Wieviel Milch für Kleinkinder?

Was kommt nach dem Vollstillen?

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Mutterhenne
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Re: Wieviel Milch für Kleinkinder?

Beitrag von Mutterhenne »

Also, meines Wissens lautet die aktuelle Empfehlung, mit Beikosteinführung 'unter dem Schutz des Stillens' (schöne Formulierung :-)) mögliche Allergene einzuführen (im 1. Lj. liest man auch oft., aber das hat m.W. mit der impliziten Annahme einer einjährigen Stillzeit zu tun), wenn sie Teil der Familienkost sind, also ggf. auch Tiermilchprodukte (und nach den Empfehlungen der Fachgesellschaften kannst Du das 'ggf.' streichen, die gehen von (Kuh-)Milch als Bestandteil einer 'optimierten Mischkost' aus ;-).
"Die meisten Zitate im Internet sind falsch." (Aristoteles)

Grüße von der Henne
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jusl
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Re: Wieviel Milch für Kleinkinder?

Beitrag von jusl »

bollo123 hat geschrieben:
Hier gibt's abends immer Milchbrei aus Getreideflocken und Pre (dazu Obstmus und Mandelmus), den meine Tochter (9,5 Monate) recht lecker findet. Kann ich dafür schon Vollmilch nehmen? Sonst stille ich noch...es wäre, abgesehen vom morgendlichen Brot mit Butter oder Frischkäse (BLW - bisher kleine Mengen) oder geringen Mengen im Mittagsgläschen die einzige zusätzliche Kuhmilch am Tag...
Macht in der Summe immerhin schon dreimal Kuhmilchprodukte am Tag. ;-)

Ab wann wird denn nun Vollmilch für Babys (also unter 1 Jahr) freigegeben?
Ab Beikoststart. Alle wichtigen Infos rund um Beikost und auch Kuhmilch in der Säuglingsernährung findest Du in unserer Grundinfo Beikosteinführung.

LG
Julia
DieKleineMausIstAusDemHaus14
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Re: Wieviel Milch für Kleinkinder?

Beitrag von DieKleineMausIstAusDemHaus14 »

Hallo,

als Laktoseintolerante möchte ich mich mal kurz zu Wort melden zum Thema "braucht ein Kind Milch".
Ich finde es logisch, dass die Antwot darauf "nein" lauten muss.
Denn diese Milch (Kuhmilch) stehlen wir salopp gesagt den Kälbern. Also kann sie nicht für uns Menschen zwingend notwendig sein.
Gerade im asiatischen Raum verträgt niemand im Abstillalter Laktose, was eigentlich auch normal ist.
Nur wir haben hier schon seit langem Vorfahren, die Milchbauern waren und sich die Milch der Kühe genommen haben und selbst konsumiert haben.
Somit haben manche clevere Menschen in unserem Raum sich darauf eingestellt und produzieren jetzt bis ins späte Erwachsenenalter immernoch Laktase, das Enzym um Laktose in der Kuhmilch spalten zu können.Der Körper ist anpassungsfähig, denn wer will schon freiwillig täglich pupsen müssen?? :mrgreen:
Mein Organismus war leider nicht so schlau und pupst unter Kuhmilch (oder schlimmer), aber es gibt ja inzwischen eine breite Palette an Kuhmilchprodukten ohne Laktose.
Als es das aber noch NICHT gab, hab ich einfach jahrelang völlig milchproduktefrei gelebt und siehe da, ich hatte keine Mängel, obwohl ich erst 6 Jahre alt war.
Es wurde allerdings darauf geachtet, dass ich viel Hühnchenfleisch, Bananen, Nüsse usw esse, um mein Calcium/Magnesium auf anderem Wege zu bekommen.
Also kann das Fazit für mich nur lauten, dass Kinder etwas eigentlich für sie nicht Vorgesehenes nicht benötigen können, um mängelfrei aufzuwachsen, weil es umgekehrt ja bedeuten würde, dass sämtliche Kinder dann von der Natur her ausselektiert worden wären, wäre man nicht auf die Idee gekommen der Kuh die Milch zu klauen...ein komischer Gedanke! :shock:

Liebe Grüße

DieKleineMausIstAusDemHaus
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Crystal
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Re: Wieviel Milch für Kleinkinder?

Beitrag von Crystal »

DieKleineMausIstAusDemHaus14 hat geschrieben:Hallo,

als Laktoseintolerante möchte ich mich mal kurz zu Wort melden zum Thema "braucht ein Kind Milch".
Ich finde es logisch, dass die Antwot darauf "nein" lauten muss.
Denn diese Milch (Kuhmilch) stehlen wir salopp gesagt den Kälbern. Also kann sie nicht für uns Menschen zwingend notwendig sein.
Gerade im asiatischen Raum verträgt niemand im Abstillalter Laktose, was eigentlich auch normal ist.
Nur wir haben hier schon seit langem Vorfahren, die Milchbauern waren und sich die Milch der Kühe genommen haben und selbst konsumiert haben.
Somit haben manche clevere Menschen in unserem Raum sich darauf eingestellt und produzieren jetzt bis ins späte Erwachsenenalter immernoch Laktase, das Enzym um Laktose in der Kuhmilch spalten zu können.Der Körper ist anpassungsfähig, denn wer will schon freiwillig täglich pupsen müssen?? :mrgreen:
Mein Organismus war leider nicht so schlau und pupst unter Kuhmilch (oder schlimmer), aber es gibt ja inzwischen eine breite Palette an Kuhmilchprodukten ohne Laktose.
Als es das aber noch NICHT gab, hab ich einfach jahrelang völlig milchproduktefrei gelebt und siehe da, ich hatte keine Mängel, obwohl ich erst 6 Jahre alt war.
Es wurde allerdings darauf geachtet, dass ich viel Hühnchenfleisch, Bananen, Nüsse usw esse, um mein Calcium/Magnesium auf anderem Wege zu bekommen.
Also kann das Fazit für mich nur lauten, dass Kinder etwas eigentlich für sie nicht Vorgesehenes nicht benötigen können, um mängelfrei aufzuwachsen, weil es umgekehrt ja bedeuten würde, dass sämtliche Kinder dann von der Natur her ausselektiert worden wären, wäre man nicht auf die Idee gekommen der Kuh die Milch zu klauen...ein komischer Gedanke! :shock:

Liebe Grüße

DieKleineMausIstAusDemHaus
Dazu kann ich nur das Buch "Darm mit Charme" empfehlen. Das beschätftigt sich eine Zeit lang mit dem Thema und erklärt genau, was und was nicht vertragen werden kann. Da das alles biologisch gesehen für unsere Körper nichts ist. Ebenfalls Gluten- und Fruktoseintoleranz ;-)
LG Crystal mit Kind '13
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