Stillen reduzieren ohne abzustillen

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

Moderatoren: Anjamaria01, klecksauge, SchneFiMa, Mondenkind

Benutzeravatar
Mogliki
gehört zum Inventar
Beiträge: 484
Registriert: 22.01.2013, 16:06

Stillen reduzieren ohne abzustillen

Beitrag von Mogliki »

Hallo zusammen,

meine Krümeline ist heute 17 Monate alt. Wir stillen noch völlig nach Bedarf, was an den meisten Tagen sehr viel ist. Nachts mehrfach, morgens vor dem aufstehen sehr ausgedehnt, über den Vormittag verteilt mehrfach kurz, zum/statt Mittagessen, über den Nachmittag verteilt mehrfach, zum Abendessen, zum/vor dem Einschlafen ausgiebig... Genaue Zahlen kann ich nicht nennen, aber in der Häufigkeit reichen wir sicher an die meisten Vollstillpaare ran.
Essen tut sie zur Zeit leidlich; das war auch schonmal mehr/besser. Wir haben von Anfang an BLW gemacht, mit einem schnellen Abstillen hatte ich also auch gar nicht gerechnet. Anfangs war sie auch sehr interessiert an Essen, hat schon früh begeistert zugelangt (und trotzdem in gewohnter Häufigkeit weitergestillt). Momentan schiebt sie ihr Essen allerdings wieder häufig von sich und isst nur sehr übersichtliche Mengen. Zum Frühstück meist gar nicht oder nur wenige Löffel, im Verlauf des Tages dann etwas mehr, aber auch keine sattwerde-Mengen.

Was mich derzeit besonders stört ist ihre Angewohnheit, beim Essen zu signalisieren dass sie fertig ist (Essen wegschieben, Lätzchen wegzerren, aus ihrem Stuhl wollen), nur um dann nicht etwa zu spielen, sondern schnurstracks zu mir zu kommen und sich Milchnachschub zu holen. 90% aller Familienmahlzeiten bin ich also mit stillendem Kind "belegt", was mich mittlerweile einfach nur noch nervt. Nicht nur weil sie mir die Hände blockiert, sondern auch weil sie nie stillhält und auch beim stillen ständig am zappeln, treten, Tisch wegschieben, rumwippen,... ist.

Ein weiterer Aspekt ist, dass ich bis heute noch keinen Zyklus habe. Nun wollen wir aber aus mehreren Gründen gerne einen Altersabstand <3 Jahren haben, mittlerweile würde ich sogar sagen je eher ich wieder schwanger werde, desto lieber ist mir das. Nun weiß ich natürlich nicht, wie "wenig" stillen mein Körper braucht, um wieder einen Zyklus zu produzieren, aber das jetzige Maß scheint zu viel zu sein.

Ich möchte das stillen also gerne reduzieren. Abstillen möchte ich zum derzeitigen Punkt aber nicht - die Krümeline scheint es noch sehr zu brauchen und auch ich merke, dass ich noch nicht dazu bereit bin. Aber wenn ich mitbekomme, dass andere Mütter im Freundeskreis mit Kindern in ähnlichem Alter nur noch morgens/abends und in der Nacht stillen werde ich regelmäßig neidisch...
Momentan bin ich aber unsicher, wie ich das reduzieren am Besten angehe. Eine Zeitlang habe ich an nachts abstillen gedacht, auch weil die Krümeline nach wie vor sehr oft, teils stündlich, aufwacht. Aber gleichzeitig ist stillen halt auch die einfachste Lösung, sie wieder zum schlafen zu bringen, daher traue ich mich da (noch) nicht so wirklich ran. Tagsüber ist mein größter Nervfaktor das Stillen am Essenstisch. Versteht eine knapp anderthalbjährige schon wenn ich ihr sage, dass beim Essen nicht mehr gestillt wird? Selbst spricht sie noch kein Wort, scheint aber sehr viel vom gesagten zu verstehen und kommuniziert immerhin einigermaßen mit nicken/kopfschütteln.

Und sonst? Momentan scheint sie einfach immer bei Hunger/Durst zu mir zu kommen und zerrt an meinem Pullover rum (noch so etwas, was mich stört). Inzwischen versuche ich dann immer, ihr zuerst zu essen/trinken anzubieten; manchmal klappt das auch, oft kommt sie hinterher trotzdem noch zu mir. Bin ich nicht da kommt sie wunderbar ohne Milch aus (und isst dann auch mehr). Da ich derzeit arbeitslos bin, bin ich aber eben da (auch wenn ich hoffe, da bald etwas dran ändern zu können).
Am Liebsten wäre mir ja eine morgens/mittags (nach dem Mittagsschlaf)/abends/nachts-Lösung. Aber ob das meinem Körper ausreicht, um wieder einen Zyklus zu produzieren? Weiß ich natürlich vorher nicht. Aber auch vom Belastungsfaktor würde mir das gefallen. Auch wenn so ein sich ankuschelndes stillendes Kind schon gemütlich ist... (so ganz ohne Ambivalenzen bin ich also nicht)

Von einem Tag auf den anderen umstellen (und ihr vorher erklären, natürlich)? Oder nach und nach? Mit welchen Regeln? Ich bin echt ratlos...
Habt ihr vielleicht hilfreiche Gedanken/Tipps/Anregungen/Erfahrungen für mich? :)

Zur Verdeutlichung vielleicht noch kurz unser Essens-Tagesablauf:

Meist gibt es morgens Müsli oder Hirsebrei mit Früchten. Davon aß sie mal ein bisschen was, derzeit aber wieder fast gar nichts. Schokomüsli näme sie (will ich ihr aber nicht geben), Alnatura Kindermüsli mit wenig Milch oder mit Apfelmus angerührt mag sie einigermaßen, Hirsebrei weniger (auch wenn mir das wegen dem Eisengehalt lieb wäre). In den letzten Tagen hatte ich einen Magen-Darm-Infekt, da aß sie dann plötzlich meinen Zieback mit (...und stillte unvermindert oft...).
Vormittags dann selten nochmal was, zum Mittagessen (was bei uns meist Brot ist) mal ein Stückchen Brot, meist aber eher nur die Butter darauf und teils Nussmuß oder Leberwurst, letztens mal Quark mit Honig. Gerne isst sie Papas Oliven und Wurst mit, derzeit werden aber auch die oft nur angelutscht und ausgespuckt/zurückgegeben/den Katzen hingeworfen ( :roll: ). Vom auch da angebotenen Obst nimmt sie mal einen Bissen Apfel oder Banane oder auch ein paar Trauben, aber keine Riesenmengen.
Nachmittags dann meist nochmal ein bisschen Obst und/oder ein Ministück Brot, Abends gibt es dann warmes Essen (frisch selbstgekocht an so gut wie allen Tagen), meist irgendwas mit Gemüse. Dabei waren bis vor kurzem wenigstens Kartoffeln die ultimative "Kind isst"-Garantie, aber momentan klappt nichtmal das.

Bei Hunger biete ich ihr meist Banane/Apfel oder was sonst an Obst da ist an, mein Mann rührt ihr auch gerne mal ein Kindermüsli an oder wir schmieren ein Brot mit Butter/Nussmuß/Leberwurst/Olivenöl. Beim Abendessen achte ich eigentlich immer darauf, dass etwas für sie essbares dabei ist oder reiche notfalls eine Alternative (was aber nur selten vorkommt). "Knabberkram" wie Reiswaffeln, Zieback, Dinkelstangen, Salzstangen, Kekse... (das, was früher in unserer "BLW-unterwegs-Dose" war) würde sie in größeren Mengen essen, aber a) ist uns das zu teuer für jeden Tag, b) finde ich es vom Nährstoffgehalt nicht ideal und rangiert eigentlich eher unter "Süßkram" und c) macht das meiste davon jetzt auch nicht gerade lange satt.
Stolze Mama von Krümel (09/13), Murkel (08/16) und Minnimaus (1/19)
Benutzeravatar
Mutterhenne
Profi-SuTler
Beiträge: 3047
Registriert: 03.04.2014, 15:13

Re: Stillen reduzieren ohne abzustillen

Beitrag von Mutterhenne »

Ich habe keine Lösung für Dich, möchte Dir aber einen solidarischen Drücker dalassen ((()))
Ich erkenne uns nämlich teilweise in Eurer Situation wieder: Ich arbeite Vollzeit (2 Tage von zu Hause, 3 Tage ist das Küken in der Betreuung), und ohne mich wird problemlos gegessen/geschlafen etc. Bin ich da, funktioniert nur Einschlafstillen, auch nach en familienmahlzeiten wird oft (gern auch am Tisch, gern mit den Füßen auf dem Tisch :roll: ) gestillt. Wir haben auch von Anfang an BLW praktiziert, und mit rund 12 Monaten hat Töchterlein deutlich mehr gegessen als heute. Abstillen möchte ich auch auf keinen Fall (aus den von Dir genannten Gründen), aber es wäre toll, wenn z.B. das Einschlafen zu Hause auch mal mit Papa klappen würde z.B.... Vielleicht sagt uns ja gleich ein erfahrener Mensch, dass das nur eine Phase ist...? :wink:
Alles Liebe!
"Die meisten Zitate im Internet sind falsch." (Aristoteles)

Grüße von der Henne
mit Superheldin (09/2013), Piepselchen (11/2018) und den Schutzengel-* (März 2012, November 2017, April 2021)
Benutzeravatar
Amelie
Dipl.-SuT
Beiträge: 5416
Registriert: 03.05.2007, 11:46
Wohnort: Rosenfeld

Re: Stillen reduzieren ohne abzustillen

Beitrag von Amelie »

Hallo,
Ich habe das bei meinen Kindern deutlich forciert. Und zwar gabs dann einfach kein stillen mehr wenn wir in 10 Minuten essen wollten. Am Tisch eh nicht, sobald sie mitgegessen haben. Je älter sie wurden umso mehr hab ich das stillen aufs Bett beschränkt.

Sie haben trotzdem alle über 3 Jahre gestillt, jedoch finde ich, das es eben für Mutter und Kind passen muss. Nicht nur fürs Kind ;-)

Meine mögen sehr gerne Nudeln in allen Varianten. Eventuell ihr das anbieten? Auch mittags? Mit Brot Gewinne ich hier keine Freunde. Abends gibt's oft Suppen. Griessklösse, Flädle, Nudelsuppe oder sehr beliebt mie nudeln einfach mit Gemüse was noch da ist und Sojasoße.

Grundsätzlich wenn man reduzieren will, Essen und trinken oft anbieten, bevor der Hubger schon da ist.

Liebe Grüsse, Amelie


Gesendet von iPhone mit Tapatalk
LG Amelie
mit Finn (09/06),Hannes (05/08),
Lenn (12/10) und Lola (05/2014)
Benutzeravatar
clatrastis
ist gern hier dabei
Beiträge: 60
Registriert: 29.11.2014, 23:59
Wohnort: im tiefen Osten...

Re: Stillen reduzieren ohne abzustillen

Beitrag von clatrastis »

Da wir eher das umgekehrte Problem haben, kann ich mit eigenen Erfahrungen nichts beitragen. Aber vielleicht helfen euch klare Regeln: Zum Beispiel nicht mehr am Esstisch stillen, sondern nur noch im Bett oder auf dem Sofa. Und auch erst dann, wenn Du auch fertig bist mit dem Essen. Kinder sind ja sehr empfänglich für Regeln. Ich kann mir vorstellen, dass es einfacher ist, wenn Du nicht jederzeit und überall sofort zum Stillen zur Verfügung stehst. Ich denke schon, dass eine Eineinhalbjährige solche Regeln verstehen kann. Aber man darf wohl nicht darauf hoffen, dass sie die liebgewordene Gewohnheit ohne Protest aufgibt. Wenn man aber für sich klar hat, was man will, dann klappt sicher auch nach einiger Zeit.

Mit Papa einschlafen geht bei uns auch nicht. Das hat aber meiner Meinung nach nix mit der zwingenden Verfügbarkeit von Mama zu tun, sondern damit, dass es eben dauert, eine eigene Routine zum Einschlafen ohne Stillen/ohne Mama zu finden. Der jetzige Schlafrhythmus ist ja auch nicht vom Himmel gefallen und hat sofort geklappt, da habe ich mit Würmchen lange dran geübt.

Liebe Grüße, Clatrastis
mit Würmchen (5/2013)
Benutzeravatar
Carraluma
alter SuT-Hase
Beiträge: 2332
Registriert: 28.04.2013, 10:57

Re: Stillen reduzieren ohne abzustillen

Beitrag von Carraluma »

Bei uns wird normalerweise auch nur auf dem Sofa und im Bett gestillt. Hat sich aus Bequemlichkeitsgründen bei uns ziemlich schnell so ergeben irgendwann im letzten Jahr. Mein Kind ist jetzt 26 Monate. Das einzuführen ist wohl meist nicht so schwer, das versteht dein Kind bestimmt auch schnell, wenn du es sagst und dann an bestimmten Ort gehst und stillst. Hat aber nicht nur Vorteile, wenn das Kind dann quengelt, dass man mit ins Wohn\Schlafzimmer muss.

Die Chancen stehen (laut Umfragen hier im SuT) sehr gut, dass du in nächster Zeit deine Periode wiederbekommst. Bei mir wars mit 18 Monaten auch trotz viel stillen und wenig essen. Wenn du dich noch etwas gedulden kannst, warte doch noch ein paar Monate um dir deswegen Stress zu machen.

Unterwegs wird bei uns normalerweise auch nicht mehr gestillt und schon sehr lange (außer bei starker Müdigkeit) nicht mehr danach gefragt. Daheim wird meist mehr gestillt.

Wie ist das bei euch? Will dein Kind unterwegs\beim Spielen mit anderen Kindern stillen? Seid ihr viel unterwegs oder meistens daheim (ohne Besuch)?
Carraluma mit der großen Tanzmaus (*2012), dem Fußballer (*2016) und der kleinen Tanzmaus (*2019)
Benutzeravatar
Mogliki
gehört zum Inventar
Beiträge: 484
Registriert: 22.01.2013, 16:06

Re: Stillen reduzieren ohne abzustillen

Beitrag von Mogliki »

Danke euch für de Antworten!

Mutterhenne, lass dich auch solidarisch drücken! ((())) Es tut auch gut zu lesen, dass es auch bei anderen so ist.
Am Beginn der Beikostzeit habe ich mich immer gefreut, dass Essen bei uns so selbstverständlich und mit Spaß ging. Wer hätte gedacht, dass das nicht so bleibt?

Amelie, Nudeln gehen hier manchmal gut, in letzter Zeit aber nicht mehr. Und Suppen sind schwierig - neuerdings will nämlich alles selbst gelöffelt werden, helfen dürfen wir nur noch in den seltensten Fällen. Und Brot zum tunken klappt auch nicht immer. Suppen müssten also eher Breicharakter haben, damit sie am Löffel klebenbleiben.

Carraluma, unterwegs wird weniger gestillt, aber vor allem weil sie sich leichter ablenken lässt. Eigentlich will sie schon auch dann. Wir sind aber auch nicht so oft unterwegs - ich versuche zwar, jeden Tag mit ihr raus/auf den Spielplatz zu gehen, aber so viel ist da zu dieser Jahreszeit noch nicht los. Bleibt Indoorspielplatz (da waren wir noch nicht oft, einmal hat sie gestilltd, die anderen Male war alles noch viel zu spannend) und private Krabbelgruppe. In der sind noch mehr lang gestillte Kinder, die dann teilweise auch zwischendurch mal gestillt werden (aber im Gegensatz zur Krümeline meist den Vormittag schon stillfrei bei Tagesmutter/in der Krippe waren). Wenn sie das sieht, kommt sie häufig zu mir und will auch.

Hm, eine Regel "nicht mehr Stillen beim Essen" kann ich mir vorstellen. Stillen nur noch an bestimmten Orten, Sofa und Bett z.B., werde ich mir mal überlegen. Momentan befürchte ich, dass ich mich da ja auch selbst ziemlich zusammenreißen müsste. :oops: :lol:

Was das Warten angeht: ich habe irgendwie Angst, dass ich dann dummerweise doch nicht zu denjenigen gehöre, die um die 18 Monate wieder ihren Zyklus bekommen. Und dass dann, wenn ich das merke, nur noch Zeit für irgendwelche Hauruckaktionen wäre (oder das mit dem Kinderabstand halt nicht mehr klappt). Und nur deswegen abstillen will ich halt echt nicht...
Stolze Mama von Krümel (09/13), Murkel (08/16) und Minnimaus (1/19)
Benutzeravatar
tania
ModTeam-Stillberatung
Beiträge: 14983
Registriert: 24.02.2009, 18:09
Wohnort: Italien

Re: Stillen reduzieren ohne abzustillen

Beitrag von tania »

ja, ein kind versteht, dass du nicht stillen willst, waehrend du isst. erwarte nicht, dass sie es ein fuer allemal versteht - stell dich darauf ein, dass du es sehr oft wiederholen musst :D

um die essensmenge musst du dir keine sorgen machen. wenn sie weniger stillt, wird sie auch mehr essen.

ansonsten kamen ja schon viele tolle ideen :D

rausgehen hilft bei vielen kindern, nudeln sind ein super kleinkind-essen.

und noch: besser als "nein, ich stille dich jetzt nicht" ist "ja, ich stille dich, wenn ich mit essen fertig bin".

probier einfach ein bisschen rum. besser als konsequenz ist genau hinzuschauen, was gerade jetzt fuer gerade euch passt.

ich wuensche euch viel erfolg :D
tania mit sohn *09 und sohn *12
Gast

Re: Stillen reduzieren ohne abzustillen

Beitrag von Gast »

Also, ich kann ja noch nicht wirklich mitreden, was Langzeitstillen angeht. Aber meine 15 Monate alte Tochter versteht schon, wenn ich etwas nicht will (Haare ziehen, Möbel mit dem Spielzeug bewerfen, ans Feuer gehen). Heißt nicht, dass sie es nicht trotzdem immer wieder versuchen wird :wink: aber sie läßt sich gut ablenken.
Wenn sie nicht mehr essen will und aus ihrem Stuhl klettert, darf sie einfach spielen (macht sie manchmal, oder sie versucht, uns zum Mitmachen zu bringen ). Am Tisch oder während ich etwas am arbeiten oder wurschteln bin, hab ich sie noch nie gestillt. Da würde ich in deiner Situation vielleicht als erstes ansetzen, da du klingst, als ob dich das am meisten stört.

Meine Maus hängt nach der Krippe in der Umkleide oft mit beiden Händen und dem halben Gesicht in meinem Ausschnitt :roll: . Sie möchte dann natürlich stillen, aber ich will lieber nach Hause und nicht da auf dem Boden zwischen matschigen Schuhen oder draußen auf dem Spielplatz stillen (oft sind die Kleinen schon angezogen und fertig, wenn man so spät ist, wie ich....).
Hier hat es zwar noch keine Wut - oder Traurigkeitsanfälle deswegen gegeben, aber beschweren tut sie sich schon. Da hilft am besten, wenn ich ihr sage, dass ich sie verstanden habe: "Du magst an die Brust, gell? Zuhause darfst du gleich ganz lang und dann kuscheln wir zusammen " (oder irgendwas in der Art). Sie nickt und sagt vielleicht auch "jaja" und dann haben wir einen Deal.
Benutzeravatar
Mogliki
gehört zum Inventar
Beiträge: 484
Registriert: 22.01.2013, 16:06

Re: Stillen reduzieren ohne abzustillen

Beitrag von Mogliki »

Danke tania! Dieser Satz:
tania hat geschrieben:besser als konsequenz ist genau hinzuschauen, was gerade jetzt fuer gerade euch passt.
hat mir gerade sehr geholfen. Irgendwie hatte sich mein Hirn so darauf eingeschossen, irgendwelche fixen Regeln einhalten zu müssen, dass mich das so richtig abgeschreckt hat. Denn so ganz hundertprozentig glücklich bin ich mit keiner Regelvariante, die mir bisher eingefallen ist. Außer der "nicht mehr beim Essen stillen".
Schon verrückt - da schaffe ich es in so ziemlich allen Bereichen, bedürfnisorientiert mit meinem Kind umzugehen, stille seit fast anderthalb Jahren nach Bedarf ohne mich groß verunsichern zu lassen, aber in manchen Bereichen schleicht sich dann doch wieder dieses Denken an konsequente Regeln ein, ohne die es nicht gehen kann. :roll: Warum lassen wir Mütter uns eigentlich so leicht verunsichern?

Vielen Dank nochmal für eure ganzen Anregungen! Als einen Ansatz habe ich heute vormittag schonmal das "proaktive" Anbieten von Essen und Trinken umgesetzt. Eigentlich dachte ich ja immer, dass ich da gut auf die Signale des Krümelchens achte, aber gerade im Bereich Trinken habe ich bei genauerem Hinsehen doch Schwächen. Verrückt, denn sowohl mein Mann wie auch ich rennen den halben Tag mit Teetassen herum... Nun steht hier eine Wasserflasche für die Krümeline und sie hat heute schon mehr daraus getrunken als sonst oft über den Tag verteilt. Zusammen mit dem radikalen Kürzen des Morgennuckelns (war nichtmal Absicht, das hat sich heute so ergeben) hat das tatsächlich zu einem gut frühstückendem Kind geführt und ich habe heute seit dem Aufstehen noch nicht gestillt! :shock:

Was "Brot zum Mittagessen" angeht, darüber müssen wir nochmal nachdenken. Es hat sich bisher halt so ergeben, denn mein Mann und ich haben sehr unterschiedliche Tagesrythmen. Er schläft um einiges länger und dann ist sein Frühstück quasi das Mittagessen für Krümeline und mich. Daher dann Brot mit Aufstrich und sehr viel Obst, während ich morgens versuche der Abwechslung halber etwas anderes anzubieten. Bisher stand ich da eher auf dem Punkt "Kind isst mit, was alle am Familientisch essen" außer natürlich, es gibt etwas ungeeignetes. Also entweder ich koche etwas extra für die Krümeline (Nudeln sind schon tatsächlich ein guter Ansatz, gehen ja auch schnell) oder sie und ich essen halt klassisch zu mittag, während mein Mann frühstückt. Das fände ich aber auch irgendwie komisch. Ich lasse mir das durch den Kopf gehen...
Stolze Mama von Krümel (09/13), Murkel (08/16) und Minnimaus (1/19)
Benutzeravatar
soda
Dipl.-SuT
Beiträge: 5307
Registriert: 20.12.2013, 19:14

Re: Stillen reduzieren ohne abzustillen

Beitrag von soda »

Gast hat geschrieben:Also, ich kann ja .....
Ups. Das war ich. Keine Ahnung, wie das passiert ist. :oops:
mit T (2013) und T (2017)
Antworten

Zurück zu „Stillforum“