht gut, wenn du nur noch auf dem Zahnfleisch gehst.
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Re: Nachts abstillen – wie? Ich kann nicht mehr :(
Mir fällt gerade noch ein, dass ich in dem Alter versucht habe frei nach Gordon die Abstände nachts zumindest zu verlängern. Ganz abstillen, davon war ich auch nicht überzeugt. Aber ich wollte jede Nacht 1x 4h am Stück schlafen. Das hat relativ gut funktioniert, anfangs auch nicht ganz ohne Geschrei, aber ok. Ich habe noch mal gestillt als ich ins Bett bin (23:00 +/- 30 Minuten) und dann halt 4h nicht mehr.
Und wie gesagt, so mit 18/19 Monaten wurde es von alleine deutlich besser.
Aktuell ist es wieder sehr unterschiedlich........ seufz.
Und wie gesagt, so mit 18/19 Monaten wurde es von alleine deutlich besser.
Aktuell ist es wieder sehr unterschiedlich........ seufz.
Liebe Grüße aus den Norden von
S. mit Sommerbub (08.12) und Herbstmädchen (11.15)
(Still-Mod-Team)
Tablet und Smartphone-Nutzerin........
Rettet die Geburtshilfe!
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S. mit Sommerbub (08.12) und Herbstmädchen (11.15)
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