Regelmäßig im Kindergarten?

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julimama
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Re: AW: Regelmäßig im Kindergarten?

Beitrag von julimama »

Janka hat geschrieben:Ich habe gerade 3jahre " kampf" hinter mir...genau aus dem grund...
Ich mag kein weinendes kind in kita bringen. Und da ich zuhause bin,kann ich mein kind auch zuhause lassen,wenn es nicht gehen mag. Ich kenn das von zuhause,meine mama arbeitete im schichtdienst,und immer,wenn es ging,blieb ich zuhause. Ich fand es super, und ich kann nicht sagen, dass ich deswegen ohne soziale kontakte aufgewachsen bin

Daher kann ich diese leier " soziale kontakte blabla" echt nicht mehr hören.

"Regelmäßig" ist ja auslegungssache,habe ich immer argumentiert... Regel kommt ein mal im monat und ist regelmäßig...weihnachten ein mal im jahr....auch regelmäßig!!!

Unser kita (eine "freie" einrichtung. Die schule ist top, kita eine katastrope(finde ich)),war da total steif,sich auf irgendwelche alternativen einzulassen ein totaler kampf.
Am anfang ging unsere tochter echt ungerne,also war sie oft mittagsskind und ging nur 4 tage. Das haben die ne weile mitgemacht, dann gabs mecker..
Dann ging sie gerne,dann kam ne phase,wo sie immer mittags gehen wollte. Verständlich,nach dem mittag passierte kaum was- schlafen und dann garten...gabs
natürlich auch mecker, jaa,die zeit ist so wichtig...blabla.

Ich finde,wenn die möglichkeit da ist,zuhuse bleiben zu können, dann sollte man es auch nutzen. Früh genug "müssen" die jeden tag hin und das so gut wie für rest des lebens.
Anders ist es,wenn man arbeitet,und die möglichkeit nicht besteht. Bei meinem grossen habe ich ihn immer,wenn ich frei hatte,zuhause gelassen(ausser er wollte ausdrucklich hin)...so hatten wir beide einen freien tag .
Hier unterschreib ich mal faul.
Ich arbeite selbst im Schichtdienst, arbeite auch Wochenende. Würde ich mein Kind jeden Tag bringen, hätten wir kaum mal nen Tag zu zweit oder in Familie, wie das andere am Wochenende Haben. Also lass ich ihn zu Hause. Manchmal bring ich ihn auch nur von 9:00-11:30, manchmal muss er von 6:00-15:00 gehen. Also ganz unterschiedlich.
Erzieher sagen dazu, ich soll ruhig zu hause bleiben. wenn er in der Schule ist, kann ich das dann nicht mehr machen, einfach so zu Hause bleiben wies beliebt. In unserer Gruppe sind 4 Kinder von Schichtdienstlerinnen und alle machen das so und alle Kinder stecken das gut weg.

OT: das mit den Vergleichen der Regelmäßigkeit find ich super, werd ich mir merken[emoji3]
Mama von Räuber (07/12) und Knopfauge (08/15)
ehUrt2

Re: Regelmäßig im Kindergarten?

Beitrag von ehUrt2 »

Janka hat geschrieben:Ich habe gerade 3jahre " kampf" hinter mir...genau aus dem grund...
Ich mag kein weinendes kind in kita bringen. Und da ich zuhause bin,kann ich mein kind auch zuhause lassen,wenn es nicht gehen mag. Ich kenn das von zuhause,meine mama arbeitete im schichtdienst,und immer,wenn es ging,blieb ich zuhause. Ich fand es super, und ich kann nicht sagen, dass ich deswegen ohne soziale kontakte aufgewachsen bin

Daher kann ich diese leier " soziale kontakte blabla" echt nicht mehr hören.

"Regelmäßig" ist ja auslegungssache,habe ich immer argumentiert... Regel kommt ein mal im monat und ist regelmäßig...weihnachten ein mal im jahr....auch regelmäßig!!!

Unser kita (eine "freie" einrichtung. Die schule ist top, kita eine katastrope(finde ich)),war da total steif,sich auf irgendwelche alternativen einzulassen ein totaler kampf.
Am anfang ging unsere tochter echt ungerne,also war sie oft mittagsskind und ging nur 4 tage. Das haben die ne weile mitgemacht, dann gabs mecker..
Dann ging sie gerne,dann kam ne phase,wo sie immer mittags gehen wollte. Verständlich,nach dem mittag passierte kaum was- schlafen und dann garten...gabs
natürlich auch mecker, jaa,die zeit ist so wichtig...blabla.

Ich finde,wenn die möglichkeit da ist,zuhuse bleiben zu können, dann sollte man es auch nutzen. Früh genug "müssen" die jeden tag hin und das so gut wie für rest des lebens.
Anders ist es,wenn man arbeitet,und die möglichkeit nicht besteht. Bei meinem grossen habe ich ihn immer,wenn ich frei hatte,zuhause gelassen(ausser er wollte ausdrucklich hin)...so hatten wir beide einen freien tag .
Das was du beschreibst, bedeutet für mich nicht unregelmäßig. Eher das was miss_undercover aus ihrer Kindheit beschreibt.
"Soziale Kontake blabla" ist für mich ein sehr wichtiger Grund, aus dem meine Tochter in die Kita geht.

Warum schickt ihr eure Kinder denn hin, wenn ihr aus beruflicher Sicht gar nicht müsst und die sozialen Kontakte zu Gleichaltrigen in eurer Situation auch woanders angedeckt sind?
ehUrt2

Re: Regelmäßig im Kindergarten?

Beitrag von ehUrt2 »

Ich möchte nicht, dass meine Tochter das Gefühl bekommt in die Kita zu müssen. Da gebe ich euch Recht, das kommt mit der Schule früh genug.
Ich möchte nur nicht, dass sie sich schöne Erlebnisse (die sie dort absolut hat und zu 98% auch sehr sehr gern hingeht) durch ein "keine Lust" verbaut. Sie weiss, dass sie jederzeit in der Kita bescheid sagen kann und die Erzieherinnen uns dann auch anrufen. Wenn ich merke, dass sie wirklich nicht will, weil sie krank wird o.ä. kann sie natürlich auch zu Hause bleiben (und wir müssen unsere Arbeit zu Hause auf nachts verlegen ;) ).
Durch die Aktivitäten, Gruppenstrukturen o.ä. ist es, zumindest in unserer Kita, schöner für die Kinder, wenn sie in irgendeiner Form regelmäßig kommen (nur vormittags; an den Tagen, an denen ihre "AG" stattfindet; die ganze Woche, wenn bestimmte Projekte stattfinden,...).
ehUrt2

Re: Regelmäßig im Kindergarten?

Beitrag von ehUrt2 »

Mir fällt doch noch was ein :oops: ein Beispiel:
Meine Tochter ist schon immer eher unsicher, wenn es um neue Situationen oder fremde Menschen geht.
Wir hatten jetzt die Gelegenheit sie für die Musikschule anzumelden, die dann nach den Sommerferien in die Kita kommt. Meine Tochter liebt Musik. Denkt sich eigene Lieder aus, ist sehr interessiert an Instrumenten und singt z.T ihren Redeanteil bei Unterhaltungen. Ihr Leben ist manchmal ein Musical ;)
Meine Tochter hat die Musikschullehrerin schon mal gesehen und fand sie irgendwie unsympathisch (rein vom Sehen) und wollte nun eigentlich nicht angemeldet werden.
Wir haben es trotzdem getan und ihr gesagt, dass sie es sich erstmal mit einer Erzieherin und ihren Freunden zusammen angucken soll und dann jederzeit aufhören kann. Wir haben das in ihrem Beisein mit ihrer Lieblingserzieherin abgesprochen, die sie begleiten wird und in dieser neuen Situation für sie da ist. Sie will eigentlich immer noch nicht, guckt es sich aber jetzt wenigstens mal an.
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Franziska
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Re: Regelmäßig im Kindergarten?

Beitrag von Franziska »

Ich unterschreibe mal ganz faul bei Löwenmäulchen und miss_undercover!

Ich bin selbst sehr wenig und unregelmäßig in den KiGa gegangen. Ich habe da auch keine wirklichen Kontakte knüpfen können.
Als wir dann in die Schule kamen, waren alle schon eine eingeschworene Gruppe und ich kam dazu, weil ich ja im KiGa fast nie war und so auch nicht dazu gehörte...
Ich habe dann auch Freunde gefunden, aber es war schwerer als für die anderen.

Mein Sohn geht gern in den KiGa. Er hatte bis jetzt keine Phase in der er nicht gehen wollte.
Allerdings hat er ein Kind in der Gruppe das auch ständig fehlt. 6 Wochen im Sommer daheim, von 5 Tagen vielleicht 2 da. Mal auch alle 5, dann wieder 1 1/2 Woche gar nicht...
Und der Junge hats richtig schwer. Wenn irgendwas aushängt was sie gemacht, gebastelt, gebaut, gemalt haben, fehlt bei ihm immer die Hälfte. Oder die Gruppeacht einen Ausflug und er fehlt als Einziger. Die Eltern bringen ihn dadurch in eine Außenseiterrolle...

Zudem sehe ich auch immer den Aspekt Schule. Ich denke das es den Kindern schwer fällt dann die Regelmäßigkeit in der Schule zu akzeptieren. Da kann man dann eben nicht mal eben zu Hause bleiben.

Und noch ein kleiner Denkanstoss, da ich persönlich davon betroffen bin.
Dieses Vermeidungsverhalten kann aus psychologischer Sicht evtl später mal ganz nach hinten los gehen, wenn die Kinder da schon lernen, in unangenehmen Situationen aus der Situation zu fliehen.
Liebe Grüße Franziska mit Janne & Emil an der Hand

Unsere Jungs werden geliebt, getragen, lange gestillt, eigenhändig bekocht, nicht wegorganisiert, nicht schlaf- und saubertrainiert und schlafen - so oft sie wollen - im Familienbett.
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Schnullerpuppe
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Re: Regelmäßig im Kindergarten?

Beitrag von Schnullerpuppe »

Löwenmäulchen hat geschrieben: Ihr solltet nämlich bedenken, dass es einen Grund hat (bzw. mehrere), warum die Kinder regelmäßig kommen sollen. Wenn sie unregelmäßig kommen, erschwert das die Integration in die Gruppe, das Schließen von Freundschaften, die Projektarbeit und nicht zuletzt auch die Eingewöhnung bzw. Bindung an die Erzieherinnen! Wenn Kinder öfter nicht da sind, können sie möglicherweise dadurch zu Außenseitern werden, denn vieles findet dann ohne sie statt, sie können "nicht mitreden".
Wie gesagt, mein Sohn berichtet oft gern von seinem Kindergarten, er hat Freunde, und er mag auch seine beiden Bezugserzieher sehr gern. Kann ich also nicht bestätigen.
Janka hat geschrieben: Daher kann ich diese leier " soziale kontakte blabla" echt nicht mehr hören.

Ich finde,wenn die möglichkeit da ist,zuhuse bleiben zu können, dann sollte man es auch nutzen. Früh genug "müssen" die jeden tag hin und das so gut wie für rest des lebens.
Geht mir genau so. Vor allem: "regelmäßige soziale Kontakte"... Mein Sohn lebt mit mir und seinem Bruder zusammen. Das sind schon mal zwei sogenannte "soziale Kontakte". Er sieht seinen Papa regelmäßig und verbringt auch Zeit mit dessen Partnerin. Wir haben Freunde mit Kindern, die wir treffen. Reicht das nicht aus? Müssen es ca. 50 Kinder sein??? Nee, mir ist das einfach zu pauschal.
miss_undercover hat geschrieben:Ich kann nur meine ganz persönliche Erfahrung wiedergeben:

Ich selbst bin sehr unregelmäßig in den Kindergarten gegangen und oft nur nachmittags für zwei, drei Stunden, was sehr ungewöhnlich war. Hin ging ich nur wenn ich es entweder explizit wollte oder wenn meine Eltern zeitgleich irgendeinen Termin hatten, zu dem ich nicht mit konnte.
Eben. Und meine persönliche Erfahrung ist diese: Ich bin seit meinem dritten Lebensmonat in Krippe und Kindergarten gewesen. Danach Schule. Und trotzdem: Als ich in die Schule kam, habe ich gerade mal eine Freundin gefunden, weil eben auch viel auf Klassen und eine andere Schule aufgeteilt wurden. (Und genau das wäre hier auch der Fall: unser Kita ist in einem ganz anderen Stadtteil als vermutlich später unsere Sprengelschule). Und auf die Gefahr hin, jetzt zynisch zu klingen: hätte ich nicht nach all den Jahren so super sozialisiert sein müssen, um problemlos 3-5 neue Freundinnen zu finden???? Und auch heute reichen mir eine handvoll enge Kontakte.
raeubertochter2010 hat geschrieben: Ich möchte nur nicht, dass sie sich schöne Erlebnisse (die sie dort absolut hat und zu 98% auch sehr sehr gern hingeht) durch ein "keine Lust" verbaut. Sie weiss, dass sie jederzeit in der Kita bescheid sagen kann und die Erzieherinnen uns dann auch anrufen. Wenn ich merke, dass sie wirklich nicht will, weil sie krank wird o.ä. kann sie natürlich auch zu Hause bleiben (und wir müssen unsere Arbeit zu Hause auf nachts verlegen ;) ).
Finde ich ein gutes Argument, allerdings erleben wir auch gemeinsam viele schöne Dinge. :wink:
Und mein Sohn ist in der Kita angemeldet, weil ich AE bin und in der Schwangerschaft einige Dinge erledigen wollte und ich mir dachte, es sei angenehmer für beide, wenn er gut vertan ist. Sollte er in naher Zukunft sagen, er will gar nicht mehr gehen, dann melde ich ihn auch wieder ab.
Franziska hat geschrieben: Und noch ein kleiner Denkanstoss, da ich persönlich davon betroffen bin.
Dieses Vermeidungsverhalten kann aus psychologischer Sicht evtl später mal ganz nach hinten los gehen, wenn die Kinder da schon lernen, in unangenehmen Situationen aus der Situation zu fliehen.


Das interessiert mich. Wie äußert sich das?
Mit kleinem Padawan (*11/2009) an der Hand und Überraschungkrümelchen (*12/2013)

»Ich glaube sowieso, wenn die jungen Menschen auf alles hören würden, was die älteren ihnen sagen, würde jede Entwicklung aufhören und die Welt still stehen.«
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Re: Regelmäßig im Kindergarten?

Beitrag von sternchen84 »

Hier ganz kurz von mir, aktuell müssen die Kinder beide regelmäßig in den Kindergarten, da wir beide arbeiten, auch wenn sie mal einen Tag nicht wollen....ich kann nicht einfach sagen, ich bleib zu Hause.
Ich finde das mit der Regelmäßigkeit muss man doch auch immer von Kind zu Kind abwägen. Bei der Großen war es so, dass sie immer wieder Phasen hatte wo Tränchen kullerten und sie nicht wollte, und ich habe gemerkt, dass sie gerade in dieser Phase (so doof sich das jetzt anhört) die Regelmäßigkeit gebraucht hat, sonst ist diese Phase immer schlimmer geworden. Ich finde auch sie sollen schon wissen, dass das etwas regelmäßiges ist. Als ich noch nicht gearbeitet habe (und der Kleine noch Baby war) sind wir bei gutem Wetter auch oft morgens zum See oder haben auch mal zusammen einen Ausflug gemacht, das sind dann die Ausnahmen, ABER ich habe sie nicht zu Hause gelassen, wenn es ihr grad mal eingefallen ist, sie könnte doch jetzt "grundlos" zu Hause bleiben. Das wäre dann jede Woche mehrere Tage gewesen, ich finde da bin ich auch in der Pflicht, meinen Kindern eine gewisse Struktur vorzuleben und vorzugeben, damit ich es ihnen in der Vorschule und Schule dann erleichtern kann.
UND was ich noch gaaaaanz wichtig finde, wir hatten eine Phase, da haben alle 4 Mädels in ihrem Alter im Kindergarten gegessen und sie war kein Mittagskind (da ich nicht arbeiten war, weil sie ja ein kleines Geschwisterchen zu Hause hatte, war das gesetzlich von der Gemeinde nicht möglich) und war wirklich ausgegrenzt obwohl ich mich bemüht habe, sie nach dem Mittagessen wieder hinzubringen. Also ich finde das auch für die ganzen sozialen Kontakte enorm wichtig. Aber wie gesagt Ausnahmen gab es doch öfter mal, aber eben nicht jede Woche und schon gar nicht wenn jeden zweiten Tag einfach die Lust nicht da war.
Rechtschreibfehler dürfen aufs iPad geschoben werden;-)


Liebe Grüße
Jessi mit der Mausi (02/2008), dem Bärchen(10/2011), dem Käferchen (08/2019)an der Hand und unser geliebtes Sternenkind (01/2011) fest im Herzen
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novi
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Re: Regelmäßig im Kindergarten?

Beitrag von novi »

Unsere Kinder müssen gehen, eben weil wir auch arbeiten.
Wenn wir dann mal zu Hause sind, was selten genug vorkommt, so dürfen sie auch mal zu Hause bleiben. Aber dann hat es auch meist einen Grund (Arzttermin o.ä.).

Generell bin ich auch für eine Regelmässigkeit, aber als ich zu Hause war, war ich dann schon großzügiger und habe sie häufiger früher geholt oder eben auch einen Ausflug gemacht. Dennoch waren es Ausnahmen.
Dadurch ergaben sich auch mehr Diskussionen als jetzt, weil es eben anders ging und die Kinder das natürlich gemerkt haben.
Stundenweise hätte hier nicht funktioniert. Ich brauche selbst eine gewisse Routine in meinen Abläufen und die schaffe ich eben auch durch feste KiGazeiten.
Sonnige Grüsse, novi
mit Maxi (10/2007), Midi (10/2009) und Mini (04/2011)
ehUrt2

Re: Regelmäßig im Kindergarten?

Beitrag von ehUrt2 »

Schnullerpuppe hat geschrieben:
Löwenmäulchen hat geschrieben: Ihr solltet nämlich bedenken, dass es einen Grund hat (bzw. mehrere), warum die Kinder regelmäßig kommen sollen. Wenn sie unregelmäßig kommen, erschwert das die Integration in die Gruppe, das Schließen von Freundschaften, die Projektarbeit und nicht zuletzt auch die Eingewöhnung bzw. Bindung an die Erzieherinnen! Wenn Kinder öfter nicht da sind, können sie möglicherweise dadurch zu Außenseitern werden, denn vieles findet dann ohne sie statt, sie können "nicht mitreden".
Wie gesagt, mein Sohn berichtet oft gern von seinem Kindergarten, er hat Freunde, und er mag auch seine beiden Bezugserzieher sehr gern. Kann ich also nicht bestätigen.
Janka hat geschrieben: Daher kann ich diese leier " soziale kontakte blabla" echt nicht mehr hören.

Ich finde,wenn die möglichkeit da ist,zuhuse bleiben zu können, dann sollte man es auch nutzen. Früh genug "müssen" die jeden tag hin und das so gut wie für rest des lebens.
Geht mir genau so. Vor allem: "regelmäßige soziale Kontakte"... Mein Sohn lebt mit mir und seinem Bruder zusammen. Das sind schon mal zwei sogenannte "soziale Kontakte". Er sieht seinen Papa regelmäßig und verbringt auch Zeit mit dessen Partnerin. Wir haben Freunde mit Kindern, die wir treffen. Reicht das nicht aus? Müssen es ca. 50 Kinder sein??? Nee, mir ist das einfach zu pauschal.
miss_undercover hat geschrieben:Ich kann nur meine ganz persönliche Erfahrung wiedergeben:

Ich selbst bin sehr unregelmäßig in den Kindergarten gegangen und oft nur nachmittags für zwei, drei Stunden, was sehr ungewöhnlich war. Hin ging ich nur wenn ich es entweder explizit wollte oder wenn meine Eltern zeitgleich irgendeinen Termin hatten, zu dem ich nicht mit konnte.
Eben. Und meine persönliche Erfahrung ist diese: Ich bin seit meinem dritten Lebensmonat in Krippe und Kindergarten gewesen. Danach Schule. Und trotzdem: Als ich in die Schule kam, habe ich gerade mal eine Freundin gefunden, weil eben auch viel auf Klassen und eine andere Schule aufgeteilt wurden. (Und genau das wäre hier auch der Fall: unser Kita ist in einem ganz anderen Stadtteil als vermutlich später unsere Sprengelschule). Und auf die Gefahr hin, jetzt zynisch zu klingen: hätte ich nicht nach all den Jahren so super sozialisiert sein müssen, um problemlos 3-5 neue Freundinnen zu finden???? Und auch heute reichen mir eine handvoll enge Kontakte.
raeubertochter2010 hat geschrieben: Ich möchte nur nicht, dass sie sich schöne Erlebnisse (die sie dort absolut hat und zu 98% auch sehr sehr gern hingeht) durch ein "keine Lust" verbaut. Sie weiss, dass sie jederzeit in der Kita bescheid sagen kann und die Erzieherinnen uns dann auch anrufen. Wenn ich merke, dass sie wirklich nicht will, weil sie krank wird o.ä. kann sie natürlich auch zu Hause bleiben (und wir müssen unsere Arbeit zu Hause auf nachts verlegen ;) ).
Finde ich ein gutes Argument, allerdings erleben wir auch gemeinsam viele schöne Dinge. :wink:
Und mein Sohn ist in der Kita angemeldet, weil ich AE bin und in der Schwangerschaft einige Dinge erledigen wollte und ich mir dachte, es sei angenehmer für beide, wenn er gut vertan ist. Sollte er in naher Zukunft sagen, er will gar nicht mehr gehen, dann melde ich ihn auch wieder ab.
Franziska hat geschrieben: Und noch ein kleiner Denkanstoss, da ich persönlich davon betroffen bin.
Dieses Vermeidungsverhalten kann aus psychologischer Sicht evtl später mal ganz nach hinten los gehen, wenn die Kinder da schon lernen, in unangenehmen Situationen aus der Situation zu fliehen.


Das interessiert mich. Wie äußert sich das?
Zu dem Punkt mit den sozialen Kontakten.
Mir würde das nicht für meine 3jährige reichen. Soziale Beziehungen zu Eltern und Geschwistern sind doch nicht wirklich zu vergleichen mit Beziehungen zu Gleichaltrigen. In der Kitagruppe kann sie sich ihre Freunde und Spielpartner selbst wählen. Sie sieht was die Älteren machen und kann sich einiges abgucken. Sie erlebt die Jüngeren und kann die Rolle als Ältere kennenlernen. Sie lernt Charaktereigenschaften bei Kindern kennen, die sie doof oder besonders toll findet oder die ihr bisher völlig fremd sind und lernt damit umzugehen. Sie lernt einfach sich und ihre Eigenschaften und Rollen in einer Kindergruppe kennen.
Natürlich haben wir auch Freunde mit gleichaltrigen Kindern, aber da haben sie dann ja nicht wirklich eine Wahl.
Das muss jeder selbst für sich und sein Kind entscheiden, aber MIR ist das sehr wichtig. Was meine Tochter daraus macht, ist ihre Sache, aber die Gelegenheit dazu möchte ich ihr geben.
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Franziska
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Re: AW: Regelmäßig im Kindergarten?

Beitrag von Franziska »

Schnullerpuppe hat geschrieben:
Franziska hat geschrieben: Und noch ein kleiner Denkanstoss, da ich persönlich davon betroffen bin.
Dieses Vermeidungsverhalten kann aus psychologischer Sicht evtl später mal ganz nach hinten los gehen, wenn die Kinder da schon lernen, in unangenehmen Situationen aus der Situation zu fliehen.


Das interessiert mich. Wie äußert sich das?
Ich schreib heute Abend ausführlich!
Liebe Grüße Franziska mit Janne & Emil an der Hand

Unsere Jungs werden geliebt, getragen, lange gestillt, eigenhändig bekocht, nicht wegorganisiert, nicht schlaf- und saubertrainiert und schlafen - so oft sie wollen - im Familienbett.
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