Ich weiß nicht, was er hat...

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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velvet
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Ich weiß nicht, was er hat...

Beitrag von velvet »

Hallo ihr Lieben,

ich komme gerade von etwa einstündigem Schlafen-gehen-versuchen. Der Papa hat mich gerade abgelöst und liegt jetzt bei dem Kleinen.
Dass es extrem frustrierend ist, muss ich, denke ich, keinem erklären.
Er tut mir so leid, und ich weiß einfach nicht, was er hat. Gestern nachmittag hatten wir auch so eine Episode, das war das erste Mal.
Ich habe alles probiert, was mir einfiel, er will nicht nuckeln, er will nicht stillen, er will nicht getragen werden, er will nicht neben mir liegen, er muss nicht aufs Klo (abhalten hab ich nur einmal ganz am Anfang probiert, danach war er mir zu aufgewühlt), er will nicht gewiegt werden, singen hilft nicht (das hat ihn noch nie ins Träumeland befördert, weil er dann viel zu fasziniert ist davon und man nie aufhören dürfte), Zahnfleisch massieren hilft nicht, ... Irgendwann hatte ich das Gefühl, er schreit nur noch, weil er so viel schreien musste. Und keiner ihn versteht. Das tut so unheimlich weh...
Wir machen jeden Tag das Gleiche, wenn ich merke er ist müde (quengelt ein wenig, kleine Augen, müde, das übliche halt), gehen wir nach oben, dunkeln gemeinsam den Raum ab, ich rede ruhig und "bärig" mit ihm und lege ihn in die Wiege (sofern er keinen Hunger hat, und nicht gestillt werden möchte). Er wird ein Weilchen gewiegt und schläft. Ich wiege noch weiter, bis ich wirklich sicher bin, dass er schläft (meist erkenne ich das an einem sehr speziellen Seufzer) und gehe runter. Ganz selten wacht er nach fünf Minuten nochmal auf und ich wiege ihn wieder, das war bisher sehr unklompiziert. Gestern und heute aber konnte er dann nicht mehr einschlafen. Er gähnt zwar, aber er kann einfach nicht aufhören zu schreien. Probiere ich nach ein paar Minuten etwas anderes aus, hält er kurz inne und ich denke schon, er erholt und entspannt sich, und dann gehts wieder los. Als ich mich dann mit ihm ins große Bett gelegt habe (in dem wir nachts zu dritt schlafen) und ihm die Brust angeboten habe, hat es wieder so ausgesehen, als würde es, aber nein. Er hat ruhiger geatmet und geseufzt und dann habe ich den Fehler gemacht, mein Bein etwas anders hinzulegen, und -zack- ist er wieder am Brüllen.
Das Ganze mag für Schreibabymütter sehr mild klingen, es war ja "nur" eine Stunde und auch erst das zweite Mal, vielleicht bin ich einfach überempfindlich. Aber nachdem er soetwas die letzten dreieinhalb Monate nie gemacht hat, möchte ich verstehen. Ich weiß ja nicht, was er alles aufnimmt und wie er es verarbeiten muss, aber es ist so schrecklich, wenn er um Hilfe ruft, und ich nichts, gar nichts tun kann.
Mein Freund hat ihn ab und an gepuckt, weil er dann länger schlafen kann (er schrickt sonst manchmal nach einer viertel oder halben Stunde hoch und ist putzmunter) - das hat uns die Hebamme gezeigt und ich habe nicht sehr viel davon gehalten. Ich kann jetzt gut nachvollziehen, ab welchem Punkt Eltern das tun, und ich verstehe auch meinen Freund, wenn er sagt "wenn es ihm Geborgenheit gibt und er dadurch länger schlafen kann...". Ich habs heute versucht, aber Fehlanzeige.
Ja, soeben hat sich die kleine Raupe beruhigt und nuckelt müde an seinen Händen.
Es ist so schade, dass er im Hellen nicht mehr schlafen kann, das war so nett, ihn hier bei uns zu haben, ihm beim Schlafen zuzusehen...

Machen wir irgendetwas grundlegend falsch?

Meine Mutter war gestern hier und hat das Ganze mitbekommen und gemeint "Das ist aber ganz blöd, weil wenn er lernt, dass er aus der Wiege geholt wird, wenn er lange genug schreit, dann macht er das immer." Sie hat es nicht direkt gesagt, aber die logische Schlussfolgerung wäre "Lasst ihn schreien, dann weiß er, dass er schlafen muss, auch allein". :cry: Das will ich auf keinen Fall. Die Vorstellung ist einfach nur furchtbar... Sein Urvertrauen so zu verletzen, so zu tun als wären wir nicht hier oder würden uns nicht um ihn sorgen. Und ihn die ganze Zeit hören zu müssen.

Vielleicht ist ja hier jemand, dem es ähnlich erging, und der irgendwie einen wärmeren, lebensbejahenden Vorschlag für unsere Situation hat... Ich hoffe es...

Bis dahin alles Liebe
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Carraluma
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Re: Ich weiß nicht, was er hat...

Beitrag von Carraluma »

Ihr macht bestimmt nichts falsch! Ist dein Kleiner jetzt knapp 4 Monate alt? Von 4-6 Monaten war bei uns das Einschlafen auch ganz besonders schlimm und die Kleine hat mehr geschrieen als zuvor, wenn sie müde wurde.
Und nach dem was man hier so liest, fällt das Einschlafen vermutlich wegen zunehmender Wahrnehmung sehr vielen Babies dann schwerer.
Tipps habe ich leider keine guten. Bei uns hat in diesem Zeitraum unsere beste Einschlafmethode, das Einschlaffstillen, auch nur selten geklappt. Wir haben es immer mal wieder probiert und nach dieser Phase hat es wieder geklappt. Während dieser Phase hieß es bei uns Baby auf dem Pezziball einschlafhüpfen. Das fand ich sehr anstrengend. Teilweise half uns auch eine Federwiege, dass es nicht allzu lang dauerte.
Ich wünsche dir viel Geduld und dass ihr bald etwas passendes findet und/oder ews bald besser wird!
Carraluma mit der großen Tanzmaus (*2012), dem Fußballer (*2016) und der kleinen Tanzmaus (*2019)
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Kleine
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Re: Ich weiß nicht, was er hat...

Beitrag von Kleine »

ich kann jetzt nicht sehen wie alt Dein Zwerg ist... aber Schreienlassen ist sicher keine Alternative (das mache ich bei meinem bis heute nicht ;)).

Mein Sohn hatte so um die drei Monate eine Phase, wo er einfach abends losbrüllte, man konnte die Uhr danach stellen. Zufällig habe ich ihn dann mal ins TT gebunden (ich konnte ihn einfach gewichtsmäßig nach 2h nicht mehr auf dem Arm tragen), er hat sich überstreckt, daher habe ich nicht ganz fest gezogen sondern eben nur, um die Arme zu entlasten. 5min später war Ruhe. Am nächsten Tag hat er sich dann auch nochmal ein bisschen beim Binden überstreckt, aber es war nach 5min wieder ruhig. So nach einer Woche war es schon ruhig, wenn er nur gesehen hat, dass ich mit dem Tuch komme und dann habe ich ihn einfach so eine halbe Stunde vorher prophylaktisch eingebunden und nach etwa 3 Wochen war der Spuk vorbei... Mein Sohn war aber an sich immer sehr sehr gerne im Tuch...

Hat Dein Mann schon mal gesungen? Manchmal hilft ja die sonore männliche Stimme... Oder das Programm ändern und ihn einbinden, wenn er müde wird (wenn er denn ein Tuchschläfer ist)? Oder autofahren?

Bei uns war das mit dem im Hellen schlafen auch irgendwann vorbei.

Ich drücke Euch mal ganz fest. Probiert einfach aus, auch wenn es erstmal "unlogisch" ist, Ihr werdet den "Schalter" schon finden ;)
LG
Anika

mit Grinsebacke (04/11) & Mini-Kämpfer (11/14) an der Hand, Blondinchen und den wilden Jungkatern auf der Bettdecke sowie Apportierkatze, rotem Einohrtiger und Kampfkuschelkater fest im Herzen
Lösche Benutzer 17774

Re: AW: Ich weiß nicht, was er hat...

Beitrag von Lösche Benutzer 17774 »

Och Mann, der arme kleine Mann [emoji22] Ihr macht alles genau richtig, wenn ihr immer für ihn da seid und ihm zuhört, wenn er Kummer hat.
Laut "Oh je, ich wachse" gibts mit 12 Wochen nen Entwicklungsschub, den haben wir auf jeden Fall sehr sehr stark gemerkt. Es war eine Woche ganz schlimm, tagsüber nur in der Tragehilfe drin und abends zum einschlafen auch. Räubi hat sonst nur geweint, auch in der TH. Da hat nicht mal die Federwiege geholfen, obwohl die ansonsten ne gute Investition war.
Bestimmt ist euer Mäusel in dem Schub und er verarbeitet abends seine neue Welt. Mit 4 Monaten wachsen die Kleinen wohl auch wieder und oftmals (bei uns wars so und bei den Mädels ausm Pekip auch) werden die Nächte dann auch eher unruhiger, weil die Kleinen nachts mehr Hunger haben...
Tragt ihr ihn? Vielleicht hilft abends eine Runde an der frischen Luft in ner Trage an dich gekuschelt zum Beruhigen...
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Giraeffchen
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Re: Ich weiß nicht, was er hat...

Beitrag von Giraeffchen »

Liebe Velvet,

dein Kleiner ist dreieinhalb Monate alt?
Dann beginnt er jetzt, wacher zu werden, mehr wahrzunehmen- und muss also auch mehr Eindrücke verarbeiten.
Du liest dich, als ob du sehr besorgt bist um deinen Kleinen, du möchtest ihn verstehen, ihn begleiten und nicht alleine lassen. Und du machst das ganz prima.
Es gibt nicht _den_ Knopf am Baby, _die _ Reaktion, mit der du gleich und sofort das Schreien abstellen kannst, obwohl er doch manchmal so wünschenswert wäre, weil es so schlimm ist, dazu sein und gefühlt dennoch nichts tun zu können.

Schreien kann auch bedeuten: Ich muss mal Dampf ablassen, war viel heute. (Und ich habe selber schon bei meinem jeweiligen Baby gestaunt, wie niedrig die Toleranzschwelle an manchen Tagen sein kann...)

Es liest sich nicht, als ob ihr das grundlegend falsch macht, nein, es klingt eher grundlegend richtig. Ihr nehmt das Baby ernst und vertraut eurem Gefühl und das ist gut so.
Viele Menschen aus der Generation unserer Eltern (und auch noch aus der derzeitigen Elterngeneration) teilen die Ansicht deiner Mutter, aber es ist wirklich so, wie du schon selber geschrieben hast: Da ist keine Berechnung beim Baby, kein willentliches 'die Eltern tanzen lassen'. Da ist das Bedürfnis nach Nähe, nach Mama und Papa und das stillt ihr.

Babys kann man nicht verwöhnen, nie. Man kann ihre Bedürfnisse nach Nähe und Geborgenheit stillen, aber man kann sie nicht verwöhnen.

Ich wünsche euch von Herzen bald wieder bessere Abende, ein ruhigeres Einschlafen. Solche Phasen kommen häufig so plötzlich und unerwartet und gehen so auch wieder. Vielleicht spielen auch Zähnchen eine Rolle, Bauchweh- oft wissen wir es einfach nicht. Oder es kommen verschiedene Sachen zusammen.
Da zu sein, zu halten, zu trösten- das ist nie falsch, das gibt ihm genau das, was du auch selber schon schreibst: Jede Menge Urvertrauen.


*PS* Soviel geschrieben worden, während ich getippt habe, sehe ich in der Vorschau. Ich schick trotzdem mal ab.
Liebe Grüße, GiraeffchenBild mit dem großen Knopf und dem Herbstwichtel


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"Es ist gefährlich,
zu lange zu schweigen.
Die Zunge verwelkt,
wenn man sie nicht gebraucht."

(Astrid Lindgren)
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josie81
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Re: Ich weiß nicht, was er hat...

Beitrag von josie81 »

Bei uns hat ein monotones Geräusch zum Einschlafen sehr geholfen, bzw. hilft es immer noch ;-). Der Favorit ist hier das Föhn Geräusch von einer Handy App.

Bei euch klingt es schon eher so als hätte der Kleine viel zu verarbeiten, weshalb es sicher ratsam ist das Einschlafprogramm immer gleich zu gestalten. Ich mache hier seit Monaten wirklich immer das gleiche Ritual (Einschlafstillen im dunklen Schlafzimmer im Familienbett mit Föhngeräusch), und wenn das Mäuschen mal extrem unruhig ist leg ich sie auf mich drauf und wippe im Liegen hin und her.
Ihr werdet eure Methode finden! Und vielleicht muss er einfach das was er erlebt mit Schreien verarbeiten. Wichtig ist dass ihr da seid und ihm Sicherheit gebt!
Mama von Zwetschki (1/2014)
Lösche Benutzer 17774

Re: AW: Ich weiß nicht, was er hat...

Beitrag von Lösche Benutzer 17774 »

Und zu dem Kommentar von deiner Mama habe ich auch so meine Meinung, da ist sie ja wirklich nicht die einzige... Leider... [emoji22] Ich glaube fest daran, dass es das Wichtigste überhaupt ist, dass genau das passiert, was deine Mutter sagt. Eben dass euer Kleiner weiß, dass ihr ihn rausnehmt, wenn er weint. Und das ist richtig so und meiner Meinung nach auch eure Aufgabe und auch das, was zu jedem Zeitpunkt meinem Mamaherzel entspricht Ja genau, das größte Glück für ihn, wenn er weiß, dass ihr ihn ernst nehmt und sofort helft.
Unser Räubi wurde irgendwann stündlich wach. Das ging so ein knappes halbes Jahr. Da hat mich meine Mutti auch gefragt, ob ich immer sofort zu ihm gehe. Was passieren würde, wenn ich nicht gehe... [emoji20]
Ich war im Gegensatz dazu irgendwann, naja, stolz trifft es nicht so ganz, aber glücklich für Räubi, dass er irgendwann nur noch "Mä" gesagt hat und zur Tür guckte und wusste, es dauert keine 10 Sekunden und seine Mama ist da...
Ihr macht alles richtig, auch wenn er trotzdem weint. Und es geht vorbei, ganz sicher...
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velvet
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Re: Ich weiß nicht, was er hat...

Beitrag von velvet »

Carraluma, schön, zu lesen, dass es auch anderen plötzlich so ergangen ist... Was ist eine Federwiege? So eine Babyhängematte? Danke für deine lieben Wünsche.

Kleine, er ist jetzt dreieinhalb Monate alt. Das Tragetuch mag er sehr, sehr gern, er grinst es immer an, wenn ich es hole und lässt sich sehr brav darin einhüllen (im Mei Tai hatten wir anfangs so unsere Probleme :D aber das geht inzwischen auch). Das Problem ist dabei für mich: ich kann ihn nicht vom Tragetuch ins Bett legen. Er wacht (meistens) sofort auf. Gern würd ich ihn so gut wie immer tragen (und ich fands auch immer total schade, ihn schlafend "wegzulegen", weil ich es so mochte, wenn er darin aufwacht, und mich ansieht und sich freut) aber das schaffe ich kraftmäßig nicht. Außerdem will ich ja auch mal am Laptop sitzen, telephonieren und so weiter (wir wollen ihn solchen Strahlungen so wenig wie möglich aussetzen). Ich hab mich auch manchmal mit dem schlafenden Knäuel hingelegt, auf den Rücken, und er schlief halt dann auf mir, das ging sehr, sehr gut, meine Beschäftigungsmöglichkeiten gehen dann aber gegen Null. Also das ist für mich keine tägliche Lösung. Einbinden = Pucken? Vielleicht klärt ihr mich ja ein bisschen dazu auf, irgendwie hab ich das Gefühl ihn in die Zwangsjacke zu packen (er kann sich nicht drehen, nicht an seinen Fingern nuckeln, nicht mit den Fingern spielen usw.). Autofahren hat nur ein Monat lang super funktioniert, haben wir aber nie als Einschlafhilfe genommen. Inzwischen ist er da meistens munter und plaudert oder betrachtet fasziniert das Muster vom Sitz, Tragetuch und was sonst noch so drin herumliegt.

jellice, danke für die Zusprüche, es ist oft gar nicht so leicht in einer Welt von Ärzten, Hebammen, Freunden und Familie dem eigenen Instinkt zu folgen, ohne das Gefühl zu haben, gegen irgendeine "Regel" zu verstoßen.

Giraeffchen, gibt einem ein angenehm warmes Gefühl in der Magengegend, von Menschen zu lesen, die das auch so empfinden (:
Ich denke ich muss den Grundgedanken "Schreien = traumatische Zeit" einfach irgendwie löschen. Kann ja auch mit meinem eigenen Schreien zusammenhängen, dass es so schlimm ist für mich, wenn meine Mama das damals auch so gesehen hat... Vielleicht ist das einfach eine Möglichkeit da was aufzuarbeiten...
Dass es bei manchen Menschen so "in" ist, etwas zu brechen. Sei es nun die Art, ein Tier zu zähmen, jemanden in die aus eigener Sicht beste Richtung zu (er)ziehen oder eben einem Baby "lernen" dass es allein schlafen kann. Naja, ich hoffe, ich kontere das nächste Mal ein bisschen besser, aber solche Grundsätze scheinen recht hartnäckig in den Leuten zu haften.

Soweit, vielen Dank für eure zahlreichen Antworten, ich leg mich jetzt zu der kleinen Goldraupe, mit dem aufbauenden Gefühl es "richtig" zu machen, eben so, wie ich es als gut empfinde :)
Danke.
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Carraluma
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Re: Ich weiß nicht, was er hat...

Beitrag von Carraluma »

Das besondere an einer Federwiege ist die schwingende Feder. An dieser hängt eine Babyhängematte oder ein Babykörbchen. Die Bewegung ist wohl ähnlich wie beim Pezziball hüpfen. Wenn das funktioniert ist wohl die Chance groß, dass auch die Federwiege wirkt außer dem Baby ist die direkte Nähe zur Mama wichtig ist.

Wenn ich mit Baby ans Bett gefesselt war, habe ich oft Hörbuch gehört oder mein Mann hat vorgelesen. Wenn es hell genug ist bzw Licht nicht stört, ist selber lesen ja auch eine gute Beschäftigung. Habt ihr nur mobile Telefone? Ein normales Festnetztelefon strahlt doch nicht und manchmal beruhigt Mamas Stimme ja auch zusätzlich. Gerade in kritischen Phasen fand ich persönlich es oft einfacher möglichst oft gleich mitzuschlafen/liegenzubleiben als tausendmal wieder das Kind von neuem zu beruhigen. Vielleicht kann bei euch auch der Papa eine Babyschicht übernehmen, wenn das Baby grad sehr schlecht schläft? Wenn die Phase wieder vorbei ist, wirds bestimmt wieder besser!
Carraluma mit der großen Tanzmaus (*2012), dem Fußballer (*2016) und der kleinen Tanzmaus (*2019)
Lösche Benutzer 17774

Re: AW: Ich weiß nicht, was er hat...

Beitrag von Lösche Benutzer 17774 »

Was bei uns auch am Anfang sehr gut geholfen hat, da hatten wir die Federwiege noch nicht, war sanftes Schwingen in ner Decke. Wenn Räubi sehr geschrien hat, haben wir ihn in eine sehr stabile kleine Decke gepackt, alle vier Ecken genommen und geschwungen. Wenn ich nicht mehr konnte, hat mein Freund alleine weiter gemacht... [emoji4] Dadurch hat er sich immer erstmal beruhigt.
Und bei uns hat die elektrische Zahnbürste ja auch Wunder geholfen. Das war unser White Noise und meistens ging das tatsächlich wie auf Knopfdruck und Räubi hat sich durch das Rappelgeräusch entspannt, allerdings musste die Zahnbürste dann auch oft ewig laufen...
Zum Pucken : wir haben lange gepuckt. Von Anfang an. Ansonsten hätte Räubi immer so gefuchtelt, sich selbst gehauen und wach gemacht. (Moro-Reflex). Ich weiß aber nicht, ob ich in eurem Fall noch anfangen würde, jetzt mit reichlich drei Monaten. Da hat euer Zwerg sich ja vielleicht schon langsam an den vielen Platz um ihn rum gewöhnt, oder? Es gibt ja auch die negativen Meinungen übers Pucken, die sagen, dass das Kind ähnlich wie beim Schreien lassen in eine Art körperlichen Notzustand verfällt und deshalb aufhört zu schreien. [emoji20] Das habe ich erst vor Kurzem gelesen... Unser Räubi hat durch das Pucken eigentlich nicht aufgehört zu weinen, er hat sich genauso verhalten wie ungepuckt, nur das Fuchteln war weg. Und er machte auch nicht den Eindruck, dass er sich unwohl fühlt und gegen das Tuch kämpft. Das ging erst später los, als er es sich dann selbst angewöhnt hat... Ich denke, man muss sein Kind genau beobachten und wenn euch das Pucken seltsam vorkommt, dann folgt dem Gefühl besser... Vielleicht ists in so einer aufregenden Phase wie jetzt auch nicht so gut mit was "Neuem" zu kommen...
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