warmbäuchlein hat geschrieben:
Die Kleinen zeigen dann irgendwann selber, wenn sie bereit sind - frage mich nur wie, wenn ich nie die Gelegenheit gebe, dass der Kleine irgendwas zeigen könnte
Weiß nicht, mehr genau was stand, ab wann Kinder den Schließmuskel erst bewusst steuern können, aber war eher 2 Jahre aufwärts.
Das mit der Schließmuskelkontrolle, die erst ab 2 Jahren funktioniert, kann jeder, der windelfrei macht, widerlegen.
Ich mag das Wort "Training" nicht und habe es nicht gemacht. Aber es gab früh ein Töpfchen und das Kind wusste mit 1,5 Jahren, dass es das große Geschäft auf dem Töpfchen / der Toilette macht und wollte mit ziemlich genau zwei Jahren keine Windel mehr haben. Dafür muss man aber die Möglichkeiten jenseits der Windel zumindest zeigen und bereitstehen haben und auch anbieten. Ich habe manchmal das Gefühl, Eltern wickeln ihr Kind und erwarten, dass es ganz von selbst auf die Idee kommt, plötzlich die Toilette zu nutzen. Ich lasse ja auch nicht das Besteck in der Schublade, bis das Kind formvollendet darum bittet, eine Gabel nutzen zu dürfen.
Sibi hat geschrieben: Dafür muss man aber die Möglichkeiten jenseits der Windel zumindest zeigen und bereitstehen haben und auch anbieten. Ich habe manchmal das Gefühl, Eltern wickeln ihr Kind und erwarten, dass es ganz von selbst auf die Idee kommt, plötzlich die Toilette zu nutzen. Ich lasse ja auch nicht das Besteck in der Schublade, bis das Kind formvollendet darum bittet, eine Gabel nutzen zu dürfen.
Genau das ist meine Philosophie, nur konnte ich es nicht so gut formulieren.
Meine Kleine hat übrigens seit bestimmt einer Woche nicht aufs Töpfchen gepullert. Aber wir haben eines, sie weiß, wo es steht, und wofür es gut ist.
Mehr muss nicht. Der Rest fügt sich zu seiner Zeit.
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13
Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
vor keinem Popanz, keinem Weltgericht,
vor keinem als sich selber gerade zu stehen. (Reinhard Mey)
Beim Großen haben wir irgendwann ein Töpfchen gekauft, als er uns immer ganz genau im Bad beobachtet und alles nachgemacht hat. So ab anderthalb wurde es dann auch regelmäßig genutzt und mit 2,5 ging es zum ersten Mal ohne Windel in den Kindergarten.
Die Kleine hat uns nun total überrascht. Die Windeln waren kaum feucht, dafür hat sie plötzlich bei jedem Wickeln auf den Wickeltisch gepinkelt. Ich habe ihr also das Töpfchen angeboten, sie hat es sofort verstanden und von selbst gesagt, wenn sie musste.
Gaaanz toll, wenn ein Kind im Schneeanzug im Buggy (und vorsichtshalber mit Windel) darauf besteht, jetzt und sofort "richtig" Pipi machen zu wollen... Im Sommer ist das wirklich praktischer [emoji6]
Und nach drei Wochen (nach den Weihnachtsferien) ging sie schon ohne Windel in den Spielkreis. - Alles komplett ohne Zwang! Nur die Erzieherinnen waren mit dem Gedanken sichtlich überfordert. Sie dachten wohl, ich frage die Kleine alle fünf Minuten, ob sie mal muss. Sie waren total überrascht, wie gut alles klappt und es gab tatsächlich nicht ein einziges nasses Höschen.
Also: traut den Zwergen einfach etwas zu; sie wissen schon, wann sie was lernen wollen! Wenn man ein Töpfchen anbietet, hat das wirklich nichts mit "Töpfchentraining" zu tun.
Ein Toepfchen zu Hause haben und es anbieten faellt fuer mich auch absolut nicht unter Toepfchentraining.
Ich wollte aber eigentlich nur kurz reinhuschen und sagen, dass das:
Sibi hat geschrieben:
Ich habe manchmal das Gefühl, Eltern wickeln ihr Kind und erwarten, dass es ganz von selbst auf die Idee kommt, plötzlich die Toilette zu nutzen.
schon auch geht. Unsere Kinder sehen schliesslich, dass wir auf die Toilette gehen .
Dauert dann vielleicht etwas laenger, als wenn man ein Toepfchen anbietet, aber moeglich ist es schon. Nur falls jetzt jemand Sorgen hat, dass das Kind auch mit 18 noch gewickelt wird, weil kein Toepfchen angeboten wird...
Mit der Großen (05/11), dem Mittleren (07/14), dem Ministernchen (11/15) und der Kleinen (6/18)
bei uns ist töpfchen absolut notwenig. wir sind inzwischen 5 personen und mesit muss ein kind grad, wenn das andere oder ein erwachsener....... wir haben nur eine toilette.
meine tochter hab ich auf den topf gesetzt, weil sie es leichter hatte mit dem großen geschäft. ansonsten war der toisitz bei ihr der favorit. beim großen ging lange nix in die toi, nur ins töpfchen. so unterschiedlich ist das. bin gespannt, wie das beim kleinsten wird. auch er hat derzeit probleme beim großen geschäft, da setze ich ihn schon mal auf den topf, um mit der haltung, die er da hat, das kackern zu erleichtern.
Liebe Grüße Anni
mit Sternentochter Lilly 10/05, mit Bärchen 04/07 und Fröschlein 03/11 und Knöpfchen 06/14
Oh, bei dem Thema lese ich mal interessiert mit. Mein Sohn wird im Mai 2. Wir haben seit einiger Zeit ein Töpfchen und ich habe seit einigen Monaten angefangen ihn vor dem Baden zu fragen ob er noch Pipi machen will. Da war er ja eh nackt. Er hat sich immer begeistert drauf gesetzt und nie gepinkelt
Mittlerweile sind ein paar Zufallstreffer (?) im Töpfchen gelandet und ich würde es gerne regelmäßiger anbieten. Morgens nach dem aufstehen fände ich prima, denn da kommt meist zügig das große Geschäft (bisher in die Windel), das möchte er aber nicht. Ich könnte ja mal anfangen bei jedem Wickeln anzubieten. Ich möchte keinen Zwang oder Druck aber eben anbieten und mal schauen. Wickeln ist nämlich auch nicht meine Lieblingsbeschäftigung
Unterwegs mit dem großen Bruder (5/13), dem mittleren Bruder (12/14) und dem kleinen Flöckchen (3/17)
Also ich würde echt bei jedem Wickeln anbieten.
Du merkst sowieso, wenn er nicht will. Mein Sohn konnte das auch mit 8 Monaten schon entsprechend kommunizieren, wenn er nicht wollte
Wir schauen aber ehrlich gesagt schon auch mal Pixi Bücher oder so, wenn er am Topf sitzt, oder er bekommt etwas zum Spielen. Lange drauf sitzen muss er dennoch nicht - ein paar Minuten reicht.
Wobei ich eher inzwischen das Problem habe, dass mein Sohn gerne auch mal länger für eine Sitzung sitzt und ich würde ihn eher schon gerne mal runternehmen (weil es oft nicht nach Rosen duftet und ich schwanger das nicht sooo gut aushalte)
Puh, wir haben eib töpfen und nutzen es seit er sieben monate alt ist. Morgens immer - da kommt der berg und meist noch viel bächlein. Am tage ab und zu, völlig ohne zwang, wohl aber bieten wir es aktiv an. So wie wir ihn sonst immer abgehalten haben. Und zumindest mein sohn macht sein großes Geschäft lieber auf dem topf als in die windel. Das war auch beim abhalten so. Wenn's große doch mal in der windel landet, dann ist er auch schnell wund.
Also ich find es eher ungewöhnlich es nicht anzubieten. Das gehört für much zur entwicklung von korpergefuhl und windelfrei..
Unsere große war übrigens mit 18 monaten trocken, die mittlere mit 24. Aber wir haben als eltern nie einen affentanz um das Thema gemacht. Ich denke, das ganze wird viel zu aufgeladen.
Wir haben als das Kind 20 Monate war mit Töpfchen-Training angefangen. Den ersten Monat recht unintensiv, weil das Kind wirklich nicht den Zusammenhang sah, aber dann zwei Monate lang nie tagsüber mehr Windeln benutzt, und seitdem ist das Kind zuverlässig tagsüber trocken. Nachts kam ganz von alleine.
Wir haben aus ganz egoistischen Gründen angefangen, es war immer sehr anstrengend das Kind zu wickeln. Aber natürlich haben wir auch darüber nachgedacht, ob wir mit diesen relativ frühen Anfang das Kind irgendwie schädigen. Ich bin immernoch davon überzeugt, dass es das richtige war. Mit eineinhalb konnte unser Kind (wie viele andere im selben Alter) schon viele grundlegende Verhaltensregeln, zum Beispiel, dass man sich beim Essen nicht auf dem Tisch legt, oder dass es besser angesehen wird, wenn man mit einem Löffel anstatt mit den Händen isst. Teils, weil es uns immer zugeschaut hat, teils weil wir dem Kind gesagt haben, was ok ist und was nicht. Und wenn man davon ausgeht, dass wir unser Kind nicht durch aufgezwungene Essensgewohnheiten geschädigt haben, dann müsste doch das selbe für Klogewohnheiten gelten. Zwei-drei Monate haben wir mantraartig "nicht auf dem Boden pinkeln sondern ins Töpfchen pinkeln" gesagt, haben einiges gewischt und hatten mehr und mehr Fortschritte. Und dann klappte es!
Ich glaube es ist gut früh anzufangen, weil es gut ist, die Umstellung von Windeln zu Klo so früh wie möglich zu machen, weil es einfach komisch ist, dass man plötzlich andere Regeln für das Toilettenverhalten aufstellt. Für das Kind ist es möglicherweise schwieriger sich umzugewöhnen, wenn es mehrere Jahre immer in die Windeln gemacht hat. Außerdem kann ich mir vorstellen, dass ein dreijähriges Kind es als größere Katastrophe ansieht, wenn was in die Hosen geht's, als ein Kind unter zwei Jahren. Wir wollten unserem Kind auch diese Selbstständigkeit mitgeben, bevor es mit zwei Jahren in der Kita anfing.
Für uns Eltern war es praktisch, dass das Kind schon selbstverständlich aufs Töpfchen ging, bevor es seinen eigenen Willen austestete. Jetzt kommt zwar auch "ich will nicht aufs Klo!!!!" aber es gibt keine Diskussionen darüber, ob Klo oder Windeln.