andere Fläschchen-Mamas gesucht

Was kommt nach dem Vollstillen?

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Capesider
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andere Fläschchen-Mamas gesucht

Beitrag von Capesider »

Hallo,

da mein Kleiner ja schon ein Kleinkind ist (und ich im Stillforum nicht ausgebuht werden wollte :oops: ), wollte ich hier mal nachfragen, welche Kinder denn hier noch die Flasche kriegen. In der letzten Zeit sind mir in verschiedenen Threads immer mal wieder andere Userinnen begegnet, die entweder jetzt ein Flaschenkind haben oder früher eins hatten, deshalb kam ich drauf.

Mein Kleiner wurde leider nur sehr kurz voll gestillt, danach habe ich noch ein halbes Jahr Zwiemilch-Ernährung gemacht und Muttermilch abgepumpt, danach war er dann ein volles Flaschenkind.

Er ist jetzt fast 21 Monate und trinkt noch eine Flasche PRE zum Mittagsschlaf, 1 am Abend zum Einschlafen und momentan noch 1 weitere in der Nacht (teilweise auch 2 in der Nacht, aber gerade ist es weniger).

Ich habe nun immer mal wieder den Gedanken, wie wir wohl von den Flaschen wegkommen. Ich kenne mich damit einfach nicht aus. Meine Große habe ich 10 Monate gestillt und dann hat sie sich selbst abgestillt, mit uns mitgegessen und durchgeschlafen, die hatte nie eine Flasche im Mund, deshalb bin ich von ihr wirklich verwöhnt.

Mein Kleiner isst auch nicht besonders gut, weshalb mein Mann der Meinung ist, dass er solange seine Flasche bekommen soll, wie er sie braucht und möchte.

Wenn ich ihn noch stillen würde, wäre das andererseits ja auch überhaupt keine Frage. Wenn er noch Muttermilch braucht und will, würde er sie bekommen. Aber bei Pulvermilch hab ich immer das Gefühl, je früher sie weg ist, desto besser.


Wie ist das denn bei Euch anderen Flaschenmamas, wie oft trinken Eure Kinder noch Fläschchen? Oder gibt es Erfahrungsberichte, ab wann das Fläschchen nicht mehr gebraucht wurde?

Danke! :)
Liebe Grüße
Danny BildBild mit 16-jähriger Pferdeflüsterin Bild und dem Dinoexperten :

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anirahtaK
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Re: andere Fläschchen-Mamas gesucht

Beitrag von anirahtaK »

piep...
ich hab das Forum zu spät entdeckt und wurde anfangs leider falsch beraten, darum habe ich Madame nur 4 Monate Teilgestillt und danach ist es bei der Flasche geblieben.
Sie wird die Woche 2 und bekommt aktuell morgens einen Becher Kuhmilch, die Mittagsschlafflasche Pulvermilch gibts nur am WE, in der Kita wird natürlich ohne geschlafen.
Abends kriegt sie noch eine Flasche Pulvermilch und im Moment noch nachts zu 70% einen kleinen Nachschlag. Den schiebe ich hautpsächlich auf Gewohnheit, und dass sie halb wach wird wenn wir ins Bett kommen. Denke sobald sie alleine schläft, wird die wegfallen.

Sie hat lange Pre bekommen, inzwischen geb ich ihr aber ne Kindermilch ab 2.
Zum Einen weil ich nicht mehr Kuhmilch geben mag wegen dem Eiweiß, und dann habe ich mir die Zutaten mal angeguckt und in der 2+ ist eben weniger Eiweiß und die hat deutlich weniger Kalorien als Pre und die anderen Pulver, und ich möchte jetzt eben auch, dass sie langsam von der Flasche wegkommt und das Zeug als Getränk und nicht als Essen reinschlägt.

Essen tut sie übrigens inzwischen sehr gut, sie hat aber auch erst mit hm 1,5 mal Mengen zum sattwerden gegessen.

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Neuhier
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Re: andere Fläschchen-Mamas gesucht

Beitrag von Neuhier »

Meiner war ein flaschenkind, ich schreib nachher mehr dazu.
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kasimira
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Re: andere Fläschchen-Mamas gesucht

Beitrag von kasimira »

Mein Kleiner trinkt auch immer noch Milch aus der Flasche. Inzwischen stark verdünnt, aber trotzdem. Ich war so froh, dass er nach einem Jahr Stillen die Flasche nahm.
Von meinem Großen kenne ich das auch nicht. Der brauchte keine Flasche. Ihn hatte ich aber auch länger gestillt.

Naja. Jetzt wird der Kleine im Februar drei und ich habe keine Ahnung, wie wir die Flasche loswerden können...
liebe Grüße,
kasimira
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Re: andere Fläschchen-Mamas gesucht

Beitrag von Pasva »

Meine Tochter ist jetzr drei und trinkt immernoch Pre aus der Flasche. Nachts schläft sie in der Regel durch und braucht keine Milch mehr. Aber sie trinkt immer mal zwischendurch ihre Flasche. Momentan ist es sehr extrem und sie trinkt bis zu 5 Flaschen à 150 ml. Dafür isst sie kaum. Würde ich sie stillen, würde ich das nach Bedarf machen und so halte ich es auch mit der Flaschenmilch. Sie wird mir zeigen oder sagen, wenn sie bereit ist darauf zu verzichten.
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Serafina
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Re: andere Fläschchen-Mamas gesucht

Beitrag von Serafina »

Mein Sohn hat sich mit 2 1/2 im Urlaub selbst von der Flasche entwöhnt. Vorher hat er aber schon länger Kuhmilch mit Wasser verdünnt bekommen. Er war auch kein guter Esser und daher habe ich ihn gelassen. :wink:
Serafina mit Groß (´09) & Klein (´12) an der Hand und Mini (´15) im Arm

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Sarasu
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Re: AW: andere Fläschchen-Mamas gesucht

Beitrag von Sarasu »

Ähem, mein Sohn ist 4,5 und schläft nur mit Flasche ein (Kuhmilch mit Wasser). Ich hab ihn 13 Monate gestillt, dann ne Weile PRE und jetzt eben verdünmte Kuhmilch. Ich würde es schon länger gerne abgewöhnen, aber irgendwie war immer nicht der richtige Zeitpunkt: KiGa-Start, Tod des Opas, meine Schwangerschaft und jetzt die Babyschwester ...
Ich freue mich also über Tipps.
Sohn L. Juli 2010 und Tochter E. August 2014, Sommersternchen 2013

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In der Weite des Meeres sieht man die gesegelte Meile nicht. Aber sie ist gesegelt!
Neuhier
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Re: andere Fläschchen-Mamas gesucht

Beitrag von Neuhier »

Ok, ich sehe, ich bin wohl die Ausnahme. Hier auch nur kurz gestillt, dann Flaschenkind. Kind war eigentlich von Beikoststart an ein guter Esser, bis 12 Monate war es mir aber egal ob/wieviel er isst (ich hab mich daran orientiert, dass im 1. LJ Milch das Beste ist). So um den ersten Geburtstag hat sich dann tagsüber rauskristallisiert, dass er vom Essen gut satt wird und Flasche für Flasche fiel weg. Nachts hat er die Flasche noch etwa 6 Wochen länger gebraucht. Irgendwann haben wir beim Einkaufen mal eine Wasserflasche für ihn mitgenommen weil ich testen wollte ob es tatsächlich nur Gewohnheit ist oder Hunger oder Durst. Zuerst gabs die Wasserflasche immer wieder spielerisch, bis er sie gut annahm, dann gabs nachts erst die Wasserflasche und wenn es tatsächlich Hunger war gabs eine Milchflasche. Er konnte schon früh sehr gut zwischen Wasserdurst und Milchhunger unterscheiden und das auch deutlich machen.
Flaschenfrei war er mit 13 oder 14 Monaten.
Wir hatten danach immer mal einzelne Nächte wo er aus irgendeinem Grund tagsüber nicht genug zu Essen bekommen hat. Dann sind wir halt nachts aufgestanden und es gab wahlweise Milch (aus dem Becher) und Kekse (die von Alnatura) oder einen Milch-Getreide-Brei (er ist danach problemlos wieder eingeschlafen).

Ich dachte mir auch, solang er es nachts einfordert braucht er es, wollte die Kunstmilch aber nicht länger als unbedingt nötig geben. Andererseits war Kunstmilch zu machen nachts wesentlich unkomplizierter als eine Kuhmilchflasche weil ich dafür nicht durchs Haus rennen musste.
Ich habe auch anfallsweise versucht, die Pulvermenge zu verringern, aber mir hat der kleine Kerl dann leid getan weil er doch Hunger hatte und die dünne Plörre nicht satt machte. Es hat auch nichts gebracht. Er kam halt dann statt einmal nochmal. Es war also tatsächlich Hunger.

Bei uns ging die Flaschenentwöhnung unvermutet unkompliziert (ich hatte echt Horror davor!) was aber wahrscheinlich auch am relativ jungen Alter lag.
Das hatte im übrigen keinen Einfluss auf das Durchschlafen, das tut er erst jetzt ein gutes halbes Jahr später.

Was ich allerdings nie gemacht habe war ihm die Flasche selbst überlassen. Milchflasche trinken hieß immer, bei Mama, Papa oder sonstwem im Arm liegen/sitzen und ausschließlich Milch trinken. Wenn er wollte hat er die Flasche selbst gehalten, das Ritual blieb aber gleich. Vielleicht spielte das auch mit rein. Keine Ahnung.

Er hat auch recht fix verlernt, an der Flasche zu saugen. Drei Monate später war er krank und in meiner Verzweiflung hab ich gehofft, ich bekomm noch Milch in ihn rein, aber er hat auf dem Sauger nur noch rumgekaut. Er konnte offensichtlich nicht mehr an der Flasche trinken.
Abflascheln hat also Vor- und Nachteile.
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Lösche Benutzer 18726

Re: andere Fläschchen-Mamas gesucht

Beitrag von Lösche Benutzer 18726 »

Mein Sohn wurde nach knapp 5 Monaten stillen, dann auch zum Flaschenbaby. Die behielt er lange bei. Er fing nach seinem ersten Lebensjahr an, nennenswerte Mengen zu essen. Da reduzierten sich dann nach und nach seine Tagflaschen. Aber die obligatorische Nachtflasche blieb bis nach seinem 2. Geburtstag. Ich habe dann irgendwann kurz nach dem 2. Geburtstag angefangen, ihm nachts einfach Wasser zu geben, wenn er sich gemeldet hat. Die ersten Nächte war es natürlich ungewohnt für ihn, aber kein großes Drama (sonst würde ich mich wohl besser daran erinnern).

Ich würde immer je nach Kind entscheiden, wann es Zeit ist die Flasche abzugewöhnen. Ich habe bei meinem Sohn gemerkt, dass er nicht aus Hunger nachts eine große Flasche PRE Milch trankt und daher hat es wahrscheinlich auch so gut funktioniert, die mit Wasser zu ersetzen (und dann halt gar nichts mehr bzw. Wasser, wenn er wirklich Durst hat). Ich musste ihm also nur die Gewohnheit abgewöhnen. Hätte ich das Gefühl gehabt, er braucht die Milch nachts noch als Nahrungsquelle und er hat tatsächlich Hunger, hätte ich das nicht getan (und er hätte es bestimmt nicht so leicht zugelassen).

Habt Geduld mit Euren Kindern, aber seid auch ehrlich. Milch ist für mich ein Nahrungsmittel. Und das sollte man bei Hunger zu sich nehmen. Nicht aus Gewohnheit.

@Sarasu: bei Deinem Sohn gehört die Flasche bestimmt schon ganz fest zum abendlichen Ritual. Oder denkst Du, dass er wirklich Hunger hat? Wenn es für ihn ein Ritual ist und der Vorbereitung auf den Schlaf dient, kannst Du vielleicht gemeinsam mit ihm etwas neues aussuchen und langsam einführen? Dazu würde ich ihm sagen, dass Milch ein Nahrungsmittel ist und satt machen soll und wenn er Hunger hat, darf er gern Milch bekommen. Am Tisch. Und zum Einschlafen darf er sich Wasser oder eine Geschichte oder ein Hörspiel oder eine Runde Kuscheln oder ... aussuchen. Ich würde in dem Alter aber das nicht von heut auf morgen anfangen, sondern ihm Zeit geben sich darauf vorzubereiten. Also eine Woche (oder wie lange Du für sinnvoll hälst) ihm das erklären und ihm die neuen Möglichkeiten vorschlagen. Ich würde dann die kommenden Abenden auch bewußt mit ihm über das Ritual sprechen und vielleicht sogar beim in Bett bringen und Flasche trinken mit ihm überlegen, was ihm statt dessen gefallen könnte. Wenn Du dann immer mal wieder mit ihm darüber sprichst, kann er sich ganz in Ruhe damit auseinandersetzen und wird den Mut finden und bereit sein die Flasche aufzugeben.
(Ich habe jedenfalls die Erfahrung gemacht, dass mein Sohn auf diese Art und Weise mit jeglichen Änderungen besser umgehen kann. Er ist eher ein Kopfmensch und mag sich Sachen vorstellen und braucht seine Zeit sich mit Dingen anzufreunden. Und ich als Erwachsene mag auch nicht so gern vor vollendete Tatsachen gestellt werden, sondern in den Änderungsprozess mit einbezogen werden. Ich mag mich damit anfreunden und auseinandersetzen. Und das traue ich auch Kindern in dem Alter zu.)

@capesider: Ich stimme Deinem Mann zu (unbekannter Weise) :D. Ich bin mir sicher, dass Dein Sohn seinen Bedarf allein reduzieren wird, wenn er ebend mehr isst und würde mir da jetzt noch gar keine Gedanken machen. Deine negativen Gedanken bezüglich Pulvermilch kann ich sogar nachvollziehen. Würdest Du sie denn gern ersetzen wollen oder soll sie komplett wegfallen? Das zweitere würde ich - nach meinen Erfahrungen und Deinen Schilderungen - für zu früh halten.

@neuhier: Ich sehe Dich gerade in der Vorschau. Vieles lief bei uns ähnlich, obwohl mein Kind nicht ganz so jung war wie Deines, bist Du nicht ganz alleine hier :wink:. Und wenn ich Deine Geschichte mit meiner vergleiche fällt mir auf, dass es scheinbar wirklich wichtig ist, zu überprüfen bzw. herauszufinden, ob die Kinder aus Hunger oder aus Durst oder aus Langeweile oder ähnlichem trinken ... Und, dass im Endeffekt jedes Kind anders ist. Meiner hätte mit 13 oder 14 Monaten noch nicht ohne Flasche sein können, weil die zu der Zeit noch seine Hauptnahrungsquelle war.
Simsam

Re: andere Fläschchen-Mamas gesucht

Beitrag von Simsam »

Hallo!
Ich habe zwar keine Flaschenkinder, war aber (nach 15 Monaten stillen) selbst eines. Als ich dreieinhalb war hat meine Ma mir eine Geschichte von den Osterhasen-Kindern, die ihre Flasche verloren haben erzählt. Dann haben wir meine Flasche rausgestellt, um sie ihnen zu schenken. Das wars dann mit Flasche für mich - und auch für meinen kleinen Bruder, den ich überredet habe mitzumachen. (Er hat danach keine Milch mehr getrunken, meine Ma fand es nicht so prickelnd glaube ich. - Keine Ahnung mit was ich ihn damals erpresst habe, ich war zum Teil eine sehr krasse Schwester) :oops:
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