Beim 2. Kind ist alles anders...

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canelle
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Re: Beim 2. Kind ist alles anders...

Beitrag von canelle »

Liebe Deidamaus,

vielen Dank für deine ausführliche Antwort.
Ich wickel Engelchen meist 4-5 Mal am Tag, wobei dann die Windeln immer sehr voll sind. Wahrscheinlich könnte ich öfter, aber wenn nur Wenig Pipi drin ist, lass ich sie als noch etwas an. Stuhlgang hat sie täglich 1-2 Mal.
Ein Grund für die plötzlich verminderte Zunahme fällt mir nicht ein. Durchschlafen tut sie nicht. Sie trinkt Nachts alle 2-3h, manchmal öfter. Tagsüber ebenfalls spätestens alle 3h. Schnuller gibt es nur selten, z.B. Wenn sie müde ist zum einschlafen und ich sie grad nicht Stillen kann weil ich die Große ins Bett bringe.

Meine Hebi sieht die ganze Situation entspannt. Sie kennt ja unsere Vorgeschichte und auch damals war sie nie der Meinung, dass Mausi untergewichtig war, sondern eben leicht und zierlich aber aktiv. Nur der KiA hat damals solch furchtbaren Druck gemacht.
Ich selbst habe gemischte Gefühle. Auf jedenfall bin ich aber entspannter als beim ersten Kind, mache mir keine Selbstvorwürfe mehr sondern nehme die Situation wie sie ist. Ich glaube ich werde ein Zusatzfläschchen pro Tag beibehalten. Es wirkt einfach dieser kleinen Stimme in meinem Hinterkopf entgegen, dass Engelchen zu wenig bekommt. Die Stimme ist zwar leise aber eben nie ganz weg. Aber ich gebe sie nach dem Stillen. Durch das einmalige Fläschchen am Abend stillt sie übrigens nicht seltener in der Nacht. Kann natürlich sein, dass sie weniger trinkt, aber auf jeden Fall nicht seltener als vorher. Mit Beikost möchte ich eigentlich noch etwas warten und so in 1-2 Monaten beginnen.
Meine Hebi wird weiter einmal im Monat kommen zum wiegen. Auf öfter habe ich keine Lust, denn dass würde bei mir wieder in Stress ausarten. Manchmal hasse ich die Waage echt. Obwohl ich eigentlich entspannt bin, wünsch ich mir halt doch manchmal, dass sie etwas mehr anzeigt... doch dann denke ich wieder an meine jammerde Freundin, deren 5 Monate altes Baby schon über 10kg wiegt und sie stöhnt immer beim tragen. Dann bin ich froh über mein Fliegengewicht :wink:
Ich versuche auch, die für mich positiven Seiten des Fläschchens zu sehen. Ab November wird Engelchen einmal die Woche für 5-6h von der Oma betreut werden. Da ich noch nicht weiß, ob sie bis dahin genug Beikost essen wird, weiß ich aber, dass sie zur Not auch ein Pre Fläschchen nehmen kann. Das am Abend fällt dann weg und ich pumpe ggf. damit bei mir die Milch bleibt. Durch das einmalige Fläschchen am Abend stillt sie übrigens nicht seltener in der Nacht. Kann natürlich sein, dass sie weniger trinkt, aber auf jeden Fall nicht seltener als vorher.
So in etwa sieht mein weiterer Plan aus. Was meinst Du dazu?

Viele Grüße
Canelle
Liebe Grüße Canelle mit Mausi (05/2012), Engelchen (03/2014), kleinem Prinz (08/2016), erwartetem Bauchkrümel (7/19) und *(09/18) für immer im Herzen!
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deidamaus
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Re: Beim 2. Kind ist alles anders...

Beitrag von deidamaus »

Hallo canelle,

für mich klingt das so, dass du eigentlich lieber die Pre wieder weghaben willst und jetzt versuchst, Gründe zu finden, die dafür sprechen, diese doch zu geben. Aber tief in dir drinne bist traurig da drüber, dass du zufüttern "musst" und es mit dem Vollstillen schon wieder nicht klappt. Deine Hebamme und ich (und jusl auch) sehen aber keinen Zufütterbedarf.

Wenn ich jetzt damit total falsch liege, sag es bitte.

Falls ich aber richtig geraten habe, würde ich dir empfehlen, die Pre wieder zu streichen. Jeden Tag 20 ml weniger und in einer Woche stillst du wieder voll.

Wenn du nicht ohne und nicht mit wiegen leben kannst, dann wäre das Beste, das Wiegen ganz sein zu lassen. Die Ausscheidungen sind so reichlich, dass dein Engelchen sehr gut mit Milch versorgt ist. Bald ist U-Termin (mit Wiegen) und dann fängt die Beikostzeit an, so dass dein Baby seinen Mehrbedarf einfach über diese decken kann und das Wiegen dann bei dir wirklich überflüssig wird.

Mein Vorschlag: Reduziere die Pre jeden Tag um 20 ml und lasse deine Hebi in zwei Wochen nochmal zum Wiegen kommen.

Was meinst du? Würdest du dich trauen? Oder magst du einfach beim Zufüttern bleiben?

Noch eine Anmerkung: 5-6 h Abwesenheit der Mutter bei einem dann circa acht Monate altem Baby sind kein Grund Flasche zu geben. Vorher und nachher stillen und dazwischen Beikost. Hier gibt es sehr viele Mütter, die das bestätigen können.

Liebe Grüße
deidamaus
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canelle
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Re: Beim 2. Kind ist alles anders...

Beitrag von canelle »

Hallo Deidamaus,
vielen Dank für deine Antwort. Wir waren in Urlaub und deshalb komme ich erst jetzt dazu zu schreiben. Ich habe bisher weiterhin einmal täglich eine Flasche Pre zugefüttert. Ich bin froh, dass Du und auch Jusl mein Bauchgefühl bestärken und mir zustimmen, dass wir eigentlich kein zufüttern brauchen. Dennoch fühle ich mich besser, wenn sie einmal täglich weiterhin ein Fläschchen bekommt. Da kämpfen einfach mein Bauchgefühl und mein blöder rationaler Kopf miteinander :evil:
vorteil ist für mich dann auch, dass ich dann weiß, dass sie das Fläschchen kennt und akzeptiert und es im Notfall bekommen kann, wenn ich mal mehrere Stunden nicht da bin und sie von Papa oder Oma betreut ist. Ich werde aber die Menge langsam reduzieren. Und mal sehen, wenn wir nächsten Monat voraussichtlich mit Beikost starten, es vielleicht ganz weglassen.
In zwei Wochen treffe ich mich nochmal mit meiner Hebamme. Wird wohl vorerst unser letztes Treffen, da ich beschlossen habe, die Wiegerei sein zu lassen.

Die Überschrift müsste ich jetzt wohl ändern in: Beim zweiten Kind ist alles anders...oder doch ähnlich? Da Bleibt mir eigentlcih nix anderes übrig als abzuwarten wie es wohl bei Nummer drei wird ;-) (Nein noch nix unterwegs)
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Re: Beim 2. Kind ist alles anders...

Beitrag von canelle »

Heute war die Hebamme ein letztes Mal da. Wir haben gewogen und gemessen. Engelchen wiegt jetzt 6100g. Damit nähert sie sich sogar der 15er Perzentile wieder an. Ich bin froh und beruhigt. Das weitere Wiegen werden wir sein lassen, ein klienes Fläschchen am Abend aber beibehalten. Mehr zur Gewöhnung als aus Notwendigkeit. Über kurz oder lang würde ich gerne ein anderes Einschlafritual haben als zu stillen und da passt mir das Fläschchen ganz gut. Hat aber noch ein paar Monate Zeit.
Demnächt werden wir auch mit Beikost starten.

Ach ja,gemessen haben wir sie auch. SIe ist jetzt 69 cm lang und liegt damit mit ihren 5,5 Monaten auf der 97er Perzentile. Also wie die große Schwater eben lang und schlank ;-) Bin mal gespannt was der KiA in 4 Wochen bei der nächsten U sagt. Wenn der wieder nur auf seine Tabelle mit den Gewicht/Länge Tabelle schaut wird es gruselig. Da liegt sie nämlich völlig unter allen Linien. Aber mir ist das egal. Ich sehe dass sie sich gut entwickelt, meine Hebi und auch die Stillberaterinnen hier sind der selben Meinung und das bestärkt mich. Vielen Dank Euch!

Ach ja seit gestern hat sie ihren ersten Zahn und seit zwei Wochen kann sie im Vierfüsslerstand schaukeln Das ist so niedlich!

Ich möchte hiermit auch nochmal allen anderen Müttern Mut machen, denen es ähnlich geht wie mir und deren erste Stillbeziehung nicht so war wie gewünscht. Lasst Euch nicht verrückt machen, vertraut auf euer Gefühl! Jedes Kind ist anders, jede Schwangerschaft ist anders und auch jede Stillbeziehung kann anders sein! Nur Mut!
Liebe Grüße Canelle mit Mausi (05/2012), Engelchen (03/2014), kleinem Prinz (08/2016), erwartetem Bauchkrümel (7/19) und *(09/18) für immer im Herzen!
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Re: Beim 2. Kind ist alles anders...

Beitrag von deidamaus »

Ich war auch im Urlaub, deswegen melde ich mich erst jetzt.

Schön, dass es euch so gut geht, wie es im Moment ist.

Du kannst das Einschlafritual auch ganz vom Stillen oder Flasche geben entkoppeln und es z.B. mit Tragen versuchen?

Nachdem dein Kind jetzt ja fast ein halbes Jahr ist, kannst du in deiner Abwesenheit auch von der Betreuungsperson Beikost und Wasser aus einem Becher geben lassen, so dass die Gewöhnung an die Flasche wirklich nicht mehr notwendig ist.

Was meinst du dazu?

Liebe Grüße
deidamaus
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Re: Beim 2. Kind ist alles anders...

Beitrag von canelle »

Ich weiß, dass ich nicht unbedingt eine Flasche als Einschlafritual brauche. Tagsüber schläft Engelchen auch wunderbar in der Federwiege, im Kinderwagen oder natürlich beim Tragen ein. Wenn man sie allerdings umbetten will, wacht sie leicht auf. Aus dem TT /Tragesystem raus und weiterschlafen klappt nur sehr sehr selten. Und mein Mann kommt nicht so gut mit dem Tragen zurecht.
Zum Einschlafen für den Nachtschlaf, der irgendwann im eigenen Bett stattfinden soll, finde ich ein Fläschchen praktisch. Gefällt mir besser als Schnulli und sie kann trotzdem noch ihrem Nuckelbedürfnis nachgehen. Bei der Großen habe zunächst noch eine ganze Weile neben dem Bett sitzend gestillt, bis sie fast eingeschlafen ist, dann sie ins Bett gelegt und dort konnte sie noch am Fläschchen nuckeln bis sie eingeschlafen ist. Später habe ich das Stillen ausgeschlichen. Ich möchte es bei Engelchen gerne genauso versuchen. Mal sehen ob es klappt. Zunächst bleibt sie aber sowieso noch bei mir im Bett.
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