Luft schlucken, Gezappel, Stillhütchen. Bitte um Hilfe!

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Firah

Luft schlucken, Gezappel, Stillhütchen. Bitte um Hilfe!

Beitrag von Firah »

Hallo! :-)

Sorry vorab, ist bisschen lang geworden....

Meine erste Tochter ist auf den Tag genau 2 Monate alt, und wir haben uns ein paar Stillprobleme eingeheimst, die mir immer mehr zusetzen. Allerdings gedeiht sie sehr gut und ist eigentlich ein rundum zufriedenes Kind. Hat auch keine Bauchschmerzen und schreit eigtl. nie (außer die Brust ist nicht schnell genug da ;-) )

Kurze Vorgeschichte:

Wir hatten insgesamt einfach einen schlechten Stillstart. Ich hatte einen ungeplanten Kaiserschnitt, mein Becken war zu eng. Ich war durch die Nacht in den Wehen und den Eingriff mit sehr viel Blutverlust plus Schmerzen und Medikamente einfach körperlich durch... Die nächsten vier Nächte im Krankenhaus konnte ich auch so gut wie nicht schlafen (verschiedenste Gründe).

Stillen war mir sehr wichtig. Ich wollte nach Bedarf stillen. Konnte aber erstmal nicht alleine stillen, durch die Schmerzen vom KS. Bis eine Schwester kam um mir zu helfen, war die Kleine oft wieder eingeschlafen. Generell hat sie am Anfang so viel geschlafen, dass sie dann Nachts so viel Hunger hatte, den ich nicht mehr stillen konnte. Zudem taten mir meine Brustwarzen sehr bald so dermaßen weh, dass ich nicht die Energie hatte, sie ständig anzulegen (außerdem hatte ich irgendwie in der Situation mein theoretisches Wissen übers Stillen "vergessen" und habe leider auf die Schwestern gehört). Wir haben also am Anfang etwas zugefüttert (insgesamt auf 1,5 Wochen ca. 5 mal, also nicht so viel). In diesen ersten 1,5 Wochen war das Stillen jedes mal ein Kampf. Die Stillberaterin im KH bestand darauf, dass ich Tagsüber im Sitzen stillen soll. Mir war unter dem Stillkissen immer viel zu warm, halten konnte ich meine Maus auch nicht richtig. Und bei den Schmerzen in den BW (und der Narbe + Nachwehen), hatte ich immer das Gefühl ich erdrücke fast mein Kind vor Schmerzen. Ich hatte vor jedem Anlegen Angst. Zu Hause hab ich meine Nachsorgehebamme um Stillhütchen gebeten. Die Konsequenzen waren mir zu dem Zeitpunkt echt egal. Ich hatte einfach nur Schmerzen und das Stillen stand fast auf der Kippe. Die Stillhütchen waren eine große Erleichterung. Außerdem konnte meine Kleine scheinbar mit den Stillhütchen plötzlich viel effektiver Trinken. Vorher ist sie beim Stillen sehr sehr häufig eingeschlafen und musste zum trinken animiert werden, es hat alles sehr lange gedauert. Mit den Stillhütchen ging es viel schneller, sie musste sich offensichtlich weniger anstrengen. Außerdem legte ich mich zum Stillen ab sofort immer ins Bett. Das war mit meiner schmerzenden Narbe auch einfach viel angenehmer. Stillen war also erstmal kein Stress mehr für mich, weil ich keine Schmerzen hatte und ab diesem Zeitpunkt haben wir auch nicht mehr zugefüttert. Aus diesen Gründen habe ich vielleicht zu lange gewartet, die Stillhütchen wegzulassen, und seit dem will die Kleine nicht mehr ohne. Das als kurze Vorgeschichte.

Und das ist die Situation heute: Wir stillen immer noch im Liegen und immer noch mit Stillhütchen. Mein Hauptproblem ist, dass die kleine Maus (vermutlich durch die Stillhütchen) wahnsinnig viel Luft schluckt beim Trinken. Die entweicht leider auch meistens nicht gleich beim hochnehmen. Die Folge ist, nach dem sie am Anfang ruhig und konzentriert getrunken hat (mit Pausen von Verschlucken, Husten, und hörbarem Luftschlucken), dass sie irgendwann total zappelig wird, abdockt, Milch läuft aus dem Mundwinkel, sie schreit kurz, dann dockt sie an, trinkt gierig weiter, dockt wieder ab und das selbe wie oben, zwischendurch würgt es sie auch. Beim Zappeln überstreckt sie sich auch immer, so dass ihr das Stillhütchen aus dem Mund flutscht. Und das geht dann die ganze Zeit so. Sie hat also offensichtlich noch Hunger, aber kann irgendwie nicht mehr weitertrinken. Die ganze Milch landet im Bett auf dem Spucktuch (und sickert durch...), es ist immer eine riesen Sauerei. Sie hochzunehmen und rumtragen bringt selten was. Ab und zu kommt ein riesen Schwall Luft raus (auch mit Milch hin und wieder), aber oft erst nach ner halben Stunde. Das ist ja kein Zustand für eine Stillmahlzeit. Zudem weiß ich nie, wann sie fertig ist mit Stillen. Ab und zu beruhigt sie sich wieder und schläft dabei ein, oder ich breche dann irgendwann ab, weil sie nichts mehr reinbekommt. Meistens ist sie dann doch auch zufrieden. Vielleicht hat sie halt dann früher wieder Hunger.

Natürlich hab ich versucht die Stillhütchen wegzulassen. Das hat vll. insgesamt drei mal geklappt, wenn sie noch etwas verpennt war und sehr hungrig. Sie hat angedockt und getrunken. Ich dachte jedes mal, jetzt haben wir es, aber beim nächsten mal, oder auch nur beim nächsten Andocken nach ner kurzen Unterbrechung, ging wieder gar nichts mehr. Nur Gezappel, Überstrecken und quengeln, bis ich die Stillhütchen aufgesetzt habe. Also theoretisch kann sie es. Ihr fehlt wohl nur der Impuls, dass sie jetzt trinken kann. Die Stillhütchen sind halt doch deutlich größer als meine relativ kleinen Brustwarzen. Außerdem sind die Brustwarzen ja eher sehr weich und sie erkennt wohl nicht so richtig, dass da was zum Saugen da ist.

Vor ein paar Tagen waren wir beim Osteopathen. Er hat Probleme mit dem Gaumen, dem Nasen und Augenbereich festgestellt. Sie scheint tatsächlich Probleme mit dem Schlucken zu haben, einen gesteigerten Würgereflex etc... er hat wohl was lösen können, aber noch nicht alles. Der nächste Termin ist leider erst in 7 Wochen.

Eine Besserung sehe ich leider nicht wirklich. Ein bisschen ist das Gezappel vielleicht besser geworden, sie wirkt insgesamt etwas entspannter und hat nach dem Termin erstmal ewig geschlafen wie ein Stein (mit Unterbrechungen zum Stillen) . Aber Luft schluckt sie nach wie vor in Massen. :-(

Eine Sache hat sich geändert: Seit gestern probiere ich hin und wieder ohne Stillhütchen. Und jetzt? Kein Gezappel und Protest mehr! Sie versucht es ganz geduldig, als ob sie wüsste, dass es dadurch vielleicht besser wird. Aber sie schafft es jetzt nicht mehr. Sie dockt zwar an, saugt zwei mal, dann flutscht die BW wieder raus. Beim Versuch wieder anzudocken überstreckt sie sich auch wieder so wahnsinnig. Es klappt dann trotzdem noch ein paar mal. Aber nachdem das fünf mal passiert, wird sie dann doch ungeduldig und trinkt dann nur noch mit Hütchen.

Ich weiß leider langsam nicht mehr weiter. Ich möchte noch länger weiterstillen, aber so ist es langsam kein Zustand mehr. Ich möchte anständig im Sitzen stillen können, ohne dass mir das Stillhütchen ständig runterfällt, meine und ihre Kleidung total vollgesaut werden und ohne dass sie sich von meinem Arm runterstrampelt. So kann ich ja gar nicht außer Haus stillen und bin mit ihr hier quasi zu Hause eingesperrt. Ich möcht nicht mehr diese Sauerei im Bett haben. Ich will nicht ständig die blöden Dinger abspülen müssen und schauen, ob noch welche da sind und ob ich noch Spucktücher habe. Und natürlich möchte ich in erster Linie, dass sie sich nicht mehr ständig verschluckt und Luft schluckt und sich beim Trinken so plagt. :-(

Ich bin mir allerdings auch nicht sicher, ob es wirklich die Stillhütchen alleine sind. Aber damit wäre ich zumindest schon mal ein Problem los.

Ich hab mich hier natürlich auch schon umgesehen und die Tipps zur Stillhütchenentwöhnung durchgelesen. Hat bisher eben alles leider nicht funktioniert. Da unsere Stillprobleme ja weitreichender sind, habe ich mir gedacht, ich schreibe jetzt doch hier und hoffe, dass mir vielleicht jemand helfen kann????
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Teazer
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Re: Luft schlucken, Gezappel, Stillhütchen. Bitte um Hilfe!

Beitrag von Teazer »

Hallo Firah!

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Teazer
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Re: Luft schlucken, Gezappel, Stillhütchen. Bitte um Hilfe!

Beitrag von Teazer »

Hallo Firah!

So, jetzt kann ich in Ruhe antworten. Da habt Ihr ja eine Menge mitmachen müssen. Toll, dass Du so um das Stillen gekämpft hast.
Firah hat geschrieben:Nur Gezappel, Überstrecken und quengeln, bis ich die Stillhütchen aufgesetzt habe. Also theoretisch kann sie es. Ihr fehlt wohl nur der Impuls, dass sie jetzt trinken kann. Die Stillhütchen sind halt doch deutlich größer als meine relativ kleinen Brustwarzen. Außerdem sind die Brustwarzen ja eher sehr weich und sie erkennt wohl nicht so richtig, dass da was zum Saugen da ist.
Was Du beschreibst ist eine Saugverwirrung. Dazu findest Du viele Infos in der LINKSAMMLUNG STILLWISSEN.
Vor ein paar Tagen waren wir beim Osteopathen. (...) Eine Besserung sehe ich leider nicht wirklich. Ein bisschen ist das Gezappel vielleicht besser geworden, sie wirkt insgesamt etwas entspannter und hat nach dem Termin erstmal ewig geschlafen wie ein Stein (mit Unterbrechungen zum Stillen) . Aber Luft schluckt sie nach wie vor in Massen. :-(
Meist braucht es mehr als einen Termin, um komplexe Probleme zu lösen. Schön, dass es eine Erstverbesserung gab.
Eine Sache hat sich geändert: Seit gestern probiere ich hin und wieder ohne Stillhütchen. Und jetzt? Kein Gezappel und Protest mehr! Sie versucht es ganz geduldig, als ob sie wüsste, dass es dadurch vielleicht besser wird. Aber sie schafft es jetzt nicht mehr. Sie dockt zwar an, saugt zwei mal, dann flutscht die BW wieder raus. Beim Versuch wieder anzudocken überstreckt sie sich auch wieder so wahnsinnig. Es klappt dann trotzdem noch ein paar mal. Aber nachdem das fünf mal passiert, wird sie dann doch ungeduldig und trinkt dann nur noch mit Hütchen.
Das Stillen mit Hütchen braucht eine andere Technik als direkt an der Brust. Deine Kleine muss erst (wieder) lernen richtig zu stillen. Das braucht Zeit und Geduld.

Es ist beim Abgewöhnen der Stillhütchen wichtig, dass Du auf das korrekte Anlegem achtest: Babys Mund weit offen, Zunge über der Kauleiste, deutlich mehr Brust im Mund als nur die Brustwarzen.
Ich möchte anständig im Sitzen stillen können (...) Ich bin mir allerdings auch nicht sicher, ob es wirklich die Stillhütchen alleine sind. Aber damit wäre ich zumindest schon mal ein Problem los.
Das Gezappel kann durchaus andere Gründe haben. Das Abgewöhnen der Stillhütchen ist aber sicher ein guter Schritt auf dem Weg zum entspannt(er)en Stillen.
Ich hab mich hier natürlich auch schon umgesehen und die Tipps zur Stillhütchenentwöhnung durchgelesen. Hat bisher eben alles leider nicht funktioniert.
Was hast Du denn schon alles probiert? Ich möchte Dich ja mit meinen Tipps nicht langweilen. ;)
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Re: Luft schlucken, Gezappel, Stillhütchen. Bitte um Hilfe!

Beitrag von Firah »

Hallo Teazer!

Vielen Dank für deine Antwort! :-)
Das Stillen mit Hütchen braucht eine andere Technik als direkt an der Brust. Deine Kleine muss erst (wieder) lernen richtig zu stillen. Das braucht Zeit und Geduld.

Es ist beim Abgewöhnen der Stillhütchen wichtig, dass Du auf das korrekte Anlegem achtest: Babys Mund weit offen, Zunge über der Kauleiste, deutlich mehr Brust im Mund als nur die Brustwarzen.
Das mit der anderen Technik hatte ich auch schon gelesen. Was mich wundert, ist, dass sie es ja eigtl kann, auch zwischendurch immer mal wieder. Wenn sie mit Stillhütchen angedockt ist, scheint sie auch korrekt zu saugen, so wie es auch an der Brustwarze sein sollte. Allerdings beim Andocken macht sie den Mund nicht mehr auf, seit wir die Hütchen verwenden, diese saugt sie ganz bequem ein, wie einen Schnuller. Hat sie aber vor der Stillhütchen-Zeit immer sehr vorbildlich gemacht. Ich bekomme sie auch nicht mehr richtig dazu den Mund weit zu öffnen. Vormachen funktioniert nicht. Krieg ich die Brust dann doch mal richtig angedockt, flutscht sie nach kurzer Zeit wieder raus. :-( Wenn sie allerdings mal andockt, dann schaut es für mich eigtl. richtig aus.
Ich hab mich hier natürlich auch schon umgesehen und die Tipps zur Stillhütchenentwöhnung durchgelesen. Hat bisher eben alles leider nicht funktioniert.
Was hast Du denn schon alles probiert? Ich möchte Dich ja mit meinen Tipps nicht langweilen. ;)
Also im Prinzip immer wieder probiert. Auch mal mit Hütchen wegziehen nach dem Andocken. Hat auch schon mal funktioniert, aber wieder nur einmal und dann ewig nicht mehr. Und dann geb ich die Versuche irgendwann auf, ich halte das irgendwie nicht durch, sie und mich so zu stressen. Dann mach ich ein paar Tage Pause und probiere erneut. Es konsequent einmal am Tag probiert hab ich allerdings auch noch nicht. Wollte ich zwar schon, aber ich will dann immer zu viel und probier es ständig, dann klappt es nicht und ich mache wieder Pause. Vielleicht sollte ich das tatsächlich mal durchziehen und es nur einmal am Tag probieren, aber dafür konsequent?
Stillhütchen abschneiden hab ich noch nicht probiert, erstens habe ich welche aus Silikon, zweitens hab ich das so im Gefühl, dass es unser Problem nicht löst, begründen kann ich das Gefühl aber nicht. Habe mal versucht zu schauen, ob es vielleicht viel kleinere Stillhütchen gibt, als meine. Habe aber nix gefunden. Habe die von MAM, kleinste Größe. Die von Medela hab ich auch probiert, die sind minimal kleiner, aber vom Material her fester und ich hatte das Gefühl, damit verschluckt sie sich noch viel mehr. Also benutze ich diese nicht mehr.

Wie krieg ich sie dazu richtig anzudocken? Würde es etwas bringen, Brustwarzenformer zu verwenden um meine recht kleinen Brustwarzen zu vergrößern (allerdings sind die laut Hebamme sehr gut zum stillen geeignet...) damit sie besser merkt, aha, da ist was, da kann ich saugen? Ist es ein Problem, dass sie Schnuller bekommt? :oops: (ist schon eine große Erleichterung, möchte ungern darauf verzichten). Soll ich einmal am Tag probieren, oder bei jedem Stillen? (Nachts war es mir bisher zu viel, habe es da noch nicht probiert)
Ist es vielleicht im Sitzen leichter, richtig anzudocken? Allerdings müssten wir das Stillen im Sitzen erst üben, dass es für uns Routine wird. Aber das ist mit Stillhütchen eben so eine furchtbare Fummelei und vor allem Sauerei. Hatte ich auch schon probiert, das öfters zu machen und war mir dann eben auch irgendwann zu viel. :oops:

Danke nochmal!

(Ich habe mir das Stillen immer viel einfacher vorgestellt und hoffe wirklich sehr, dass es das bald wird.... )
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Teazer
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Re: AW: Luft schlucken, Gezappel, Stillhütchen. Bitte um Hil

Beitrag von Teazer »

Hallo Firah!
Firah hat geschrieben:Das mit der anderen Technik hatte ich auch schon gelesen. Was mich wundert, ist, dass sie es ja eigtl kann, auch zwischendurch immer mal wieder. Wenn sie mit Stillhütchen angedockt ist, scheint sie auch korrekt zu saugen, so wie es auch an der Brustwarze sein sollte. Allerdings beim Andocken macht sie den Mund nicht mehr auf, seit wir die Hütchen verwenden, diese saugt sie ganz bequem ein, wie einen Schnuller.
Macht sie denn Melkbewegungen? Was Du beschreibst, liest sich nicht so.
Krieg ich die Brust dann doch mal richtig angedockt, flutscht sie nach kurzer Zeit wieder raus. :-( Wenn sie allerdings mal andockt, dann schaut es für mich eigtl. richtig aus.
Sie scheint das Vakuum nicht richtig halten zu können. Das muss sie trainieren.
Also im Prinzip immer wieder probiert. Auch mal mit Hütchen wegziehen nach dem Andocken. Hat auch schon mal funktioniert, aber wieder nur einmal und dann ewig nicht mehr. (...) konsequent einmal am Tag probiert hab ich allerdings auch noch nicht.
Das wäre ein Ansatz. Ja, das Entwöhnen sollte nicht in Stress ausarten. Deine Tochter muss aber trotzdem regelmäßig - und damit meine ich nicht alle paar Tage - die Möglichkeit zum Üben haben. Das dauert aber und braucht auch Geduld. Wenn Du schnell unter Druck kommst, ist der Vorsatz "nur einmal täglich" sicher nicht verkehrt.

Wie läuft es eigentlich beim Stillen im Halbschlaf? Manche Babys können da besser Andocken als wach.

Den Schnuller solltest Du weg lassen. Bei einer Saugverwirrung ist jeder künstliche Sauger eine Gefahr für eine gute Stilltechnik.
Würde es etwas bringen, Brustwarzenformer zu verwenden um meine recht kleinen Brustwarzen zu vergrößern (allerdings sind die laut Hebamme sehr gut zum stillen geeignet...)
Nein, diesen zusätzlichen Stress kannst Du Dir sparen. Es gibt nur sehr wenige BrustwarzenFORMEN, bei denen das helfen kann. Die GRÖSSE ist kein Grund einen BW-Former zu nutzen.
Ist es vielleicht im Sitzen leichter, richtig anzudocken?
Nein, richtiges Andocken sollte in jeder Position angestrebt werden. In welcher Ihr das übt, kannst Du entscheiden. Natürlich ist das Stillen in der Wiegehaltung für unterwegs ideal. Aber das zu üben während Ihr noch andere "Baustellen" habt, ist eine Entscheidung, die Du gut abwägen solltest.
(Ich habe mir das Stillen immer viel einfacher vorgestellt und hoffe wirklich sehr, dass es das bald wird.... )
Es ist leider ein weit verbreitetes Vorurteil, dass Mutter und Kind von Anfang an stillen können. Sie müssen es aber lernen. Selbst, wenn sie bessere Voraussetzungen haben als Ihr am Anfang.

Wir gucken jetzt gemeinsam was Euch helfen könnte zum entspannten Stillen zu kommen. :)
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Re: AW: Luft schlucken, Gezappel, Stillhütchen. Bitte um Hil

Beitrag von Firah »

Teazer hat geschrieben: Macht sie denn Melkbewegungen? Was Du beschreibst, liest sich nicht so.
Das ist unterschiedlich. Beim Andocken/Ansaugen nicht. Aber wenn sie in ihrem Trinkrhythmus drin ist, dann macht sie eigtl. schon Melkbewegungen. Also streicht die Brust mit der Zunge aus. Das wäre ja korrekt oder? Zwischendurch, gerade wenn sie so zappelig wird, "schnullert" sie aber auch mal.
Krieg ich die Brust dann doch mal richtig angedockt, flutscht sie nach kurzer Zeit wieder raus. :-( Wenn sie allerdings mal andockt, dann schaut es für mich eigtl. richtig aus.
Sie scheint das Vakuum nicht richtig halten zu können. Das muss sie trainieren.
Ja das stimmt. Das geht ihr bei den Stillhütchen häufig aber auch so. Dann schmatzt es regelrecht... nur flutschen die eben nicht so leicht raus.
Also im Prinzip immer wieder probiert. Auch mal mit Hütchen wegziehen nach dem Andocken. Hat auch schon mal funktioniert, aber wieder nur einmal und dann ewig nicht mehr. (...) konsequent einmal am Tag probiert hab ich allerdings auch noch nicht.
Das wäre ein Ansatz. Ja, das Entwöhnen sollte nicht in Stress ausarten. Deine Tochter muss aber trotzdem regelmäßig - und damit meine ich nicht alle paar Tage - die Möglichkeit zum Üben haben. Das dauert aber und braucht auch Geduld. Wenn Du schnell unter Druck kommst, ist der Vorsatz "nur einmal täglich" sicher nicht verkehrt.
Vielleicht probiere ich in Zukunft 2-3 mal am Tag, wenn sie gerade gut drauf ist (und nicht gerade super ungeduldig und quengelig)
Wie läuft es eigentlich beim Stillen im Halbschlaf? Manche Babys können da besser Andocken als wach.
Ja das läuft wesentlich besser. Sie macht nachts meistens nicht mal die Augen auf und trinkt flüssig, bis sie irgendwann loslässt. Allerdings trinkt sie nachts auch recht wenig. Meistens nur eine Seite und die auch nicht ganz. Nachts stehen meine Brüste regelmäßig gefühlt vor dem platzen. :roll: Auch Tagsüber am Anfang der Stillmahlzeit, wenn sie richtig Hunger hat (also 2-3 Stunden Pause waren), läuft es eh relativ entspannt. Die Schwierigkeiten kommen immer erst gegen Ende, wenn sie schon was getrunken hat, aber (vermutlich) noch Hunger hat.
Ist es vielleicht im Sitzen leichter, richtig anzudocken?
Nein, richtiges Andocken sollte in jeder Position angestrebt werden. In welcher Ihr das übt, kannst Du entscheiden. Natürlich ist das Stillen in der Wiegehaltung für unterwegs ideal. Aber das zu üben während Ihr noch andere "Baustellen" habt, ist eine Entscheidung, die Du gut abwägen solltest.
Gut. Die Wiegehaltung hatten wir mit Stillhütchen schon mal geübt und auch halbwegs hingekriegt, dann aber nicht mehr gemacht. Habe es vorhin nochmal probiert, inzwischen krieg ich selbst das nicht mehr hin. Ich lass es erst mal bleiben und versuche erstmal die eine Baustelle zu beheben. (Ich kann sie überhaupt eh so schlecht in Wiegehaltung umhertragen. Fühle mich damit total unwohl und unsicher. Habe sie meistens nur aufrecht auf der Schulter oder vor dem Bauch. :-( )
Wir gucken jetzt gemeinsam was Euch helfen könnte zum entspannten Stillen zu kommen.
:) Vielen Dank!
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Re: AW: Luft schlucken, Gezappel, Stillhütchen. Bitte um Hil

Beitrag von Teazer »

Hallo Firah!

Die richtige Technik scheint wirklich der Knackpunkt zu sein. Magst Du das in den nächsten Tagen mal ganz bewusst beobachten? Du kannst sie auch abdocken, wenn sie es nicht richtig macht, und dann einen zweiten Versuch starten.
Firah hat geschrieben:Allerdings trinkt sie nachts auch recht wenig. Meistens nur eine Seite und die auch nicht ganz. Nachts stehen meine Brüste regelmäßig gefühlt vor dem platzen. :roll:
Stillen nach Bedarf bedeutet nach Bedarf von Baby und Mama. Du darfst Deine Kleine gerne wecken, wenn Du "platzt". ;)

Wie sind denn Eure Stillabstände?
Firah hat geschrieben:Die Schwierigkeiten kommen immer erst gegen Ende, wenn sie schon was getrunken hat, aber (vermutlich) noch Hunger hat.
Das könnte unterschiedliche Gründe haben. Vielleicht lässt der nächste Milchspendereflex auf sich warten und sie wird ungeduldig.

Oder sie "muss mal" und bekommt es im Liegen nicht hin. Da kann abhalten u.U. helfen.
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Re: AW: Luft schlucken, Gezappel, Stillhütchen. Bitte um Hil

Beitrag von Firah »

Teazer hat geschrieben:Die richtige Technik scheint wirklich der Knackpunkt zu sein. Magst Du das in den nächsten Tagen mal ganz bewusst beobachten? Du kannst sie auch abdocken, wenn sie es nicht richtig macht, und dann einen zweiten Versuch starten.
Ja das mach ich!
Stillen nach Bedarf bedeutet nach Bedarf von Baby und Mama. Du darfst Deine Kleine gerne wecken, wenn Du "platzt". ;)
Ja, weiß ich theoretisch. Aber sie lässt sich nicht wecken, wenn sie nicht will. Selbst wickeln bringt nicht immer was... :D
Wie sind denn Eure Stillabstände?
Nachts sind wir seit ein paar Tagen bei ca. 3,5 Stunden Pause. Tagsüber seeeehr unterschiedlich. Momentan werden sie wieder etwas länger. Zeitweise kam sie jede Stunde. Momentan eher nach 2 Stunden. Aber es variiert noch sehr stark.
Firah hat geschrieben:Die Schwierigkeiten kommen immer erst gegen Ende, wenn sie schon was getrunken hat, aber (vermutlich) noch Hunger hat.
Das könnte unterschiedliche Gründe haben. Vielleicht lässt der nächste Milchspendereflex auf sich warten und sie wird ungeduldig.

Oder sie "muss mal" und bekommt es im Liegen nicht hin. Da kann abhalten u.U. helfen.
Ich denke, dass es die geschluckte Luft ist, die irgendwie drückt. Hochnehmen hilft meistens nicht viel bis gar nicht. Nur manchmal.
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Re: Luft schlucken, Gezappel, Stillhütchen. Bitte um Hilfe!

Beitrag von Teazer »

Ja, an die Luft dachte ich auch. Umso wichtiger ist, dass sie lernt richtig zu stillen. Dann schluckt sie auch nicht mehr so viel Luft.
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Re: AW: Luft schlucken, Gezappel, Stillhütchen. Bitte um Hil

Beitrag von Teazer »

Aus dem anderen Thread zitiert:
Firah hat geschrieben:Hmmmmm... das kommt mir grad irgendwie auch alles recht bekannt vor. Stille auch nur im Liegen. Das Luftschlucken/Verschlucken-Problem (habe heute einen Thread dazu eröffnet) ist auf der linken Seite, meiner "Spritzbrust" auch heftiger.
Der MSR ist wichtig, sonst kommt das Baby ja nicht an die Milch. Viele Babys haben auch mit stärkerem MSR kein Problem oder wachsen im wahrsten Sinne des Wortes rein.

Die Milchbildung kann durch die Stillhütchen ohnehin beeinträchtigt sein. Es ist schön, dass Deine Kleine gut gedeiht. Aber von Maßnahmen, die die Milchmenge reduzieren können, würde ich so lange Abstand nehmen, bis sie gut an der Brust trinkt.
Ob es was mit der Brustgröße zu tun haben kann? :?:
Meinst Du den MSR oder das im Sitzen stillen? Beides kann alle Frauen betreffen, egal wie ihre Brust ist. An der Haltung müssen die meisten arbeiten.
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