Jüngeres Kind darf vieles früher?

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Flädi
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Re: Jüngeres Kind darf vieles früher?

Beitrag von Flädi »

Für die grossen wiederum ist es ja auch so toll schon gross sei zu können und gerade bei uns wird die grosse vergöttert. Diese Erfahrung wird unsere jüngste nicht so einfach machen können.
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Elena
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Re: Jüngeres Kind darf vieles früher?

Beitrag von Elena »

Ich schließe mich den anderen an. Meine Kinder sind zwar jeweils 2 Jahre auseinander, aber die beiden Großen machen auch vieles gemeinsam und "dürfen" meist das Gleiche. Den einzigen Unterschied mache ich eigentlich im Straßenverkehr. Die Große darf den Weg vom KiGa nach Hause alleine gehen, die Mittlere nicht. Die will das aber auch eigentlich nicht.

Wir werden spätestens im Sommer Taschengeld einführen, und zwar wahrscheinlich gleich viel für die Große (6 Jahre) und die Mittlere (4 Jahre). Mein Bruder und ich waren nur 13 Monate auseinander und haben immer gleich viel bekommen. Zwischen meinen Kindern liegen dann allerdings zwei Schuljahre, das ist natürlich ein Unterschied. Vielleicht werden wir der Großen das Taschengeld schneller erhöhen. Mal sehen.

Ich finde es nicht leicht abzuwägen. Das fängt ja schon an mit neuen Klamotten.... die Große bekommt häufiger was Neues als die Schwestern, die eigentlich alles auftragen können. Ich versuche so ein bisschen, der Mittleren neue Sachen mehr zu "verkaufen" als der Großen.
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mäusekind
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Re: Jüngeres Kind darf vieles früher?

Beitrag von mäusekind »

Flädi hat geschrieben:Was denkst du, ist dann beim dritten :oops: :lol: . Unsere jüngste hatte mit 9 Monaten schon ihren ersten Kaugummi im Mund :oops: :lol: . Denke, das ist einfach der Lauf der Dinge. Die jüngsten haben andere Nachteile.
Ja ja, meine jüngste bekam im zarten Alter von 6 Wochen ihren ersten Kutscher. Der Bruder musste unbedingt teilen. Und Schubs bekam sie den Lilli zum lutschen in den Mund gesteckt...
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mäusekind
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Re: Jüngeres Kind darf vieles früher?

Beitrag von mäusekind »

Ich hasse das Tablet!
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Tasmanina
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Re: Jüngeres Kind darf vieles früher?

Beitrag von Tasmanina »

ich kann das hier nicht so klar sagen. manche dinge habe ich fest an das alter gekoppelt (taschengeld, bikini,...), anderes geht nach kind- art (alleine über die kleine straße zum spielplatz) manches darf die kleine einfach früher, weil die große es schon darf (süßkram, fernsehen).

dafür muss die kleine schon früher kleine handgriffe mitmachen wie zimmer aufräumen oder spülmaschine, weil die große es einfordert, dass sie auch mithelfen muss. :wink: die große hat da niemand zu "gezwungen". :mrgreen:


ungerechtigkeit, ist das nicht schon normal, dass geschwister sich manchmal zurückgesetzt fühlen oder schlechter behandelt? gibt es geschwister, wo dieses gefühl nie da war?

ich bin einzelkind, kann da nicht aus eigener erfahrung berichten.
Die beste "Rache" ist ein glückliches Leben.
Tasmanina
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Re: Jüngeres Kind darf vieles früher?

Beitrag von Tasmanina »

wildmotzi hat geschrieben:
Wie handhabt ihr sowas bei Kindern mit wenig Altersabstand?
so wie ich das verstehe bei euch, bekam und bekommt jedes kind den geburtstag, den es sich wünscht? dann ist doch alles genau richtig. :D :wink:
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Blubberella
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Re: Jüngeres Kind darf vieles früher?

Beitrag von Blubberella »

Hier das gleiche.

Mein Kleiner darf vieles früher, ich steckte lang deswegen in eine Sinnkrise, wenn ich Dinge von ihm gefordert habe. Die ich vom Kleinen nicht gefordert habe - aber er keinen Bonus davon hatte. Er musste x machen, weil er ja der Große ist, hatte aber keinen Vorteil y, weil er der Große ist.

Wir haben es dann eine Zeit lang mit besonderen Aktionen für den Großen versucht aufzuwiegen "Heute gehe ich mal nur mit Dir zum Baden / zur Uri usw"
Hatte zur Konsequenz, dass die beiden sich ganz arg vermisst haben.

In letzter Zeit bin ich in einer Sinnkrise. Weil ich vom Kleinen so viel fordere, das dem Großen in dem Alter noch völlig selbstverständlich war.

Der Kleine muss sich alleine anziehen (mit Unterstützung), genau so wie der Große (mit ein bisschen weniger Unterstützung).

Der Kleine muss seinen Schnuller abgeben, genau so wie der Große - also 16 Monate früher.

Der Kleine muss Zimmer aufräumen mit dem Großen, vor 16 Monaten war das kein Thema.

Der Kleine ist mit fast 2 aus dem Familienbett geflogen - der Große mit gut 3. am gleichen Tag, aber durch den Altersunterschied 16 Monate früher. Der Große hat dafür ein Hochbett bekommen, der Kleine war der Gelackmeierte, weil er nun weder Familienbett noch Hochbett hat.

Daher bin ich da inzwischen wesentlich entspannter.

Ja, es hat Vorteile einen Bruder zu haben, der nur 16 Monate älter ist.
Ja, es hat Nachteile einen Bruder zu haben, der nur 16 Monate älter ist.

Isso. :)
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Blubberella
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Re: Jüngeres Kind darf vieles früher?

Beitrag von Blubberella »

Tasmanina hat geschrieben:
wildmotzi hat geschrieben:
Wie handhabt ihr sowas bei Kindern mit wenig Altersabstand?
so wie ich das verstehe bei euch, bekam und bekommt jedes kind den geburtstag, den es sich wünscht? dann ist doch alles genau richtig. :D :wink:
Ich denke genau da liegt der Hase im Pfeffer. Wir Eltern wollen 100% gerecht sein, was aber einfach nicht funktioniert. Was bedeutet gerecht?

Bedeutet gerecht jedem Kind ein Ostergeschenk für 10€ zu kaufen oder jedem das, was er sich wünscht - das eine für 5€ das andere für 15€?
Für beide Seiten gibt es 1.000 Argumente.
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Nuala
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Re: Jüngeres Kind darf vieles früher?

Beitrag von Nuala »

Es gibt keine absolute Gerechtigkeit.
Das ältere Kind ist das ältere und das jüngere das jüngere. Das ist Schicksal, das ist nicht zu ändern und das wird immer so bleiben. Das ist ungerecht. Punkt.
Und das macht auch mal Schmerz, - BEIDEN Seiten - das ist ok so. Ein Lernfeld. Und Lernen ist Bereicherung. Das sieht man aber oft erst viel später. Auch ungerecht. Aber Fakt.

Natürlich können wir als Eltern den Schmerz lindern. Aber Linderung kann vielfältig sein und was lindernd wirkt, kommt auch auf das individuelle Kind an.

Und trotzdem: Gleichheit kann nicht die Lösung sein. Gleichheit ist nicht gleich Gerechtigkeit. Ich finde Gleichheit (oder gar Gleichmacherei) sogar eher kontraproduktiv.
Ich bin der Typ: lieber zugeben, dass es nicht gleich ist, mit dem Kind aushalten, dass es nicht gerecht ist und andere Wege finden das Mangelgefühl auszugleichen. Ein wichtigster Schritt dazu ist Kommunikation und Wahrnehmung. Das geht auch schon bei den Kleinen.
Großes Mädel 10/08 & kleines Mädel 04/11
Lösche Benutzer 8492

Re: Jüngeres Kind darf vieles früher?

Beitrag von Lösche Benutzer 8492 »

Blubberella hat geschrieben: Bedeutet gerecht jedem Kind ein Ostergeschenk für 10€ zu kaufen oder jedem das, was er sich wünscht - das eine für 5€ das andere für 15€?
Für beide Seiten gibt es 1.000 Argumente.
Zumindest in dem Alter in dem meine beiden sind bleibt nur eigentlich nur Variante 1. Schon allein, weil sie noch gar keine Vorstellung haben, was 5 oder 15 Euro sind und was Spielzeug kostet. Ich achte nur drauf, dass beide etwa gleich viel bekommen, also einer 2 und einer 3 Weihnachtsgeschenke ginge gar nicht. Letztes Weihnachten hat meine Tochter dann noch ein Paket mit Kleidung bekommen, damit was zum Auspacken da war :mrgreen: .

Bei uns ist es auch so, dass die beiden teilweise gleich weit sind - die Kleine zieht sich fix von allein an, der Grosse würde die Hälfte vergessen oder 2 Stunden brauchen, wenn ihm niemand hilft :roll: .

Ursprünglich war wohl mein Ausgangsgedanke, ob irgendwer einen Vorteil davon hat, wenn sie nicht feiern darf und dieses Jahr noch warten muss. Ich vermutlich, weil ich weniger Arbeit habe :mrgreen: , aber der Grosse wird sich kaum ungerecht behandelt fühlen...
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