halli hallo,
ich kann dir nur von meiner persönlichen erfahrung mit unserer großen tochter erzählen.
wir haben anfangs auch nur teilwindelfrei betrieben, was das große anging. das spielte sich ab der 10./11. lebenswoche ganz von selbst ein, als der stillstuhl anfing unregelmäßiger zu werden.
das ganze haben wir gemacht bis sie 9 monate alt war. also wie du siehst sehr "lange" nur das große.
ich hab dann einen windelfreikurs besucht und mich einfach mal an vollwindelfrei getraut.
auch nach so langer zeit funktionierte es und ich war recht schnell von den erfolgen überrascht. es steigerte sich von mal zu mal, sodass wir tatsächlich irgendwann bei einer pannenrate von 0-2 am tag waren.
dann kamen allerdings die klassischen abhaltestreiks, die mit den entwicklungsschüben wie krabbeln/laufen einher gehen. ich hatte immer panik bei diesen streiks, dass sich windelfrei wieder total verliert wegen des "späten" starts.
aber das gegenteil war der fall. klar gab es immer mal wieder phasen, in denen es schlecht lief und grade laufen lernen war die längste und schlechteste phase (da überlegte ich sogar ganz aufzugeben). aber es spielte sich von ganz alleine wieder ein.
mittlerweile bin ich froh nicht aufgegeben zu haben und unsere tochter schläft seit anfang diesen jahres und läuft seit mai nur noch in unterhosen rum. natürlich gibts ab und zu mal nasse hosen, aber sie steckt auch grade in der übergangsphase, wo es auch darum geht sie alleine machen zu lassen und ich mich als mutter von meiner intuition (sie muss mal) langsam zurück nehmen muss.
mein fazit ist, es ist nie zuspät damit anzufangen, man darf nur die erwartungen nicht zu hoch stecken.
und wenn einem das vollkommen reicht schonmal keine vollgek*** windeln mehr zu haben und sein kind von oben bis unten säubern muss, ist das doch auch super!!!
tipps.... hmm... du kanst dir ein paar tage zeit nehmen und deine tochter (so mobil wird sie ja mit 4 monaten noch nicht sein

) unten rum ohne auf einer wasserdichten unterlage zu legen und einfach mal beobachten. vielleicht entdeckst du was charakteristisches oder ein bestimmtes muster (zeitmäßig).
wir hatten übrigens nie anzeichen, außer beim großen. und selbst das verlor sich ganz spätestens beim laufen lernen. somit war bei mir das beste mittel meine reine intuition. sowas spielt sich ein und man bekommt ein gefühl dafür.
da meine tochter zu dem zeitpunkt schon sitzen konnte, haben wir gleich mit töpfchen angefangen (abhalten ließ und lässt sie sich nachwievor nur in wirklich dringenden fällen). meinem gefühl hat es enorm geholfen sie einfach mitzunehmen, wenn ich selbst musste und habe sie auf den topf gesetzt. entweder sie machte oder eben nicht.
nach dem aufwachen ging bei uns immer gut, sie hat dann meist so lange im TT geschlafen, bis sie von selbst wach wurde. da ging dann auch freiluftpieseln recht zuverlässig.
ich würde es aber vielleicht wirklich mal mit abhalten versuchen, wenn sie wach wird. denn die kleinen wachen ja meist nicht ohne grund auf. denn genauso läuft das abhalten nachts auch. die kleinen werden wach, weil sie müssen, man hält sie ab und in der regel schlafen sie auch recht zügig wieder ein. bei uns erwachsenen läuft das nicht anders, wenn man mal mitten in der nacht muss. versuch mal mit voller blase liegen zu bleiben und weiter zu schlafen... wird so nicht gehen
alles in allem, versuch dein glück und schau was für euch passt.
was literatur angeht hab ich auch nix gelesen vorher. ich hab lediglich vor 6 monaten mal topffit gelesen. geholfen hats nicht viel, weil ich dann das meiste eh schon selbst durch hatte. das buch wäre für mich nur in hinblick auf die streikphasen hilfreich gewesen, wenn ich es früher gelesen hätte.... aber naja... die gingen so auch vorbei
